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Sangbian II: Der feine Unterschied

Dr feine Unterschied macht es aus, was ein Werk zu einem persönlichen charaktervollen Werk macht. Yixing Kannenmeister sucht einen Weg zwischen der Tradition und der Modernität. Das ist wohl auch der Grund, weshalb Yixing Kunst bis heute allen Teeliebhaber begeistert!

Yin Min wagt sich einem Klassiker so darstellen, das ihr Klassiker werden kann. Sie gehört zur traditionellen Yixing Kannenmeister Schule „Wu Dongyuan“, die Tradition als Chance und Vorbild versteht, um die Yixing Kunst im modernen Leben Wurzel zu schlagen. Die Schüler müssen die Formen beherrschen und sie mit Herzen zu interpretieren.

Sangbian Hu, eine traditionellen Kannen-Form aus der Ming Dynastie. Bekannt für seine eher maskulinen Linien, die eine Harmonie von Kraft und Spannung ausdruckt. Yin Min gestaltet ihre Sangbian Hu allerdings mit einer Prise Humor und femininen Geschmeidigkeit, so dass ihre Kanne trotz der kraftvollen Linien ein Hauch von Anmut und Dynamik ausstrahlt. Durch die leicht nach oben schauenden Schnabel und ein breites Körper von vorderen Teil wirkt sie vorwärts orientierend und nicht aufgebend. Lustiger Widerstandskämpfer und zugleich ein Optimist.

Somit hat die Sangbian Hu von Yin Min ein neues Gesicht von der sehr traditionellen Form. Ihre Gestaltung verleiht dem alten Gefäß neues Leben und Modernität.

Traditionelle Sangbian Hu
Sangbian Hu von Yin Min
Modellierte Sangbian Hu von Zhao Jie.

Sparziergang durch die Wälder Yibangs

Wenn die Sonne im Herbst noch scheint, leuchten die farbigen Blätter besonders gold-gelb. Im Moment blühen die Teebäume in Yibang bestimmt ganz lebendig im Wald.

Mansong Gushu ist eine Orientierung des Pu Ers für mich. Blumig, zart, süss und holzig im Mund. Kraftvoll wirkt er im Körper. Ein Raum von breiten und Tiefen entsteht irgendwo im Brustkorb. Ich begegne selten so eine Schönheit, die aromatisch facettenreich schmeckt und Tiefe und Charakter gleichzeitig besitzt. Dieser Tee ist aufgrund von seiner raren Hintergrund schwer zu erwerben.

Yibangs blühende Teebäume. Herbst 2013

2021 bekomme ich aber vier sehr spannende Yibang. Die jeweils einen Teil von Yibang Mansong präsentieren.

Yibang im Jahr 2013 Herbst

Dahei Senlin (der grosse dunkler Wald) lerne ich zum ersten Mal kennen. Der Wald liegt neben Mansong. Einst war er auch kaisierlicher Tribut-Tee und aus Camelia Sinensis. Ich stelle mir weite Wälder mit dunklen Bäume vor. Der Tee ist keineswegs dunkel. Ich rieche zarte Knospe und blühende Blumen. Der dynamische Geschmack tanzte auf der Zunge, während das Licht, das von den Blätter gespeichert wurden, sich durch den Körper strömt. Lebendig und energetisierend. Das ist der obere Teil von dem Tee des Manson-Gushus.

Dahei Senlin (Dahei Shulin)

Wenn wir weiter gehen, kommen wir bei dem Yibang GuoyouLin an. Natürlich weiss ich nicht, ob es graphisch nah aneinander liegen, aber ihre Geschmäcke sind miteinander verbunden. In Yibang Guoyoulin wachsen die hochstämmigen Teebäume, die stets über den Tellerrand hinaus schauen und den Weitblick behalten können. Schmecken Sie so prächtig wie ein Chawangshu? Für mich schmecken sie wie ein See – ein mystischer See – wie in hochalpinen Bergseen. Oft werden sie verschleiert. Wenn die Sonne durchscheint, offenbart die Schönheit einer Perle. Ein weiter Raum, der auf dem Gipfel steht, weitet sich in mir aus. Leise zwarte Knope klingelt auf der Zunge. Liebliche feine Tasse. Für mich verkörpert er den unteren Teil von Mansong Gushu. Friedlich, weit und in sich ruhend. Emotionale Qualität.

