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Dem Wind lauschen 聽風

聽風 Ich höre den Wind rauschen, ist eine Kanne von einer Lust- Serie eines Künstlers in Yixing. Er entwerfe die Kanne und gestalte es. Diese Serie widmet er den Teekannen Liebhaber und Sammler die in unterschiedlichen Momenten Tee trinken möchte.

Hier möchte er dem Moment der EINSAMKEIT ( das Wort ist hier nicht negativ gemeint, beschreibt nur den Zustand des Seins) widmen. Allein im Wald, allein am Fenster, oder allein im Traum. Mit Herzen möchte er jeden Klang im Wind einfangen, zuhören und lauschen. Genau so jeden gelagerten Tee in der Kanne zuhören. Gerösteter Oolong tönt anders. Gereifter Pu Er singt tiefer. Die Blätter sind gesprächig im Wind. Die Pflaumenblütenblatt tanzen im Wind. Meine Stimme sind hörbar in ruhigem Herzen.

Wohin, woher und wieso? Wenn die Seele zugehört wird, kehrt die Ruhe zurück. Der Wind rauscht – der Stille lauschen.

Die Ruhe weilt auf meinem Kieferbaum.

聽風 „Dem Wind lauschen“ Ting Feng, Zini Yixing Original, Künstler Jing Yuan, 120 ml

Frage dem Wind – Zur Teekanne von Wu Licheng

Frage den wehenden Wind – 那吹著的風

Welches Blatt 問問它,下次

Sollte bei nächsten Sturm runterfallen? 那一片葉子該離去

Jie fragte mich was ich auf dieser Jiangpo-Ni-Kanne 降坡泥 (in nächsten Beitrag möchte ich über diese Tonart schreiben) von Wu Licheng 吳利成 geschrieben haben möchte. Ich dachte an einem Gedicht.

Als Simon mich mit Begeisterung nach dieser Kanne fragte, fragte ich ihm, ob ich ein Gedicht für ihn aussuchen darf. Ein Gedicht, das in meinem Auge zu ihm passen würde. Spontan dachte ich an dieses Haiku. Ein Hauch von Zen. Eine Handvoll Schönheit. Im Herbst.

Was uns als Betrachter zuerst anspricht, ist meistens die Formsprache eines Objektes. Wu Licheng ist ein junger Kunstler, auch wenn er nicht mehr so jung ist, der zuerst die Tradition als Vorbild für seine Werke nimmt. Diese Kanne ist inspiriert von der berühmten Form aus späten Qing Dynastie. Ursprünglich war diese Form von denen geschätzten Kanne aus späten Ming Dynastie. Wie kommen Teekannen aus Ming nach Japan? Einerseits war die Kultur von Ming ( Dynastie in China) als die hohe Kultur betrachtet wurde und eine sehr hohe Stellung in Japan genießt. Andererseits kamen die Kannen nach Japan als die Gelehrten und Mönche vor dem Einmarsch des Qing Herrschaft nach Japan flohen und mitbrachten.

Die Ming-Kult galt in Japan als schlicht, elegant und ursprünglich. Schlicht deutet auf die einfache Form. Die Eleganz entsteht aus Ehrlichkeit anstatt gewollte Perfektion. Ursprünglichkeit erinnert uns stets an den Anfängergeist. In der Meiji Zeit suchten die Menschen neben dem wirtschaftlichen Aufschwung nach dem ästhetischen geistigen Leben. Es kam zu einer ImportWelle von JuLun Zhu Kanne aus Yixing.

JuLun Zhu sei eigentlich die Form von Gorinto, eine Art wie Gartenlampion neben dem Grabstelle oder Tempeln. Es sollte Erde, Wasser, Feuer, Wind und Leerheit symbolisieren. Die häufig runde Form von JuLun kommt wohl aus diesen Symbolen. Der runde Körper bedeutet Wasser, der Deckel das Feuer, der Knopf sollte Wind und Leerheit andeuten. Das Wichtigste ist hier bei dem Gongfucha Spiel das Stück Teeschiff aus Holz unter der Kanne zu stellen. Es sollte die Erde darstellen. Warum Holz? Warum nicht Keramik? Wegen Ästhetik! Keramik auf Keramik klingt es zu hart, wenn wir Tee spielen.

Die Form von diesem Schnabel heißt „Pao Guan Form“, übersetzt bedeutet Kanonen. Dieser Kanonen-Schnabel hilft dem Aufguss fließend und nicht zögerlich zu geschehen, das sollte der Ausdruck von Schlichtheit darstellen. JuLun Zhu Kannen sind eher klein als großzügig.

Die Betonung von Anfängergeist druckt sich dadurch aus, dass JuLun Zhu Kannen „Ent-Künstlichkeit“ hervorhebt. Der Künstler spart die Korrektur. Er muss jede Handlung so konzentrieren, dass die Kanne aus einem Zug – wie der Wind weht, fertig gestellt werden muss anstatt ständiger Korrektur. Ich hoffe, ich kann es verständlich erklären. Diese Einstellung ist essentiell in der chinesischen Ästhetik. Auch wenn es manchmal „unvollständig“, „unvollendet“ oder „unperfekt“ aussehen. Darum liebe ich die Keramik von dem Cousin von Atong, die Werke von ihm sind Ausdruck dieser Ästhetik!

Die gewollte Perfektion wird in der chinesischen Ästhetik als „Jiangqi- künstlich unnatürlich“ bezeichnet. Die Natürlichkeit steht stets in der chinesischen Ästhetik im Vordergrund! Eine gelungene Kopie lässt man nicht ahnen, dass es eine Kopie ist. Ein gelungenes Werk nach der traditionellen Vorbild lässt den Betrachter forschen, wo betont der Künstler als Stütze der Tradition; wo zeigt der Künstler seine Ambition seine Individualität zu offenbaren. Das basiert auf das Respekt vor der Tradition! Nicht nachahmen, sondern respektieren. Beliebige Nachahmungen sind respektlos.

