Mit Yin Min tauschte ich mit unseren Eindrücken über die Tonarten. Für sie ist Duanni Kanne ein schönes Material für frischen sanften eleganten Tee. Sie liebt mit Duanni Grüntee und weissen Tee zu trinken. Teekanne im Gasofen zu brennen verbirgt mehr Gefahr während des Brennens kaputt zu gehen. Aber die Quelle der Hitze erzeugt mehr Atmosphäre und geben die Oberfläche der Kanne mehr Ausdruck und Ausstrahlung. Kanneform von starken Ausdruck kann im Gasofen besseren Effekt erhalten. Der Tee schmeckt aus dieser Produktion mehr Facetten und der Körper wird hervorgehoben. Andererseits im Elektroofen ist das Brennen ruhiger, es hat weniger Sauerstoff. Die Oberfläche der Kanne hat dadurch mehr Glanz. Man muss den Tee schneller aus der Kanne aufgiessen. Daher eignet sich solche Produktion sehr gut für duftenden Tee und Oolong.
Sie sagte, sie hätte nicht gedacht, dass wir so viele Unterschiede aus diesen drei Kannen schmecken können! Trotzdem sagte sie, die Form einer Kanne ist wichtiger als die Tonart.
Es gibt so viel zu entdecken! Man kann mit einer tollen Teekanne die Welt des Tees wunderbar entdecken! Es macht so viel Spass mit tollen Teatoys, mit interessierten Teefreunden und in der Welt des Tees zu flanieren!
Dominik wollte verstehen, worin besteht der Unterschied von Tianqingni von Gasofen und Elektroofen? Wir haben das Glück 3 verschiedene Sangbian Hu von Yin min 尹旻 aus 3 verschiedenen Tonarten zu degustieren. Aus Taiwan brachten wir neue Muster von Yus Puer 2026. Das ist eine wunderbare Gelegenheit, den neuen Tee mit diesen drei Kannen zu degustieren.
Wir degustieren Nannuoshan Gushu 2026 April aus Menghai als der erste Versuch. Nannuoshan besuchte ich 2013. Am Anfang konnte ich mit diesem Tee nicht umgehen. Er war für mich schwer zugänglich: adstringierende und herbe Note dominierten. Erst während der Corona Zeit entdeckte ich der inzwischen 10 Jahre alten Nannuoshan Gushu die feinen Süsse und breiten Körper. 2026 konnte ich endlich eine neue Edition produzieren lassen.
Wir nahmen 2 g und warteten 2 Minuten. Das Ergebnis ist interessant: Der Nannuoshan kam aus dem Tianqingni-Elektro Ofen feine Süsse und kristallklar. Aus dem Gasofen war die Mischung zwischen den Süssen, herben Noten und Kurven von Nuance sehr deutlich. Aus dem Duanni ist der Tee, klar, süss und breit.
Der zweite Tee war Fenghuangwo Gushu 2026 aus Yiwu. Der schöne elegante Fenghuangwo offenbart sich in beiden Tianqingni hervorragend. Seine facettenreiche Kontur konnte sich in dem Gasofen Brand noch besser zeigen. Aber Duanni enttäuscht uns nie. Er lässt den tanzenden Fenghuangwo (Phönix Nest) auf unsere Zunge drehen und schöne Figuren machen. Starke Körper, balsamierende Abgang mit wildem Ruf und kristallsüsse florale Note.
Der dritte Tee ist Lishan Qingxin 2004. Der gelagerte Oolong versetzt uns in die Berglandschaft in der Vergangenheit. Die Erinnerung könnte «schwarzweiss» sein: der Tee verzaubert uns mit seinen Duftkurven, auch wenn die frischen blumigen Noten nicht mehr im Vordergrund sind. Der Tianqingni-Gasofen malt uns die kurvige Landschaft mit klaren Bergkontur, während der Tianqingni-Elektro uns ein Sumie Bild hinterlässt. Duanni Kanne zeigt uns eine schwarz-weiss Fotographie.
