Archiv für den Monat November 2012

Ein Wolken über uns

Lieber Joseph, ich habe diesen Film noch nicht gesehen, will unbedingt ins Kino gehen…

Yumi kam heute und hat nicht auf mich gewartet – sie hat ihn gestern Nacht bereits im Internet angeschaut. Sie wollte nicht warten. Sie sagte, „Oh, Menglin, viel Schmerzen, viel Schmerzen. Du weiss.“
Als sie kam, räumte ich gerade das Geschäft auf und Men putzt die viele kleine Tassen, die jeden Tag gewaschen werden müssen. Schön aufwendig, das ganze Teespiel. Sie schrie sehr charmant, „Das Leben ist so aufwendig! So aufwendig, das macht das Leben schön.“
Ja, es ist so aufwendig, geboren zu werden, aufzuwachsen, zu reisen, krank werden und zu erleben und dann irgendwann zu sterben, um zu wissen, wo und wer man ist. Ich bin zu gewöhnlich, dass ich mich nur durch meine Schmerzen und Leiden verstehen und nur so wäre ich bereit zu lernen, diese Geschichte bei nächster Wiederholung anders zu gestalten. Wir hätten paar Chance, eine Katastrophe zu stoppen, aber wir haben es nicht wahrnehmen wollen, weil wir gewöhnt sind, den geradeaus Weg zu wählen. Nichts ist zufällig. Alles ist verbunden. Das ist keine Prophezeihung mehr, sondern das Leben. Das Leben ist schön aufwendig. „Will ich wieder geboren werden?“ sie schüttelte ihren Kopf, „Nein, Danke.“
Nein, Danke.
„Das Leben ist so aufwendig, aber wir dürfen etwas wünschen.“ sagte sie, „Menglin, etwas Schönes!“
Ich werde diesen Satz von Yumi in meinem Notizbuch verewigen.
Ob der Film gut und schlecht ist, muss jeder für sich selbst schauen. Und es ist nun einfach ein Film.

Zuckerwattewolken

Liebe Menglin
Alles okay bei dir? Hast du den Film „Cloud Atlas“ gesehen? Falls ja, wie hast du ihn gefunden?
Die Kritik in der NZZ ist gar nicht gut, nur zwei von fünf Punkten.
Liebgruss
Joseph

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Neue Zuercher Zeitung
29. November 2012

Zuckerwattewolken

«Cloud Atlas» – das Regie-Trio aus den Wachowski-Geschwistern und Tom Tykwer hat den als unverfilmbar geltenden Bestseller von David Mitchell adaptiert

Simon Spiegel · Es ist eine Geschichte voller Missverständnisse, die mit der Frage beginnt, was die Qualität des Romans «Cloud Atlas» ausmacht. Das 2004 erschienene Buch des britischen Autors David Mitchell wurde bald als unverfilmbar bezeichnet, da es seine sechs Handlungsstränge quasi halbiert aneinanderreiht: Den Anfang macht ein Reisetagebuch des 19. Jahrhunderts. Es bricht unvermittelt ab, es folgt die erste Hälfte eines Briefwechsels eines jungen Musikers mit seinem Geliebten, und so geht es weiter bis zum letzten Erzählstrang in einer postapokalyptischen Zukunft. Nach diesem kommt die zweite Hälfte der fünften Geschichte an die Reihe, und es geht wieder zurück bis ins 19. Jahrhundert.

Verschiedene Register

Diese Struktur ist zwar ungewöhnlich, ihren besonderen Reiz erhält sie aber erst durch die sprachliche Umsetzung, denn Mitchell hat für jede Episode einen eigenen Stil gewählt: Das Tagebuch des Pazifik-Reisenden Adam Ewing ist deutlich von «Robinson Crusoe» inspiriert, der in den 1970ern spielende Thriller über mörderische Machenschaften rund um ein AKW kommt als rasanter Reisser daher, und in ferner Zukunft spricht ein Ich-Erzähler in einem degenerierten Kauderwelsch-Englisch. Mitchells sprachlichen Spielereien und seiner mitunter überbordenden Freude an den verschiedenen Registern hat der Film wenig entgegenzusetzen. Dass das Regisseur-Trio von «Cloud Atlas», die Wachowski-Geschwister gemeinsam mit Tom Tykwer, die sechs Episoden parallel erzählt, ist dabei eher nebensächlich. Auch ist das Gezeigte visuell durchaus ansprechend, die Vielstimmigkeit der Vorlage, die wohl tatsächlich «unverfilmbar» ist, bleibt aber auf der Strecke.

