Archiv für den Monat März 2012

Der Sternhimmel

Tianmu (Tenmuku) 天目 Teeschale geniesst seinen Ruhm seit 12 Jahrhundert. Diese Glasur sollte dem Betrachter das Bild vom Sternhimmel vermitteln. Im Kloster der Songdynastie wurden diesen Teeschalen verwendet, den Mönchen zu helfen, die Grenze von Zeit und Raum zu überwinden. Dies verstand ich nie. Meine Art diese Sache zu verstehen war durch das Konsum, ich sammele Schalen.
Vor einem Jahr beginne ich Yoga neben Shui Tang zu praktizieren, nur weil meine Freundinnen zu dieser Lehrerin gehen. Für mich war es egal, ich wollte nur kein Qigong oder Taiji machen. Ungefähr im November letztes Jahres am Ende von der Stunde, als wir allen auf dem Boden ruhten, schlief ich fast ein. Dann ist etwas Merkwürdiges passiert. Plötzlich war ich im Sternhimmel und die Sterne waren greifbar nah – beziehungsweise wollte ich ja gar nicht Sterne greifen – ich war einfach glücklich. Die Zeit und der Raum schienen keine Rolle mehr zu spielen. Es war ein sehr sehr kurzes Moment, in dem der Sternhimmel und ich ineinander verschmelzten. Auf einmal verstand ich Tianmu Chawan (Teeschale von Tianmu Glasur). Auf einmal verstand ich den Sternhimmel in meinem Herzen zu erleben, nicht mehr im Aussen.
Jeder von uns hat den Sternhimmel im Herzen. Es ist allerdings so, dass wir es nicht wissen, nicht sehen und nicht wahrhaben wollen. Manchmal denke ich, wenn wir wissen würden, wie reich und vielfältig unser Schatzkammer ist, wenn wir mit diesem Reichtum die aussere Welt gestalten würde – nicht nur im Denken und im Kalkül kreisen würden, wären wir mit uns selbst einheitlich und das Reichtum genau in der materialen Welt erleben! Das Armut ist kein Tugend!
Abin kenne ich seit fast einem Jahr. Ein junger Mann aus Süden Taiwans, hat Träume und kommt in die Schweiz, um seine Träume zu verwirklichen. Er lernt seine Kochkunst durch den bescheidene Familiebetrieb und wollte unbedingt die westliche Küche lernen und sich verwirklichen. Tapfer, fleissig und stark. Abin erzählte mir von seinem Traum. Aber er hat ein Komplex, weil er keine besondere Bildung hat, weil sein Vater kein Vorbild ist.
Eine Chance ist „zufällig“ auf seinem Schoss gefallen. Ein sehr gutes Hotel (vielleicht das beste in Zürich) durch unsere Zusammenarbeit fragte mich nach einem jungen asiatischen Koch. Als er zum ersten Mal zur Vortsellung ging, schrieb er mir, dass er kotzen wollte – er hat Angst. Nach der gelungen Vorstellung sagte er mir, „Schwester, weiss Du, all diese Leute haben Krawatten an!“ Und? Meldet sich nun sein Komplex zur Wort? „Abin, das ist Deine Welt in der Zukunft.“
Er hat Zweifel. Er hat Angst. Wer steht in seinem Weg? Sein Komplex.
Wer kennt das nicht? Wer hat kein Komplex? Wir unterstellen immer anderen Menschen, was sie über uns denken – zwar negativ. Anstatt anderen Menschen eine Chance zu geben, uns direkt mitzuteilen, kreiieren wir eine Katastrophe im Kopf.
Wenn Chance kommt, ist man tatsächlich auch bereit?
Der Sternhimmel ist greifbar nah – immer – wenn wir es wollen.
Ich verstehe es nur zu gut. Weil ich nicht mit meinem Angst und Zweifel kommunizieren will, stecke ich in einem negativen Spiral. Genau weil ich die Chance nicht bejahen kann, passieren gerade Dinge, die mich richtig behindern und die als Ausrede nun verfügen.
Als Michel noch lebte, redet er oft über Phänomenen von Unfällen und Tragödie. Seine Lieblingsgespräch waren über Börse und den Erfolg vom Amstrong (Radfrofi von Frankreich). Er mahnte uns immer, die Samen des Geistes zu erkennen, anstatt Phänomenen zu kreiieren und verfolgt zu werden.
Das zweite Vorstellungsgespräch von ihm wurde wegen plötzlichen Ereignis sehr ungünstig verzögert. Als ich es hörte, war ich sehr traurig. Wer von uns kennt keine negative Spiral des Gedankens? Und wo fängt unsere Welt tatsächlich an? Von Samen unseres Denkens!
Wenn unser Muster von Gedanke und von Gewöhnheit gesteuertes Verhalten immer bewusst werden und verändert werden, erleben wir den Geschmack der Freiheit – die Zeit und der Raum können uns nicht mehr begrenzen, der Sternhimmel ist im Hier und Jetzt. Angst und Zweifel bekommen keine Bedeutung, weil wir nicht mehr an Zukunft und Vergangenheit denken. Ich lebe jetzt und will meine Welt nach meinem Herzen gestalten.
Ich wünsche, ich könnte ihm eine Tenmuku Schale schenken. Ich wünsche, dass er weiss – der Sternhimmel ist immer in ihm – er muss es nur bejahen!

