Archiv der Kategorie: Teatoys – Teekeramik

Ausdruck von Kraft und Ruhe

Sun Chao 孫超 schafft immer wieder Gegensätze zu Vereinen. Mit diesem Ti Liang Hu druckt er die Ausdehnung der Kraft und Standhaftigkeit von Ruhe aus. Nur der Anblick auf die Kanne gebe mir bereits ein Anker in dieser sehr anspruchsvollen Zeit!

Zini Kanne von Sun Chao
Gravur von seinem Lehrer Wu Dongyuan
260 ml Fassung 60000 renminbi hat es in einer Auktion gekostet.

提梁壺 Tiliang-Hu, die Teekanne mit fest angebrachtem Henkel, ist in Europa noch immer eine seltene Erscheinung. In vergangenen Zeiten jedoch galt diese Form als kostbares Sammlerstück unter wahren Teeliebhabern. Für jeden Meister der Kannenkunst war es eine anspruchsvolle Prüfung seines Könnens, diese anspruchsvolle Form vollendet zu beherrschen.

Euch wünsche ich auch viel Freude beim Anblick!

Einladung zu einer klingenden Reise in den Sternenhimmel

Shui Tang freut sich, Musikfreunde, Keramik Freunde und Teefreunde zu einem besonderen Anlass einzuladen!

Wenn ich eine Tianmu-Schale von Lo Senhao in die Hände nehme, reist meine Seele durch die Galaxien. Trinke ich Tee aus dieser Schale, geht die äussereReise fliessend in eine innere über. Worte vermögen diese Reise und ihre Magie nicht vollständig zu beschreiben – vielleicht aber Klänge?

So wie der Tee eine neue Dimension gewinnt, sobald er in eine Tianmu-Schale gegossen wird, stellte sich der Schweizer Komponist Fabian Müller vor, Klänge in eine solche Schale zu gießen. Langsam erfüllt Musik den Raum, berührt von den Farben, dem Licht und der Atmosphäre der Schale – als würden ihre Muster, ihre Tiefen und die Universen, die sich beim Betrachten eröffnen, zu Tönen werden.

Auf diese musikalische Reise, getragen vom wunderbaren Klang zweier Violoncelli, nehmen Sie die renommierte taiwanisch-schweizerische Cellistin Pi-Chin Chien und ihr Mann Fabian Müller mit.

Datum: 29. August 2026

Zeit: 17.15 – 18.15

Ort: Kloster Einsiedeln. Grosser Saal.

Kollekte. Spende für Lo Senhaos Keramik-Projekte und für das Kloster Einsiedeln.

Anschliessend Tee als Abschluss für die Musik «KlingendeReise in den Sternenhimmel» und als Dank an das Kloster Einsiedeln. Details entnehmen Sie bitte den Informationen auf der Webseite. Anmeldung erforderlich.
Ebenfalls Kollekte – Spende für das Kloster. 

 

Degustation mit Duanni, Tianqingni-Gasofen, Tianqingni-Elektroofen Sangbian Hu -2

Mit Yin Min tauschte ich mit unseren Eindrücken über die Tonarten. Für sie ist Duanni Kanne ein schönes Material für frischen sanften eleganten Tee. Sie liebt mit Duanni Grüntee und weissen Tee zu trinken. Teekanne im Gasofen zu brennen verbirgt mehr Gefahr während des Brennens kaputt zu gehen. Aber die Quelle der Hitze erzeugt mehr Atmosphäre und geben die Oberfläche der Kanne mehr Ausdruck und Ausstrahlung. Kanneform von starken Ausdruck kann im Gasofen besseren Effekt erhalten. Der Tee schmeckt aus dieser Produktion mehr Facetten und der Körper wird hervorgehoben. Andererseits im Elektroofen ist das Brennen ruhiger, es hat weniger Sauerstoff. Die Oberfläche der Kanne hat dadurch mehr Glanz. Man muss den Tee schneller aus der Kanne aufgiessen. Daher eignet sich solche Produktion sehr gut für duftenden Tee und Oolong. 

Sie sagte, sie hätte nicht gedacht, dass wir so viele Unterschiede aus diesen drei Kannen schmecken können! Trotzdem sagte sie, die Form einer Kanne ist wichtiger als die Tonart. 

Es gibt so viel zu entdecken! Man kann mit einer tollen Teekanne die Welt des Tees wunderbar entdecken! Es macht so viel Spass mit tollen Teatoys, mit interessierten Teefreunden und in der Welt des Tees zu flanieren!