Dass drei Filmemacher gemeinsam Regie führen, kommt selten vor, «Cloud Atlas» war den Beteiligten aber offensichtlich ein Herzensanliegen. Zugleich waren ihnen die Schwierigkeiten, die sie sich mit der Vorlage einhandelten, zumindest teilweise bewusst. Umso seltsamer das Vorbild, das sie erklärtermassen wählten, um dem Stoff Herr zu werden: Stanley Kubricks «2001: A Space Odyssey». Damit wären wir beim zweiten Missverständnis: Kubricks Science-Fiction-Epos und «Cloud Atlas» haben schlicht nichts gemein, weder strukturell noch inhaltlich. Vor allem aber nehmen die beiden Filme völlig konträre Haltungen gegenüber ihrem Publikum ein. Kubricks Film lässt – anders als der gleichnamige Roman von Arthur C. Clarke – alles offen, erklärt nichts, betreibt vielmehr bewusste Verrätselung. «Cloud Atlas» dagegen drückt einem seine Botschaft rücksichtslos aufs Auge.

«Cloud Atlas» ist unter anderem ein Roman über den fragilen Status des Erzählens. Mehrfach wird der Wahrheitsgehalt einer Geschichte in der folgenden Episode in Zweifel gezogen. Mit solchen Feinheiten halten sich die Filmemacher nicht auf, sie bevorzugen Sentenzen wie die folgenden: «Wir sind alle verbunden. Vergangenheit und Zukunft. Und mit jedem Verbrechen und jeder guten Tat erschaffen wir die Zukunft.» Diese Poesiealbum-Logik – mit der Bezeichnung «Philosophie» will man derartigen Schwulst nicht adeln – ist bei Mitchell durch zahlreiche wiederkehrende Motive, Verweise und interne Anspielungen ebenfalls angelegt, allerdings – nicht zuletzt dank der sprachlichen Kunstfertigkeit – stark abgefedert und ironisch gebrochen. Im Film wird das Reinkarnationsthema vor allem durch ständige Kostümwechsel der Starbesetzung umgesetzt; zu sehen sind u. a. Tom Hanks, Halle Berry, Hugh Grant und Susan Sarandon in multiplen Rollen.

Bitterer Ernst statt Ironie

Und damit wären wir beim letzten Missverständnis, das freilich auf der Seite des Publikums und der Kritik zu suchen ist: Als Tom Tykwer 1998 mit seinem dritten Spielfilm, «Lola rennt», seinen Durchbruch schaffte, wurde dessen Replay-Struktur vielerorts als ironisches Spiel mit Kinokonventionen wahrgenommen. Ähnlich erging es den Wachowskis, als sie in «The Matrix» in einem postmodernen Furor die halbe westliche Philosophiegeschichte plünderten. Wer Tykwers frühere Filme kannte, mochte schon damals ahnen, dass der Regisseur in Wirklichkeit anderes im Sinn hatte. Die beiden unsäglichen «Matrix»-Fortsetzungen liessen ähnliche Zweifel aufkommen. «Cloud Atlas» macht nun aber endgültig klar: Das ist alles todernst gemeint.

Kinos Abaton, Arena, Arthouse Le Paris, Metropol.
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Cloud Atlas

Beim Abendessen erzählte Sandro mir von diesem Film und bracht ein Flyer. Er ist begeistert von der Darstellung des Verlinkens. Ich dachte an Synchronität zu meinem Leben – Yumi fragte mich heute nachmittags, ob wir gemeinsam ins Kino gehen.
http://www.cloudatlas-derfilm.de/#
http://www.youtube.com/watch?v=KgI6EeYbV84

Grossartig, was das Kino machen kann! Ich liebe das Kino!