Yibang GuoyouLin

Wenn man eine Weile am See gesessen hat, erhält man Kraft weiter auf den Weg zu gehen. Bergauf und Bergrunter kommt man bei einem anmutigen Weiler. Dort müssen die Teepflanzen wegen dem steilen Hang den grossen Unterschied von Wärme und Kälte aushalten, wachsen die Blätter schmal und länglich. Man nennt es „Weiden-Augenbraun“. So nennt man auch schöne Augen einer Schönheit in der alten Literatur. Die entzückenden Blätter eines Yibang Gushu liefert keinen weichen Tee. Der Tee voller Dynamik verführte mich, Anna und Fabio am vergangenen Samstag zu einer heiteren Welt. Er tanzte, mit uns oder solo. Er macht keine kunstvolle Sprünge oder Pirouette, sondern ganz auf den Boden fliessend wie ein archaischer Tänzer, der Anwesende „nach Hause“ begleitet.

Wenn man bald wieder „ans Tal“ ankommt, begegnet man die vor kürzen angepflanzten Xiaoshu (junge Bäume, ca. 10-20 Jahre alt). Sie sind jung, zugänglich und frisch. Unkompliziert und einladend. Ein bekömmlicher Tee, der nicht sehr viel von einem verlangt, aber viel Freude an Trinken schenkt.

Ein visueller Spaziergang. Eine Reise durch den Geschmack des Tees. Äusserlich und innerlich. Kulinarisch und Emotional. Yibang mit vier Gesichtern.

Ein wunderschöner Teetag!

Es war ein wunderschöner Tag und genau richtig für Tee! Paar Leute ziehen sich zurück zum Tee!

Was vormittags war, war nachmittags schon anders! Fünf Menschen bereitet den gleichen Tee in fünf verschiedenen Modus! Fotos aus Kurs Gongfu Cha I.

Zusammen Wellen brechen und weiter fahren!
Auf einen blühenden Garten Tee trinken!
Brüche, die Sinn machen?
Ins blaue

Manlin Gushu – wie der herbstliche Sonnenschein

Selten reise ich nach Stans.

Regnerisch und kühl. Ich wollte mir das Projekt Culinarium Alpinum anschauen. Man hat mir von einem sehr beeindruckenden Gartenprojekt „essbare Landschaft“ erzählt. Das auf dem Menü präsentierte essbare Herbst hat mich enorm begeistert und sofort plante ich die Reise ins Mekka.

Als wir dort ankamen, war der Garten noch im Werden, aber man konnte bereits reife Himbeeren pflückten. Das Essen war hübsch repräsentiert. Die in Quark gesteckten Blüten schmeckten wie die Sonne, die hinter den Wolken versteckte. Das Fleisch war geschmackvoll, Kürsbispüree ist wie es sein kann. Nach dem Essen wollten wir einkaufen und das Projekt unterstützen. Man musste selbst die eingekaufte Waren zusammenzählen und twinten – wie in einem Hofladen.

Wie viel darf man verlangen und wie viel gibt man als Service. Es ist ein immer schwieriges Thema in einem sehr teuren Land, wo Menschen immer mehr zum Kostenfaktor werden. Wie viel darf man sich an das Lokale orientieren, bevor man sich unbewusst eingeengte Denkstruktur aneignet? Dass sich als authentisch und regional angibt, ist eine Versprechung verwurzelt und geerdet zu handeln?

Ich nahm viele Eindrucke und Gedanke nach Hause. Der Regen begleitete uns ununterbrochen. Bevor wir in den Zug sprangen, sassen wir uns kurz in Rosenburg, wo wir beide als schön und heimlich schweizerisch bezeichnen würden.

Als die Sonne wieder aufging, lief ich zu Shui Tang. Mit Franco packte ich die frischen eingetroffenen Stapel aus und tranken gemeinsam den Manlin. Es wird nicht der letzte Tee sein, den wir miteinander teilen. Es wird nicht der letzte Sonnenschein sein, der über Shui Tang strahlt. Aber der herbstliche Stimmung verbreitet sich in der Atmosphäre. Das warme Licht scheint besonders tröstend.