Ziehende Wolken

Ich beschreibe Tee intuitiv.
Ich nehme Menschen intuitiv wahr.

Wie beschreibe ich Sencha? Ich lass mich intuitiv von dem Duft verführen.

Flora und Blaka, zwei zarten schöne Blumen aus Taiwan und freuen sich mit mir die Welt des Düftes kennen zu lernen. In ihrer Welt ist es klar und heiter und träumen von duftenden Blumenwiese.

Meine Mutter war streng und warf mir oft vor, dass meine Schrifte hässlich sind. Wer keinen Pinsel richtig beherrscht, beherrscht nicht einmal sich selbst. Ich lernte mit grossen Mühe mit dem zu grossen Pinsel Striche für Sriche dem grossen Kalligraphen nachahmen. Es war zuerst Hass. Heute verstand ich es als eine Lebenshaltung. Das Leben steht aus Strichen zu Strichen. Wenn ein Strich nicht ganz gerade ist, korrigiert man einfach immer ein bisschen, immer nur ein bisschen bis die Strichen wieder gerade werden. Die schönesten Kalligraphie sind nie perfekte Vorlage, sondern Ausdrücke von vielen schrägen Strichen.
Das erste Striche, das ich lernte war, das Horizontale „______“. Es war ein Ausdruck vom fliessenden ziehenden Wolken.
Den Duft des Senchas beschreibe ich gerne als der wolkenfreien Himmel – klärend, frisch und blau. Es war mir nie sympatisch. Der klare Himmel ist ausser hell und sonnig, was sonst? Nur als Schülerin freute ich mich, wenn wir Ausflüge hatten. Aber heute?
Unklar, unsauber und ambivalent wird das Leben für eine erwachsene Frau.
Den zwei jungen schönen Mädchen erzählte ich von Düfte, die nicht nur schön und erhellend duften, sondern auch die Tiefe eines Menschen eindringen. Ich vertrage deswegen kein Parfum an meinem Körper. Sie staunten mit grossen Augen. Die Vielschichtigkeit des Lebens wird genau von den Düfte widerspiegelt, wenn der Parfümer seinen Abgrund gut kennt.
Wenn Wolken von Wind verführt werden, wenn Wolken ziehen, ziehen sie in grossen Linien. Diese grossen Linie, die eigentlich endlos weiter verlaufen kann, erweitert unser Dasein. Der Raum kann unseren Körper begrenzen, aber die Zeit nicht. Ich übte als Kind Striche für Striche, ziehe weiter und weiter bis hier her. Das Ziehen vom Wolken geschieht oft langsam. Der Himmel wird plötzlich wie eine Sumie. Wenn das Papier und Pinsel übereinander einstimmen, dann entstehen leicht verschwommene Wasserflecken. Das Wasserflecken ziehen dem Strichen entlang wie die ziehenden Wolken. Es ist wie das Patina an einem Wand, erklärte man mir. Das Patina ist nie sauber und klar, aber wahrhaftig. Es sind Spuren in unserem Leben.