„Schnee im Teich“ Celadon von Holzofen. Chen Xuanheng, Taiwan.

Japanischer Ästhet Genpo Oku 奧玄寶 (1836-1897) war ein berühmter Sammler von Yixing Kannen, Chinesischen Kalligraphie und Malerei. Er wurde reich durch Reishandel, Stockfischen und Speiseöl. Er hinterließ der Welt eine wichtige Abhandlung über die Form der Yixing Zisha Kannen. In dieser Abhandlung beschrieb er die Form JuLun Zhu als „ein unentbehrliches Gut. Man kann mit Menschen nicht über Teetrinken reden, wenn sie diese Kanne nicht kennen.“

„Die JuLun Zhu hat verschiedene Ton, Zhuni, Zini, Lipi(Birnenhaut), klein und konzentriert, schlicht und ursprünglich, nicht gestylt und elegant, der Aufguss fließend und rhythmisch. Alle wollen sie!“ Genpo Oku.

具輪一式 Ju Lun I

Ju Lun I

Jun Lun I von Wu Licheng

Aus Jiangpo Ton, Original Yixing 160ml. Gravur von Wang Yaowei 王耀偉

Eine Yixing Zisha Ausstellung in Shui Tang

志修齋ZhiXiuZhai nennt der Großmeister Wu, Dongyuan seine Schule. Ein Ort für die Wille zur spirituelle Entwicklung. Dort möchten Teekanne-Meister den Anfängergeist pflegen und mit dem reinen Geist der Kunst von Zisha widmen.

Sein Schüler Sun, Chao und der Galerist Shen, Shengjie bringen über dreißig Werke nach Zürich und stellen sie in Shui Tang aus. Shui Tang wurde verwandelt zum Tempel von Zisha Kunst!

Noch bis zum Dienstag kann man die wunderbaren Kannen bestaunen. Man darf die Kanne sehen, berühren und in die Hand nehmen!

Ein kurzes Video hier für die frühere Ausstellung von ZhiXiuZhai.

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如果Ru Guo, 如瓜 Ru Gua – I

Die Künstlerin Liu, Rong gab dieser Kannen-Serie den Name: Ru Guo.

Ru Guo hat doppelte Bedeutung: 1. Konjunktiv; 2. Frucht eines Same.

Man stellt sich oft gerne etwas vor, denkt an einer Voraussetzung um diese Vorstellung zu verwirklichen. Diese Redewendung heisst auf Chinesisch Ry Guo. Wenn ich eifrig auf den Teeweg schreiten würde, wäre ich… vielleicht frei von Kategorien und Zwänge? Diese Vorstellung nennen wir Ryguo. Dieses Gedanke gleicht auch einen Same im Geist. Vielleicht wächst dieser Same weiter und werde zum konkreten Frucht? „Ryguo“ symbolisiert den gepflegten Optimismus und Offenheit zur Zukunft.

Im Gongfu Cha lernen wir den Prozess den inneren Garten ganz konkret mittels Symbolen und symbolischen Handlungen auf den Teetisch zum Ausdruck zu bringen. Ein Ry-Guo Prozess!

Die Samen von Wünschen oder Vorstellungen mögen ähnlich sein. Das Frucht (果 Guo oder 瓜 Gua) sind jedoch unberechenbar. Eins ist rund, während das andere eiförmig aussieht. Sie versucht die Unberechenbarkeit und Unzulänglichkeiten des Lebens durch Auftragen von Zhuni auf Zini bei der ersten ovalen Kanne auszudrucken. Das schöne glänzende Rot ist gedämpft von dem Schatten von Zini. Der Stiel ist krumm und gebrochen. Diese Kanne ist die grösste von allen drei, jedoch das ungleichmässige Frucht darstellt, das dem Norm ausweicht. Eigentlich dem Leben am Nächsten. Aber von Massen verschmäht.

Die anderen zwei Duanni Ryguo Kannen strahlen Anmut und zeigen das greifbares Glück. Auch wenn das Glück im Moment noch klein und unauffällig erscheint, wächst ein Frucht heran.

且聽風吟 Mit dem Wind lauschen

Künstler Liu, Qingzhong

Duanni Original Yixing Kanne „Mit dem Wind lauschen“ 150ml.

Begegnung mit Bergen

Teekannen Duo

„Begegnung mit Bergen“

Liu, Qingzhong

Duanni Kanne Original Yixing. 60 ml und 100 ml.

Echte Ego Kanne!

Die Jubiläumsfladen sind da!

Mit grosser Freude habe ich heute nach der Sommerpause mit den ersten Besucher in Shui Tang den frisch eingetroffenen Jubiläumstee Lao Man E Gushu 老曼峨古樹getrunken! Hinter den leichten Herbe bleiben den feinen cremigen Geschmack und Süssen auf der Zunge! Man fragte mich weshalb dieser Tee ausgesucht wurde für das Jubiläum? Ich antworte, dass die herbe Note dieses Tees mich an das Leben erinnert. Und hinter diesen herben Geschmack offenbart der Lao Man E seine Süsse und Tiefe und so begleitet er uns durch Tiefe und Höhe des realen Lebens. Miguel scherzte, es sei nicht „herb“ genug für die Erfahrungen in Shui Tang.

Zusammen angekommen sind auch drei herzigen EGO- Kanne ( das ist eine Ein-Person- Kanne) von Künstlerin 劉蓉Liu, Rong. Diese drei Kannen gehören zu einer Serie „如果 Ru Guo“ – Die Samen von Hoffnung.