Archiv der Kategorie: Pu Er und gelagerter Tee

Latein von Pu Er

Das Latein von Pu Er beschäftigt mich seit zwei Wochen.

Zuerst hatte ich eine starke Ablehnung, weil ich kein Naturwissenschaftler bin und fühle mich nicht kompetent genug, es zu verstehen. Als ich mich entschied, mit dem Material auseinanderzusetzen, bracht mir das Thema nur Kopfschmerzen!

Der Kopfschmerz entsteht, weil man in Wikipedia vier verschiedene Varietäten unter der Art Camelia Sinensis erklärt.

innerhalb der Art Camellia sinensis gibt es vier Varietäten (mit Fussnote):

Camellia sinensis (L.) Kuntze var. sinensis,
Camellia sinensis var. assamica (J.W.Masters) Kitamura,
Camellia sinensis var. dehungensis (Hung T. Chang & B.H.Chen) T.L.Ming,
Camellia sinensis var. pubilimba Hung T. Chang.

Ich habe die Fussnote genau gelesen, leider fand bei der Angabe nichts als Resultat zu diesen vier Varietäten. Lese bitte:

„Min Tianlu, Bruce Bartholomew: Camellia sinensis. S. 376 – textgleich
online wie gedrucktes Werk, In: Z. Y. Wu, P. H. Raven (Hrsg.): Flora of
China. Band 12, Missouri Botanical Garden Press, St. Louis 2007, ISBN
978-1-930723-64-1.“

Hingegen fand ich aus der Veröffentlichung von Yunnan Botanik Institute die Dokumentation im Jahr 1984 von H.T. Chang über seine Abhandlungen von Camellia Sinensis. Er klassifiziert verschiedene Sektionen unter der Gattung Camellia. Unter diesen Sektionen gibt es ein Thea-Sektion.

Innerhalb Thea-Sektion unterteilt er verschiedene Serie. Bei den Serien
nennt er eine als Sinenses. Bei Seinenses Serie existiert 10 verschiedene
Arten: darunter Camellia Sinensis (L.) O. Ktze und Camellia Assamica (Mast.) Chang!

Vorher wurde Camellia Assamica als eine Varietät unter der Art Camellia Sinensis Ktze unterordnet. Er wurde als Camellia Sinensis var. Assamica bezeichnet. Chang forschte sein lebenslang Pflanzen vor allem Camellia Familie. Durch seine stetige Forschung fand er die Bezeichnung von var. Assamica nicht den Befunden gerecht und entwirft eine neue Anordnung, um Menschen mit den Teepflanzen von Pu Er näher zu bringen. Er nannte die beiden Teearten, die schon lange von Menschen kultiviert werden als Camellia Sinensis und Camellia Assamica. Neben den beiden Arten gibt es noch andere Verwandten, die oft auch zum Tee produziert werden, leider nicht immer
bekömmlich und geeignet sind. Sie werden immer als „Yesheng“ – Wild von Teehändler und Bauern bezeichnet. Oft verursachen die Durchfall und kranke Symptome.

Unter der Art Camellia Synensis unterteilt er drei Varietäten. Und unter
Camellia Assamica ebenfalls.

Die beiden Varietäten, die im Wikipedia aufgezeichnet sind, sind nur ein Teil der Wahrheit. Camellia sinensis var. dehungensis (Hung T. Chang & B.H.Chen) T.L.Ming gehört zu Serie Gymnogynae Chang. Also nicht zur Serie Sinenses.

Und Camellia sinensis var. pubilimba Hung T. Chang gehört tatsächlich zu einer Varietät von Camellia Sinensis (L.) Kuntze. Neben dieser Varietät hat Camellia Sinensis Kuntze noch zwei andere Varietäten: Camellia Sinensis Kuntze var. sinensis und Camellia Sinensis (L.) Kuntze var. waldeniae (S.Y.Hu) H.T.Chang.

Sehr spannend! Kommt Du klar mit diesem Latein?

ps. Zitiert aus „Zhongguo Zhiwu Zhi“ No.49(3)1998, Seite 133.

Teeernte in Yiwu

https://youtu.be/0YRzisSDM2g

Dank der Empfehlung von Teefreund Harald habe ich einen einfühlsamen Dokumentarfilm über die Ernte von Yiwu angeschaut. Ich möchte hier nur über die Situation von dem Taidi Cha – Xiaoshu und die sogenannten Forest Tea – Gushu oder Dashu sprechen, anstatt über die Perspektive des Films.