Ich schrieb Yin Min und sie erzählte mir interessante Aspekte als Yixing Kannen Meisterin. Der Text folgt.
«Flügelschlag des Sommervogels» – Teekonzert von Shui Tang am 16. November 2025 Eine Zusammenkunft, eine Reise durch die Zeit und eine Erfahrung mit allen Sinnen
Vor 16 Jahren entschied ich mich, ein Teehaus in der grössten Stadt im Herzen Europas zu eröffnen. Mitten in der Altstadt Zürichs zwischen den Gassen. Als fremde Frau an einem fremden Ort, um ein fremdes Getränk – Tee – zu präsentieren. Damals folgte ich einer Vision, einen Ort zu gestalten, wo Menschen Menschen und Herzen Herzen begegnen können. Sehr ähnlich wie die Frauen in Kleinasien im 7. Jahrhundert, in der Hauptstadt der Han und der Tang in Changan (heutiges Xian), die in einem fremden Land ein fremdes Getränk – Wein – verkauften. Diese Frauen verkörperten die Sinnlichkeit und die begehrliche Exotik, und sie waren die Projektion der Dichters und Literaten. Zahlreiche legendäre Gedichte sind bis heute überliefert und leben sinnbildlich in der Fantasie der heutigen Menschen im chinesischen Kulturkreis. Was haben damalige Dichter aus den 7. Jahrhundert und der heutigen digitalen Generation zu tun? Was hat ein Dichter aus alten Tang-Zeit mit der heutigen Schweiz gemeinsam? Die Menschen sind mit den gleichen Fragen konfrontiert, egal woher sie kommen: «Wie liebe ich? «Wie verstehe ich die Welt?» Wir beschäftigen uns mit der Frage: «Wie werde ich verstanden? Wie verstehe ich die anderen?» Lieben und Geliebtwerden, Verstehen und Verstandenwerden sind der rote Faden des menschlichen Lebens. Poesie und Musik drücken die gleichen Fragen aus und versuchen, Antworten zu verbildlichen oder zu vertonen. Der Tee ist vielleicht eine Brücke, die Zeit und Raum überwinden kann. Wir erhalten einen Raum, um die Schönheit der Poesie und der Musik zu erleben. Es könnte sich wie ein kleiner Flügelschlag des Sommervogels auswirken, der uns dazu bewegt, auf eine innere Reise aufzubrechen, um uns versunken in einem Universum in den Nachklängen der Worte und der Töne in innerem Frieden und Glück zu verankern. Wir freuen uns, uns zusammen mit interessierten Teefreunden und Teefreundinnen am Sonntag, 16. November 2025 bei einer Tasse Tee auf eine Zeitreise zu begeben, durch klingende Poesie aus dem 3. bis 9. Jahrhundert von der Han zur Tang Dynastie.
Dieses Teekonzert ist ein Programmteil der gemeinsamen Ausstellung «Verwandlung» von Lo Senhao, Walter Weinbeck und Neil Webb.
Musik: Pichin Chieh (Cello), Fabian Müller (Komposition und Cello) Rezitation Gedichte: Menglin Chou Gastgeber: Javorka Acimovic, Anja Burger, Franco Cavalloni, Lilly Haas, Yilian Mangada, Julian Pfister, Anna Rickenbacher, Simon Trüb, Link Brücker und Tizian Zeltner
Teegespräch mit Meng-Lin Chou: Japanische Keramik aus der Gegend von Nagoya. Meng-Lin reist nach Japan und besucht Gegenden, die für die japanische Teekeramik und -kultur von grosser Bedeutung sind.
Bea kam zu Besuch und brachte mir 5 kgs Ton aus dem Rhein. Ich werde mit dieser Erde nach Taiwan fliegen und Meister Lo Senhao zeigen. Er sagte, wenn wir Glück haben, könnte er mir bei meinem Rückkehr bereits fertige Werke mitgeben! Lo hat die Vision uns zu zeigen wie man mit Keramik arbeitet noch wie vor 1000 Jahren. Zuerst muss der Schweizer Ton getestet werden.
