Archiv der Kategorie: Yi-Xing Kanne 宜興紫砂壺

Ein Zeichen II

Wie kommen ich zu den Schätze, die ich von A zu B bringe? Wie kommen ich zu der Person, die diesen Schatz erhalten soll?
Viele Leute glauben, dass man die schönen Dinge ausstellen sollen, damit sie verkauft werden. Experte behaupten, dass das Produkt schön präsentiert werden soll, um beim Publikum gut anzukommen.
Das stimmt alles.
Es gibt viele Ausnahme.

Ich habe oft beobachtet, dass Schöne Dinge für sich selbst sprechen. Auch wenn sie irgendwo versteckt sind und niemand sie sehen. Sie werden verkauft. Sie werden verkauft an die Person, die sich angezogen fühlt… Das Medium, das diese versteckte Schönheit zu richtiger Hand bringt, bin ich. Aber diese Person auszusuchen, tut die Dinge von sich selbst.

Als ich wieder in diesem Geschäft stand, war ich bereits tausend Male dort. Jedesmal lief ich an diesem Schrank vorbei. Ausgerechnet an diesem Tag, als der Taifun sich auf Taiwan eilte, stand ich wieder da. Ich lies gerade die Dinge auf mich wirken. Ein unbekannte Dame kam hinein und diskutierte mit dem Chef. Sehr lange. So lange, dass ich es registrierte. Die Dame beendete das Gespräch, der Verkauf kam nicht zustande. Sie lief allerdings nicht gleich aus dem Geschäft, sie nährte sich zu mir. Sie schaute mich an.
Ihr Blick erweckte in mir ein Blitz.
Ich sprach dem Chef des Geschäftes an. „Was wollte die Dame kaufen?“ „Alte Teekanne aus Yixing.“ „Wie bitte?“ „Ja, Sie wissen, diese begehrten Teekanne aus den 90er Jahren.“ seine Stimme wurde höher.
„Wie bitte? Sie verkaufen diese Teekanne?“ ich reagierte empört, „ich wusste nichts davon!“
„Wie oft sind Sie denn schon bei uns!“ er war genau so empört. „Sie wissen nichts davon?“
Er führte mich zu dem Schrank, an dem ich tausend Male einfach vorbei lief…
Ach! Schatz!
Warum habe ich Euch bloss nicht erkannt? Warum?

Wie komme ich denn zu den Schätze, die ich von A zu B bringe? Auf Zeichen achten. Manchmal braucht einfach ein bisschen Zeit.
Heute stehen die alten Yixing Kanne in Shuitang. Sie wurden von A zu B gebracht – an einem Ort, wo andere Möglichkeiten gibt, wo eine andere Tür geöffnet werden kann!

Eine Rarität

Seit 2005 ist es verboten, die „seltenen Erde“ für Yixing Kanne auszubeuten.
Yixing-Kanne, der Traum-Spielzeug von den chinesischen Teeliebhaber. Sie ist berühmt, nicht nur wegen der Ästhetik und künstlerischen Errungenschaft, sondern auch für die besten Material für Teegefäss.
„Es gibt in dieser Welt nur eine Art von Zisha-Kanne (Purpuer-Ton). Ihre Kanne heisst Yixing“ Das war die Liebeserklärung an Yixing-Kanne und ein Zeichen für eine Kulturerbe. Wenn man allerdings den Fernsehen-Bericht von CCTV über Zisha gesehen hat, dann würde man drei Male überlegen bevor man tatsächlich Geld für Yixing-Kanne ausgibt.
http://space.tv.cctv.com/video/VIDE1275207296964884