Aus der erste Tasse duftete es nach zarten Blumen, die gerade frisch öffneten. Es waren noch Heu und Grass. Im Mund breitet sich eine warme Hülle, Heu, Holz und Orangenschale. Es wärmte mich so, dass ich schwitzte. Wie fühlte ich mich? Ein Lächeln aus dem Herzen entspannte meine Schulter. Die herbstliche Sonne scheint auf meine Schulter, erfreulich und aufmunternd. Die alten Teebäume stehen Hunderten Jahren dort, wo sie die Sonne mit vielen Lebewesen teilen und verwandeln die Sonne in die Energie, damit sie uns die frischen kraftvollen Blätter liefern – wenn die Sonne auf meine Schulter scheinen, was gebe ich zurück? Wie könnte ich diesen natürlichen Kreislauf durch das Tee-Trinken ohne Dogmen und Versprechung weitergeben?

Manlin Gushu in Manzhuan Yunnan China

Wenn Blumen blühen…

„Wenn Blumen blühen, freue ich mich auf die Nacht, am besten im Vollmond. Dann kann ich das Mondlicht zum Wasser verwandeln, in meine Kanne füllen. “ So schreibt Künstler Jing Yuan (Liu Qingzhong) zu seiner Teekanne „Wenn Blumen blühen“.

Oft vergessen wir Gedichte zu schreiben und haben unsere Poesie im Schrank aufgehoben. Mit der schnell vergehenden Zeit wird alles vergessen. Vergessen war auch unsere Liebe zum LEBEN.

Manche Erleuchtung im Leben erscheinen wie Blümchen am Wegrand. Wenn alles reibungslos verläuft, sind sie unauffällig. Nur wenn die Dunkelheit näht, das Lärm abklingelt, entfalten sie sich erst richtig im Herzen und werden Wegweiser im Leben. Im Mondlicht, in der Einsamkeit, verkosten wir (Ich und der Mond) einen wilden Hongcha aus hohen Nanling in Guangdong. Da blühen die Ruhe und Gelassenheit in der Kanne auf und führen uns ins fernen Osten. Oder ein Pu Er aus Da Hei Sen Lin (grosser dunkler Wald) aus Yibang, klärend, tröstend und erhellend wie eine Göttin im Mondlicht in der Nacht!

Liu Qingzhong nennt sich Jing Yuan – der Geist des Spiegels. Er spiegelt gerne die „erleuchtenden“ Momente im Leben aus dem Alltag in seinem Werk wider. Diese Kanne „spiegelt“ einem alten charaktervollen Baum wider. Wenn ein alter Baum blüht – der Frühling besucht auch einen alten Baum, verkündet die Ankunft von Amor. Liebe, Freude und Glück sind da!

Zini Kanne. Designer Jing Yuan. Ausführung von Qing Cai. 140 ml Fassung. 100% per Hand geklopft.

Teegespräch: Corona Edition

https://www.shuitang.ch/blogs/news/teegespraech-nr-18-corona-edition-daxueshan-yesheng-pu-er

Euch wünsche ich viel Freude an Zuhören! Vielleicht sogar bei einer Tasse Daxueshan Corona Edition 2020!

大雪山野生古樹 Daxueshan Yesheng Gushu in Lincang Yunnan China

Dem Wind lauschen 聽風

聽風 Ich höre den Wind rauschen, ist eine Kanne von einer Lust- Serie eines Künstlers in Yixing. Er entwerfe die Kanne und gestalte es. Diese Serie widmet er den Teekannen Liebhaber und Sammler die in unterschiedlichen Momenten Tee trinken möchte.

Hier möchte er dem Moment der EINSAMKEIT ( das Wort ist hier nicht negativ gemeint, beschreibt nur den Zustand des Seins) widmen. Allein im Wald, allein am Fenster, oder allein im Traum. Mit Herzen möchte er jeden Klang im Wind einfangen, zuhören und lauschen. Genau so jeden gelagerten Tee in der Kanne zuhören. Gerösteter Oolong tönt anders. Gereifter Pu Er singt tiefer. Die Blätter sind gesprächig im Wind. Die Pflaumenblütenblatt tanzen im Wind. Meine Stimme sind hörbar in ruhigem Herzen.

