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曼松王子山古樹 Mansong Prinzberg Gushu 2017 Frühling 

Endlich kann man ihn auch in Shui Tang genießen!

Selbst nach 8 Aufgüsse ist er immer noch sanft, anmutig und floral wie die Frühlingswiese!

Sein gleichmut kann ich nur lernen!

Tee-Momente

Eine Zeit lang versuchte ich jegliche private Angelegenheit zu vermeiden, die mit Tee zu tun hat. Ich trinke keinen Tee auf einer Teereise, keinen Tee mit Freunden, keinen Tee mit mir selbst. Okay, der jeden morgen Dianhong ist eine Ausnahme. Das ist kein Tee-Moment, sondern ein Moment der Abhängigkeit von Drogen.

Tee-Moment, was ist das? Es ist wie etwas privates, etwas intimes und intensives. Momente, die Pflehen und Lieben bedeuten. Eine Zeit lang vermied ich es. Inzwischen kann ich es wieder. Wieder, weil es zu etwas anderes entwickelt worden ist.

Früher wusste ich, dass Tee schön ist. Heute verstehe ich, dass Schönheit die Hässlichkeit enthält. Ich hielt eine sehr lange Zeit einen Abstand zu Oolong, auch wenn die Leute mir nicht glauben – Du bist doch ein Oolong-Spezialist. Dieser Tee war mir zu süss.

So süss, dass ich es nicht ertrug. Mein Leben ist hart, es ist jenseits von dem Süssen. Anders formuliert, mein Leben ist schön, aber nicht süss. Warum macht Atong solchen süssen Tee? Als Ironie? Ist er sarkastisch?

Ich ging fremd zu Pu Er. Ich liebe den bitteren zusammenziehenden Geschmack. Manchmal salzig, manchmal rauchig scharf. Das Süsse ist versteckt und ich kann ihn übersehen.

Liebe ich diesen bitteren zusammenziehenden scharfen Geschmack, um etwas auszugleichen oder gar zu kompensieren?

Das neue 9 Oolong Set ist entstanden als Antwort auf meine Frage. Süss wie die Kindheit, das schmeckt man durch diese Teereise. Kindheit bleibt als Geschmack in unserem Gedächtnis. Immer wieder kann er wachgerufen werden. Zusammenziehend wie das Säuere ist der Geschmack des Erwachsenwerdens oder Uebergangs, etwas für immer zu verlieren und zugleich etwas Ungewisses ist in Sicht. Ein Geschmack des Loslassen oder der Verlust. Das geröstete rauchige Aroma vermittelt das Feurige, eine freudige Kollision oder eine unvermeidbare Rebellion? Und das Bittere, das über jeden süssen Geschmack steht, ist der Geschmack des wahren Lebens. Sie begleitet uns durch Geburt, Trennung, Sterben und Abschied. Und das durchgehende Süsse macht es wieder ertäglich, eröffnet uns einen kleinen Fenster zu dem Moment, wo Liebe und Pflege wieder das Wichtigste war, als wir mit frischen Augen in die Welt blickten. Ich konnte die Ameisenstrasse stundenlang betrachten, den Fenster zu Strasse wie Film bewundern und mich in den Spiegel schauen, ohne zu leiden.

So ist der bittere Geschmack wie ein Podest? (Auf einen erhöhten Position kann die Verwicklung anders betrachtet werden. ) Ein Gefühl von Würde? Wenn Leben seine Würde gefunden hat, hat es einen Abstand zu den Dingen, die scheinbar hässlich ist. Man ist dann dazu fähig, mit Süssen zu begegnen.

 

Ein gewöhnlicher Mensch, ein Teemensch

Mein Lehrer Chen, Huan Tang ist ein Teebauer. Er hat nie sein Bildungsniveau verleugnet. Gerne schimpft er mit groben taiwanischen Worte und manchmal hätte eine Feministin etwas dagegen. Wie komme ich klar mit so einer Person oder so einem Mann?

Ich verehre ihn nicht, aber respektiere. Seine menschliche Züge und seine ehrliche Haltung diese Züge zu leben und zu zeigen gewinnen mein Respekt. Nicht sein Wissen um Tee, sondern seine Haltung zur Welt. Er vermittelt mir einen direkten unverfälschten Zugang zum Tee als ein eigenständiges Wesen,das eine eigene Sprache spricht. Als ich Shui Tang eröffnete, sagte er mir: „Mache aus Tee keine Geheimnisse! Tue die Dinge nicht so verspielt um Tee und Dich zu verschleiern!“ Wenn er Tee zubereitet, bereitet er zu. Ganz einfach und normal.

Mein Weg des Cha No Yu wurde aufgeklärt von der Lehrerin aus Rom Nojiri Sensei. Ich kann mich noch ganz genau erinnern als sie uns den Abschluss Tee in St Ottilien machte. Sie bewegte sich natürlich und ihre Handlung geschmeidig. Hinter diesen scheinbar einfachen Bewegung verbirgt einen tiefen Einblick von Sein! Es handelte sich um eine Schale Tee, nicht mehr.

Eine Schale Tee zuzubereiten sollte nicht länger als 20 Minuten. Aber als Anfänger macht daraus ein riesiges Theater.

Es ist ähnlich wie in Shui Tang zu arbeiten. Es handelt sich um einen guten Tee zu verkaufen. Ganz einfach. Es geht weder um meine Person, noch um das Verkaufen noch um Shui Tang, sondern um Tee.

Als wir am Samstagabend den letzten Kurs abschlossen, bereite ich einen Tee für alle zu. Später sagte Jacob am Tisch: „Es beruhigt mich zu sehen, dass Deine Hände aus zittern können.“ Ich erwiderte ihm ein herzliches Lächeln und sagte, „Manchmal geht es besser, manchmal eben nicht. Es ist nicht schlimm es so wie es ist, zu zeigen. Es ist schlimm, wenn man sich bemüht, es zu verstecken.“

Ich habe wie viele Leute zitternde Hände. Zwischen mir und anderen existiert kein Unterschied. Auch wenn ich paar Schritte mehr gemacht habe auf den Weg, der Tee heißt, pflege ich den Anfänger-Geist. Mit den Kurs von Gongfu Cha lerne ich immer mehr Dinge und bekomme Chance mich zu vertiefen. Neulich entdeckte ich die Schönheit von Textilien Muster auf dem Teetuch und beobachte das Parallele zum Muster im Keramik. Durch Gongfu Cha und in den Teatoys entdecke ich immer mehr die unsichtbare Verbindung zwischen Kulturen und Menschen. Es ist wunderbar ein Teemensch- Cha Ren zu sein!