In diesem Bericht erfährt man, wie unmöglich eine tatsächliche Zisha-Kanne aus Yixing zu erwerben. Die Zisha-Kanne kann man zwar kaufen, aber das Material kommt aus Nachbarprovinz und die Farbe wurde aufgepeppt von Chemie. „Ist diese schöne Farbe giftig?“ fragte der Journalist. Der Verkäufer stimmte zu. Es war auffällig, dass die Verkäufer selbst keine solche neuen Kanne verwenden. Weil sie giftig sind?
Ist die teuere Teekanne von dem berühmten Künstler tatsächlich original? Die ehrliche Antwort im Bericht lautet nein. Es ist ein Fliessband der Produktion.
Ein Verkäufer äusserte sehr poetisch: “ Wissen Sie, dass es eine dunkle Welt existiert im Bauch der Kanne. Wir sehen in dem Bauch kein Licht.“
Ich habe mich immer gefragt, welche Yixing Kanne kann man noch kaufen?
You sagte mir, „am besten noch vor 80er Jahren.“ Ich habe welchen von ihm erworben und verkaufe noch gar nicht in Shui Tang. Ich kann mich noch nicht von den Schönheiten trennen.
„Oder Du gehst nach Japan, findet schwarzes Loch (Läden voller alten Zeug – wirkt für mich wie schwarzes Loch, wo Zeit und Raum keine Rolle spielt) und gräbe noch paar Teekanne aus den 60er Jahren aus.“ er ergänzte „weiss Du, die Japaner waren wie immer schneller. Sie wissen, was gut auf der Erde ist. Danke Ihren Aufträgen in 60er Jahren haben wir heute schöne gute Teekanne aus Yixing, wovon wir noch träumen können.
„Oder“ er schluckte ein bisschen Tee, „Du hast tatsächlich Glück und werden von Teekannen gerufen. Manchmal mit Glück findet man noch Teekanne aus den 90er Jahren. Sie sind auch noch gut. Aber solches Glück muss man haben…“
Wie komme ich zu meinem Glück?
Ich werde demnächst darüber berichten.

Impression des Besuchs von einer Teekanne-Meisterin

Impression des Besuchs von einer Teekanne-Meisterin

Kommentare und Texte folgen in nächsten Stunden…

Ihre Werkzeuge waren interessant. Ich war neugierig auf all das, was sie hatte. Eine Glühbirne? Das braucht sie um den Deckel der Kanne zu bearbeiten. Denn sie nicht alle Werkzeug mitnehmen konnte, muss man inspirieren mit dem was man finden kann! Die wahre Meisterschaft!

Der Kurs ohne Zhang Jing wäre eine totale Katastrophe!
Der Vormittag wurde mit Worte und unscharfe Bilder gefüllt. Keine Ahnung weshalb das Kurszentrum Ballenberg einen Raum anbot, der nicht verdunkelt werden konnte. Ein Raum, der gar nicht geeignet ist für Vorträge mit Bilder! Die lebendige chinesische Teekultur wurde mit Fakten, Ortsname und Begriffen der Sinologie vermittelt. Ich hatte sehr Mühe damit und konnte mich nicht zurückhalten. Dank der Großzügigkeit der Referentin, die meine Konmmentare nicht übel nahm.

Als das Bild von einem Baumknoten-Teekanne von Ming-Dynastie auf dem Wand projiziert wurde und bloss mit Zahlen und Namen kommentiert wurde, war ich nicht mehr zu bremsen. Ich fragte, weshalb verehren die Chinesen solche Teekanne? „Warum wird eine Teekanne nach dem Vorbild von Baumknote gemacht? Warum überhaupt verklären Chinesen Baumknote? Sind Chinesen so blöd oder animistisch?“ Die Schweizer machten ihre Augen ganz groß.

Baumknote entstehen aus der Natur. Der Mensch kann mit seinem Willen nicht wollen. Er kann sich auf dem Weg gehen, suchen und sammeln. Die Unberechenbarkeit, die Mühe der Suche und die Natürlichkeit des Entstehens von Wuwei (nichts tun) werden in dieser Kultur geschätzt und verehrt. Der Mensch tut nichts. Die Natur schenkt ihm die Schönheit. Die nutzlose Schönheit macht das Leben zu einem Fest. Nicht das Nützliche, das Leben verschönert, sondern das Nutzlose! Und das ist das, was Teekultur ausmacht!

Eine Teekanne, angelehnt von der natürlichen Schönheit, die von „Wuwei“ (Nichts Tun von Menschen) entstanden ist, ist schön.

Ich habe diese tiefe Einsicht der chinesischen Kultur nicht über die Bücher meiner Mutter oder meine Note an der Uni verstanden. Sondern über meinen Großvater, der in meiner Kindheit als Trottel verstanden wurde und nun durch meine Erfahrungen im Tee im neuen Licht gesehen wird. Er war immer „gleichgültig“. Sein Gleichmut, sein Nichts-Tun macht mir klar, was das Leben einfacher macht.

