Archiv der Kategorie: Klatsch am Teetisch

Getrocknete Mangos und Lishan Dongpian

Als ich im Januar noch in Taiwan war, entdeckte ich den Lishan Dongpian vom Januar 2019. Mein Lehrer meinte, dass ich ihn kennen müsste. Vielleicht? Als die goldenen Tropfen in meine Kehle hinein flossen, schmeckte ich eine feine Süße auf meine Zungenspitze und unaussprechbare Säure nebenan. Dickflüssiger Körper. Widersprüchliche Note. Was kann das sein? Ich sagte, „er ist wie getrocknete Mangos!“ Alle schauten mich an und die Luft war plötzlich eisig. Eisige Note habe ich auch in diesem Tee geschmeckt.

„Manguo Gan! Wangguo-Gan!“ sagte Atong. Wangguo-Gan, ein Gefühl, was Taiwaner seit langen begleitet, so lange wie ich Bewusstsein bekam. Wangguo-Gan, ein Gefühl, Heimatlos zu sein und genau übersetzt bedeutet „Angst vor Verlust der Nation“. Dieses Gefühl ist seit paar Jahren immer bewusster und immer mehr ins Zentrum gerückt, und als Hongkongs Demonstration blutig endete, hat den Höhepunkt erreicht. Dieses Gefühl bezeichnet man in Taiwan „Getrocknete Mangos“

Getrocknete Mangos, ein typisches Taiwaner Frucht kennt jeder auf der Insel. Süß, sauer und hart. Geschmackvoll und gleichzeitig lässig. Die Zähne müssen stark sein und das Fruchtfleisch klebt immer an den Zähnen. Man hat Angst vor dem starken chinesischen Nachbar, fühlt sich irgendwie doch recht nah zu ihm. Einerseits wird man mit Nationalismus geworben, weil man aus dem gleichen Kulturkreis kommt, andererseits wird man auf der Insel stets mit militärischen Paukenschlag bedroht. Aus Angst vor einem möglichen Krieg und aus wirtschaftlichem Interesse entsteht eine ambivalente und verwickelte Beziehung. 

Als ich im Januar in Taiwan war, war die Stimme anders als früher. Das Selbstmitleid und das minderwertiges Wir-Gefühl haben sich verwandelt zu einem Gefühl von Wir-Müssen. Warum? Wegen dem getrockneten Mangos. Die Lüge von Ein-Land-Zwei System in Hongkong und viele militärische Drohungen machten Taiwaner klar, wenn man aus Kompromisse zu China einen falschen Präsidenten, der unser System verraten kann, wählt, wird man mit einer Verlust eigener Demokratie konfrontiert.

Die Demokratie und in einer Demokratie zu leben vermitteln den Taiwaner ein „Wir-Gefühl“ und ersetzt die klassische Vorstellung von einer imaginären Gemeinschaft- die Nation! Ueber 70% der Wahlberechtigen gingen zur Wahl und gab ein eindeutiges Nein zum Wangguo-Gan. Diese Entschlossenheit eigene Demokratie zu beschützen überraschte mich und half mich gleichzeitig zu realisieren, was für eine Kraft bekommt ein Mensch, wenn er für sich selbst entschieden hat.

Corona-Virus wurde aktuell, nachdem ich aus Taiwan zurückkam. Aufgrund der engen wirtschaftlichen und kulturellen Verbindung zu China wurde Taiwan prophezeit, das schlimmste betroffene Land außerhalb China sein werde. Die Tatsache heute zeigt ein anders Bild. Von den Tabelle, was NZZ veröffentlicht, sieht man Taiwan NICHt in den ersten betroffenen 10 Nationen. Warum? Wegen den getrockneten Mangos. Die Inselbewohner sind selten einig und diesmal so einig, dass man die Virus aus dem Nachbarland im Griff halten will. Man will frei sein.

