草果地 Cao Guo Di? 薄荷塘 Bo He Tang?

Wenn man sich mit Pu Er beschäftigt, weiß man, dass es jedes Jahr ein Trendprodukt geben muss. 2011 war 曼松貢茶 Mansong Gong Cha, 2013 war 刮風寨 Gua Feng Zhai in Yiwu, 2015 war Bo He Tang in Yiwu, 2016 heisst Tong Jing He bei Mengla. Und 2017?

Cao Guo Di Gushu ist plötzlich wichtig im Jahr 2015 – nur wegen Bo He Tang. Weil man das Pflückgut von Cao Guo Di zum Bo He Tang presst.

Bo He Tang! Wie viel gibt es denn tatsächlich? Es wurde gerechnet, 43-100 Kgs. 

2008 hiess der Tee von Bo He Tang Ma Hei. 2009-2013 hiess es Gua Feng Zhai. Aber 2014 ist es bereits berühmt als ein eigenständiger Tee! Man weiss ganz genau, dass es dort nicht mehr als 43 hochstämmige Teebäume gibt. Man weiss auch ganz genau, dass jeder alter Teebaum bis zu 4 kgs frische Teeblätter geben kann. Zwei reiche Chinese können allein die ganze Menge abkaufen. Meinst Du, dass wir noch Chance haben können?

Doch! Yu hat es geschafft. Damit die Authentizität überzeugend ist, hat er geheime Waffe. Das lüfte ich, wenn der Bo He Tang 2016 endlich eintrifft.

Bo He Tang wurde entdeckt, weil Bauer ein chinesisches Heilkraut sammeln wollte. Dieses Kraut heisst 草果 Cao Guo. Er heilt Leber und Augenkrankheiten. Und Cao Guo Di – der Ort von Cao Guo, was hat er uns zu erzählen?

No.13 Gushu bereits in Bo He Tang gestorben.

Rasa, eine intensive Woche

Mit paar Shui Tang Freunde war ich in Rasa beim Tessin.

Es war eine intensive Zeit im Spiel mit der Erde und Feuer. Plötzlich waren wir wie Kinder, die nur interessiert waren über das Spiel zwischen Finger und Ton. Es war sommerlich und heiter.

In dieser Zurückgezogenheit – auf dem Alpen und im alten Steinhäuser fühlte ich mich auf einmal fremd. Fremdsein ist ein sentimentales Gefühl, das vielleicht das Kreativ-Sein fördert.

Degustations-Set 6 Teeberge

Dank Fabio und Simon haben wir nun Information bereit für das Degustations-Set. Wir können hier einen wunderbaren Vergleich haben zwischen sechs sehr unterschiedlichen Berg-Regionen. Alles aus reinen Gushu! Eine spezielle Edition für unsere Geschmacksbildung!

Shuitang – 6Berge-Bogen

http://www.shuitang.ch/collections/schwarztee/products/pu-er-degustations-set-sechs-teeberg-regionen

Viel Spass!

回紋 Hui Wen Muster und 功夫茶 Gongfu Cha

Anschließend zu gestrigem Beitrag.

Nach dem Besuch von der Mei Yin Tang Ausstellung bekam ich eine Idee mit einem Besuch dieser Ausstellung unseren Gongfu Cha III zu starten.

Wir haben in den zwei Gongfu Cha Kurse Schritt für Schritt ein Fundament aufgebaut, viele Teatoys zu verwenden und Brücke von einer Handlung zu einer anderen aufgebaut. Wir lernen immer mehr von der Bedeutung des Muster und die Verbundenheit zwischen Tee und Universum. Ein Fenster zu einer Teewelt ist geöffnet. Mit Gongfu Cha III möchte ich einen Garten des Tees visuell mit Teefreunde gestalten. Ein Garten, der zur einer Landschaft ausstrahlt.

In diesem Garten gestalten wir die Wiese vielleicht mit Stoff, vielleicht mit Holzbrett oder vielleicht mit NICHTS. Die Blumen holen wir mit Teatoys in den Garten, den Wind symbolisieren wir mit Geräusch des Wassers und unsere Aussage überlassen wir dem Muster. Es wird abstrakter, spannender und richtig kreativ. Das heißt nicht, dass everything goes, sondern genau überlegen, was wir tun. Denn genau das, was wir tun, widerspiegelt unser Wesen. Dort brauchen wir eine starke Verbindung zu unserem Wurzel und Besinnung mit dem Ursprung des Tees.

Tee kann nur konkret werden, durch Einreichen von Gefäßen. Gongfu Cha besteht aus von Gefäßen zu Gefäßen. Diese Gefäße – sei es schön, sei es gewöhnlich, werden verbunden durch Wasser von Teeblätter. Einen guten Brücke zwischen das Einreichen aufzubauen und zu erlernen, verwandelt sich zur Eleganz und Ausdruckskraft der Handlung. Die äußerliche Handlung gleich eine äußerliche Reise ins Reich des Tees durch Gefäße, wird aber eine Umkehrung stattfinden ins inneren Leben. Aus dem Erkenntnis des Innenschau schreiten wir wieder in die Realität.