Aber Zhang Jing war ein Phänomen! Als sie vor uns die Teekanne machte, strahlte sie eine Selbstverständlichkeit der Kunst. Sie klopfte, machte und messte. Sie sagte nichts. Sie schaute niemanden an. Wir waren aber mit ihr zusammen, beim Klopfen, beim Messen und beim Stechen.
Gerhard fragte, wie ich dazu kam, den Laden am Samstag zu schliessen – Samstag, einer der besten Tage im Geschäft. „Geld kann ich später noch verdienen. Aber ich will es nicht verpassen!“ Ja, zum Glück habe ich es nicht verpasst!

Nicht nur anschauen…

Am 16.09 veranstaltet Teeodor, Galerie Anna Schmid und Teeclub Schweiz gemeinsam eine Begegnung mit der Yi-Xing-Kanne Meister Zhang Jing in Basel.

Wie viele Freunde von Yi-Xing Kanne gibt es in der Schweiz? Wie oft könnten wir nur über Internet, billige Importware und Bücher über die Schönheit dieser berühmten Kannen staunen und imaginieren? Nun hätten wir eine Möglichkeit, etwas Konkretes durch eine Person, die es macht, von der Kanne zu erfahren!

Am 18.09 wird Shui Tang deswegen geschlossen bleiben. Weil Menglin, Carola und Jürg sich weiter bilden gehen. Wir sind in Ballenberg beim Kurs von Zhang Jing.
Ich weiß, dass es eigentlich nur etwas Triviales innerhalb einem Tag zu erfahren gäbe. Aber ich möchte es nicht verpassen, jemandem zu begegnen, der die Dinge versteht. Vielleicht mache ich meine Hausaufgabe und kann sie paar Frage stellen, um paar Fragezeichen zu klären. Aber, ein Tag – eigentlich viel zu wenig!

Für die Leute, die einfach die Luft von Yi-Xing schnuppern wollen – wäre die Fahrt nach Basel für die drei Stunde doch recht „easy“, nicht wahr?

Datum:
Do, 16. Sep. 2010
Zeit: 18 – 21 Uhr
Ort: Galerie Anna Schmid, Schneidergasse 14, 4051 Basel

Mehr Information
Teeodor
Andreasplatz 17
4051 Basel
061 261 5724
Oder
Teeclub Schweiz
044 / 776 18 08

Eine Entdeckung

Eine Entdeckung

Ich habe vieles Gehoert und wurde oft betrogen – alles wegen Pu Er. Seit Pu Er immer bekannter wurde, wurde er immer geheimnisvoller. Frueher moechte man gelagerten Pu Er trinken, heute wird es immer schwieriger gelagerter Pu Er zu kaufen. Frueher hiess es Qi Zi Bing Cha, heute will man unbedingt Yiwu Zhengshan. Frueher war man scharf auf 7542, heute ist der Gushu Cha trendy.

Ich habe gelernt, dass Pu Er aus Dian Qing stammt. Dian Qing, anders als Dian Hong – roter Tee aus Yunan, ist ein Gruener Tee aus Yunan. Der Charakter von Dianqing ist unter der Sonne getrockenet. Aber wer, sorry, wer heute kennt noch den Geschmack von einem getrockenen gruenen Tee in einer industrialisierten China?

Zu oft wurde ich betrogen, aber ich bin eine Angsthase, die sich nicht traut, nach China zu gehen und nach der Wahrheit zu suchen. Ausserdem bin ich zu faul. Am naechsten Samstag muss ich wieder mit meinem Lehrer nach Mingjian fahren, um Tee zu erzeugen. Ich konnte ihn nicht umdrehen – mit allen Methode… er ist so sturrrr. Er meinte, das gehoert zu meiner Bildung und der vorbereitung fuer die kommenden Reisegruppe 2009.

