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Teeseminar Oolong mit Schwerpunkt Shui Xian 水仙l

Tee-Varietät Shuixian 水仙 kommt ursprünglich aus Wuyishan Fujian in China. Dieses Pflanzen macht seine eigene Karriere und ignoriert die Grenze zwischen China und Taiwan. Die Verbreitung vervielfacht seine Geschmäcke, weil jedes Anbaugebiet ein bestimmtes Gesicht dieses Tees prägt!

Wir hören verschiedene Namen von ihm wie 鳳凰 Phönix, Ente-Scheiss 鴨屎香 oder sogar 銀花香Gaisblattblüte! Was für einen Tee ist es denn eigentlich?

Am 04.02 2018 widmen wir einen ganzen Tag diesen legendären Tee!

Anmeldung bitte bei Shui Tang!

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Der Garten von Atongs Familie. Man sieht, dass hier organisch angebaut wird. Diese Pflanzen ist 武夷 Wuyi.

Baxian Shuixian in Atongs Familie Garten in Mingjian Taiwan.

Das Teegespräch: die Symbolik des Wassers

In der Adventszeit wird oft ein Teegespräch in Shui Tang stattfinden. Ein Raum für den inneren Weg in einer dunklen kalten Zeit, in der überall beleuchtet wird, um Weihnachten zu vermitteln – oder um den Konsum? 2015 war über Dante, 2016 war der Baum.

Am 03.12. Sonntag 15-? ist ein Teegespräch in der Adventzeit geplant. An einem verkaufsoffener Sonntag widmen wir nicht den Konsum sondern den inneren Teeweg. Diesmal mit dem Thema Wasser!

Der Name Shui Tang bedeutet den Ort des schönen Wassers. Wasser, ein Sinnbild von Energie. Fluss, ein Sinnbild von Energiefluss, der Fisch, beziehungsweise unsere Hände, die Tee zubereitet und bewegt, ist das Sinnbild von dem Verteiler der Energie.

Die Schweiz ist ein Land reich an Wasserressourcen. Nur wenige Menschen wissen, dass fast alle Flüsse in der Schweiz sind „genutzt“. Das heisst, gestaut, gelenkt oder geformt. Was passiert mit den Lebewesen im Wasser, wenn das Wasser gestaut, geflutet und geleitet? Was bedeutet dieses Vereinnahmen als ein Spiegelbild unserer Seele reflektieren, wenn wir das Wasser stets in Eigennutz betrachten? 

Wie können wir aus diesem Zwang aussteigen, den natürlichen Lauf des Wasser zurück ins unserem Bewusssein zu holen? Vielleicht bietet der Gongfu Cha ein Weg zu unserer inneren Energiequelle und den äusseren Umgang mit Wasser als Energie des Universum zu verbinden.

Teegespräch mit Brigitte Egger und Menglin Chou 

Am 03.12. Sonntag ab 15 Uhr in Shui Tang

Anmeldung: info@shuitang.ch oder 079-3871130 oder 044-5559161 (di-fr 11-18.30, sa. 11-16 Uhr)

Ähnliche Veranstaltung mit Brigitte Egger und Menglin in Shui Tang siehe auch: https://www.shuitang.ch/blogs/news-und-events/84493063-veranstaltung-wenn-dante-zum-tee-in-zurich

Pu Er Seminar am 29.10.2017

Die Degustationsliste von dem morgigen Pu Er Seminar.

南管茶會 Nan Guan Konzert mit Tee in Zürich!

http://www.agenda.uzh.ch/record.php?id=34814&group=24

Eine Schale Tee in den Gesängen der alten Han

Eine Schale Tee bringt dem modernen Menschen Gelassenheit und Gesundheit. In der Tat ist der Tee ein Resultat der alten chinesischen Alchemie, die stets versucht, die Grenze zwischen Zeit und Raum aufzuheben.

Die Teehaus-Kultur wurzelt in der Tang Dynastie von 713 bis 741. Das öffentliche Teehaus war ein Ort der Begegnung und der Ereignisse, ein Ort, wo sich die Aristokratie traf, um sich zu erheitern, wo das gemeine Volk Unterhaltung suchte. Dort, im Teehaus, wurde der Tee von Geschichten begleitet, die mittels Gesang und Gestik erzählt wurden.

Diese Teehaus-Tradition vermittelt uns heute nicht nur die Kultur des chinesischen Lebensstils, sondern auch die alten Künste. Das Publikum am Teetisch ist gleichzeitig Teil des Geschehens wie auch Botschafter dieses Lebensstils.

Am 24. September bauen wir eine Brücke vom Hier und Jetzt in die alte Tang-Zeit, durch die alte Han-Sprache Holo. Mit einer Schale Tee werden die Teilnehmer in die andere Zeit versetzt, ja in einen anderen Raum, in dem Ost und West, das Vergängliche und das Ewige aufeinandertreffen!

