Archiv für den Monat August 2010

Tee trinken gegen Krebs

http://www.ted.com/talks/lang/chi_hans/william_li.html

Meine Schwester schickte mir dieses Link. Ein Vortrag über den Kampf gegen Krebs. Wie kann man besser Krebs tun? Anstatt es zu therapieren empfiehl der Speaker, es vorzubeugen. Wie denn? Zum Beispiel mit Tee! Nur mit einem Tee? Alle denken sofort an Grüntee, Sencha etc. Nein! Herr William Li zeigte uns, dass es besser und nutzlicher sei, wenn man verschiedene Tee kombiniert konsumiert.

Viel Spass wünsche ich Euch bei zuhören.

Eigentlich bin ich kein Freund von solchen Absichten, Tee als eine Krebstherapie umzufunktionieren. Tee trinken „sollte“ zuerst einem Freude machen. Tee „sollte“ zuerst schmecken, geniessvoll sein, bevor es zum Zweck wird. Absicht zu haben, um etwas zu erreichen ist oft der erste Schritt eine Illusion zu bauen. Tee macht einem Freude. Wenn es gesund ist, es zu trinken – um so besser! Aber zu viel Tee ist sicher nicht gesund! Und zu wenig Tee – ist man selbst schuld.

Das 2. Herbstvollmondkonzert in Shui Tang

Nur ein toter Fisch lässt sich von dem Strom treiben. Und ich?
Schwimme ich in den Wellen mit? Wohin?
Bin ich in der Lage gegen den Strom zu schwimmen?

Diese Frage beschäftigt nicht nur einen „wohlhabenden“ Menschen in Zürich. Es ist eine zeitlose und grenzlose Frage der Menschheit.

Keiner wusste, woher Hanshan kam. Keiner wusste, wer Hanshan tatsächlich war. Ein Narr, ein Mönch oder ein einfacher Mensch, der sich bewusst aus der phänomenalen Welt zurückzog und in einem „kalten Berg“ (Hanshan) gegen den Strom lebte. Er war wegen seinem ungepflegten Umgang verschmäht von den eifrigen Mönchesorden. Er wurde wegen seiner Armut aus der Strasse vertrieben. Er wurde plötzlich von einem Mandarinen als ein wahrer Buddha erkannt und vor dem Schreck zurückzog und verschwamm. Was blieb, waren seine Gedichte, die auf Felsen, auf Hauswände oder auf Bäume standen. In seinen Gedichten verschwinden die Widersprüche von Außen und von Innen. Was bleibt ist wie Hanshan selbst beschrieb:

Mein Geist gleicht dem Herbstmond,
Der sich im See unbefleckt spiegelt,
Es gibt nichts, was vergleichbar wäre,
Wie könnte ich es überhaupt aussprechen?

Mit Shakuhachi wagten wir, Menglin Chou und Wolfgang Hessler gemeinsam „es“ auszusprechen. Auszusprechen durch den Wechsel zwischen Klang und Stille, Ein- und Ausatmen und Worte und Ton. Seit Zen-Mönch Fuke wurde Shakuhachi als ein Weg zur Selbstverwirklichung praktiziert. Auf dem Bettelgang wurde das Flöte gespielt und als eine Übung der Absichtslosigkeit. Wir hoffen, durch die knapp gesprochene Worte von ausgewählten Gedichte Hanshans und das Erklingen des Tones uns allen helfen auf den Ursprung zurückzukehren.

Herbsvollmondskonzert in Shui Tang 2010 (Zhongqiu Yinzue Hui)

Ein Shakuhachi Konzert mit Gedichte von dem „Kalten Berg“ Hanshan
25.09.2010
Samstag 19 Uhr-21 Uhr

Shakuhachi: Wolfgang Hessler
Rezitation: Menglin Chou
Anschliessend: Tee und Gespräche

Unkostenbeitrag
25 Sfr. (für „normale“ Menschen, die diesen Betrag bezahlen müssen)
20 Sfr. für Mitglieder von Teeclub Schweiz, Studenten, Auszubildende und Erwerbslosen

Ort: Shui Tang, Liquid Delicacies
Spiegelgasse 26 8001 Zürich

Anmeldung:
Unbedingt erforderlich.
0041-44 5559161
0041-79-3871130
menglin@shuitang.ch