You ist anders. Er fuhr nach China. Einfach so. Er besuchte verschiedene Ureinwohner in Jungel Yiwus und lernte eine Familie kennen. Er sagte, wenn er nicht bei der Familie leben wuerde, den Tee mitpfluecken wuerde, den Tee nicht mit erzeugen wuerde, wenn er dort Zeitung, Buecher lesen wuerde, wuerde nichts passieren. Denn die Bewoehner dieses fruchtbaren Bergen leben in anderem Rhythmus als ein Teehaendler wie er. Sie „arbeiten“ nicht gerne und sitze gerne einfach unter dem Baum. Die wilden Baeume in Jungel gehoeren ja niemandem, wer sollte denn so fleissig sein, sie zu pflegen oder zu ernten? Wenn nciht paar schlaue Chinese, die damit Geld machen wollen, bleiben solche Baeume immer noch im Tiefen der Bergen ganz heimlich in ihrem Frieden. Wer ist denn so bloed, sie zu spritzen oder zu duennen? Die Baumen gehoeren ja niemandem!

In den Bergen gibt es weder Strom noch Wasser Anschluss. Die Sonne ist die Energiequelle. Also, das ist wohl der Grund, die Entstehung von Dian Qing (Gruentee aus Yunan) zu verstehen und zu garantieren. Es gibt nur Menschen als Arbeitskraft. Als der Tee wird tatsaechlich mit Stein gepresst. Mit Holz gefeuert und erhitzt. Er gab mir viele wertvolle Materialien, die wir im Dezember im Teeclub desgustieren koennen! 

You erzaehlte mir, dass Tee seine Geschichte von sich aus erzaehlt, ich nickte. Er weist mir darauf hin, den Unterschied zwischen Tee aus den Farbiken ( z. B. Sechs bekannten Tee-Bergen, oder aus Menghai etc.) und den Tee aus privaten Auftrag. Er machte mir aufmerksam, den Unterschied zu schmecken zwischen tatsaechlichen Sonnen-Trockenen und Elektro-Hitze.

Theoretisch koennte man so formulieren:

Tee aus Fabriken sind: Teebaum – Busch, Energiequelle – Eletrizitaet, Teeernte – Mischungen und Maschinell verarbeitet.

Tee aus privaten Auftrag wie von You (nicht alle privaten Auftrag ist glaubwuerdig): Teebaum – Baum, Energiequelle aus der Natur (sonne und Holz), Teeernte – aussortierte Tipps, oder Two leaves and one Bud, per Hand verarbeitet.

Ich wurde neugierig von seinem Werdegang. Er war leicht verlegen. Er habe an der Uni Maschinebau studiert. Stosst seine Liebe nicht an Widerstand von der Familie? „Ja, sicher. Aber was sollen sie denn dagegen unternehmen?“ Alles hat angefangen mit einer Teekanne, meine er.

Durch eine Teekanne ist er in der Teewelt „gefangen“. Durch ihn lernte ich viele viele schoene originale Teekanne aus Yixing kennen – aus 80er Jahren! Als er mir die Teekannen auspackte, war ich verwirrt – bin ich noch auf der Erde oder in einem Traum. In einem Traum voller Teekannen! Aus so einem Traum wuerde ich nie aufwachen!

Yixing Kanne pflegen – Yang Hu 养壶

Menglin,

Eine Frage hätte ich aber immer noch: Irgendwo habe ich jetzt ich glaube, von dir, ich habe ein grausames Gedächtnis gelesen, dass das Yixing-Kännchen nach dem Teegenuss mit den gebrauchten Blättern außen(!) abgerieben werden sollte und danach mit einem Baumwolltuch poliert. Habe ich mich da verlesen, was falsch verstanden oder das nur geträumt? Was bringt es dem Kännchen, wenn es von außen mit den Blättern abgerieben wird? Zieht das Aroma der Blätter von außen durch den Ton?& oder ist das nur für die Optik des Kännchens? Wenn man es innen abreiben würde, könnte ich das ja gut verstehen&

Schönen Gruß

Arno

Eine Frage ruft eine andere Frage hervor. Ich liebe solche Situation!

Nun hat Arno nichts falsches gehört. Ja, ich poliere die Aussenfläche meiner Teekanne mit gebrauchten Teeblätter und anschliessend mit einem Baumwolletuch. Das ist die so genannte Pflege-Methode. Es gibt sicher noch andere Variationen, aber ich benutzt diese Methode.

