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Der Ort des schönen Wassers

Zwischen den Steinen und Säule auf der Gelände von Forum Romanum ist dieser Ort mir aufgefallen. Ich sagte, „oh, ein Bad? Ein Brunner?“ Marie sagte ein Altar.

Später wussten wir dass es ein Ort des schönen Wassers ist. Ein Tempel für Nymphe Juturna! Heilwasser für Körper und Seele!

https://de.wikipedia.org/wiki/Juturna-Quelle

Wie würde der Tee mit diesem Wasser schmecken?

Ein Fest für eine gute Brüderschaft

https://youtu.be/TEU-mk4r_oU

In jedem 15. Juli von Mondkalender ist ein wichtiger Tag für Lebewesen in Jenseits – so wurde ich erzogen. Ab dem ersten Juli darf man bestimmte Termine nicht einhalten, bestimmte Tätigkeiten nicht unternehmen und bestimmte Orten nicht besuchen. Manche tun es aus Angst, manche tun es, weil es noch etwas gibt in deren Vorstellung, was heilig bedeutet. Das Monat Juli ist ein Monat für Geister. Sie dürfen in diesem Monat sich frei bewegen.

In dieser Weltvorstellung gibt es eine Trennung zwischen Yin und Yang. Wir bewegen uns in der Welt des Yang, während „sie“ in der Welt von Yin leben. Wie wird man zu Geister? Geister sind Wesen in der chinesischen Vorstellung, die an das gelebte Leben anhaften und sich nicht reinkarnieren können. Manche können es loslassen, weil sie ermordet wurden, wie Kriegsopfer oder Gefangen. Manche sterben ohne zu wollen und noch sehr an das irdische Leben anhaften. Diese ruhelosen Seele irren sich herum und haben keinen Ausweg.

Heute ist der Tag, wo diese irrenden Seele einen guten Tag haben dürfen. Sie werden in Taiwan von jeder Familie eingeladen. Sie bekommen frisches Wasser, Zahnpaste und Zahnbürste, sogar Tonic Wasser und Creme. Auf dem Ofpertisch hatte meine Grossmutter immer Tee und Sake bereit. Natürlich gibt es eine köstliche Mahlzeit dazu. SIE werden in Taiwan als Die Guten Brüder genannt. Gute Brüder anstatt böse Geister. An diesen Tag werden sie eingeladen, getröstet und respektiert. Einen Brücke bauen zwischen Hier und Dort.

Wenn Du jetzt in Taiwan bist, kannst Du an angegebenen Feste teilnehmen.

Unten poste ich paar Fotos von einem Tempelfest, wo die Guten Brüder auch willkommen waren. In dem Link von YouTube Film erzählten drei Personen, die bereits gestorben sind und am 15.07 von den Bewohner in Taiwan empfangen wurden. Die junge Mutter erzählte, dass der 15.07 der glücklichste Tag im Jahr für sie ist. Sie können sich waschen und schön machen für die kommende Zeit. Sie hat nicht erwartet, dass die meisten Familie als Familie erscheinen und sie willkommen heissen!Der ältere Herr im Schaukelstuhl erzählte, wie sehr er sich bei den freundlichen Menschen bedanken wollte – leider spüren die Lebenden seine Intension nicht. Der junge Mann mit dem Katze sind erfreut über die Tierliebe und Grosszügigkeit der Taiwaner. Die schöne Tradition wird von vielen gesamten Familien gepflegt und weitergegeben.

SIE fühlen sich respektiert, nicht als Fremde, sondern als Brüder und Schwester. SIE wollen sich bedanken bei den Menschen, die noch an die Verstorbenen denken und an unbekannten Toten gedenken können!

Wie wäre eine Gesellschaft, die nur aus den Lebenden bestehen? Wie wäre eine Gesellschaft, die nicht an die Toten denken? Wie wäre eine Gesellschaft, wenn die Toten keinen Platz mehr erhalten?

Heute mache ich eine Schale Tee für die Guten Brüder und wünsche Ihnen viel Freude und viel Mut zu dem nächsten Schritt ins Unbekannten!

About Bizen: Teil 6 „YaoBian“

Wenn Feuer die unglasierte Oberfläche von Gefässen küsst, wenn die Asche im Ofen anfliegt und dann bei einem Gefässen ein Bleibe gefunden hat, entsteht etwas, was man sich vorher nicht genau vorstellen kann! Das Ergebnis bezeichnet man auf chinesisch “ 窯變Yao Bian“ -„Yohen 曜變“ auf Japanisch. Wobei das Yohen auf Japanisch sich oft bei Tianmu Glasur auf den blauen schimmernden Effekt bezieht.

Diese Überraschung bedeutet der große Traum von chinesischen und japanischen Keramikern. Sie beschäftigen sich mit der Frage, „Ist Yao Bian (Yohen) der Zufälligkeit überlassen? Sollte man dem Effekt dem Gott überlassen?“

Auch wenn es zufällig ist, gibt es einen Regel dieser Zufälligkeit. Man fand heraus, dass man durch Rechnen von der Menge des Holzes, das Platzieren von Objekten und das Ahnen von Wetterlage etwas erreichen kann. Das Wissen von dem Route des Feuertanzen und Wetterbedingung geben den Menschen einen großen Raum seine künstlerische Tätigkeit zu gestalten. Manchmal stimmen die Luftfeuchtigkeit und Windrichtung und der Sauerstoff im Ofen ist optimal kontrolliert, dann entstehen solche Zufälle, dass der Ausdruck vom Feuertanz die Intension der Menschen trifft! Der Traum ist erfüllt! Zufall und unzufällig!