Ichi go ichi e

Ichi go ichi e

Jdes Treffen ist einmalig – Ichi go ichi e. Ein Slogan für Werbung des Tees, ein Spruch im Teeraum, was man als poetisch bezeichnet. Aber jeder weiss, dass es irgendwann wahr wird.
Der Teeraum ist mir vertraut und die Teatoys ebenfalls. Er hat zwei Schale hingestellt, die ich ihnen einst mitbracht. Meine Teeeltern in Bodman sind heute von der Vergänglichkeit geprägt, nur der Raum bleibt, so ich den immer kannte. Bevor Detelf den Tee machte, ging ich zuerst unkonventionell zu meinem Platz vor der Speicherheizung. Ich hatte kalt und war geschwächt, möchte einen Schutz suchen, wo die Dinge vielleicht nicht so schnell wandeln. Plötzlich merkte ich, dass auch ich vergänglich bin.
Ich lernte Deltef vor 19 Jahren kenne, als mein Studium in Konstanz anfing. Ich war ein stolzes Mädchen aus Taiwan und wollte mit dem besten Titel nach Hause gehen. Detlef war mein Magistervater und begleitete mich auf diesem akademischen Weg. Er hat mir immer gesagt, als ich mich noch sehr an die von Abendland dominierte Wissenschaft verhaftete: Frau Chou, vergessen Sie nicht, woher Sie kommen. Das Studium war nicht ein Abenteuer, die Menschen waren es. Wir haben in der Prüfung gestritten und ich bekam das einzige 2 (gut) in meinem Zeugniss von ihm. Nachdem er mir den Umzug von Konstanz nach Zürich half, wollte er mit mir fast nie mehr sprechen. Er war total sauer auf so eine unmögliche Frau aus Fernost, die ihre Finger nicht schmutzig machen konnte.
Er brachte mich auf dem Teeweg. Er ist mein Teevater, scherzen wir. Er schaut im Schweigen die abwechselnde Landschaft meines Lebens zu und verschmähte meinen akademischen Verusch. Und der Laden ist ähnlich wie das Handy oder neue Technik für ihn – er klammert es einfach raus. Er belächelte mein Klosomat, „Menglin, hast Du auch normale Papier für den Stromausfall?“
Jahr für Jahr praktizieren wir zusammen in Bodman unser Teespiel. „Menglin, wann kommst Du wieder, mit uns zu spielen?“ Ich komme. Ich komme so gerne. Wir spielen den behinderten Tee, eine Uebung, die viele komplizierten Schritte ersparen. Wir spielen Kaiseki auf deutsche Art. Wir diskutieren, was der Teeweg wohl im Europa sein sollte. Er reflektierte die selektierte und beabsichtigte Art des Tees und plädierte das spontanen freien Zusammenkommen. Warum sollte der Gast vorher wissen, dass er jetzt zum Tee kommt? Warum sollte der Gastgeber sich vorbereiten, weil ein Gast kommt? Warum sollte es nicht einfach so sein, wenn das Leben ein Fluss ist, einen Fremden eine Schale Tee zu servieren, egal ob und wie er diese Schale annimmt?
Wir machten an jenem Nachmittag tatsächlich nur den behinderten Tee. Mein Fuss war behindert. Er hatte Schmerzen. Ingrid wollte nur einfach dabei sein. Als ich ihm sagte, dass ich nicht knien kann. Seine Augen waren verzweifelt. Ich schluckte meine Schmerzen und nickte meinen Kopf, „Doch, ich versuche es.“ Ich liebe diese Menschen und bin bereit alles dafür zu tun, damit es ihnen gut geht. Denn wir wirklich nicht wissen, wie es weiter geht.
Der Tee in der schwarzen Raku-Schale war wie immer wunderbar. Mein Fuss hat es geschafft, auch wenn die Schmerzen unvergesslich wurden. Wir waren glücklich, nicht in der Erinnerung glücklich, sondern im Hier und Jetzt – wer weiss, wie es weiter geht.
Er hat all seine Holzkohle verschenkt. Irgendwann werde ich einen Auftrag wohl erhalten, unser Spielzeuge zu richtigen Händen zu bringen. Auch das Wasser im Ro musste ich nicht mehr auschöpfen und putzen. Es schien ihm egal zu sein.
Nur den Fisch musste ich noch preparieren. Ein Essen mit mir und mit dem Fisch schien noch heilig zu sein. Das Gespräch war immer noch geistreich, nur bestimmte Themen wurden immer mehr ausgelassen.
Keine Spuren zu hinterlassen. Das war unser Training. Vor jeder Reise bereite ich das Leben so vor, als ob ich nie wieder zurück komme. Keine Spuren zu hinterlassen… Wir wissen nie, wie es weiter geht.
Ichi Go Ichi E, jedes Treffen ist einmalig. Er bracht mir meinen Mantel. Seine Hände fielen paar Sekunde auf meinen Schulter. Wasser tropfte auf meine Hand. Ich stieg in das schwere Auto ein. Es fing an zu rollen. Wir können nichts aufhalten – nicht einmal die Veränderungen. Mutig fuhr ich weiter in die Dunkelheit.