Teeproduzent BaopuXuan

Das Haus BaopuXuan ist ein Produzent in Yiwu und produziert Tee aus Luoshuidong und Mahei. Was für Sorte von Pu Er wird hier produziert? Wir sehen weitere Bilder an.

Sogenannter Taidi Cha

Hier wird Taidi Cha gepflückt. Heute nennt man ihn Xiaoshu. Xiaoshu kann zwischen 20-40 Jahre alt sein. Sie werden immer im Winter geschnitten und klein gehalten, damit das Pflücken erleichtert wird.

Nicht genügende Reife Blätter

So wie das Bild von der Taidi Cha zeigt, sehen wir viele karge Zweige und spärliche junge Blätter. Das Bild erzählt mir, dass man noch auf das Pflücken warten sollte. Weshalb pflückt man den Tee schon? Um eine frühe Ernte auf den Markt zu sichern? Einen gute Preis zu erzielen? Das kann gut sein. Aber es ist eine stressige Aktion für die Teepflanzen. Und es deutet auf die Überpflückung hin.

Die Art des Pflückens

Als ich das Bild mit dem Untertitel sah, stach mein Herz. Forest Tea Must be picked very carefully – oh yes! Wie kann man den Zweige mit Fuß treten?

Über diese Szene habe ich mit Yu telefoniert. Wir waren überrascht über diesen Untertitel. Diese Szene war früher normal. Heute gibt es nicht mehr, weil die Teebauer und Pflücker mehr Bewusstsein erhalten über Nachhaltigkeit! Viele Gebiete von Xishuangbanna erlauben erst Produzenten in den Wald zu treten, wenn sie mit vertrauten Pflückern kommen. Pflücker, die kein Bewusstsein und Wissen von Pflücken haben, werden nicht zugelassen. In Lao Banzhang trainieren sie sogar ihre eigene Pflücker! Es ist eine sehr gute Entwicklung, dass Teebauer und Produzenten wissen, wie wichtig ein guter Pflücker ist! Somit wird diese Arbeitskraft gut bezahlt, die harte Arbeit geschätzt und die Teepflanzen geschont! Ein guter Kreislauf! Anders als Indien und Sri Lanka werden die Pflücker und Teemaker in Xishuangbanna geschätzt.

Dieses Bild, auch wenn der Filmmacher gutes Gedanke und romantische Vorstellung pflegen, zeigt uns eher Gegenteil von vorsichtiges Behandeln von Teebäumen.

Gushu?
Intakte Natur?

Die beiden Bilder von den sogenannten Forest Tea brachten mich zum tiefen Einatmen. Ich hoffe sehr, dass die Zuschauer es nicht daran glauben. Die Bilder erzählen mir von einer zerstörten Landschaft und von Erosion und Abholzung – auch bei den Teebäumen.

Dass Mahei und Luo Shui Dong heute nicht mehr die gute TeeQualität liefern, erzählen uns bereits die Bilder über den Hintergrund. Das Überpflückung und die zerstörte Natur geben den Teepflanzen – sei es Taidi Cha, sei es Gushu, nicht mehr die richtige Biosphäre um guten Tee zu ermöglichen.

Die gute Absicht und schöne Vorstellung können den Zuschauer nicht helfen, den richtigen Hintergrund über die Grundlage von Pu Er zu vermitteln, sondern ein fundiertes Hintergrundwissen über Teepflanzen, über die Biosphäre und Herstellung sind von großer Bedeutung!

Ich nehme es als eine Chance meine Faulheit zu überwinden, ein Blog über Pu Er zu schreiben. Ich danke Harald für seine Empfehlung! Auch einen Dank an die Filmmacherin uns eine schöne Geschichte über den PuEr zu erzählen!

Das Buch von der Filmmacherin ist in Amazon erhältlich!

Jinghong Zhang (2014) /Puer Tea: Ancient Caravans and Urban Chic, University of Washington Press

Fahrplan für das Puer Seminar am 2.2.2020

Viel zu arbeiten!

Eine Korrektur: die Anbaugebiete von den PuEr sind drei Regionen: Lincang, Pu Er (Simao) und Xishuangbana (Menghai, Mengla -Yiwu, Yibang etc). Meine Notiz war nicht klar genug. Dank Hinweise von Serverin.

Yibang GuoyouLin, eine schöne Überraschung!

Der Ort von Aufbewahren

Für Shui Tangs 10jährigem Jubiläum habe ich Jie beauftragt Teedosen aus Original Yixing Zhuni und Zini herzustellen. Meister Wu, Dongyuan und seine Schüler graviert die Bilder von Hirsch und Teebaum per Hand! Das heißt jede Dose sieht ein wenig anders aus!