Degustation mit Duanni, Tianqingni-Gasofen, Tianqingni-Elektroofen Sangbian Hu -1

Dominik wollte verstehen, worin besteht der Unterschied von Tianqingni von Gasofen und Elektroofen?  Wir haben das Glück 3 verschiedene Sangbian Hu von Yin min 尹旻 aus 3 verschiedenen Tonarten zu degustieren. Aus Taiwan brachten wir neue Muster von Yus Puer 2026. Das ist eine wunderbare Gelegenheit, den neuen Tee mit diesen drei Kannen zu degustieren.

Wir degustieren Nannuoshan Gushu 2026 April aus Menghai als der erste Versuch. Nannuoshan besuchte ich 2013. Am Anfang konnte ich mit diesem Tee nicht umgehen. Er war für mich schwer zugänglich: adstringierende und herbe Note dominierten. Erst während der Corona Zeit entdeckte ich der inzwischen 10 Jahre alten Nannuoshan Gushu die feinen Süsse und breiten Körper. 2026 konnte ich endlich eine neue Edition produzieren lassen. 

Wir nahmen 2 g und warteten 2 Minuten. Das Ergebnis ist interessant: Der Nannuoshan kam aus dem Tianqingni-Elektro Ofen feine Süsse und kristallklar. Aus dem Gasofen war die Mischung zwischen den Süssen, herben Noten und Kurven von Nuance sehr deutlich. Aus dem Duanni ist der Tee, klar, süss und breit. 

Der zweite Tee war Fenghuangwo Gushu 2026 aus Yiwu. Der schöne elegante Fenghuangwo offenbart sich in beiden Tianqingni hervorragend. Seine facettenreiche Kontur konnte sich in dem Gasofen Brand noch besser zeigen. Aber Duanni enttäuscht uns nie. Er lässt den tanzenden Fenghuangwo (Phönix Nest) auf unsere Zunge drehen und schöne Figuren machen. Starke Körper, balsamierende Abgang mit wildem Ruf und kristallsüsse florale Note. 

Der dritte Tee ist Lishan Qingxin 2004. Der gelagerte Oolong versetzt uns in die Berglandschaft in der Vergangenheit. Die Erinnerung könnte «schwarzweiss» sein: der Tee verzaubert uns mit seinen Duftkurven, auch wenn die frischen blumigen Noten nicht mehr im Vordergrund sind. Der Tianqingni-Gasofen malt uns die kurvige Landschaft mit klaren Bergkontur, während der Tianqingni-Elektro uns ein Sumie Bild hinterlässt. Duanni Kanne zeigt uns eine schwarz-weiss Fotographie.

Ich schrieb Yin Min und sie erzählte mir interessante Aspekte als Yixing Kannen Meisterin. Der Text folgt.

Notizen am Rhein

Gestern traf ich mit paar für Keramik interessierte Freunde bei Beatrix.

Als ich für das Workshop von Lo Senhao übersetzte, war es kein Raum für mich, meine eigene Kreativität in Arbeit zu leben. Meine Aufgabe war die Brücke zu schlagen. Darum schätze ich diese Möglichkeit sehr, mit meinen Hände die Erde zu fühlen und zu kneten. 

Das Problem war, was mache ich mit dieser Möglichkeit?

Während ich morgens meditiere, kam mir ein Funken, einfach formlos zu arbeiten. 

Als Teeliebhaberin wollte ich selbstverständlich Teetasse formen. Als Händlerin hörte ich nicht auf etwas Nützliches zu machen. All dieser Gedanken sind gut. Es sind ein Hebel um eine Tür aufzumachen. Aber ich wollte nicht. Ich möchte etwas Nutzloses machen und schaue wohin es mich führt.

Ein Stück Erde in der Hand. Etwas unbewusst passiert. Ich formte eine Tasse, die am Ende zusammenfiel. Und Dann? Neu kneten und wieder eine machen. Das ist eine Möglichkeit. Oder aus dieser zusammengefallenen Masse etwas anders zu machen? Ist es nicht der Ablauf meines Alltags? Aus dem Geplanten ist nichts geworden. Ich muss mit dem was geworden ist, weiterleben.

Dann macht es mir besonders spass, die raue Oberfläche der Erde zu arbeiten. Sie mit Wasser zu befeuchten, zu kleben und zu polieren. Sinnlos oder unnötig? Keine Ahnung, ich spürte nur Freude. 