Holo Gesänge – Nanguan

Die Holo-Sprache ist eine antike Chinesische Sprache, die auf der mittelchinesischen Ebene gesprochen wurde. Die Wortteile „Ho“ und „Lo“ beziehen sich auf die geographische Ebene zwischen dem Gelben Fluss und dem nördlichen Luo He. Bis zur Song Dynastie (960-1279 n. Chr.) war Holo die Hochsprache unter den han-chinesischen Sprachen. Im Lauf der Zeit ging diese Sprache durch die Eroberungen und den Vormarsch nördlicher Völker verloren. Im Zuge der Flüchtlingsbewegungen kam Holo in die südchinesische Provinz Fujian und ist seit dem 17. Jahrhundert auf der Insel Taiwan und anderen südostasiatischen Ländern verbreitet. Holo wird heute in Taiwan allgemein als Taiwanesisch bezeichnet.

In der Nanguan-Musik hat sich der musikalische Stil älterer Zeiten erhalten, im Gegensatz zur Beiguan-Musik im Norden, wo auch andere Sprachen und Instrumente verwendet werden. Die Orchesterbesetzung und die Melodien lassen annehmen, dass Nanguan aus der Tang-Zeit (618-907) stammt und sich in der späteren Song-Zeit weiterentwickelte. Die musikalischen Spuren reichen sogar bis in die Han-Dynastie (202 v. Chr. bis 220 n. Chr.) zurück. Nebst instrumentalem und vokalem Vortrag kann Nanguan auch als Schauspiel und Oper aufgeführt werden.

Bei vokalen Werken wird in der Holo-Sprache gesungen. Die Hafenstadt Quanzhou im Süden Fujians gilt als Urspung und Zentrum des Nanguan. An beiden Seiten der Taiwanstrasse haben sich unterschiedliche Nanguan-Stile entwickelt. Am heutigen Abend wird der Taiwanesische Stil vorgeführt.

Künstlerin

Xinfei Wu, Sängerin und Erzählerin, wurde in Taipeh auf Taiwan geboren. Sie beherrscht die alttaiwanesische Holo-Spache sowie die Nanguan-Oper, die heute beide existenziell bedroht sind. Zur Zeit engagiert sich Frau Wu für eine zeitgemässe Interpretation des klassischen Wortschatzes und der alten Poesie. 2009 wurde Xinfei Wu vom ACC (Asian Cultural Council, einer Organisation der Rockfeller Foundation), zu einem Austausch mit Sängern der alten Musik in Japan eingeladen.

Pu Er oder?

Dieses Bild zeigt uns, was man heute in Yunnan aus Taidi Cha alles machen kann.

Taidi Cha, der Pu Er Tee aus der Plantage. Ein Tee, der rund ums Jahr gepflückt wird. Ein Tee, der Menge ausmacht, anstatt Qualität. Die Teepflanzen sind gestresst, die Erde ausgelaugt und der Tee hat keine Identität. Das macht nicht. Die Pflanzen können ausgetauscht werden, wenn sie sterben oder nicht mehr produktiv sind. Die Erde kann man dünnen. Der Tee kann man mit Zertifikat aufpeppen.

Man kann ihn zu Yinzhen Baihao herstellen, zu grünem Mao Jian, zu roten Dian Hong!

Alles, was Du denken kannst.

Und sie sind alles BIO.

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Metal, Holz oder Erde?

Am vergangenen Sonntag zogen 15 Teefreunde ins Shui Tang zurück und widmete den ganzen Tag Pu Er. Franco sagte mir am Dienstag, er war so glücklich als er nach Hause ging.

Wie kann man sich so glücklich fühlen, wenn man so viele Sorte Tee degustieren muss? Muss? Nein, wir wollen!

Wir haben degustiert wie die Lagerung von Wuliangshan Gushu 2012 in Metaldose, Kirschbaumrindedose und in Tongefäss ausmacht.

Metaldose hat keine einzige Stimme erhalten. Der Tee ist darin zu frisch, zu wild und zu wenig abgerundet. Wozu lagert man wenn der Tee so langsam reift?

Marie-Florence hat recht, ein Tee, der reift, hat Geschichte, ist interessant und verbirgt eine ganz Menge Erwartung und Vorfreude!

Kirschbaumrindedose hat 10 Stimme, während Tongefäss aus Taiwan 5 Stimme bekam. Fabio sagte, er war in einer Dilemma. Das Stimmt, der gelagerte Tee im Tongefäss ist wirklich gut, harmonisch, rund und tiefgründig.

Ich habe meine Stimme für Kirschbaumrindedose gegeben. Weil ich darin eine zentrierte Duftströmung wahrnehmen konnte und ein bisschen mehr Eleganz und Geschmeidigkeit in der Textur bemerkte. Jedenfalls war das Tongefäss genau so gut wie die Kirschbaumrindedose! Vom Preis her ist sicher die Tondose von einem großen Vorteil!

Beim Erwerben von Tongefäss, zeigte ich im Seminar, wie man aufpassen muss. Das Klang von Gefäss sollte hell und knackig klingen anstatt schwer und stumm. Einkaufen von Keramik ist eine Wissenschaft. Ein Teeliebhaber kann langsam aus der Fokussieren von schöner Form wegkommen und sich auf das Material befassen. Für mich als Teehändler bedeutet diesen Schritt von essentiellen Bedeutung! Ton kommuniziert mit Tee, es ist nicht bloß reine Erde, sondern eine lebendige Zusammenspiel von Mineralien, Bakterien und Zeit…