Archiv der Kategorie: Tee, Wein und Whisky

YaShiXiang? Croatina!

Selten würden Menschen die Verbindung riskieren, indem man dem anderen Menschen spiegelt. Ausser Familie und guten Freunde, werde man selten auf eigenen Blindpunkt und Denkfehler hingewiesen. Die Entwicklung des Lebens wird immer abhängiger von solchem speziellen Moment, indem man ausseralltägliche Erfahrung macht!
Die Erfahrung mit Croatina gehört eben solchen besonderen Momenten!
Als die Flasche geöffnet wurde, stieg ein Hauch von undifferenzierten Gerüche, als ob das Universum vor der Entstehung von Galaxien so gerochen hätte!
Der Wein war in Ordnung und wurde in anderen Gläser eingeschenkt. Eine Freundin lachte und sagte, „Was für einen Gestank? Ein Gestank von Stall!“ Hühnerstall sagte der andere. Eine andere Freundin, die ebenfalls eine Teeliebhaberin ist, konterte mit dem Vergleich „YashiXiang!“ Yashixiang – Ente-Scheiss-Duft ist ein edeler Oolong aus Phönix Berg in Chaozhou!
Ich schwieg noch, weil ich mich immer noch in diesem unentwickelten Universum befand – undifferenziert und durcheinander.
Wir waren in einem gleichen Raum und in der gleichen Zeit, aber jedes Individuum in seinem eigenen Kosmos. Meine Freundin roch Hühnerstall, die andere Ente-Scheiss und ich roch immer noch das Haufen von Chaos. Ein Chaos von Flüssigkeit, die plötzlich erweckt wurde – orientierungslos und fassungslos.
„Ja, Ente-Scheiss.“
„Ich kann den Wein nicht trinken!“
„Wäre es in Ordnung, wenn ich ein anderes Glas bestelle?“
„Aber der Wein kann sich entwickeln! Warum wollen wir ihn nicht mehr Zeit gönnen!“
Ich stimmte ihr innerlich zu.
Im Schweigen sprach ich zu dem Wein, der seinen Liebhaber weg schieben möchte. Was für Liebhaber möchte er gewinnen, der geduldig wartet und auf seine Entwicklung vertraut?
Menschen, die auf der Gewinner-Seite bleiben würde, würde es als Unterfangen bezeichnen. Die Arbeit mit solchen Weinen und solchen Tee, die abseits von Kommerz stehen, sind nie sicher. Wir leben von der Unsicherheit der Natur und üben stets vertrauen in Menschen mit gutem Handwerk!
Der Wein erinnert mich ebenfalls in meiner eigenen persönlichen Entwicklung. Ohne Plan und Sicherheit gerate ich in die Welt des Tees. Aus purem Idealismus ist Shui Tang entstanden. Ein Ideal das trotzdem mit alltäglichen Problemen geerdet ist. Es braucht viel Zeit und Geduld!
Die Anziehungskraft von Tee für mich besteht ebenfalls in dem Charakter, der Menschen nicht gefallen wollen. Die Anziehungskraft von Shui Tang besteht darin, stets zu eigenem Ideal zu stehen. Wenn jemandem es gefällt, ist fein. Dann kann er das mitnehmen, was er möchte. Tee ist reich und kann vieles geben. Er erneuert sich von sich selbst.