In einer Gruppe wird man getragen, von gegenseitiger Konzentration und von einfachem Dasein. Diese Stunden haben mich genährt und entspannt. Heute Morgen träumte ich von tausenden Jahren alten Gefäss, überreicht von grünlichen Feen – war es eine Assoziation von Rhein Schlamm Glasur? 

Als ich diese Zeile niederschrieb, hörte ich gerade von einem Hörbuch einer Taiwaner Berühmtheit, der über Künstliche Intelligenz und Halbleiter Industrie sprach. Er sagte, die Zeiten haben sich geändert. Die Menschen, die Aufgabe neu definieren können, müssen Frage entwerfen können. Es ist schwierig in einer Zeit, in der Emotion als Werkzeug verwendet wird. Als Lupe für Problem, die immer vergrössert werden und keine Zentrierung mehr zu finden ist. Er fragte dem Leser: Haben wir Fähigkeit, unsere Kultur zu erzählen? Durch die Erzählung, sich zu erinnern, woher wir kommen und wohin wir fortschreiten können. Wohin wollen Taiwaner? Im Parallel erschien heute ein Podcast von Ronzheimer über das Dilemma der Stahlindustrie Deutschlands. Wohin unsere Welt? Wohin unser Leben? 

«Speicher» ist auf Deutsch eine Kapazität für ERINNERN. Ein Raum. Auf Taiwaner Chinesisch übersetzt, heisst es Ein Träger fürs Merken und Erinnern. Merken ist anders als Erinnern. Merke die Erkenntnisse, merke das Wissen. Erinnere an das gemerkte, führt zum Urteilsvermögen! Der Ton, die Erde und unser Körper haben Erinnerungsvermögen. Das Merken kann von KI ersetzt werden. Aber die Richtung hinzuweisen, Aufgabe neu zu definieren, brauchen wir Erinnerungsvermögen. Der Grund, warum Lo Senhao im kommenden Sommer Schwarze Keramik mit uns ausprobieren will. Er sagte, die Schweiz hat eine lange schwarze Keramik Tradition. Es ist erfreulich eine Taiwaner Kapazität uns in der Schweiz die eigene Tradition zeigen möchte. Was er uns zeigt, ist nicht das Wissen – das Können zu produzieren, sondern die Denkweise sich zu erinnern und Zukunft zu riechen. 

Ein Stück Erde in der Hand, etwas zu kneten, aus dem Scheitern, weiterzuführen.

Es windete sehr stark. Gegen Abend schien die Sonne über den Rhain. Der Weinberg wurde durch Regen und Sonne durchgeleuchtet. Der Wein wächst und der Rhein fliesst.  

Klo Schüssel und der goldene Preis von Keramik

Beim letzten Workshop mit Lo Senhao 羅森豪 hat jemand ihm eine Frage gestellt: warum schluckt manche Teekanne den Geschmack des Tees? Warum ist es so wichtig die Erkenntnisse über eine gute Kanne so wichtig?

Lo antwortete ihm mit einer unkonventionellen Geschichte: ein gut befreundeter Freund ist Chef von einem Keramik Hersteller HCG für Sanitär Bedarf. Er bat Lo eine Glasur zu entwickeln um das perfekte Klo Schüssel zu produzieren: die Fähigkeit den Geruch von menschlichen Ausscheidung zu neutralisieren. Lo hat eine Glasur entwickeln die ähnlich ist wie die Teekanne die den guten Geschmack des Tees nicht wiedergeben kann! Er lachte damals, diese Keramiker von solchen Kannen können super Aufgabe für solche Produkte erfüllen.

HCG ist auch der Veranstalter für den internationalen goldenen Keramik Wettbewerb 金陶獎 in Taiwan.

https://youtu.be/mZp-kXaXAzw call für Entriece!

Bericht über dieses internationale Wettbewerb

Der 8. Taiwan Ceramic Art Golden Award tritt durch ausdrucksstarke Werke in den Dialog mit dem Publikum und fördert die Keramikkunst. Gleichzeitig regt er dazu an, das Verhältnis von Kunst und Alltag neu zu überdenken. Die Ausstellung ist noch bis zum 31. Mai zu sehen. Besucher sind herzlich eingeladen, das Keramikmuseum zu besuchen und die künstlerische Energie aus Ton und Feuer zu erleben.

Lo ist als Jury bei diesem Wettbewerb ( ab 1.15) und sprach über die Freiheit eines Stück Erde und das Glück eines Keramikers – alles auf Taiwanisch.