Jie sagte mir dass man die Dosen mit dem Bild mit Teeaufguss mehrmals auftragen und pflegen sollte – 養 茶罐 Yang Cha Guan. Das heißt mit Liebe zu Tee die Dosen pflegen.

Also die Dosen sind der Ort von Aufbewahren und ebenfalls der Ort von Ausdruck der Liebe!

Die Dosen sind nun per Express unterwegs. Ich bin sehr gespannt!

Mini Stapel von Bulangshan Lao Taidi

In Shui Tang herrscht Weihnachtsstimmung.

Neue Ankunft von dieser Ernte von Pu Er Tee wird langsam ausgepackt.

In diesem Jahr wagen wir eine neue Form von Pu Er zu produzieren, ohne überflüssige Abfall. Pu Er Fladen je 7-8g, 7 Stücke zu einem Mini Stapel per Hand mit Bambus geformt verpackt. Und nach der Tradition 12 Stapel zu einem Korb verschachtelt. Das sieht wie ein kleines Kunstwerk aus den Bergen Yunnans aus!

Mit viel Freude möchte ich hier mit Euch teilen.

Die Jubiläumsfladen sind da!

Mit grosser Freude habe ich heute nach der Sommerpause mit den ersten Besucher in Shui Tang den frisch eingetroffenen Jubiläumstee Lao Man E Gushu 老曼峨古樹getrunken! Hinter den leichten Herbe bleiben den feinen cremigen Geschmack und Süssen auf der Zunge! Man fragte mich weshalb dieser Tee ausgesucht wurde für das Jubiläum? Ich antworte, dass die herbe Note dieses Tees mich an das Leben erinnert. Und hinter diesen herben Geschmack offenbart der Lao Man E seine Süsse und Tiefe und so begleitet er uns durch Tiefe und Höhe des realen Lebens. Miguel scherzte, es sei nicht „herb“ genug für die Erfahrungen in Shui Tang.

Zusammen angekommen sind auch drei herzigen EGO- Kanne ( das ist eine Ein-Person- Kanne) von Künstlerin 劉蓉Liu, Rong. Diese drei Kannen gehören zu einer Serie „如果 Ru Guo“ – Die Samen von Hoffnung.

Tianmenshan Gushu Pu Er -III

https://www.thepaper.cn/newsDetail_forward_3450995

Die Teebäume in Tianmenshan sind für mich die Bäume, die den Mond anstösst! Prächtig und würdevoll.

Gestern fand ich zufällig heraus, dass es ein Waldbrand in Tianmenshan vor einem Monat stattfand! Das chinesische Medien behaupte, dass das Feuer aus Laos mit dem Wind kam und die alten starken Bäume verschont geblieben sind. Ich fand sogar ein Video heraus – möchte hier aber nicht zeigen, weil ich die Quelle auch nicht sicher kenne.

Die Vorstellungskraft der Menschheit entscheidet die Zukunft unseres Tee, unseres Planeten und unseres Spezies. Wohin wollen wir?

In dieser Online Tageszeitung lass ich auch, dass es verschiedene Waldbrände in Yunnan im Moment stattfinden. Es ist zu trocken und zu warm. Es wird zugleich gewarnt, dass der Preis des Tees spekuliert wird, gerade durch die Naturkatastrophe!

In diesem Jahr entschied sich Yu keinen Tee aus Guafengzhai und Daheishan bei Yibang zu produzieren, weil es fast keine Ernte gibt in dieser Trockenheit, weil der Preis irrational gestiegen ist. Wer letztes Jahr und früher viele gute Pu Er eingekauft hat, hat Glück. Und es ist wirklich die Zeit, kurz stehenzubleiben, um sich zu fragen, wohin wollen wir?

Tianmen Shan Gushu Pu Er -II

Normalerweise sollte es im April reich an Regen geben. Der Regen in Pflaumen-Zeit ist ein Thema der chinesischen Poesie. Anders als Monsun Regen ist der Pflaumen-Regen-Zeit fein und langatmig. Er ist fein, weil es nicht laut und nicht aggressiv regnet. Er ist langatmig, weil es weitschweifig regnet und irgendwann auf unser Gemüt einschlägt. Der Frühlingsregen gleicht fallende Blütenwolke und Nebel von Feuerwerk, welche ein besonderes Gefühl in uns erweckt. Wenn die Wolke weiter zieht und der Nebel verschwindet, öffnet sich wohl eine Tür zum Himmel?