Teeseminar Sprache des Tees – Oolong

Schon wieder wurde Gutscheine für mein Seminar gekauft, bevor ich überhaupt eins anbiete. Im Laden besteht eine Liste von Interessenten für die Kurse. Ich mache Seminare wirklich gerne, aber ich schaffe es einfach nicht. Der Alltag in Shui Tang fordert sehr viel Einsatz und ich kann nicht noch mehr arbeiten…

Wer kommt denn am liebsten zu Shui Tang? Babys, Kinder und Jugendlichen. Wie oft rennen Kinder zu Shui Tang hinein und die Erwachsenen entschuldigen sich hinter dem Kind? Irgendetwas ziehen diese reinen Seelen an. Ich weiß auch nicht was. Diese kleinen Menschen kommen immer mit einer Selbstverständlichkeit, als ob es komisch wäre, wie ihre Erwachsenen Panik bekommen. Vor einer Wochen waren zwei 11 jährigen in Shui Tang, voll begeistert und fühlten sich total heimlich dort. Sie würden auch gerne Tee lernen. Ja, gerne! Kinder sind unsere Zukunft. Ich wünsche ich hätte mehr Kapazität, mit den Kinder in der Welt des Tees einzutauchen!

Am 31. Oktober ist es so weit, dass ich wieder ein Teeseminar machen möchte. Diesmal ist der Schwerpunkt auf Oolong gelegt. Natürlich fangen wir von einem weiten Blickwinkel an. Wir werden zuerst die Gattungen von Camelia Sinessis erneut degustieren. Auch das, was ich inzwischen wieder gelernt habe, mit allen auszutauschen. Dann vertiefen wir immer mehr in die Welt des Oolongs! Auch ich bin in der Lage mich weiter zu entwickeln. Neulich lerne ich neue chinesischen Oolongs kennen. Wir haben noch mehr Material, verschiedenen Teebäume von Oolong und verschiedene Macharten konkret zu erfahren und zu vergleichen!

Teeseminar: Sprache des Tees – Oolong
31.10.2010
Sonntag, 10 – 16 Uhr
Ort:
Shui Tang, Liquid Delicacies
Spiegelgasse 26, 8001 Zürich

12 Plätze sind erwünscht.
Kosten:
120 Sfr.
Für Wiederholungsteilnehmer und Studenten, Erwerbslosen gibt es einen speziellen Nachlass. Bitte Anfragen.

Anmeldung

0041-44-555 9161

menglin@shuitang.ch

Tee bei dem Hohenzollern

Tee bei dem Hohenzollern

Da wir drei Löwen sind, haben wir abgemacht, einen gemeinsamen Ausflug zum Geburstag zu feiern. Carola, Christoph, ich und die Co. fuhren gemeinsam ins blaue. Wir waren sehr glücklich bei Balingen gespeist, sehr glücklich über die deutsche Portion. Dann fuhren wir weiter. Plötzlich entdeckten wir eine Burg! Dort wollten die Löwen hin. Jürg musste ein plötzliches Halt machen. Das war super spontan.
Dann waren wir alle bei Hohenzollern gelandet. Wir wollten unbedingt einen Picknick Tee machen. Nicht ChaBako, sondern mit dem ganz exklusives Teeset von Christoph.

Wir fanden im Wald einen wunderbaren Platz. Zwei großen Steinplatten dienten exzellent für den Teetisch!

Chrisoph packte sein exklusives Tee-Set aus. Alles Teatoys fanden ihren Platz in diesem Bambus-Teetisch. Er hat dazu ein süsses Wasserkocher gefunden. Carola hat Vittel-Wasser vorbereitet. Also, wir kochten das Wasser auf dem Steinplatte. Es dauerte 7 Minuten bis das Wasser bereit wurde. Dann bereitete Christoph einen Baozhong Premium für uns zu. Eine Zeladon-Kanne, 5 Zelandon Teetasse, eine Teedose, ein Teetuch passen alles in dem Wundertüte hinein. Während wir den blumigen Tee im von Licht durchgeblutetem Wald genossen, lass Andreas uns das Buchlein von Dynastie Hohenzollern vor Die Schaulustigen fanden uns bestimmt sehr romantisch. Mitten im Wald, am Fuss von Hohenzollener Burg zerebrierten wir unseren High-Tea mit dem Dessert von Bio-Insel Vier Linden aus Zürich… So etwas könnten auch nur die Löwen!