Es fällt mir nicht einfach, diese Zeilen zu schreiben. Ich komme aus einer Insel, wo von meisten internationalen Organisationen ausgeschlossen ist, wo immer wieder mit Krieg bedroht wird und wo selbst auf einen langsamen einsamen Weg zur Demokratie gehen muss – weil alle anderen demokratischen Ländern glauben an die wirtschaftlichen Profit mit China und somit diese Insel nicht anzuerkennen. Es fällt mir auch sehr schwer, in dieser Situation immer noch neutral zu bleiben, das Land, die Kultur und das Regime zu trennen. Und wenn ich Angesicht der Tatsache von Verheimlichung der Epidemie und Unterdrückung der Freiheit in China immer noch über die schöne chinesische Kultur erzähle, wenn ich in Zürich immer noch von wunderbarer chinesischen Teekultur erzähle, tropfen eigentlich Tränen in meinem Herzen, weil ich von den Schatten dieser Kultur so bewusst bin!

Wir bauern Brücke. Aber es gibt so viele Brüche.

Viele Brüche existieren im kollektiven Gedächtnis und Bewusstsein dieser kulturellen Kreis. Wenn die Brüche nicht geschlossen werden durch Anerkennung und Reflexion von Wahrheiten und anstatt Schuld an Ausländern/Anderen zu schieben*, wird es weiter gegeben an die nächste Generation. (Deutschland musste zu seiner Geschichte stehen und verarbeiten – es ist ein Vorbild.) Taiwan kann so ein wertvolles Zukunftsbild sein, für eine Demokratie von einer kulturellen Mischung. Die Isolation von Taiwan ist eine Schande von der demokratischen Welt.

Süß, säurlich und kühl schmeckte mir der Lishan Dongpian vom 2019, als ich noch auf der subtropischen Insel war. Seit paar Wochen liegt der Tee geöffnet auf den Teetisch. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich ihn schon degustiert habe. Aber ich musste immer wieder schweigen. Keine einzige Packung habe ich verkauft. Getrocknete Mangos? Ich finde Dich nicht mehr in Zürich. Meine Gäste lobten den Tee mit Worten wie „blumig und fein“. Ich nickte meinen Kopf. Auf meine Zunge suche ich vergeblich nach Süße und Säure und nach dem Gewisse „kühlness“, was man mit „Unangepasst-Sein“ übersetzen kann!

Wer weiß, vielleicht ist es gut?

*Ein Bejinger Journalist schrieb in seinem Blog, dass „wir“-Chinese sich vor der Welt entschuldigen sollte, weil „wir“ der Welt mit diesem Virus so viele Probleme verursachen. Er bekam viele Angriffe und Beschimpfung, weil die Welt sich eigentlich bei Wuhan entschuldigen sollte! Wuhan habe sich geopfert für die Welt. In der Tat war das Verharmlosen und die Verheimlichung der Grund weshalb die Epidemie ausbrach. Der Journalist zog seinen Beitrag zurück und schwieg.

 

Teeernte in Yiwu

https://youtu.be/0YRzisSDM2g

Dank der Empfehlung von Teefreund Harald habe ich einen einfühlsamen Dokumentarfilm über die Ernte von Yiwu angeschaut. Ich möchte hier nur über die Situation von dem Taidi Cha – Xiaoshu und die sogenannten Forest Tea – Gushu oder Dashu sprechen, anstatt über die Perspektive des Films.

Teeproduzent BaopuXuan

Das Haus BaopuXuan ist ein Produzent in Yiwu und produziert Tee aus Luoshuidong und Mahei. Was für Sorte von Pu Er wird hier produziert? Wir sehen weitere Bilder an.

Sogenannter Taidi Cha

Hier wird Taidi Cha gepflückt. Heute nennt man ihn Xiaoshu. Xiaoshu kann zwischen 20-40 Jahre alt sein. Sie werden immer im Winter geschnitten und klein gehalten, damit das Pflücken erleichtert wird.

Nicht genügende Reife Blätter

So wie das Bild von der Taidi Cha zeigt, sehen wir viele karge Zweige und spärliche junge Blätter. Das Bild erzählt mir, dass man noch auf das Pflücken warten sollte. Weshalb pflückt man den Tee schon? Um eine frühe Ernte auf den Markt zu sichern? Einen gute Preis zu erzielen? Das kann gut sein. Aber es ist eine stressige Aktion für die Teepflanzen. Und es deutet auf die Überpflückung hin.