Genau dieser Prozess wird abgebildet in dem Muster 回 Hui, das auch auch Donner Muster 雷紋 eingeordnet wird und ursprünglich Zentrum des Wasserwellen 漩渦 darstellt. Sie sind abgebildet in uralten 青銅器 Bronzen Gefäßen, die von höchst heiliger Bedeutung sind, auch in dem Porzellan und Keramik 陶瓷 des Tees.

Ein Muster oder ein Symbol, des uns stets auf etwas aufmerksam macht. Zurück, zurück ins Zentrum – ins Herzen? In den Tee zurück?

Teeleute, die den Hang zum Minimalisieren des Tees auf das Wissen um zu sprechen, auf den Geschmack, um zu diskutieren, auf die Teatoys um zu kokettieren, können in diesem Symbol als eine Warnung erkennen: Zurück, zurück zu Dir selbst 回家. Sei Du selbst.

Natürlich ist es ein Genuss durch die besten Beispiele von Teatoys in der Ausstellung zu spazieren, von Ding Yao bis zu Jingdezhen, von Jun-Glasur zu Tian Mu. Zum Schluss können wir bei der chinesischen Malerei ahnen, was wir dann bei Gongfu Cha III erkennen und lernen können.

Das Seelenleben durch eine Schale Tee, der symbolisiert durch einem Kreis, der nach Innen kreist und wieder nach Aussen führt. Endlos.


  

回紋 Hui-Muster und 饕餮 Tao-Tie

Diese Reise entstanden aus einer Meditation am vergangenen Mittwoch. Ich bildete mir ein, ein merkwürdiges Symbol vor mir wahrzunehmen, das scheinbar aus Antik-Griechenland oder China stammt.

Ich verstehe die menschliche Seelenreise wie die Darstellung von christlichen Labyrinth, das uns zurück zum Gott führt. Man geht auf einem Kreis, der sich in ersten Moment an das Zentrum nährt und dem Herz erfreut. In nächsten Moment entfernt man sich wieder kreisend von Zentrum und das Herz schmerzt. So kreisen wir paar Male hin und her bis wir tatsächlich das Zentrum nähren und doch müssen wir es verlassen. Ein Labyrinth behält den Angekommenden nie. Es führt einem wieder hinaus in die Welt!

Diese endlosen Kreisen erlebe ich selbst in meinem Leben mit Tee.

Man sucht Lösung für das Leben und zieht sich zurück ins Innenschau. Man transformiert es in einem Akt von Umkehrung, wie wir im Gongfu Cha „Füllhorn“ üben. Die äußerlichen Schmerzen und Aggression werden zu inneren Kräfte und Erkenntnisse. Mit diesen Erkenntnisse kehrt man wieder zurück zum Leben.

Es war ein sonniger Morgen. Tim hat seine Matura bestanden und feierte. Ich kam aus dieser fröhlichen Gesellschaft und bekam eine Idee, Rietberg-Museum zu besuchen. Ungestört von vielen Besucher an so einem schönen Sonntag lief ich ahnungslos zur Meiyintang Ausstellung.

Genau beim Eingang stach ein Gefäß in meinen Augen.

Es war Gefäße aus Bronzen von heiligen Bedeutung vor 5 Jahrtausenden.

Es sind rituelle Gerätschaft 禮器, um Opfergabe zuzubereiten. Auf den uralten Gerätschaften vor paar Tausendjahren fand ich das Muster von der Endlosigkeit, was Donner und das Herz von Wellen symbolisieren sollen. Sie zeigen alle auf das Zentrum und sind endlos dargestellt. Dieses Donnermuster 雷紋 heißt ebenfalls 回 Hui-Muster. Hui bedeutet auf Chinesisch zurück, ursprünglich bedeutete das Zentrum von Wasserwellen.

Zurück. Wohin zurück?

Dieses Muster begleiten einem magischen Tierkopf, dessen Hörner genauso aussehen wie das Symbol in meiner Vision. In diesem Tier «饕餮 Tao Tie» sollte ein mythisches Wesen 神農 dargestellt werden, der Tee angeblich entdeckte. Es wurde beschrieben, dass er unter einem Baum Wasser kochte und in jenem Moment fielen paar Teeblätter hinein. So wurde Tee entdeckt.

Man kann sich so vorstellen: Vor paar Tausendjahren wurde ein heiliges Gefäss, dessen mystische Kraft durch den Kopf von Tao Tie ausgedruckt wird, über Feuer gekocht. In jenem Moment donnerte es, so wie das Ritual für Fruchtbarkeit im Frühling wünscht. Der Ostwind wehte unabsichtlich, während paar Blätter aus einem Busch fielen. Sie fielen absichtlich in das kochende heilige (schöne) Wasser.

Das war wohl, der erste Gongfu Cha in der Menschheit.

Tao Tie und Hui Wen