HCG ist ein gutes Beispiel was ein Stück Erde zwischen Menschen und die Welt bewegen kann – Geld und Kunst; Pragmatismus und Idealismus. Lo Senhao ist nicht ein Künstler den man in einer Schublade stecken kann.

Besuch bei Freunde

Mit dem Zug erreichte ich die Ostküste Taiwans.

Dort besuche ich ein befreundetes Ehepaar, das stark mit der Natur und dem Land verbunden sind. Sie arbeiten hauptsächlich mit dem Holzofen Keramik. Yihong der einem Ureinwohner Stamm zugehörig ist, arbeitet gerne mit dem Schlamm von Liwu Fluss. Liwu Fluss, ein Fluss der die Geschichte schreibt. Ein Ort wo Taiwan im 17. Jh. ein Fenster bekam in die Weltgeschichte hinein zu treten, als die Portugiesische Seefahrer dort vorbei fuhren „Ilha Formosa“ ausrief.

Mit Yihong fuhren wir an der Mündung des Fluss an die Pazifik. Die Landschaft sah poetisch aus unter einer potentiellen Drohung von einem Taifun. Die Bergen liegen schichte für Schichte nebeneinander. Das Wasser schweb zwischen den Ufern, friedlich und sanftmütig, während die Meereswelle am Pazifik tobten.

Yihong zeigte Schlamm von Liwu Fluss

Viel wertvolle duftende Schwemmholz fanden wir am Ufer. Und viele Menschen suchten nach schönen Steinen. Dort ist ein Paradies für Suchende, sei es ein Keramiker oder ein Schreiber oder ein Landschaft Gärtner!

In seinem Atelier kam ein Freund zum Besuch. Ein Sänger von Volk Truku, vom Kulturministerium preisgekrönt und schon ein Tournee durch Europa startete. Er sang ein italienisches Lied für uns. Die Stimmung war heiter und warm!

Sänger Yiji Dadao
Die Aschen Anflug geben manchmal unglücklichen Effekt. Ein See in der Schale oder schiefe Schale

Neue Quelle von Schlamm und neue Tianmu

Von Lo Senhao

Ich entdeckte neuen Stil von Tianmu bei Lo Senhao. Er sagte er hat nach dem starken Regenfälle einen neuen gestauten „Teich“ entdeckt und holte Schlamm aus dieser Entdeckung. So entsteht eine neue Tianmu Schale!

Die Öl Tropfen glänzen im tief dunklen All und erinnert mich an Sternhimmel! Mystisch, inspirierend und beruhigend als ob Hoffnung blinkt und winkt!

Rillen von Chawan

Lo erzählte mir dass man anhand von den Rillen seinen Atmungszug erkennen kann:

Seladon aus Aschenglasur von Lo Senhao

Er sagte dass er drei Atmungszüge hatte als er diese Schale herstellte.

Und mit einem neuen Spielzeug kann man seine Werke noch genussvoller betrachten.

Die Glasur unter diesem Digital Microscope
Und andere Tianmu Schale von ihm

Yixing Kannen, ihre Farben und ihre Tees

Am vergangenen Samstag haben wir vier Tees mit vier Kannen degustiert.

Zhuni, Zini, Dianni und Baini( Duanni, 3 Male gebrannt)

Degustiert wurden:

Tatajia Gaoshan Wulong 2024

Emei Maofeng Wild 2025

Wangong Gushu Puer 2025

Yesheng Qimen Hongcha 2025

Nur bei Yesheng Hongcha war es uns allen Anwesenden relativ egal mit welcher Kanne wir verwenden. Alle vier Tonarten können den Hongcha ziemlich gut zum Ausdruck bringen.

Und bei Tatajia Wulong 2024 stimmte 6 Personen für Zhuni Kanne!

Heute lernte ich etwas Neues für mich. Ich dachte immer Duanni ist gelblich – nein! Es ist eher grünblau!

Duanni vor dem Brennen
Duanni nach dem Brennen

Und Zhuni?

Zhuni vor dem Brennen!

Gelblich vor dem Ofen!

Zhuni Xishi!

Das ist spannend! Auch Tianqing Ni, eine Zini Art, legendär und rar. Mit Elektro Ofen wird er eher dunkle Purpur. Aus dem Gasofen eher blau.

Tianqing Ni aus Elektrischen Ofen
Tianqing Ni aus dem Gas Ofen
Xishi Hu von Yin Min