Möchtest Du wissen, weshalb diese Methode zustande kommt? Teekanne pflegen hängt mit dem chinesischen Weltbild zusammen. In diesem Weltbild ist eine Teekanne nicht lediglich eine Teekanne, sondern ein Teil von Teeliebhaber. Eine neue Teekanne ohne Geschichte ist nicht wertvoller als eine alte Teekanne voller Ereignisse. Wenn ich Deine „hässliche“ Teekanne sehe, weiss ich ungefähr, wie Du mit Dir selbst und anderen Menschen umgehst. Eine Teekanne gehören nicht zur Vitrinen, sondern zur Waschküche, wo sie gerbaucht wird. Man pflegt sie, wie einen Teil von uns. Man reibst sie mit dem Teeblätter, damit die Oberfläche der Kanne mit der Zeit eine eigene Glanz bekommt und ein eigenes Leben verliehen wird. Also der Mensch und die Teekanne wird zur einen Einheit. (Natürlich kann man mit den Blättern die Innen-Wände reiben.) Dieser Prozess ist zeitaufwendig und bedarf Geduld. Man könnte auf der materiellen Ebene auch so verstehen, dass die ätherischen Öle der Teeblätter sich in die rauchen Oberfläche und Poren eindringen, so dass die Teekanne glänzt. Für mich ist es eher eine magische Akt. Ich reinige gerne meine Teekanne in der Ruhe, berühe sie und trockne sie ab. Eine grosse Zufriedenheit füllt uns. Wenn die Zeit nicht mehr da ist, solche Handlungen durchzuführen, weiss ich, dass ich mich in einem schlechten Zustand befinde. Der Ausbruch der Unzufriedenheit ist wie ein Amoklauf.

Am liebsten schenke ich eine Teekanne oder Teelöffel an Freunde. Auch schenke ich Teetücher, damit die Teekanne von Freunde richtig glänzen und gebraucht werden kann. Es hat in unserer Kultur einen symbolischen Sinn. Als eine Abmachung, als eine Verbindung und als eine Vereinigung. Mein Qigong Meister schenkt mir gerne Buchzeichen, weil er denkt, ich lese zu wenig bücher und rede zu viel. Von meinem Teelehrer bekam ich ein Gaiwan und schwierige Teeproben, die ich lösen muss, was für einen Tee sein könnte. Ich bin allein in Europa und diese Menschen könnten mir ihre Liebe nur so durch symbolische Wesen andeuten. Man pflegt die Teekanne mit Zeit, Aufwand und „Liebe“ und dann verschenkt sie weiter, ein Teil von sich selbst. Eine wunderbare Tradition.

Vor Weihnachten besuchte mich Bruno mit einer Teekanne, die in Globus gekauft wurde. Diese Teekanne wurde bereits mit Lack behandelt. Warum? Denn Lack verleiht der Teekanne einen Schein, lang benutzt zu werden. Die glänzende Oberfläche täuscht Augen eines Unwissenden und vermittelt die Täuschung der Liebhaberei eines Teeliebhabers. Ich riet ihm diese Kanne neu zu behandeln, so dass das Lack entgültig verschwinden kann. Man sollte solche Teekanne in mit Teeblätter gefüllten Wasser kochen. Langsam aufkochen und ausschalten. Eine Nacht stehen lassen. Am nächsten Tag sieht diese Teekanne anders aus. Die Oberfläche wird rauh und glanzlos. Dann ist diese Teekanne bereit für die echte Teeliebhaberei!

Wärst Du zufrieden mit dieser Erklärung, lieber Arno?

Ps. noch eine kleine Story:

Ich lernte einen bekannten Keramik-Künstler Hsu Chaozong durch einen Zufall kennen. Er, 50 und ich war 26. Wir haben uns zuvor noch nie begegnet. Er arbeitete früher als Vase-Maler und holt heute alle Preise von allen Keramik-Wettbewerb in Taiwan. Seine Werke werde überall in Taiwan und China nachgeahmt. Ich stand vor einer Vase, 160 cm hoch. und staunte. „Ach, ich würde so gerne unter diesem Kiefer schlafen!“ sagte ich. Es war am einen Nachmittag im Sommer, heiss und feucht. Auf der Vase malte er ein grosses Kiefer und eine Berglandschaft. Er hörte es und stand auf. Mir brachte er eine Gaiwan, wunderschön blau bemalt. Nur ein Salz: „Der Sommer für Dich!“ Diese Sommer-Gaiwan nehme ich überall mit, nach England, nach Deutschland und nach Zürich. Sie ist kostbar im materiellen Sinn, aber sie erinnert mich auf eine andere Ebene als das Vorbild, wie ich leben möchte.