Pestizid-Cocktails in der Grüntee-Tasse – Kassensturz – Schweiz er Fernsehen: SF Videoportal

Rafael schickte mir heute das LInk mit folgendem Kommentar:
Ich weiss, dass für dich Bio
http://www.videoportal.sf.tv/video?id=57bcf713-ed37-4b5d-857f-f6b2ce18e7b9

Von meinem iPhone gesendet
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Das muss jeder selbst wissen, was das Wichtigste für jeden ist. Ich habe kein Recht, die Handlung des anderen zu beurteilen.
Moral ist ein Spiel von Menschen, die ihre Lebenseinstellung in die Welt druchsetzen wollen. Unmoralisch und unbequem wird man, wenn plötzlich entdeckt, dass es ausser dem Kopf noch ein Herz hat. Und das Herz kennt Kompromisse nicht.

Keine Ausbeutung, kein Fairtrade.
Kein Gier nach billigen Produkten und kein Gier nach Reichtum gibt es keine
Massenprodukte.
Keine Illusion, kein Leiden.
Alles existieren in Gegensätze.

Was bedeutet Luxus?
Was bedeutet Moral?
Was ist die rechte Lebensführung?
Ich werde versuchen über diese Thematik zu schreiben.
Anregung für das unbequeme Denken Unfair Trade: How Big Business Exploits
the World’s Poor – and Why It Doesn’t Have To
von Conor Woodmen

Abgesehen von der ganzen Diskussion ist das Teehaus Winterthur ein wunderschönes Geschäft. Frau Amsler eine schone und kompetente Teeliebhaberin.