Die Art des Pflückens

Als ich das Bild mit dem Untertitel sah, stach mein Herz. Forest Tea Must be picked very carefully – oh yes! Wie kann man den Zweige mit Fuß treten?

Über diese Szene habe ich mit Yu telefoniert. Wir waren überrascht über diesen Untertitel. Diese Szene war früher normal. Heute gibt es nicht mehr, weil die Teebauer und Pflücker mehr Bewusstsein erhalten über Nachhaltigkeit! Viele Gebiete von Xishuangbanna erlauben erst Produzenten in den Wald zu treten, wenn sie mit vertrauten Pflückern kommen. Pflücker, die kein Bewusstsein und Wissen von Pflücken haben, werden nicht zugelassen. In Lao Banzhang trainieren sie sogar ihre eigene Pflücker! Es ist eine sehr gute Entwicklung, dass Teebauer und Produzenten wissen, wie wichtig ein guter Pflücker ist! Somit wird diese Arbeitskraft gut bezahlt, die harte Arbeit geschätzt und die Teepflanzen geschont! Ein guter Kreislauf! Anders als Indien und Sri Lanka werden die Pflücker und Teemaker in Xishuangbanna geschätzt.

Dieses Bild, auch wenn der Filmmacher gutes Gedanke und romantische Vorstellung pflegen, zeigt uns eher Gegenteil von vorsichtiges Behandeln von Teebäumen.

Gushu?
Intakte Natur?

Die beiden Bilder von den sogenannten Forest Tea brachten mich zum tiefen Einatmen. Ich hoffe sehr, dass die Zuschauer es nicht daran glauben. Die Bilder erzählen mir von einer zerstörten Landschaft und von Erosion und Abholzung – auch bei den Teebäumen.

Dass Mahei und Luo Shui Dong heute nicht mehr die gute TeeQualität liefern, erzählen uns bereits die Bilder über den Hintergrund. Das Überpflückung und die zerstörte Natur geben den Teepflanzen – sei es Taidi Cha, sei es Gushu, nicht mehr die richtige Biosphäre um guten Tee zu ermöglichen.

Die gute Absicht und schöne Vorstellung können den Zuschauer nicht helfen, den richtigen Hintergrund über die Grundlage von Pu Er zu vermitteln, sondern ein fundiertes Hintergrundwissen über Teepflanzen, über die Biosphäre und Herstellung sind von großer Bedeutung!

Ich nehme es als eine Chance meine Faulheit zu überwinden, ein Blog über Pu Er zu schreiben. Ich danke Harald für seine Empfehlung! Auch einen Dank an die Filmmacherin uns eine schöne Geschichte über den PuEr zu erzählen!

Das Buch von der Filmmacherin ist in Amazon erhältlich!

Jinghong Zhang (2014) /Puer Tea: Ancient Caravans and Urban Chic, University of Washington Press

Kobe Rindfleisch in 18. Jahrhundert

Kobe Rindfleisch ist heute weltberühmt. Aber seit wann isst man Rindfleisch in Japan? Seit Meiji Zeit.

Und vorher? Zum beispiel wenn die Holländer im 18. Jahrhunder, als sie noch in Deshima (eine künstliche Insel in der Buch von Nagasaki) in der Edo-Zeit (17. und 18. Jahrhundert) lebten? Alle Fremde, ausser Chinesen mussten damals auf dieser kleinen Insel aufhalten. Die Japaner duften auch nur in bedingter Uhrzeit dort aufhalten und alles wurde protokolliert.

Die Holländer, die damals auf der Insel eingeschränkt lebten, mussten selbst ihr eigenes Fleisch besorgen. Docter Carl Peter hunberg (1743-1828) notierte in seinem Reisetagebuch wie sie jedes Jahr aus Indonesien die Viehen nach Deshima transportieren, und dort halten. Alles, zum beispiel die lebendigen Kälber, Oschsen, Schweine, Schaffe und Zieger etc müssen sie selbst importieren, in Deshima selbst halten und schlachten. Die Tiere wurden teilweise auf Deshima geschlachtet und verzehrt, teilweise auf der Reise nach Europa gebraucht und verschifft.

