2. Teegespräch von Shui Tang

https://www.shuitang.ch/blogs/news/teegesprach-nummer-2-mit-meng-lin-chou-zum-thema-selektion

Zum Thema Shui Tang Selektion traf ich Miriam am vergangenen Montag im Neumarkt.

Ich wollte mit solchen Gespräche verschiedene Themen ansprechen. Diesmal mit warum Selektion und wie ich eine Selektion auswähle in einem Winter.

Wir habe viele Themen auf der Liste. Ja, Teegespräch in einem Café ist anders als auf einen Teetisch. Doch spielt Tee immer als eine Quelle meines Lebens egal wohin. Eine Quelle die man nur mit einem Einhorn ausschöpfen kann. Außen hart und innen leer. Das Wasser fließt und kann gefüllt werden.

Was passiert auf den Teetisch an einem Adventnachmittag?

Heute war der verkaufsoffene Sonntag in Zürich. Es kamen immer mehr und mehr Leute. Der Teetisch wurde grösser und grösser. Manche kamen um die frisch eingetroffenen koreanischen Schälen zu bewundern, manche kamen weil sie wohl Durst haben! Durst nach was?

Kim kam ebenfalls mit dem kreativen Teefreak Vater gemeinsam zu Shui Tang. Was macht ein achtjähriges Mädchen dort? Tee trinken?

Kim kam um Shui Tang zu malen. Was hat sie gemalt?

Die Fische schwimmen, Delphine springt, während Seepferdchen am einem Brunnen auf seine zu füllende Tasse wartet.

Shui Tang sei eine Ozean! Mitten in dieser Ozean steht ein Teetisch und auf dem Tisch ein Brunnen! Aus diesem Brunnen sprudelt der Tee hinaus. Es ist grün, ist es vital und frisch?

Delphine eilt zum Teetisch. Die Fischen schwimmen in Schwarm. Richtung Brunnen!

Der Ort des schönen Wassers! Shui Tang.

Wer hat dem Kind von Wasser erzählt! War der Vater das Delphin? Oder das Seepferdchen?

Mich berührt das Bild sehr. Der Teetisch im Auge eines Kindes gleicht wie ein Brunnen für Meereswesen!

Der stolze Vater mit dem Kim!

Winterschaufenster in ShuiTang

Am vergangenen Samstag arbeitete ich mit Ursula bis zum späten Abend, um den Winter in Shui Tang willkommen zu heisse.

Überall in der Stadt ist Weihnachtsdekoration Gang und Gäbe. In Shui Tang hat Ursula zwei riesige Schneevorhang angezogen. Als ich es sah, dachte auch, wie das Publikum beim Kaufrausch reagieren würde. Überall wollen Geschäfte Ihre Waren ausstellen, um den Verkauf zu animieren. Was tun wir hier?

Vielleicht ist es gut so.

Anders als die Anderen zu sein braucht gewisse Mut. Die habe ich nicht immer. Andererseits will ich auch nicht in das Smoke von den Konsum hineingezogen werden. Dann wäre es richtig, in eigenem Rhythmus zu leben und zu gehen. Selbst so zu respektieren und anderen so sein zu lassen.

Ich wünsche allen glücklich durch die Adventszeit und gute Ladung beim Neujahr!

Gefässe für die Lagerung von Pu Er

Es war wieder die Zeit unsere Pu Er Tee Lagerung zu degustieren. Ich habe bereits verschiedene Berichte zu unserem Lagerungsexperiment in Shui Tang. Paar Teefreunde trafen sich bei dem Lichtfest in Shui Tang, um das Thema Lagerung zu widmen. 2012 hat Tim das Experiment angesetzt. In fünf verschiedenen Materialien hat er Wuliangshan Yesheng Gushu 2012 gefüllt: in Ton ( gemischt mit Vulkangestein aus Taiwan), in Porzellan, in Metal, in Alutüte von Shui Tang, in Kirschbaumrinde.

Tim hat das Experiment sorgfältig vorbereitet. Niemand wusste nicht, wie der Tee in der Schale gelagert war. Dieses Masnahme sollte die Manipulation vermieden werden. Jeder hat zwei Stimme. Am Ende wird es gezählt, welche Schale die meisten Stimme erhält.

Metal hat drei Stimme erhalten. Der Duft von dem Tee aus Metaldose war sehr konzentriert. Der Tee sehr präsent, der Aufguss süss. Sehr wenig gereift.

Holz hat sechs Stimme. Der Duft ist breit, zurückhaltend und präsent. Der Aufguss würzig, die Textur sanft geschmeidig und süss. Er ist spritzig auf der Zunge. Der Tee ist gereift.

Alutüte hat eine Stimme. Der Duft präsent. Der Aufguss süss und intensiv. Der Tee ist wenig gereift.

Porzellan bekommt zwei Stimme. Der Duft ist sauber, klar, aber der Aufguss ist im Vergleich flacher.

Tongefäss von Mischung aus Vuklangestein aus Taiwan, unglasiert. Er bekommt acht Stimme. Der Tee schmeckt mineralischer. Der Duft roch konzentriert und strahlend breit. Vollmundig, süss und geschmeidig.

Wenn man einen Tee lagern will, der nicht reifen sollte, würde ich meinem Kunde raten, den Tee in Shui Tangs Verpackung zu lassen oder eine günstige Metaldose zu kaufen.