Für unser Gespräch habe ich mein neues Spielzeug von Yin Mins Tianqing Ni getestet. Jie, der Galerist erzählt mir, dass Tianqing Ni und Qinghui Ni oft verwechselt werden, weil sie sehr eng vorkommen.
Qinghui Ni war sehr populär Ende Ming Dynastie (17. Jh), ist rar heute. Dieser Ton bekommt der Name von Hai Fisch, weil dessen Oberfläche körnige Spuren hat. Ein sehr geschätzte Ton. Tianqing Ni war populär in Qing Dynastie (17-19. Jh), hat ebenfalls diesen körnigen Charakter auf der Oberfläche. Es klebt weniger gut, schwer zu gestalten. Kein einfaches Material für den Gestalter. Der Brenn- Temperatur ist höher als andere Tonarten. Die Kanne aus Tianqing Ni sollte wunderbar für duftenden Tee. Weil der Mineneinsturz 1953 geschah, kann die Ausgrabung nicht mehr weiter fortgesetzt werden. Deswegen Tianqing Ni ist fast nicht mehr auf dem Markt.
Mich interessiert solche Daten eigentlich nicht so sehr. Mich interessiert, ob der Tee gut in dieser Kanne schmeckt. Ich bereitete den Hong Erduo Gushu Puer 2024, der mich in diesen sehr beschäftigenden Periode unterstützt. Bea fragte mich, „wow, der Tee – so süss! Bei mir kam er nicht so raus! Ich habe es zum ersten Mal so deutlich gemerkt.“ Ich auch! Diese Kanne von Tianqingni öffnet mir ein neues Fenster zum Tee!
Wie wichtig ist ein Teatoy?
Ich trank den Hong Erduo. Er war klar und fröhlich. Seine Struktur war so schön deutlich auf meine Zunge und der Geschmack so freundlich süss und voller Klang! Ich habe nie erlebt. Ist es Tianqing Ni? Ist es das, was ich schon immer wartete?
Dort hat er erzählt was er über Menschen, Keramik und dem Universum nachdenkt.
Dort werde ich auch kurze Filme Upload machen, die uns näher zum Ästhetik der Keramik und Wachstums des Tees als Kreislauf bringen. Meister Lo, Meister Atong oder Meister Hsu kommen dann zu Wort. Bei Beschreibung des Videos (bitte klicken bei dem Video) würde ich dann die Dialoge übersetzen oder hier im Blog ergänzen.
Ich freue mich auf diese Art die Teeliebhaber zu begegnen und gegenseitig zu begleiten!
Am 28.04.2024 im Kloster Einsiedeln – der Vortrag von Lo Senhao über Tianmu Keramik
Seit paar Wochen üben wir fleißig Gongfu Cha für das Konzert am 19.03.2023!
Viele kreative ästhetische Teetische sind bereits zu sehen!
Leo sagte, Frieden sei wie in dunklem Ozean, das Herz wird gesteuert an eine Funken, die fest an Frieden glaubt. Man muss durch Wellen und Winde durch… wie ein Schiff.Von Sabines Teetisch sehe ich ein Reichtum von Diversität! Dieses Reichtum in dem schönen Teegarten sichert den Frieden, auch wenn die Wahrheiten oder Fakten überlappen und Teilnehmer unterschiedlich sind. Klares ruhiges Atmosphäre versetzt uns zum wahren Glück.Javorkas Angebot für den Frieden. Unterschiedliche Menschen, unterschiedliche Ansichten werden eingeladen zwischen Himmel und Erde. Am Berg und am See trinken wir eine Schale Tee, nur für den Tee. Ohne Kalkül ohne Fokussierung kehrt der Frieden von sich alleine zurück!
Der blaue Himmel an der Spiegelgasse Wir trinken hier Lishan Qingxin Oolong 2015!Der Garten in den Teeraum hinein zu bringen Wir trinken hier Huangjingui Guifei 2010 aus Atongs Garten!Wir trinken hier Felsentee Rougui Matouyan 2022!