Diese Malerei beschreibt uns wie die Wohnanlage der Holländer auf Deshima war und gleichzeitig wie paar Leute gerade ein Rind zogen, um das Tier zu schlachten. Neben dem „Haus für Rinder“, war das „Schweine-Haus“ (Stahl eigentlich. Aber auf dem Bild ist es mit dem Wort „Haus“ aufgezeichnet) nebenan.

Metropolis im 19. Jahrhundert in Japan

Dieses Bild erzählt uns über ein beliebtes Spiel im 19. Jahrhundert in Japan auf dem Tisch im normalen Haus. Taiwan war die zweite Station auf dieser Reise im Spiel.

Gemalt wurde es von Utagawa Yoshimori, ein gefeierter Maler in damaliger Zeit.

Von diesem Spiel erkennen wir das Bedürfnis des gemeinen Volkes in Japan und die Ambition des Landes, die Welt zu erkunden und zu erforschen. Utagawa malte nicht nur die berühmten konkreten geographischen Orten zu Inseln, sondern auch phantastische Utopien. Die nationalen Symbole werden hier auch verwendet, Reihenfolge teilweise berücksichtigt, Eine Mischung aus Realität und Vorstellung, aus Politik und Utopie.

Gespielt wurde es von mindestens zwei Spieler. Es gibt einen Anfang und ein Ende. Beim Ende hat man die Welt bereist!

Das Bild ist in Kobes Museum aufbewahrt und im Moment in Jiayi beim Palast Museum Taiwans ausgestellt.

Tang Feng – der Wind von Tang II

Tang Feng, der Tang-Stil ähnelt nicht dem Japanischen. Umgekehrt ahmte man zwischen 7.-9. Jahrhundert eifrig von ganzen Fernost Tang Feng! Korrekterweise muss man so formulieren, dass der japanische Stil ein Teil von Tang Feng ist.

Tang Feng ist keineswegs nur die Form von Architektur, von Kleidung oder von Kunst. Tang Feng ist mehr. In der Tang Dynastie existieren unterschiedlichste Religionen nebeneinander. Das Christentum (Sekte Nestorius) war präsent in Changan (Hauptstadt in Tang) und besassen mehrere Kirchen. Damals nannte man es Bosi-Jin-Jiao (Goldene Persische Religion) Die christlichen Mönchen nannten man persische Mönche – was denkt man wohl heute darüber? Einer der christlichen Mönchen nahm gar den Kampf gegen An-Lushan-Rebellion teil, erhielt Auszeichnung von Kaiserhof und wurde Hofbeamter. Auch Zoroastrismus war respektiert und hatte eigene Bezirke. Wenn die Polizisten (die schlechten Menschen – Buliang-Ren nannte man damals) ins ihren Bezirke eindringen wollte, musste zuerst Bewilligung beantragt werden. Der Anführer dufte Menschen dort nach Ihrem Gesetz verurteilen. Die taoistischen Priester unterhielten sich gerne mit den buddhistischen. Die Mode aus Kleinasien war der Trend. Der Wein war der Hit. Die dunkle häutigen Menschen waren ein Teil dieses Reichs. Ein Schmelztiegel von Völkern, Kulturen und Religionen. Nebeneinander, miteinander und durcheinander. Bunt, quer und gemischt!

Es sah zwar chaotisch und grenzenlos im Aussen aus, aber es war klar strukturiert im Innen. In Tang herrschte klares Ritual, wenn Menschen sich begegnen. Es gab verschiedene Rituale, wie man Respekt in unterschiedlichster Situation ausdrucken konnte. Ritual kommt aus dem Respekt, das uns einen Raum schenkt, angenehme Distanz zu vermitteln und uns selbst zu verorten. Es ist einerseits schwer, stets Grenze von Raum zu überschreiten, weil wir oft vergessen, wo wir sind. Es fällt andererseits allen leichter, die Grenze von Aussen zu folgen, weil die innere Grenze von uns Reflexion und Fähigkeit verlangt, um sie zu verteidigen.