Geld und der Widerstand

Ich lebe von Sucht des anderen. Oft fühle ich mich verantwortlich, meinen Klienten zu warnen, dass diese Droge, den Sie kaufen, süchtig macht! Ich habe eine nicht zu rettende Sucht von Dianhong und Pu Er. Noch schlimmer – meine Sucht nach Kaffee. Also das Geschäft mit dem Sucht von Menschen…
Die Frage von dem Besucher am Donnerstag klingt immer noch an mein Ohr: „Warum sind Sie denn hier in Zürich!“ er sagte in einer Klarheit, „diese Stadt stinkt!“ Ich antwortet mit einem Schalk, „Natürlich wegen Geld!“ Ich bin niemandem eine Rechenschaft schuldig, weshalb ich hier bin – sicher nicht wegen Liebe. Wegen Geld? Er hat gelacht und sagte, „das Göttliche Wesen ist keck.“
Wenn es sich ergibt, ergibt immer spannende Gespräch am diesen Teetisch. Ich kenne mein Gegenüber nicht, aber irgendwie nichts ist zufällig. Wenn man das Geschäft bewundert, fühle ich mich immer unschuldig. Das Geschäft ist von Ursula Kaspar gestalten. Ich habe nur die Dinge ausgestellt, fertig. Wenn es sich ergibt, kommen die Besucher wieder, manchmal mit einem kurzen Abstand, manchmal mit einem sehr langen Abstand. Es ist freie Willen von jedem. Vor paar Wochen wurde ein prächtiger Besucher von meiner Klientin gebracht. Scheinbar ein Aphaltier. Ich sollte ihm einen Tee machen, was ihm passt. Ich wähle den Dancong Shuixian, faccettenreich, aromatisch und widerstandsfähig. Das Herbe und die bittere Nuance des Tees sind die geradeliniege Eigenständigkeit. Obwohl dieser Tee die geschmeidigen Schönheit gleichzeitig offenbart. Das macht diesen Tee eben widerstandfähig, weil man ihn immer wieder, immer wieder trinken will… Als er wusste dass ich ihm einen „widerstandsfähigen“ Tee machte, wurde er sprachlos. „So wie Sie.“ sagte ich einfach und wusste nicht, was dieser Satz alles bewegte.
Dann kam dieser widerstandsfähige Herr wieder und erzählte mir, dass es schlaflose Nächte gab und seine Widerstand gegen verschiedene Dinge, die er bereits im Leben trug wurde auf einmal sichtbar. Der Satz war eine Art wie Medizin. Ich schaute ihn sehr unschuldig an. Ich kann echt nichts dafür, sagte ich. Dann wollte er wissen, warum ich in meinem Buch über Urangst und Existenzangst schrieb, das sei ja selten. Eherllich gesagt, dass es doch so gewöhnlich, dass wir miteinadner in dieser Welt darüber sprechen. Ist es privat? Die alten Griechen haben darüber philosophiert und Sisyphus hat uns gezeigt, dass wir alle die Ambivalenz von Ja und Nein aushalten müssen. Und jeden Tag vom neu Anfangen zu fragen, Ja oder nein? Warum haben wir alle Sehnsucht nach Einheit und suchen es vermeintlich nach Aussen mit irgendjemandem? Eben wegen Angst. Ich bin da nicht alleine. Wir sprachen viel miteinander, dann kam Sandro, auch ein spezielles Paradiesvögel. Spannend was für Menschen zueinander geführt werden – ich schaue immer mit einem Schmunzeln zu. Beim Abschied wollte er mir für das Gespräch bezahlen. Ich verweigere es. Ich habe kein Mangelgefühl an Geld (aber ich kann Geld immer gebrauchen). Sein Gesicht war sprachlos. Ich scherzte mit einem Schalk – „Mache doch ein Geschenk für mich!“ (ich bin nicht scharf auf ein Geschenk.) Dann rief er, „Ach, jetzt muss ich ein Geschenk für Dich kaufen…“ In seiner Verzweifelung wusste ich, dass da doch etwas getroffen wurde – aber ich bin wirklich unschuldig. Ich wünsche ihm erholsame Nächte.
Ja, es ist einfacher mit Geld die menschlichen Beziehung zu regeln. Ein Geschenk ist zu viel mit Preisgeben. Das tut einem Menschen aus diesem Alpenland schwer. Ein Geben ist oft verknüpft mit einer Erwartung. Eine Erwartung kann hier selten ausgesprochen werden. Aber ich weiss, dass es Dinge in dieser Welt gibt, die nicht an irgendeiner Bedingung verknüpft ist. Ich möchte so leben.
Sandro staunte, was für Leute sich hier versammeln und was für Stories wir später miteinander kauen können. Er seufzte. Dann kam Jörg, mit dem ich etwas zum Nachtessen abmachte. Sandro ging und kam in 15 Minuten, brachte mir ein Geschenk zum Abeschied…
Am nächsten Tag kam Otto, ein gebildeter und gesprächiger Verleger. Ich erzählte ihm was so läuft. Beim Abschied sagte er zu meinem nächsten Besucher, „Viel Spass bei einem Tee-Gottesdienst.“