About Bizen: Teil 5 Feuertanz

Die Keramik Bizen schätzt man wegen sein scheinbar einfaches Wesen. Die Keramik Bizen scheinen in vielen Augen zuerst als unauffällig gewöhnlich, „natürlich“ und „direkt“. Sie ist natürlich, weil die Oberfläche unglasiert und natürlich belassen ist. Sie ist direkt, weil die natürlich gelassene Oberfläche in der Berührung mit unserer Hände einen direkten Kontakt herstellt, als ob eine Kommunikation sich dort stattfinden würde. In meinen Augen wirken sie sogar „heilsam“. Heilsam, weil sie auf sehr reduzierte Aesthetik wirken und mir stets an einem massiven Feuerprobe erinnert, die oft dem Leben gleicht!

Der Unterschied zu den meisten Keramik liegt daran, dass die Bizen-Keramik aus so genannten „schlechten“ Ton hergestellt ist. Der Ton kommt direkt aus dem Reisfeld, was keine Besonderheit aufweist. Man muss diesen Ton mehrfach bearbeiten: zersetzen lassen, fermentieren lassen und lagern.

Dieser Ton reisst schnell und fehlt an elastische Fähigkeit. Durch diesen Mangel wurde ein spezielles Verfahren entwickelt. Man nimmt den chinesischen Drachenofen als Vorbild und arbeite mit einer langsamen Anfeuerungsprozess. Der Ofen darf nicht zu schnell angeheizt werden, so dass der Ton sich vollständig mit dem Feuer in einer besonderen Atmosphäre zusammen verschmelzen lassen kann! Der Brennvorgang beträgt zwei Wochen. Es dauert fast weitere zwei Wochen bis man die Werke aus dem Ofen rausnehmen kann.

Diese harte Feuerprobe schafft das einzigartige BIZEN!

Becher bon Masahiro Miyao

高山鐵觀音 Schatzsuche

Bevor ich weiter über Bizen schriebe, muss ich jetzt etwas bei Atong posten!

Gefunden wurde der Hochlandsoolong Tie Gaunyin aus unbekanntem Jahrgang! Typisch weil mein Lehrer nie auf Details achtet.

Wie schmeckt er? Phantastisch! Blumig, fruchtig wie nur im Paradies! Unvergesslich!

About Bizen: 3. Teil Der Geschmack von Erwachsenen

Wie kommt man auf die Idee solche Gefäße aus der Erde als schön zu empfinden?

Die Oberfläche sind uneben. Kann man sie gut putzen? Es ist so rau, dass der schöne Sofatisch Kratze bekommen kann. Es ist braun und grau. Wo ist der Lebensfreude und Farbe fürs Leben?

Wie kann man so etwas als schön empfinden?

Es gab viele Dinge in meiner Kindheit, in der Vieles als selbstverständlich galten. Der farbige Regenbogen als Zeichen von Hoffnung. Das glatte Porzellan als die edler Kultur unserer Tradition. Der feine Geschmack von Eierspeise! Der Tee war für mich der Geschmack eines alten Mannes, der seine Zeit bereits verpasst. Tee, Kaffee und Wein – bitter, zusammenziehend und scharf… sie bedeuten mir den Geschmack eines Erwachsenen. Ein Geschmack von Widerspruch und Schatten. Melancholisch und aufregend. Menschen, die ich liebte und mir aber weh taten, lehren mich den Geschmack des Erwachsenen. Vielschichtig und ganzheitlich – man kann Menschen und Dinge nicht bloß beurteilen und moralisieren.

Keramik von Bizen erinnert mich an den Blick als Erwachsener. Nur wenn man den widersprüchlichen Geschmack von Liebe gut verkostet hat, den Duft von Erfolg widerstanden hat, und den Geruch von Scheitern integriert hat, schätze man den einfachen Geschmack der Erde und erkennt in dem bodenständigen Anblick als Wahrheit des Lebens.

Bizen Keramik oder unglasierte Keramik aus holzigen haben etwas wie der Geschmack des Erwachsenen zu sein!

Erwachsen sein ist nicht mit der Entwicklung von Hormone zu verwechseln. Sondern mit dem Geschmack!

About Bizen – 2. Teil

Meine andere Überraschung in Inbe ist:

UDO Café

Das schöne Café liegt direkt im Bahnhof! Es ist eine großartige Gewinn für den kleinen einsamen Ort! Das kleine Café versucht eine Mischung aus Modern und Tradition zu gestalten!

Es war Samstag und es gab wenig Menschen auf der Straße! Wo sind Keramik Liebhaber? Ich erinnere mich an Yingge! Samstag ist voller Menschen!

Jedenfalls genoss ich hier meinen guten Café und feine Kuchen! So köstlich! Wenig gezuckert und Rahm nicht aus der Sprühdose! Das gibt nur selten in Zürich! Die Zubereitung von Kaffee ist auf ein hohes Niveau! Man kann dort Kaffee von Aeropress bestellen! Differenzierte Note von Kaffeebohnen beglückte mich nach dem Einkauf der Keramik!

Preiswert!