Mein Lehrer Atong lehrt mich oft, wie man voraus sehen kann. Voraussehen, bevor ein Oolong (schwarzes Drachen) zum Drachen verwandelt wird. Kaufe das Pflückgut und habe bereits die Idee, es zu verwandeln. Kaufe einen Tee und rieche ihn schon, bevor er gereift wird.
Dieser Croatina! Er begleitet uns zwischen den feinen kulinarischen Gängen. Er war wie Ente-Scheiss, wie Hühnerstall, wie Ente-Po auf dem Grill… Auf einmal war er kurz vor dem Ende des Hauptgangs ein breites geschmeidiges Getränk mit gedörrten gelagerten Orangenschale aus der chinesischen Apotheke, aus Weissdorn oder aus gedörrten Pflaumenmus! Es ist nicht nur die fruchtigen Düfte in meiner Nase, sondern auch der feuchten Geruch meiner Kindheit in alten Strassen Taipeis. Meine Grossmutter plauderte mit unserer Waschfrau, ich sass im den kleinen Patio mit Orchideen, während mein Bruder langsam anfing zu laufen – unsicher und stetig. Warme feuchte Luft wie das Chaos im All, bevor die Galaxien geboren wurden! Ich sah plötzlich einen Sinn in dieser Begegnung mit Croatina. Ein „reiches“ Leben will gepflegt, erwartet und daran gearbeitet werden. Vertrauen mit Geduld lässt einen Wein sich verwandeln – auch mich!
So ein unberechenbarer Wein kann nicht beliebig empfohlen werden!
In meinem Alter freue ich mich auf solche Spiegelung! In einer Zeit wo man auf Kontrolle und Berechnen setzt, gehört dieses Erlebnis zur Seltenheit. Vielleicht gibt es eine spezielle Verbindung zwischen den Anwesenden, weshalb man gemeinsam diese Erfahrung machen muss. Trotzdem nimmt jeder nur das mit, was er kann.
Später erzählte mir Weinfreund Christoph, wie der Weinbauer von dieser Croatina beeinflusst hat. Er sei inzwischen auch viel zurückhaltender und sein Wein nicht mehr so wild!
Ein Wein, der seinem Macher auch widerspiegelt, hat eine Seele!
已經是知天命的年紀,也在世俗眼光下 ,人生有所斬獲。也因此,除了家人,至交知己,少有人甘冒大不諱,來指出我的盲點與迷宮。人生前進的力量,便得仰賴挫折與少有的神秘時刻。
那晚的紅酒,便是好些日子以來少有的神秘時刻。
當酒瓶打開時,我是試酒人,鼻中充斥一片混屯不清的氣息。酒沒有問題,接著被傾倒友人酒杯中。在座好友,人反應急速,立刻說,「怎麼會有雞寮的味道?」另一位也喝茶的朋友,就說,「鴨屎香嗎?」
鴨屎香,那是鳳凰單欉的極品。
我對他們的評語渾然不知,還停留在那片難得的混屯不清。
一群人處在同一個時空,卻各自形成一個小宇宙。我在友人杯中是聞到了,如鴨屎般的氣味,而在我的杯裡,仍是久睡後,被喚醒的液體顯現的混屯與迷茫。
「是鴨屎。」
「這怎麼喝?」
「不介意再開另一瓶?」
「當然啊!」
「可是,」年輕的友人說出內心的話,「有些酒就是會變的,為什麼不等等看?」
我心中讚許她。
仍不出聲,一瓶一直要把喝酒的人推出去的酒。是什麼樣的愛酒人才能耐心等候這無法預期的可能?
低頭深思,在茶的世界裡,在成長過程中,不也偶爾得遇見這些難逢契機?被深藏遺忘的老茶,並不在意的相識,或者看似無可理喻的經驗,在時間催化下,鴨屎轉化為香果?
老師常教我,要懂得看。看一款能在時間轉化裡,從不起眼的茶乾幻化為舞動的烏龍。從只有青草味的茶葉裡,看到未來的可能!
這杯從混屯迷茫,鴨屎,鴨屁股腥味,陪伴我們慢嚼細嚥地,隨時間流逝,流逝在,輕聲談笑歡愉中。三個小時過去後,再淺嚐時,只有如老酸梅湯般的醇厚滑順!我的鼻中有著陳皮,山楂,曬乾的梅子,還有那淺淺的,老饒河街的記憶。舊舊的中藥房,一條龍的天井,祖母蹣跚的步伐,弟弟在學步車裡,牙牙學語。濕濕的空氣下,瀰漫一片混屯,好似童年生活才剛開始,需要等待,期待可能的提示。
這樣不討人喜歡的酒,自然無法推薦給大家。
在天命的年紀,人生在掌控的思維裡,很難回到等待的心情。初心成了想像。一同出遊自有冥冥緣分,同桌共享美酒,也或許是莫名機遇與安排。希望你更好,帶走人生花園裡,你眼中美麗的花朵。
事後,也是做酒人Christoph 告訴我,那位做酒人也是他的典範,這幾年,他也收斂了許多,酒不再那麼野性,而多了好幾分 內斂含蓄。