Es war einmal im Mai, ich erinnere mich an ein Gespräch mit Hubert, als wir uns über die Düfte der Städte unterhielten. Ich erzählte meinen jungen Freundinnen, dass eine Stadt auch einen Duft hat und dass der Duft uns in eine unbekannte Welt zieht!

Ein passende MusikStücke habe ich sogar zur Hand:
http://www.youtube.com/watch?v=BkoprPo2Zpk&feature=related

Der ewige Frühling, Sijichun

Reinhard erzählte mir von seinem neuen Plan, dass er bei seinem nächsten Heimreise einmal seine ganz kleine Tochter auf seinen Schulter auf dem Hügel gehen wollte, wo sein Grossvater ruht. Eigentlich sind wir beide sehr müde, aber wir arbeiten zu gerne und trafen sich noch am Freitagabend zur Arbeitsitzung. Als er mir von diesem Hügel erzählte, sah sein Gesicht einmal anders. Es sei Frieden, sagte er, was er mit seinem Grossvater auf diesen Hügel erlebte. Diesen Frieden bewahrt er sorgfältig in einem kleinen Ecke seines geheimen Garten und gibt ihm unter den Fremden viel Kraft. Und er möchte alleine mit seiner Tochter in diesem Frieden verweilen.
Ich nickte meinen Kopf. Was ist denn das schönste des Zusammenseins? Plaudern, Lachen oder flirten? Ich weiss es nicht. Ich erinnere mich an die Zeit, als ich intensiv Michel (mein verstorbener Zenlehrer) assisterte und ihn vor seinem Tod pflegte. Auch er erzählte mir von den ruhigen Momente als er als Kind neben seinem Grossvater in den Walliser Bergen sass und einfach gemeinsam den Sonneuntergang betrachteten. Es war die schönen Momenten seines Lebens. Ich erinnere mich an Sesshins, an seinem kranken Bett und an unser Spaziergänge. Oft sprachen wir nicht und waren einfach zusammen. In diesem freien geschwiegendem Moment, wo Sprechen selbstverständlich überflüssig wurde, hatte ich das Gefühl, angekommen zu sein. Ich begleitete meinen Lehrer auf seinen Weg zum Tod und ohne etwas zu erwarten. Er starb in dem Frühling vor drei Jahren.
Heute sollten wir Sijichun – der ewige Frühling degustieren.
Sijichun, ein schöner blendenden moderner Oolong. Berauschender Duft nach dem frühlingshaften Maiglöckchen und so markant wie Honig schmeckendes Süsse kennzeichnen seinen Charakter. Diese Eigenschaft macht ihm populär. Wer hätte nicht gerne duftende Blumen und süsses Lächeln?
Zwei Muster wurden vorbereitet. Eins ist recht grün, das andere stärker fermentiert. Der grüne Sijichun, erzeugt unter klimatische Bedingung – niederiges Temperatur, lange Fermentation und Welkenszeit. Frisch, blumig und charmant. Süss wie Marzipan – dicht und intensiv. Er gefielt sofort.
Das andere eindeutig eher traditionell orientierte Muster zeigt mir einen sehr klaren Geschmack, nektarsüss ohne gefällig zu sein. Präsent und zugleich zurückhaltend. Im Mund schmeckte ich unter dem süssen Neklar eine sehr klare Botschaft dieses Tees: in einer sehr kalten Nacht erzeugten Schönheit – distanziert, elegant und schön. Sie hat vieles erlebt und durchgemacht – sie spricht für sich selbst.
Er gefielt auf Anhieb nicht. Für wem ist es denn wichtig?
Ich hatte keinen Zugang zu meinem Grossvater, als er lebte. Für mich war er ein Trottel, der nicht einmal für sein Besitz kämpfte und in der Vergangenheit lebte. Sein Geschmack und der Geschmack von traditionellem Tie Guanyin sind so identisch: alt, fremd und verbraucht. So ein Tie Guanyin ist gerade ein Gegenteil von diesem grünen Sijichun. In meiner Erinnerung sass er immer alleine im dunklen Raum und trank im Schweigen seinen Tie Guanyin. Zu seiner Lebzeit waren wir zwei Fremden in einem Raum. Sein Tod hat mein Leben entscheidend in einer anderen Richtung bewegt. Für ihn war das Nutzlose im Leben das schönste. Für mich war das Leben ein Kampf meiner eigenen Identität. Durch meinen Teeweg komme ich wie geplant näher zu ihm, auch wenn er schon lange vergangen ist. Der Raum hat uns begrenzt, aber die Zeit nicht. Es sieht irgendwie so aus, als wir das Karma reparieren könnten. Ich verehre diesen Tie Guanyin wie ich meinen Grossvater andenke. Es ist ein Tee, der dem moderne Trend nicht entspricht, der altmodisch und selbsttreu ist, und der bleibt.
Tee ist nutzlos. Er gibt nich einmal Kalorien. Wozu trinken wir ihn? Gerade weil er nutzlos ist? Wenn der Frühling ankommt, freue ich mich auf einen einfachen Sijichun. In seinem klaren Aufguss wie Neklar enthält eine Prise Kühle, wie der frische Wind.

