Schlagwort-Archive: Shui Tang Teatoys

Schönheit durch die Zeit

Viele Keramik Liebhaber wundern sich in Shui Tang über den guten Preis eines Dai Keramik Gaiwan. Das neue Stück aus Jinghong kam mit viel Arbeit mit Kontakten und Ecken und mit schmerzhaften „Bruch“ in Zürich an. Die schlimme Verpackung konnte die Keramik nicht schützen, so dass wir mit vielen Schaben auspacken mussten.

Dai Keramik kommt aus einer 4500 jährigen Tradition und von der authentischen Erbin dieses Handwerk, die nun in China als eine Art von „Living National Treasure“ gefeiert wird. Aber warum kostet so ein Gaiwan in Shui Tang so „harmlos“ wie ein japanisches Stück von einem Grossmeister?

Frau Yü Meng ist eine bodenständige bescheidene Dame. Sie verlangt nicht viel für ihre Einzigartigkeit. Wenn man ihre Werke nicht kennt und im Internet surft, landet man meistens in sehr kommerziellen Shops und Fotogalerien. Ihre Werke unterscheiden sich so stark von den anderen, warum? Weil sie zu sich selbst steht.

Zu sich selbst stehen ist heute nicht mehr die Qualitätsmerkmal eines Geschäfts oder einer Person. Was heute in unserem Netz wichtig zu bewerten ist die Freundlichkeit, Zugänglichkeit und Preis. Ein schöner Laden, hübsche Verpackung und freundliches Lächeln zählen.  Nicht die Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Reziprozität (Gegenseitigkeit).

Ich wollte nicht einen „falschen“ Preis machen. Der Geist von Meisterin Yü Meng sollte man in Zürich spüren können. Die Verbundenheit von ihr zu der Erde und zu ihrer Tradition sollte in Shui Tang vermittelt werden können. Das ist der Grund, warum ich Shui Tang gegründet habe. Das ist für mich das Wichtigste an diesem Ort: Authentizität, Aufrichtigkeit und Liebe zu den Dingen um den Tee! Vor allem die Dinge, dessen Schönheit erst sichtbar werden durch die Zeit!

Was für Tee würde ich in so einem Dai Gaiwan zubereiten? Ich bevorzuge gelagerten Pu Er! Der Yiwu Gushu 2002 von Yu, auch der erste Fladen von ihm, schmeckt hervorragend darin: ein Hauch von Wärme, gemischt mit Wald, Blätter und feuchten Luft bei der  Pilzsuche. Erdig, süss und breit…

Mehr von Dai Gaiwan erfahren, bitte hier klicken.

Dai Gaiwan mit Yiwu Gushu 2002-2

Foto von J.C. in Shui Tang an der Spiegelgasse 26 Zürich.

Reisen bildet II

Als ich Takeo 武雄 aufhalte, war ich nicht nur überrascht von den leeren Strasse, sondern auch von den Menge der aktiven Töpferein. Der siebenjährige Imjin Krieg, für Koreaner war es eine japanische Invasion, für Chinesen (Ming Dynastie) eine solidarische Nachbarschaftshilfe mit imperialistischen Hintergrund, war für die japanische kulturelle Entwicklung ein Meilenstein. Durch diesen von ihrer Grausamkeit bekannten Krieg wurden ca. 3000 koreanischen Töpfern (insgesamt 50000 Gefangene) in die Gefangenschaft genommen und liessen sich meistens in Insel kyushu. Aus diesen Kriegsgefangene entstanden die wichtigsten Keramik Tradition wie Hagi und Karatsu.

Takeo gehört zu der 唐津燒 Karatsu Tradition. Wofür ist Karatsu berühmt?

Wenn ich eine Karatsu Schale in der Hand nehme, beobachte ich die Vielschichtigkeit seiner Glasur. Keramik ist ähnlich wie beim Tee. Manche Teesorten ziehen sofort Menschen an, weil sie einfache eindimensionale Geschmäcke haben, zum Beispiel frisch blumig, oder erdig herb. Solcher Tee, wenn sie einigermassen gut gemacht ist, sticht sofort ins Auge und wird als ein guter Tee bezeichnet. Vielschichtige Dinge sind ähnlich wie Menschen mit Vielschichtigkeit. Es wird nur von gewissen Menschen gefeiert und verstanden.

Für mich strahlt Karatsu die Wärme der Erde, die Schönheit der wechselhaften Himmelfarbe und die Geschmeidigkeit in meinen Hände! Man bewundert die Spuren des Feuers in der Keramik. Man bedankt die Arbeit eines Töpfers, der in seiner Umgebung seine Materialien von Erde und Gesteine sucht, experimentiert und erfindet. Man ist berühret von der Tradition, die eine junge Generation nährt, verändert und belebt werden kann.

Ich sehe die Prägung der koreanischen Vorfahren in den wenigen Gefässen die ich mitbrachte. Ich sehe auch, wie die junge Generation tief in die Natur eintauchte und experimentiert. Die Erde, die Feuer und der Mensch spielen zusammen. Das Zusammenspiel wird von der Tradition vermittelt und fortgesetzt von heutigen Menschen in Takeo!

Hiroaki Baba 馬場宏彰 ist so ein junger Töpfer. Er fährt fort mit den typischen Technik aus seiner Tradition, glasiert immer noch mit dem Aschen von Zitronengras und verarbeitet die Erde aus Takeo selbst. Seine Werke trahlen Wärme und Anmut!

http://www.shokokai.or.jp/41/4142110009/index.htm

Eine Supernova in der Tasse

Das war ein Screenshot von einem Doku Film bei ARTE, Galaxis Milchsstrasse. Es bildet eine Supernova ab.


Hier sind die Fotos von dem modernen Werke aus Taiwanesischen Künstler, die aus der Tian Mu (auf japanisch Tenmuku) Tradition experimentiert.

Tian Mu, eine Keramik Tadition von Song Dynastie (10-12 Jh.), sollte den nächtlichen Sternhimmel nachbilden können und das Mystische ausdrücken soll. Sie wurden zur Hilfe der Meditation verwendet! 

Nun, ein Supernova in einer Tasse. Wie findest Du? Die Farbe verändert sich je nach der Lichtreflexion durch die unterschiedenen Aufgüssen!