Inspiriert von Oolong

Nico arbeitet als Barkeeper in Zürich, ist Informatik-Student und lernt seit einem Jahr intensiv Tee. Tee, nicht nur Gongfu Cha, auch Cha No Yu.

Inspiriert von Tee und nach dem Dong Ding Seminar versucht er in seinem Blog etwas schönes über Oolong zu schreiben. Euch wünsche ich viel Vergnügen!

http://bartending.ch/oolong-tea/

Champagne Jacquesson

Champagne Jacquesson

Dann erzählte Roger mir, dass der Champagne eigentlich eine Summe erlesenen Weine aus verschiedenen Jahrgänge resultiert. Der Wein braucht vielfältige Möglichkeiten, um ein vielschichtiges Getränk zu werden! Heute macht man Schaum nur aus einem einzigen Jahrgang.
Das ähnlich habe ich bei Sencha und Gyokuro auch gehört. Früher hat man Grüntee mit alten Jahrgängen gemischt, damit der frische Tee harmonisch wirkt. Der Geist unserer Gesellschaft ist anders geworden.
Als er mir davon erzählte, lachte ich über mich selbst. Auch das „Ich“ ist ein Ergebnis von sehr sehr vielen Jahrgänge, die in mir gären. Eine gute Flasche Champagne ist wie ein Mensch!

Champagne Jacquesson

Champagne Jacquesson

Roger, Charlotte und ich feierten für die guten Nachrichten in diesen Tagen und knallten eine Flasche Champagne!
Sehr schöne Perlenlage, dezente fruchtige und florale Note, edel und tiefgründig.
Ich liebe den besonderen Abgang. So balsamierend und nachhaltig, dass ich sofort an Tie Guanyin Anxi dachte!
Eine Flasche, auf die ich mich immer freuen würde!

The Piano has been drinking

The piano has been drinking, my necktie is asleep
And the combo went back to New York, the jukebox has to take a leak
And the carpet needs a haircut, and the spotlight looks like a prison break
And the telephone’s out of cigarettes, and the balcony is on the make
And the piano has been drinking, the piano has been drinking…

And the menus are all freezing, and the light man’s blind in one eye
And he can’t see out of the other
And the piano-tuner’s got a hearing aid, and he showed up with his mother
And the piano has been drinking, the piano has been drinking
As the bouncer is a Sumo wrestler cream-puff casper milktoast
And the owner is a mental midget with the I.Q. of a fence post
‚Cause the piano has been drinking, the piano has been drinking…

And you can’t find your waitress with a Geiger counter
And she hates you and your friends and you just can’t get served without her
And the box-office is drooling, and the bar stools are on fire
And the newspapers were fooling, and the ash-trays have retired
‚Cause the piano has been drinking, the piano has been drinking
The piano has been drinking, not me, not me, not me, not me, not me