Und wenn es so einfach wäre Richtung zu wählen, wäre es doch keine „Ent-scheidung“, oder? Für mich bedeutet ein Mensch von einem gewissen „Feng-Stil“ jemanden, der im schwierigen (oft im Geben und Nehmen – für sich selbst oder für die anderen) Moment ein kleiner Schritt vorwärts schreitet. Ein Mensch mit gewissen Feng beherrscht das Ritual. Das Ritual ist in diesem Sinne keine Beschränkung, sondern eine Hilfe,  ein Format zu entwerfen, um Mitgefühl zu zeigen und Dankbarkeit auszudrucken.

Für Interessierte habe ich ein Video von einer ausgezeichneten FernseherFilm (The Longest Day in Cangan). Vielleicht bekommst Du einen kleinen Einblick über Tang Feng.

 

唐風 Tang Feng – der Wind von Tang I

Als die Reisegruppe im April in Teehäuser von Taipei war, fragten sie mich, warum es so japanisch aussieht.

In der Tat, als wir in Taian bei dem Thermalbad Hotel waren, wurden wir ein Programm geschenkt, Pseudo Jukata zu tragen, um paar Erinnerungsfotos zu knipsen. Ich war nicht anwesend. Eigentlich schämte ich mich, dass man in Bergen das pseudo Japanische anstatt die Kleidung von Ureinwohner an die Touristen vermittelt. Das zeigt doch klar, wo die Taiwaner von ihren Ureinwohner halten. Ich schämte mich.

Herr Tang 唐 in Haus Chun Yu (春餘 Spuren von dem Frühling) sagte zu uns, dass sein Haus sich an Tang Stil orientiert. Tang Stil, nennen wir auf Chinesisch „Tang Feng 唐風“. Was heisst „風 Feng“?

Ist Feng nicht bloß der Wind? Vor zwei Wochen als wir Gongfu Cha II hatten, fragte mich jemand, was heißt, ästhetisch im Teetisch. Meine Antwort war, unsere Bewegungsabläufe wie der Wind zu vermitteln. Die Bewegung erzeugt Anmut. Die Anmut kommt von dem Rhythmus. Es ist wie, wenn die Weidenblätter 柳樹 葉 nach dem Regen im Winde wehen. Weil es leicht feucht ist, wehen die Blätter von Weidenbaum schleichend in der Luft. Der Wind erzeugt einen Rhythmus, der uns an Verse erinnert!

Und wenn unsere Hände sich bewegen, bewegen sie wie der Fischschwanz, der den Wind im Raum erzeugt. Dieser Wind fließt auf den Teetisch, erzeugt Lebendigkeit und zeigt Richtung. Die Qualität dieses Winds ist wie die Seide, geschmeidig und wie die Luft, unfassbar.

Wie fasst man den Wind? Diese Frage ist einfach zu beantworten wie das Kleid zum Tee. Was wäre das ideale Kleid zum Tee? Ja, ein Kleid, das uns an Wind erinnert. Das wird sichtbar, wenn der Raum zwischen der Haut und Stoff wahrnehmbar wird. Wenn der Frühlingswind weht, wehen die feuchten Weidenzweigen mit den Blätter. Im Winde schmeichelt der Gewand an der samtigen Haut. Zwischen dem Raum des schweifenden Stoffes und der nackten Haut entsteht die Poesie. Und die Erotik. Nicht der sichtbar starke Körper ist erotisch, sondern der Raum von streifendem Stoff auf die Haut.

Feng, der Wind ist somit der Schlüsselwort von Poesie, die uns im Mund ein Geschmack hervorruft, einen Wunsch, sich zu kleiden wie die Poesie inspiriert. Der Wind symbolisiert die Freiheit, die Bewegung von Phantasie und den reinen individuellen Stil! Er bedeutet im Chinesisch die Sicht, die Richtung, das Habitus, die Nachricht, den Brauch und die Lieder. Der „Wind“ ist ein guter Geschmack von einem bewussten Menschen!

 

Teegespräch bei Shui Tang

https://www.shuitang.ch/blogs/news/teegesprach-nr-11-mit-meng-lin-chou-teereise-nach-taiwan

Ich wünsche Euch viel Freude beim Zuhören über die Teereise.