Wohin, woher und wieso? Wenn die Seele zugehört wird, kehrt die Ruhe zurück. Der Wind rauscht – der Stille lauschen.

Die Ruhe weilt auf meinem Kieferbaum.

聽風 „Dem Wind lauschen“ Ting Feng, Zini Yixing Original, Künstler Jing Yuan, 120 ml

Meister oder Schüler?

In Shui Tang wurde ich oft gefragt, was ich besser finde. Manchmal aus Vertrauen, manchmal aus Orientierungslosigkeit. Manchmal ziehe ich mich zurück, weil ich die Verantwortung für andere Menschen nicht übernehmen möchte. Manchmal bin ich berührt von dem Vertrauen, was man mir gegenüber bringt. Es ist nicht schwer zu unterscheiden, ob es eine Verschiebung von Verantwortung ist, oder aus Vertrauen. Natürlich passiert auch sehr oft, dass der Besucher ganz genau weiss, was er will und liess meinen Rat keinen Platz. In solchem Moment ist es auch praktisch. Ich spare mir die Zeit.

Am Samstag besuchte ein Herr und würde gerne eine Yixing Kanne erwerben. Die Wahl war ein Qual, weil er nicht wusste, ob er nicht lieber eine Kanne von einem Meister nehmen sollte, oder von einem jungen Mann, der stets Fortschritte macht, aber noch am Lernen ist. Ich finde es schön, sowohl einen jungen werdenden Meister zu begleiten, als auch eine wunderbare Kanne von einem Meister zu erwerben. Aber was wäre besser für den Geschmack? Natürlich eine Kanne von einem reifen Meister. Warum? mir fehlten dann Worte.

Später kamen Monika und Markus, die mit mir nach Taiwan reisten und mit bei Lijiao einen Keramik Kurs besuchten. Sie kamen natürlich wegen den Schönheiten von Lijioa, die gerade in Shui Tang eintrafen. Markus erzählte mir in einer Begeisterung, wie unterschiedlich ihre beiden Tassen bei Lijiao schmecken, obwohl sie aus einem gleichen von Lijiao vorbereiteten Ton waren. Auf einmal wusste ich wie ich es erklären kann!

Ja, natürlich schmecken die beiden Tassen von Markus und Monika unterschiedlich, abgesehen von den Formen. Sie haben beide unterschiedliche Art und Weise den Ton zu kneten und zu formen. Die Gefässen erhalten somit unterschiedliche Struktur und geben selbstverständlich unterschiedliche Geschmack-Einflüsse wieder!

Nach ihren Besuch habe ich drei Tassen von Lijiao genommen und goss einen gerade eingetroffenen Muzha Tieguanyin auf. Der Tiegaunyin durftet seltenerweise blumig und schön fruchtig. Er tröstete und gab mir Kraft in diesem Wetterumschwung. Drei Tassen von dem gleichen Tee zeigten mir in eine Stunde das Paralelle und das Paradoxe. Sie gaben die feine Textur des Tees wider, den exakten Geschmack des Tiegaunyins. Aber die beiden mit ähnlichen Glasur aus Flussbett-Schlamm geben nach einer Stunde immer noch Lebendigkeit und belebende Süsse, obwohl sie verschiedene Aussenglasuer haben und zwei unterschiedliche Formen haben. Die andere Tasse mit Shino ähnlicher Glasur zeigt mir die leise Herbe und Abstringenz. Der Unterschied liegt meiner Meinung nach an den Innenglasur.

Wenn mir genügendes Budget zur Verfügung stehe, würde ich eine Kanne von einem Meister erwerben. Darum kann es wichtig sein, bei Yixing Kannen nach dem Titel des Meisters zu fragen. Klar gibt es viele extrem kommerzielle Waren eines Meisters nachdem er den Titel erworben hat. Wie kann man es unterscheiden? Üben, üben und üben! Ich sage oft zu Jae, wenn sie mich nach Keramik fragt, „kaufe keine Kopie, auch wenn es günstiger ist. Kaufe keine „Japen-Like“ oder „Somebody-Like“ Ware, kaufe Objekte mit Originalität!“ Das können wir wenn wir viele Originale sehen, berühren und in die Hand nehmen.