Es muss ein schlechter Ruf sein, wenn eine Teehändlerin immer Champange, Whisky und Kaffee geschenkt bekommt!
Ich geniesse meinen schlechten Ruf.
Roger brachte mir eine Flasche Swiss Whisky aus Elfingen. Ich roch an der feinen klaren Flüssigkeit und an dem sauberen Korken. Sauer, klar und typisch, ich roch Malz, Holz und es ist scharf.
Scharf und sauber – ich gab unverschämt meine Kommentare, dass es mich an die Jungfrau Königin Elisabeth I erinnert. Der saubere Geschmack gefielt den Runde sehr gut. Für mich ist er jedoch einfach zu sauer, zu schweizerisch und zu — Ach, eben Jungfrau Königin.
Gerne packte ich die Flasche aus, die Björn mir schickte: Ardbeg, The Ultimate. Ein Reichtum von Gerüche und Intensivität an Geschmack versetzten mich in eine andere Welt. Es ist nicht sauber, nicht nachvollziehbar und unklar. Es ist vielschichtig, verwinkelt und voller Rauch. Der Rauch kann selbst der Rausch sein! Wer will denn schon immer nachvollziehbare Geschichte hören? Ich will doch nicht ein sauberes erkennbares Gesicht haben. Was stört einen, wenn Mehrdeutigkeit mehr Raum und Spannung verschafft? Unsere Welt ist bereit so wie sie ist mehrdeutig, inkohärent und voller Brüche. Weshalb träumen wir noch von einer Schweiz, die nur „die Schweizer“ gibt – ausser SVP?
Ich hörte in jenem Moment sofort das Blues von Ravel. In einem verrauchten Pianobar kehrte ein Mann zurück. Was hat er hinter sich gebracht? Er war erschöpft und sein Herz schien verletzt zu sein. Ist dieser Ort der Ort seiner Sehnsucht? Findet er seinen Frieden? Was kann noch alles passieren? Ich sehe es nicht genau, weil es verraucht war, weil ich selbst wahrscheinlich im Spiel war.
Roger konnte diesen Ardberg nicht vertragen. Er würde den Whisky aus Elfingen bevorzugen. Charlotte nickte ihren Kopf. Er packte sein Handy aus und zeigte mir ein Lied von Tom Waits – The Piano Has Been Drinking.
Roger klagte Schmerzen wegen Whisky. Ich bereite ihn den wertvollen 1980 Huangyin zu. Der geschmeidige Aufguss wirkten wie heilsame Tropfen. Sie flossen wie Seide in die Kehle und beruhigte sofort die klagende Zellen. Ich weiss, weshalb manche Wanderer süchtig sind nach Pu Er, vor allem nach dem alt gelagerten Pu Er. In diesen rubinroten Tropfen begegnen wir eine Welt von absoluter Zeitlosigkeit – Wir sind angekommen – auf dieser absoluten Ebene – egal wo wir uns tatsächlich befinden.
Wer ist denn wirklich im Rausch? Der Heimkehrer, das Piano oder ich?
Wer ist denn wirklich der Gast? Der Tee oder ich?
The Piano has been drinking, not me.