Tianmen Shan, der Berg von himmlischem Tor, hat lange auf diesen Regen im Frühling gewartet. In Yunnan ist der Klima-Wandel immer präsenter, vor allem in Xishuang Banna. Vielen Teebergen fehlt der Pflaumen-Regen. In diesen Regen bekommen die Teepflanzen Kraft und Nahrung, was uns wiederum seit Generationen mit wertvollen Tee und Tradition schenkt. Wie wird es weitergehen? Wie sollen wir damit umgehen? Ist der Pu Er Tee-Genuss ein Ego-Projekt?

Warum ist der Pu Er von Yu so kostbar? Wenn man den Preis von seinem Tee mit den anderen auf den Markt vergleicht, fragt man sich weshalb? Weshalb? Die Antwort ist recht einfach, weil es nur mit grösstem Sorgfalt und Aufwand gemacht wurde. Nur mit erfahrenden Pflücker – um die Lebensdauer des Teebaums zu sichern, gekonnten Teemaker – damit das gute Material auch zu einem guten Tee verarbeitet werden kann und nur aus Wildnis – damit die Natur einen eigenen Kreis behalten kann. Nur um Teepflanzen zu beschützen und die Qualität zu bewahren wird nur die erste Ernte genommen, keine andere. Und treu nach der Tradition den Tee zu verarbeiten, damit der wahre Geschmack des Pu Er von Zunge zu Zunge weiter vermittelt werden kann! kein Experiment, keine eigene Vorstellung – das heisst kein Kompromiss. Tee hat nicht nur das materiale Aspekt, sondern auch die geistige Seite, die uns auf einen Brücke bringt, um die Grenze zu Zeit und zu Raum zu überschreiten!

Wie ist das Gefühl von Dekadenz? Was heisst Dekadent? Der Erfolg in äußerlicher Welt kann unsere innere Zweifeln und Dilemma nicht lösen. Die Einsicht von Vergänglichkeit und Zerfall bewegt uns die Frage von Unzulänglichkeit des Lebens nachzugehen. Das kann geschehen durch eine Tasse Tee. Ein Tee aus sehr alten Bäumen, die alleine in der Natur weitläufig und langwierig leben, kann manchmal wie ein Faden wirken – durch seine Kraft, seine Aromen und seine Geschichte – uns aus dem Labyrinth des Lebens führen. Der Faden von Adriane ist das Symbol von Liebe. Die Liebe fuhr Theseus seine Aufgabe zu erfüllen und zu siegen. Der Faden von Tianmenshan kann vielleicht das Symbol einer Prüfung sein – Prüfung von Universum: wie weise sind Menschen, die die Natur und Tee lieben? Ausser über Tee zu reden und reden, können wir unsere Teebäume und unser Planet schützen? Ausser sie zu Schützen verstehen wir wirklich den Tee?

Teebäume in Tianmenshan hüten nicht nur die Erde in Yiwu, sondern auch eine Jahrtausend alte Kultur. Das Tor zum Himmel hat doppelte Bedeutung. Eine öffnet uns das ganzheitliche Aspekt des Tees, geistig und genüsslich. Die andere lädt uns ein nachzudenken, wo wir stehen. Ich freue mich Euch den Tianmenshan Gushu 2019 als der Jubiläumstee von 10jährigem Shui Tang vorzustellen!

Jedesmal. Jedesmal wenn ich einen Gushu Pu Er trinke, fühle ich mich wie ein kleines Kind. Ein Kind, das auf seine Abenteuer in einem Wald eintritt, hat Ehrfurcht und Freude. Es fühlt sich gestärkt, es fühlt seine Wurzel und es will den Wald nicht stören. Der helle Aufguss des Tianmenshan strahlt wie der Sonnenschein. Die Sonne fielt auf die Teeblätter und wirft Schatten wie der Regen. Das Bild ist vergänglich, bleibt aber ewig in meinem Herzen. Ich fühle mich überwältigt und wach gerüttelt!

Tianmen Shan Gushu Pu Er- I

Als Yu mir die Fotos von Tianmen Shan 天門山 in Yiwu Berg zeigte, wurde ich von den starken Bäumen im Wald überwältigt.

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Hochstämmige Teebäume in Tianmen Shan. Fotografiert im April 2019.