Menschen, die sich nicht gesehen haben und gekannt haben, können die Zeit, den Raum und die Altergrenze überspringen und sich begegnen. Es ist ein Ideal in dem chinesischen Weltbild – 忘年之交. Man spürt eine Affinität voneinander und weiss, worum es geht. Vielleicht bin ich deswegen manchmal zu nah und zu schnell für die Europäer, die Zeit brauchen, wie der Tee.

Ach, noch etwas: nach dem Gebrauch von Yixing Kanne muss man diese Kanne eine Pause gönnen! Damit die Kanne sich trocknen kann und keinen Fremdgeruch bekommt!

Muffige Yi-Xing Kanne?

Hallo liebe Menglin,

in Taiwan haben wir einmal über das Problem der muffigen Tonkannen gesprochen. Du hast mir damals
davon abgeraten, diese zu benutzen, da die meisten Leute, diese nicht richtig pflegen könnten und
die Kannen dann zu stinken anfangen.
Ich habe nun genau dieses Problem. Ich habe mir eine kleine Tonkanne für meinen TieGuanYin
reserviert. Diese entwickelt nun aber einen eigenen Geruch, der sich nun mit dem Tee vermischt 😦
Vielleicht könntest du ja mal einen Blogeintrag schreiben und erklären, was ich falsch mache und wie
man diese Kannen richtig pflegt, so dass diese nicht stinken, sondern den Tee bereichern.

Viele Grüße aus dem sonnigen München,

Florian

Ich danke Florian für das Vertrauen. Das Problem mit der muffigen Yi-xing Kanne habe ich ebenfalls erlebt. Eigentlich nicht nur mit der Kanne, sondern auch mit der Ton-Dose. Viele Leute preisen die Wirkung der Ton-Dose. Ich habe eigentlich bis jetzt nur peinliche Situation erlebt.

Es war ein Mal ein Tee-Party in Villa-Bovari mit Herrn Reichmuth und anderen zwei Künstler. Den Oriental Beauty habe ich degustiert. Die Teilnehmer waren entzückt von der Schönheit und Eleganz dieser Kostbarkeit. Natürlich wurde meine wunderschöne Yi-Xing-Ton-Teedose ebenfalls bewundert. Nur Herr Reichmuth merkte die feine Spuren und leise Nuance von einer Art des fremden Geruchs. „Was ist das Menglin? Ist es nicht muffig?“ Ich war geschockt von seiner Feststellung. Denn ich habe grosses Respekt vor seiner Nase und seiner Kompetenz als ein Teefachmann. Ich stellte ebenfalls die Muffigkeit fest – Mitte in der Teeparty. Dass Ton-Teedose vor dem Gebrauch behandelt werden muss, weiss ich jetzt und warne allen Teefreunden!

Wie kann ich meine Lieblingskanne aus Ton vor einem muffigen Geruch retten? Ich hätte zwei Vorschlag:

1. wenn die Lage nicht ganz ernt ist: füge trockene Geruchfreie Teeblätter in die Kanne. Wechsele sie paar Tage. Nach zwei Wochen noch einmal probieren.

2. wenn die Lage schlimmer wird: die Teekanne noch einmal wie eine neue behandeln. Kochen sie mit paar Teeblätter und fülle das Wasser in einem Gefäss voll. Die Kanne sollte ganz in einem Gefäss sitzen. Koche das Wasser langsam heiss. Abkühlen lassen. Dann mit Jasmintee füllen ein Tag lang stehen lassen. Wenn der Geruch endlich beseitig wird, bewahre die Kanne immer mit paar trockene Teeblätter, die Fremdgeruch wegnehmen!

Lieber Florian, ich hoffe, dass meine Tipps Dir ein wenig helfen könnte! Erzähle uns, ob es so klappt!