Ein ästhetischer Tee

Dank der strengen Maßnahmen von Corona Pandemie erhalte ich mehr Zeit und Raum für meine eigene Bildung. Ich lese gerne über das ästhetische Konzept von Hume und studiere über seine Vorstellung von Bildung des Urteilsvermögen der Schönheit.

In meiner eigenen Freizeit beginne ich seit zehn Jahren zum ersten Mal wieder Tee für mich selbst zu zelebrieren – mit Gongfu Cha Stil. Der Anfang wurde gemacht mit einem Tablette, das mir ein Rahmen schenkt, und eine schöne Yixing Kanne, die mir viel Gewicht verleiht, den Tee für mich zu geben. Und einen Tee, in dem ich tiefer eintauchen möchte.

Und in Shui Tang fange ich regelmäßig für mich Tee durch die Teelandschaft zu degustieren. Manchmal horizontal verschiedene Dongding in unterschiedlichen Cultivar- Varianten. Und dann vertikale Degustation mit einem Cultivar in verschiedenen Jahrgänge.

Am diesen Freitag wollte Nilkas einen Einblick erhalten über die Hochlandsoolongs. So degustierten wir verschiedene Oolongs. Hehuanshan, Alishan, Lishan, Shanlinxi und Dongding. Auf einmal erschien der Shanlinxi so mineralisch und fast zu wenig rund, so dass ich ihn mit Dongding in meiner Nase verwechselte. Im Mund war natürlich wieder klar, ja, das HochlandsQi, unverwechselbar. Trotzdem fiel ShanLinXi so aus dem Rahmen raus. Was ist mit diesem Tee los?

Für Niklas war natürlich interessant, welchen Tee sollte an welchen Menschen passen. Das hängt natürlich mit meinem Verständnis über den einzelnen Tee ab und mit dem Einfüllen in einzelnen Menschen, der vor mir steht, zusammen. Der HehuanShan schmeckt fast wie ein Dongpian, weil er am 20.11. gepflückt wurde. Diesen Tee empfehle ich gerne Menschen, die klares Denken und viel zu entscheiden brauchen. Hehuanshan Hochlandsoolong vermittelt mir ein Hauch von Bergbrise, der mich klärt und Distanz zu der phänomenalen Welt zu pflegen hilft. Der jetzige Alishan Qingxin ist wunderbar, gesprächig und lebendig. Blumig, aromatisch und facettenreich. Aber wenn ich mich selbst fragen, welchen Tee ich für mich zubereiten würde, würde ich lieber Alishan Qingxin Organic nehmen. Warum?

Er schenkt mir mehr Ruhe.

Der Alishan Qingxin Organic fielt mir auf, als wir dann eine Vertiefung mit Alishan Hochland machten. Ein Hauch von schwebende steigende Energie, was wir auf Chinesisch als Gaoshan Qi bezeichnen. (Energie von Hochland). Subtilen aromatisch Tasse, ruhig und präsent. Bei der zweiten Degustation war der zum zweiten Mal degustierten Alishan Qingxin mir zu laut. Der Dongpian 2011 schmeckt wie eine Reise durch Alishan, der freudige Blick auf den Gipfel und die Düfte aus dem Blumen im Tal in einer einzigen Tasse. Der Tanbei Alishan (über Holzkohle geröstet) von 2020 verzauberte uns mit geschmacksvollen Kurven und er duftet immer noch zwischen den Zähne nachdem die Tasse leer wurde.

Am nächsten Tag schrieb ich meinem Lehrer meine Notizen. Er sagte mir, ein guter Tee ist ein Tee, der uns selbst spiegeln kann – in der Ruhe und in der Reinheit. Zweifelsohne ist der Alishan Qingxin organic in diesem Runde der beste Tee für ihn.

Was ist ein ästhetischer Tee? Ein Tee, der uns ein ästhetisches Erlebnis schenken kann. Es ist nicht ein hübscher oder kostbarer Tee, sondern ein Tee, der uns innerlich bewegt.