Ich hatte das Gefühl, in eine andere Sphäre einzutreten. Es erinnert mich an meine erste Reise in Yunnan, wir wanderten in Nannuo Shan. Die Vögel zwitscherten, Insekten summten und es duftete nach Minz oder Petersilie. Der Weg bedeckt von Lauben, der Moos begrünt den Wald. Alles war in seine Bahn. Vor diesem alten Wald fühlte ich mich klein und zufrieden. Ich spürte Demut und Respekt vor der Natur, oder besser gesagt vor der Kraft, die alles gedeihen lässt.

Leise. Man muss leise sein, damit man die Wesen im Raum nicht störe. Die Sonne strahlt zwischen den Blätter. Die Bäume wachsen geradeaus gegen den Sternhimmel, damit sie den Sonne grüssen können und tiefe Wurzeln einschlagen können. Starke Wurzel, gerade Baumstämme und satte Blätter! Das ist der Pu Er von Shui Tangs Jubiläumstee!

Wie kann ich Euch das Gefühl beschreiben? Ich seufzte. Ja, für mich ist der Tee aus dem Baum, der den Mond stößt.

Der Baum, der den Mond stießt, ist ein legendärer Kieferbaum vom Volk Rukai 魯凱族 im Südtaiwan. Die Kiefer wachsen tief im Wald bereits über tausenden Jahren. Der älteste Baum ist nach der wissenschaftlichen Schätzung 3000 Jahre alt. Und hat im Jahr 2015 einen Umfang von 1357 cm erreicht. Sie stehen dort wie Wächter der Insel!

Auf solchen Bäumen wachsen ein spezielles Frucht, was nur in Taiwan wächst. Jelly Fig aus Taiwan anders als sein Verwandte aus China ist grösser und voller Pünktchen. Die wild gewachsenen Jelly Fig füllt die Kindheitserinnerung aller Taiwaner. Ich wusste aber nicht, dass mein Genuss einer grossen Anstrengung kostet und seine Geschichte tief mit dem Wald verbunden ist.

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Die Sprossen von Kiefer und Zypressen im Wald in Taiwan.

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Der Taiwan-Kiefer, der Baum der den Mond stößt.

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Die Jelly Fig Früchte an dem legendären Baum.

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Der Baum, der den Mond stiesst, ist über 60 Meter hoch und hat seinen Umfang von 1357 cm.

Der Jelly Fig bekam ich, wenn ich aus der Schule nach Hause kam. Meine Großmutter machte sie selbst und würzte sie mit Limettensaft und Melasse. Manchmal auch mit Longgan-Honig. Das war unser Traum-Zvieri. Jelly Fig hat an sich leichte Zitrus-Note und natürliches Süsse. Dies wird verstärkt durch Limetten und Honig. Ich kümmerte mich nie, woher sie kommt. Für mich war meine Welt mit dem Lernen schwer genug.

Als ich per Zufall ein Doku-Film über den tausendjährigen Wald von Rukai sah, wurden meine Augen immer wieder feucht vor meinem i-Pad. Vergangene Kindheit, das verlorene Volk und der zum Glück fast vergessenen Wald! Anders als die Teebäume in Yiwu, wo immer im Sichtfeld der Menschen stehen und Jahr zu Jahr wunderbaren Tee liefern muss, ruhen die Kiefer im Südtaiwan in ihrer eigenen Sphäre. Ungestört, manchmal von Tieren besucht, die ebenfalls einer natürlichen Ethik der Muttererde folgen. Das Wildnis so zu lassen, dass das Lebewesen von ihm ernährt wird. Wer hat das Recht seinen Prozess zu beeinflussen und über sein Leben und Tod zu entscheiden?

Wie geht es mit den Teebäumen in diesem trockenen Frühling in Yiwu? Ich bete für die Bäume, die den Mond stößt. Auch für diejenigen die Yunnan gegen den Himmel wachsen. Ich schliesse meine Augen – der Nebel schließt die Riesenbäume ein. Die Bäume verschwinden in Sichtfeld und bleiben in der Erinnerung. Mögen sie die Mutter-Erde für immer beschützen können!

(Und was kann ich tun, damit ich diese Bäume auch beschützen kann?)

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Trockene Erde von Teegarten in Mangzhi Yunnan. 2019 April.

Begegnung durch den Tee in Yilan

Menschen begegnen sich nicht weil man jemanden sympathisch findet, oder wegen wirtschaftlichem Vorteil, sondern für den Tee.

Teefreundschaft ist etwas besonders weil man über die Grenze des eigenen Wertesystem hinausgehen kann. Nur wegen Tee ist man verbunden mit jemandem aus Yilan am Pazifik, aus dem Alpenrand oder aus Yixing! Zusammengeführt nur wegen Tee!