Wenn man einen grossartigen Tee hat, der reifen und entwickeln sollte, würde ich eine Teedose aus Ton oder Holz empfehlen! Beim einkaufen von Ton wäre interessant den Herstellern nach der Herkunft von Ton nachzufragen. Ton ist nicht gleich Ton!

Nächstes Jahr werden wir uns wieder treffen um Oolong Lagerungsexperiment zu treffen. Vielleicht ergibt es sich verschiedene Ergebnisse!

Liebe Teefreunde, Euch wünsche ich viel Freude bei Lagern! Für das Thema von Tee und seiner Teedose habe ich genau vor einem Jahr etwas geschrieben! Zuerst der Tee und dann seine Dose suchen. Zuerst der Tee und seine Teekanne! So geht unser Teespiel immer weiter.

傣陶 Gaiwan Macciato

Zuerst glaube ich nicht, dass die Einfachheit von Dai Keramik das hiesige Publikum gefällt. Viele Menschen legen viel Wert auf die äusserliche Form und wissen weder von der Dimension der Entwicklung mit der Zeit noch von dem Potential einer Beziehung eines Gefäss zu seinem Liebhaber.

Dank dem Sonnenschein der letzten Tagen wurde das Reisstroh trocken und der Brand konnte vollzogen werden. Ich bekam zwei Fotos von neuen Werke, die bald in Zürich eintreffen.

In Shui Tang haben wir die Dai Gaiwan einen Name gegeben. Es sind Macciato Gaiwan – Gaiwan, die befleckt werden. Nach jedem Benutzen werden sie immer fleckiger, oder besser gesagt, dunkler – bis sie vollständig schwarz werden. Gaiwan Macciato ist ein neues Spielzeug, das mich überzeugt.

Mein eigens Gaiwan Macciato!

Warten auf trockene Reisstroh

Teefreund aus Bayern schickte mir ein Foto von seinem 10 Male verwendeten Dai Gaiwan.

Wann gibt es wieder?

Es gibt die Dai Keramik wieder, wenn das Wetter in Jinghong wieder sonnig wird. Die Reisstroh, was man für das Brennen braucht, lässt sich warten! Ein bisschen Geduld müssen noch die Teeliebhaber im Europa haben.

Dai Keramik von Meisterin Yümeng ist eben nicht ein Industrieprodukt.

Rechberg in Zürich

Viele Teefreunde fragen mich, wie man das Sein von dem viel Schein unterscheiden kann. Wie kann man es? Ich sagte, wenn ich meinen Schein von meinem Sein unterscheiden kann, dann kann ich auch den Schein und das Sein von der Aussenwelt unterscheiden.

Man will heute in unserer Gesellschaft nicht bloss essen. Man will sich zur Schau stellen durch das Essen. In einer reichen Stadt wie Zürich gibt es genügende Plätze um das Spiel zu perfektionieren. Aber für Teeleute wie mich und zum Beispiel für meinen Lehrer, wir suchen wirklich nur essen, gutes Essen! Kreativität ist in Ordnung. Schöne Ambiente ist nicht schlecht. Aber das Essen muss stimmen.

Für meinen Cousin, der selbst ein Vegi-Restaurant hatte, fuhr ich ihn zu Rechberg 1837 in Zürich! Warum? Weil das Restaurant nur die Dinge kocht, die man 1837 in Zürich findet, weil das Restaurant so cool schweizerisch ist!

Das urige Schweizerische! Ich verstehe nicht einmal die Speisekarte. Der Gastgeber wollte gerne auf Englisch meinem Cousin die Idee von dem Restaurant erklären, während ich insistierte, bitte auf Hochdeutsch, ich übersetze es. Uns hat man einen Überseztungsbogen gebracht und wir sollen die Speisekarte selbst übersetzen. Die Überseztungsbögen waren von Schweizerdeutsch ins Englisch. Ich spürte in dieser Konstellation einen Kulturkampf. Aber sympathisch. Alles kann politisch werden. Der Protestcharakter des jüngen Teams gefällt mir.

Sie haben ihren Gästen nicht einfacher gemacht. Aber warum sollte der Gastgeber es tun? In Shui Tang machen wir unseren Besucher auch nicht einfach. Wir hofieren die Menschen nicht. Wir sind einfach die Brücke, ins anderen Ufer muss doch jeder selbst tun.

Wir wussten ehrlich gesagt nicht, was wir bestellten. Ich dachte, ich bestellte eine Vorspeise wie Käseschnitt, weil ich Sabrinz, Brot und Zwiebel verstanden habe. Es kam eine Suppe. Trotz der Überseztungshilfe! Wir habe gegessen, gut gegessen, wir haben ein Sauerteigbrot gegessen, dessen Teig seit dem ersten August 2016 angesetzt wurde. Es wurde jeden Tag geknetet. Wie ein Haustier. Das Brotaufstrich war sehr spannend. Blumenkohlcreme und mit Karrotenöl gewürzter Butter. Der Fisch aus dem Zürichsee! war hervorragend, mein Polenta war köstlich. Wir haben gut gegessen, gut schweizerisch gegessen,

Teekarte? Ich habe nicht gesehen, und ich trank dort lieber Kaffee. 1837 trank man hier alten grünen Tee. 1837 wurde Viktoria Königin, die später Kaiserin von Indien wurde.

Rechberg 1837 in Zürich kann ich empfehlen. Wenn mein Lehrer oder Yu nächstes Jahr wiederkommt, dann weiss ich wohin wir in Zürich essen gehen!