Bunnahabhain (peated), 13 Jahre alt, Circle

Bunnahabhain (peated), 13 Jahre alt, Circle

Als ich zum ersten Mal Bunnahabhain (peated) zur Nase bekam, lief ein Strom durch meinen Körper. Nur zur Nase, nicht einmal zum Mund. Steffi reichte mir auch noch dazu Springbank 1997. Meine Nase roch den leicht rauchigen Springbank und mein Herz war bereits bei dem Bunnahabhain.
Wie kann ich denn diese Begegnung mit Bunnahabhain beschreiben?
Es war eine regnerische Nacht in dem Bergen voller Kiefer und Hinoki. Das Tropfen wärmte mich und sein Echo – leicht rauchig, harzig, weich, samtig – versetzte mich nach Sanzenin 三千院 bei Kyoto. Im Garten vom diesen alten Tempel stand ein prächtiger Kiefer. Seine Farbe bleibt immer treu grün. In jenem Moment glaubte ich wieder in diesem Garten zu stehen und hörte den Wind, der zwischen den Kiefernadel wehte. Meine Füsse spazierten auf Moos, weich samtig und geborgen. Das Räucherwerk wurde von Wind in die Nase gebracht, rauchig, alt und ruhig. Ich bekam Respekt. Respekt vor dem alten Baum, vor dem alten Tempel und vor diesen alten Tropfen. Auf einmal fand ich glücklich, aich auch ALT fühlen zu können!
Wie fühlt sich denn eigentlich ein alter Baum? Ein Baum, der sich nicht bewegen kann, der immer nur als Zuschauer ist und der nur Wasser einnehmen und atmen kann, kann uns gar nicht mitteilen.
Wie wäre es, wenn ein Wald gibt, so gross wie Uetliberg um Zürich, das nur solchen uralten Tee-Bäume hat? Wie wird dieses Wald riechen? Wie fühle ich mich denn darin? Wie riecht dann so einer Tee aus diesem Wald?
Jingmai Gushu 1999 – ein alt gelagerter Fladen aus dem Wald von alten Bäumen.
Ich roch an dem Fladen. Alt und frisch zugleich. Das Süsse und das harzige zugleich. Der erste Aufguss – ich habe im Moment Lust den Tee sanft zuzubereiten, auch wenn er in meiner Erinnerung anders sein konnte. Er war sanft und weich. Der zweite Aufguss süss und weckend. Der dritte Aufguss tiefer und breiter. Der vierte Aufguss – ich schmeckte das Innen des Baums und die Rinde von rauhen Haut. Ich seufzte.
Ja, ich will ihn immer an einem Tag trinken, wenn es draussen schneit und der Schnee die Strasse beruhigt und wenn ich, von der Kälte getrennt, und mit mir in eins bin.
Dann schaue ich auch wie ein alter Baum die verschneiten Strasse zu. Dann kann ich mich auch wie ein alter Baum fühlen:
Wie viele habe ich bereits gesehen?
Höhe und Tiefe, Auf und Ab… was kann mich denn noch bewegen?
Was bleibt an meinem Stamm, wenn der Winter kommt und der Schnee verschmelzt?
Es ist schön, wenn man / Baum so alt ist.
Aber meine Leidenschaft, Liebe und meine Lebenskraft bleiben in mir erhalten.
Jedes Jahr, wenn der Frühling kommt, treiben die neuen Knospe und schreien die Zweige nach Sonne, nach Leben!
Es ist ein Glück, wie ein alter Baum, das Leben zu betrachten und zu leben!

De Ja Vu – Green Spot

Kenne ich Dich? Eigentlich nicht. Aber doch!
Trinke ich Whisky? Eigentlich nicht. Aber manchmal.
Was vermisst man denn eigentlich auf eine Teereise?
TEE! Jiri würde ganz ganz laut schreien. Viele auf unsere Teereise hatten Entzugserscheinung, weil sie zu wenig Tee bekommen!
Was tat man, um diese Entzugserscheinung auszugleichen? Wir tranken Bier und Whisky!

Ich liebe Bier. Manchmal gerne ein Gläschen Whisky, wenn er mir gefällt.
Ich liebe Insel, lebe im Moment auf ein Festland. Immer wieder treibt der Wind mich wieder auf die Insel, ein Ort von Dazwischen. Was haben diese Leute auf eine Insel zu suchen und gar freiwillig selbst eine Insel werden?
Wir waren wie eine kleine Insel, eine Insel des Tees.
In einer regnerischen Nacht bildeten wir eine kleine Insel in einem kleinen Dorf am Bambuswald. Wir tranken Bier und Whisky. Björn lief immer wieder zu Hi-Life (leider kein 7-11) um Suntory zu holen. Suntory – ach, wenn es sein muss. Ich trank ein Gläschen und war nicht sehr angeregt zu sprechen wie in Lost in Translation.
Dann packte die Steffi ihre Wundertüte auf und brachte drei Flaschen Kostbarkeiten.
Sie waren kostbar, so kostbar, dass Steffi auf uns aufpasst, dass wir kein Tropfen zu viel bekommen und sie verschwenderisch schluckten.
Ich roch an die Flaschen und bemerkte was auf mich zukamen. Ein Hauch von…? Venus? Was rutschte bloss aus meinem Kopf? Der Name Green Spot bedeutete mir gar nichts, aber diese Tropfen scheinen mir gar nicht fremd zu sein! Gerne verkostete ich ein, nein – paar Tropfen und war ich auf einmal auf einem wunderschönen Rosengarten. Wer stand am Tor? Eine Schönheit voller Lebenskraft. Sie lächelte voller Anmut. Feminin, anmutig und elegant in ihrer Einfachheit. Die Tropfen ruschte wie Seide einfach unter meine Kehle. Ich wartete. Dann kam das Echo von diesen irischen Green Spot zurück. Auf einmal dachte ich an die Momente, schön sehr sehr lange her – jeder von uns hat es einmal erlebt – wie war es als wir als Säugling die Welt erblickte und unsere Mütter uns die Brüste gaben? Und noch stärker hatte ich das Bild wie das „Satori“ zu erlangen, wenn MAN schöne Brüste küsst! Diese Worte kamen einfach aus meinem Mund und diese Worte „erregten“ allen zu lachen! Die Männer lachten ganz laut und beschwerten sich gleichzeitig, “ Das kann eben nur eine Frau sagen! Wenn wir es sagen, ist es empörend!“
Warum ist es empörend? Was ist daran so teufelisch, wenn schöne Brüste geküsst werden oder umgekehrt?
Es ist doch einfach nur schön!
Steffi schrieb die Kommentare und schickte sie an ihren Vater.
Moses schrieb mir vor paar Tagen und berichtet über diese Whisky:

Tja, der Green Spot Whiskey aus Irland, es werden nur 6000 Flaschen im
Jahr abgefüllt und Deine Aussage über ihn trifft einmalig zu. Sämtliche
Männer in unseren Whiskyabenden legen einen breiten Grins auf und die
Frauen lächeln verlegen….. und kaufen eine Flasche….
mach´ weiter so.

Ich habe keine Kommision erhalten.

Tee im Weinbrand

Tee im Weinbrand

Die Päoniefest wurde aus dem Garten in den Shui Tang verlagert. Prächtige herrliche Päonie wurden geschnitten und paarweise am verschiedenen Orten in Shui Tang ausgestellt. Es regnet zwar draussen, aber die Blumen blühen in uns und zwischen uns.

Zu diesem Fest hat Hannes und Felix sich sehr viel Mühe gegeben, nicht nur fürs Auge etwas anzubieten, sondern auch das Kulinarische.

Shui Tang, Liquid Delicacies, bot seinen Gäste nicht nur feine schöne Tees an, sondern auch Tee im Wein!

Wir tranken den frischen Alishan Hochland 2009 zum feinen Gebäck. Später tranken wir den Alishan 2004 im Weinbrand!

Diese Liquid Delicacies wurde im Kristalglas serviert… 

Foto: 

links Weinbrand natur

rechts Weinbrand inkl. Alishan 2004

Die Farbe ist sichtbar von Tee verfärbt. Und der Geschmack?

Mein Nachbar udo runfte seine Nase – „viel zu stark…“

Herr Suter von Felchlin, „schwer zu identifizieren…“

Zu fremd?

Unsere Gäste tranken den feinen fruchtigen faccettenreichen Tee-Wein fast leer… Wer weiss, was man alles bei Liquid Delicacies erleben kann!

 

Sonne in Zürich – Hakushu

Nach einem guten japanischen Menü, nach einer Tasse guten Kaffee, liefen Roger und ich Richtung Spiegelgasse. An dem Limat gibt es noch einen kleinen Whisky-Spezialität Laden, den Roger mir gerne zeigte.

Nur drei Japanische Whiskys führen sie hier. Hakushu, Kamazaki und einen, dessen Name nicht mehr in meinem Kopf gespeichert wurde. Kamazaki habe ich auf den Boden meiner Küche. Den Hakushu kannte ich nicht. 

Die nette Frau Meyer beriet uns mit einer seltenen Natürlichkeit, die nur aus ihrer Liebe und Verständnis zum Material zugrunde liegen kann. Sie meinte, dieser Whisky sei von einer einfachen Natur. Einfach, nüchtern und authentisch. Ein bisschen bäuerlich wenig Komplexität, aber von einer Reinheit. Diese Beschreibung machte ein neugieriges Wesen wahnsinnig an. Wie könnte ich denn verneinen, wenn ich paar Tropfen verkosten kann!