Karma

Mit Freunden ging ich zu einem Vortrag von dem Autor “ The Diamond Cutter“
Geshe Michael Roach war da, als ich kam. Alex wartete an der Strasse, ich grüsste ihn und sah im Augenwinkel Roach mich grüssen. Ich lächelte und ganz natürlich ging ich zu ihm – warum nicht? Dann erzählte ich ihm, dass meine Mutter mir vor drei Jahren das Buch schenkte, weil ich ein Geschäft in Zürich eröffnete. Meine Mutter kaufte mehrere seine Bücher und verschenkte Menschen weiter. Er hätte gerne meine Mutter kennen gelernt, sagte er. Irgendwie lächelten wir uns an und dann fragte er mich, ob ich Diamond Sutra nicht kenne? Ja, klar. Ich rezitiere es immer wieder. Dann fingen wir an an der Urania-Strasse mitten in Zürich das Herzsutra in Chinesisch zu rezitieren. Wir lachten.
Es war ein Karma, nicht wahr? Weshalb begegneten wir in Zürich und fingen an Sutra zu singen? Ich erzählte Yvonne von Sutrasingen, sie staunte, dass ich einfach so mit ihm sprach. Es ist Karma.
Roach sprach von Samen des Karmas. Für ihn ist Erfolg und Glück kein Zufall. Es ist Karma – wir ernten das, was wir säen.
Karma hat so ein komisches Touch in der heutigen Zeit. Man glaubt, das sei etwas esoterisches. Etwas, was von Anfang an bestimmt ist.
Aber Roach versuchte uns klar zu machen, dass Karma eben im Hier und Jetzt verändert werden kann!
Ich bin nicht so begeistert von seiner Idee, Menschen zu erfolgreichen Menschen zu helfen. Für mich ist der Erfolg ein natürlicher Vorgang, wenn wir die richtige Dinge aus unserem Herzen tun. Erfolge haben ist schön, aber nicht absolut im Leben.
Als meine Mutter krank wurde, hörte ich die meisten absurdesten Kommentare am kranken Bett: „Wie kann so etwas passieren bei Dir? Du bist so ein guter Mensch!“ “ Wie kannst Du so ein Karma haben! Was hast Du getan?“ Ich wurde immer wütend und flüsterte zu meiner Mutter, egal ob sie mich hörte: „Mami, Du hast kein Probleme, Du bist in Ordnung. Auch ein guter Mensch wird krank. Du hast gutes Karma, deswegen wirst Du wieder gesund!“
Ich haben Vertrauen in das, was geschieht. In jedem Moment des Leben können wir uns anders entscheiden. In jedem Moment auf den Weg werden wir vor neuen Situation gestellt, um zu vergewissern, wohin nun. Karma, ist wohl ein Verständnis einer Ordnung, um zu wissen, dass die Dinge sich zum Guten wenden können – wenn wir es wirklich wollen!