Gongfu Cha in Tokyo

Gongfu Cha in Tokyo

Ich bin recht hinten dran bloggen. Es passierte im Moment recht interessante Dinge. Ich habe einfach zu wenig Zeit, um einen Bericht zu schreiben. Gestern putzten Rosi und ich (ich, putzen?) den Shui Tang. Kaputt und hundemüde fiel ich ins Bett. Heute ist der erste Tag nach dem Sommerferien. Um 11 Uhr stand bereits eine Kundin vor der Tür… „Wo waren Sie denn, Frau Chou!“

Ich war in Taiwan und auch in Tokyo! Zwei Tage Tokyo, um zu shoppen! In dieser kurzen Zeit einzukaufen kann ich wirklich gut. Mein Wesen kommt richtig zum Vorschein. Blitzschnell und ungehemmt kam ich problemlos 20 Kgs mehr nach Europa.

Während meiner Einkaufspause gönne ich mir gerne etwas – mein Leben ist so hart. In Takashimaya bei Shinjuku gibt es ein schickes Gongfu Cha Restaurant: Chayu. Was kann man dort trinken? Grüntee, Oolong, Schwarztee und Darjeelings. Alles in Chawa zubereitet. Sogar warmes Essen wird serviert. Ich habe mir einen Bi Luochun aus Dongshan Taihu bestellt. Naja…

Die Teatoys dort sind recht günstig, falls man nicht nach China und Taiwan reisen würde.

Was mir wirklich gefällt ist das kleine Cafe am Ecke von Shinjuku zwischen Takashimaya Time Square und Keio Kaufhaus. Heimlich, fein und freundlich. Ein Ort, wo man das Gefühl bekam, etwas besonders gefunden zu haben! Ich habe eine Tasse von Malawi probiert. O.K. er war in meinem Geschmack ein bisschen zu weit geröstet. Aber ich war recht zufrieden damit.

Danke, Tobias

Liebe Menglin,

ein Grundton, der in vielen Ihrer Gedanken und Beiträgen zum klingen
kommt, ist die Auseinandersetzung mit der Tradition, alter, bewährter
Überzeugungen und dem Wandel unserer
Zeit. Blicken wir zurück in die Zeiten unserer Großväter und deren
Lebensweisen, scheint die Kluft zwischen alt und jung, der Kontrast
von Moderne und dem ursprünglichen Leben nachvollziehbar und ich
glaube, wir tun gut daran, den Geschichten unserer Ahnen
Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn Sie von Ihrem Freund Atong ( Menglin: er ist mein Tee-Lehrer) sprechen,
von Erinnerungen aus Ihrer Kindheit mit der Familie, tritt diese
Mischung aus süßer Erinnerung und der Melancholie des Abschiedes zu
Tage, die wir „Jungen“ uns bewahren sollten. An Traditionen festhalten
heißt nicht, gedankenlos alles zu übernehmen und den Blick von der
Welt abzuwenden, aber Sie kann uns vor allzu schnellen Entscheidungen
schützen, kann den Eifer und den Schwung in rechte Bahnen lenken und
neuen Ideen Tiefe und Ausdruck verleihen.

Ich habe mich sehr über Ihre Antwort im Blog gefreut, auf bald…

Tobias

Für uns wird es immer wichtiger in dieser schnelllebigen Zeit ein Balance zu finden zwischen Tradition und Innovation, zwischen Gestern und Morgen. Wo gehen wir hin? Diese Frage kann nicht beantwortet werden, wenn wir nicht wissen, wo wir her kommen! Beziehungsweise, wenn wir nicht wissen, wer wir überhaupt sind! Ich war sehr erfreut über die Gedanke von Tobias und möchte gerne mit allen Blogfreunde es teilen. Danke, Tobias.

Spielen, spielend durch das Leben

Spielen, spielend durch das Leben

Ich sah, wie Kinder mit Lack spielten. So konzentriert und unbeschwert. Ich dachte an Ryokan, ein Zenmönch, der gerne mit Kinder spielte. Ich hörte wie er sang, wie er lachte. Kinder sind unsere Hoffnung, unsere Zukunft, nicht wahr? Ich denke dabei nicht an unsere Rente, sondern an die ausgebeutete Erde und dem Ölteppich.