Ich trank drei Schluckchen. Den Mund leicht gespült. Wunderschöne Parfüm umhüllte mich. Süss, malzig süss. Leicht rauchig, leicht Tabakartig. Ja, ich sah Kieferholz, hell, gerade und nüchtern. Das Leben ist sooo schön! Ich merkte, wie meine Stimme weich wurde, wie samt, wie Seide und wie die Welle im Limat. Langer balsamierender Abgang. Ist das, was mein Opa täglich trank, ist das der traditionelle Tie Guanyin, der mich berühte? Ich wußte es nicht. Tie Guanyin ist schwerer. Der Hakushu ist leichter, so leicht und lichtvoll wie die heutige Sonne in Zürich. Vielleicht ist diese Kombination ausgezeichnet harmonisch, zusammen zu probieren?

Ich erzählte ihr was ich schmeckte. „Wie schön!“ Ihre Augen leuchteten schön und der Laden ist schön! Sie erzählte noch weiter von anderen europäischen Whiskys, die vielleicht vergleichbar wäre mit Hakushu. Ich war so fasziniert und wollte gleich morgen wieder hingehen. Eben zu neugierig!

Der Zauber von Hakushu und von der Sonne in Zürich merke ich jetzt immer noch in meinem Körper. Am Teetisch in Dolder habe ich Josef mit dem Zauber auch angesteckt. Ich hoffe, meine lieben Teefreunde den Zauber zwischen meinen Zeile noch zu schnuppern!

Hakushu 

Scot & Scotch | Wohllebgasse 7 | Schipfe | CH-8001 Zürich | T/F: +41-44-211 90 60 | E-Mail: meyer@scotandscotch.ch

Tee im Wein

Tee im Wein

In Berlin fragten Leute mich, wie man Tee und Wein kombiniert. Tee-Schnapps oder Tee-Wein sind eine interessante Kombination.

Mein Lehrer Und sein Partner Chong sind nicht nur Teeliebhaber, sondern auch Weinliebhaber. Onkel Chong trinkt Tee, raucht gerne (Pfeifen oder Cigar), isst gerne und trinkt wie ich leidenschaftlich Kaffee. In seinem Schrank stehen Flaschen neben Flaschen Tee-Schnapps und Tee-Wolka oder Tee-Wein.

Die Vorraussetzungen fuer diese Kombination sind:

Gute Teesorte: Hochlandoolong, Oriental Beauty und Phoenix Dancong

Guter Wein: Am liebsten Sake fuer die beiden.

Mindestens eine Woche Zeit.

Zucker beliebig – ich bevorzuge ohne.

5g Teeblatt, 600 ml Sake. Eine Woche Ziehzeit.

Wir degustierten nach der Degustation von Sencha und Dianhong die Tee-Wein-Sammlungen. Da sie mich schonen wollten, gaben sie mir nur drei kleine schlucke von drei verschiedenen Sorten:

Jinxuan-Wolka 2001: leicht gezucker: dieser Schnapps schmeckte mir sehr scharf. Der Tee Geschmack ist leicht im Hintergrund. Der typische Duft von Jinxuan ist leise zu folgen. Das Suesse von Zucker mag ich leider nicht.

Oriental Beauty-Sake 2007: Sehr schmeidig und der Typische Duft von Tipp des Oriental Beautys ist klar zu erkennen. Sake befluegelt den Tee.

Hochlandoolong Lishan Sake Jahrgang unbekannt: Eine schoene Kombination. Das natuerliche Susse des Sakes verschmelzte in der Zunge mit dem Suesse des Lishans. Der erhebende und erfrischende Hochland-Qi duftete ueberall im Mund.

Ob man mit vergorenem Traubensaft machen kann, weiss ich nicht. Es ist garantiert spannend!