Geshe Michael Roach ist am 01.& 02. Juli wieder in Zürich. Ein Glück für die Schweiz.

Karmic Management: What Goes Around Comes Around in Your Business and Your Life [Hardcover]
Geshe Michael Roach (Author), Lama Christie McNally (Author), Michael Gordon (Author)

Ein Glück für die Schweiz

Seit es Shui Tang gibt, lerne ich immer mehr junge Studenten und Menschen aus Taiwan kennen. Sie finden den Weg zu mir. Zuerst sind sie immer ein wenig gestaunt, dass so etwas hier existieren kann, dann werden sie stolz. Manchmal treffen sie sich hier, sind so glücklich und die Stimme ist so high, dass die Dächer von der Spiegelgasse gesprengt werden können. Und meine grosse Wohnung ist der idealste Ort für Partys. Plötzlich bekomme ich unfreiwillig eine Funktion, dass sie mit mir identifizieren. Alle sagen zu mir Schwester und erzählen mir ihre Sorgen. Sorgen als Student ist in meinen Augen keine Sorgen. Das Studium ist so eine Sache: wenn man lernt, erntet. Manche suchen Job, suchen vergeblich nach Aussen. Ich versuche bei diesen jungen Leute eine Einstellung zu vermitteln, dass sie erstmal Freude in den Dingen erkennen soll, was sie tun. Das einzige, was ich ihnen nicht so recht helfen kann ist, die Kontakte zu Schweizer zu schaffen. Sie fühlen sich oft verloren bei den Schweizern und finden keinen Anschluss.
Ich kenne das Problem gut genug. Auch ich war ein sichtbarer Fremde.
Das heisst nicht, dass irgendeine Seite falsch ist. Es is so wie es ist.
Heute kam eine Dame. Irgendwie fingen wir an über das Thema zu sprechen. Sie hat ausländische Studenten in Winterthur betreut und wollte uns Rat geben, dass die junge Studenten aus Taiwan sich bemühen sollen, sich zu öffnen und die Schweizer anzusprechen. Ich antwortete ihr, dass das Problem nicht daran liegt. Menschen in diesem Bergland haben nicht immer positive Einstellung zu einer Einladung, weil man oft verdächtigt, was die anderen von einem selbst wollen. Sie gehen gerne mit eigenen Leute zusammen und wenige haben Interesse für Fremde. Ausserdem betrachten viele Menschen hier Fremde nicht als eine Chance, sondern als eine Belästigung. Viele Fremde erfüllen in ihren Augen in diesem Land lediglich eine Funktion. An diesem Punkt möchte diese Dame einfach nicht erkennen. Für sie haben die Schweizer keine Probleme. Die Ausländer haben sich hier anzupassen. Sie sollen sich öffnen und versuchen. Auch solche Kommentare bekam ich vor 10 Jahren auch zu hören.
Dann fragte die Dame mich, ob ich mich wohl fühle in der Schweiz. Wenn ich ehrlich sagen darf – antwortete ich, „ich hatte in meinem ersten Jahr Kulturschocks und wollte gleich zurück nach Deutschland.“ „Und jetzt?“ „Jetzt habe ich Wurzel in Zürich eingeschlagen und die Schweiz ist mein Heimat geworden.“ „Dann sind Sie doch dankbar, dass Sie hier ein Geschäft machen dürfen!“
Ich lächelte. Carola grinste.
„Ich glaube, dass es ein Glück für die Schweizer ist, mich hier zu haben!“
Sie war stutzig.