Archiv für den Monat August 2008

Man kennt nur die Dinge, die man zähmt.

Der kleine Prinz suchte Freunde und begegnete einem Fuchs. Er bat den Fuchs mit ihm zu spielen. Der Fuchs antwortet, „ich kann nicht mit dir spielen. Ich bin noch nicht gezähmt.“ „Was ist zähmen?“ „Das ist eine in Vergessenheit geratene Sache. Das bedeutet: sich vertraut machen.“

Tom möchte gerne eine Empfehlung von einem Oolong, der häufige und intensive Aufgüsse gibt. Zu einem gewöhnlichen Einsteiger zählt Tom bestimmt nicht. Er hat sich bereits ein wenig vertraut gemacht mit Tee. Theoretisch kann jeder guter Tee eine intensive Aroma und mehrere Aufgüsse geben. Die Frage liegt nicht an dem Tee selbst, sondern, wie Tom zu solchen Tee findet?

der kleine prinzer weinte im gras

 

Als der kleine Prinz bemerkte, dass seine Rose in der Realität allen anderen Rosen gleicht, war er zutiefst enttäuscht. Er warf sich ins Gras und weinte. Dann traf er einen Fuchs, der ihm bat, ihn zu zähmen. „Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchse gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt. Ich werde für Dich einzig sein in der Welt…“

„Mein Leben ist eintönig. … Ich langweile mich also ein wenig. Aber wenn Du mich zähmst, wird mein Leben wie durchsonnt sein. Ich werde den Klang Deines Schritts kennen, der sich von allen anderen unterscheidet…. Du siehst da drüber die Weizenfelder? Ich esse kein Brot. Der Weizenfelder erinnern mich an nichts. es wird wunderbar sein, wenn Du mich einmal gezähmt hast! Das Gold der Weizenfelder wird mich an dich erinnern. Und ich werde das Rauschen des Windes im Getreide lieb gewinnen…“

 

Tee ist wunderbar. Wunderbar sind alle Tees! Wie unterscheidet ein Tee von einem anderen? Nichts, außer deiner eigenen Entdeckungsreise durch die Teelandschaft. Ein langer fermentierter gerösteter Oolong entfaltet sich außer blumig, auch fruchtig. Ihr Abgang ist unvergesslich. Ein leicht richtig fermentierter Oolong wie Hochland Formosa oder ein wunderbarer Tie Guanyin aus Anxi schenkt uns blumige süße Stunde. Wenn Du Dich einmal mit dem Tee vertraut machst, ist der Tee nicht mehr ein Tee, sondern der Tee, der Dein stressiges Dasein begleitet, der Deine festliche Stunde verzaubert, oder der Dir Trost spendet. Wie beginnt denn der Prozess des Zähmens?

 

Der kleine Prinz sagte dem Fuchs, dass er wohl ihn zähmen wollte, aber er hatte keine Zeit. „ich muss Freunde finden und viele Dinge kennen lernen.“ „Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennen zu lernen. Sie kaufen sich alle fertig in den Geschäften. Aber da es keine Kaufläden für Freunde gibt haben die Leute keine Freunde mehr. Wenn Du einen Freund willst, so zähme mich!“ Der Fuchs lehrte ihn: „Du muss sehr geduldig sein, Du setzt dich zuerst einwenig abseits von mir ins Gras. Ich werde dich so verstohlen, so aus dem Augenwinkel, anschauen und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse. Aber jeden Tag wirst Du Dich ein bisschen näher setzen können….“

 

Die Zeit und die kontinuierliche Annährung entscheiden das Vertrau-Machen. Da die Zeit ein Luxus ist, ist es fast unmöglich sich mit Tee vertraut zu machen. Da die Zeit Luxus ist, ist es fast unmöglich eine tiefe Beziehung zu pflegen. Geben wir es somit auf? Ich könnte es nicht. Der Fuchs hätte eine gute Idee für uns über das Zähmen.

„Es muss feste Bräuche geben.“ sagte der Fuchs. Der kleine Prinz versteht es nicht. „Auch etwas in Vergessenheit Geratenes.“ erklärte der Fuchs. „Es ist das, was einen Tag vom andern unterscheidet, eine Stunde von den andern Stunden. (…) Wären die Tage alle gleich und ich hätte niemals Ferien.“

Eine Abmachung mit uns selbst, eine klare Priorität setzen und eine Entscheidung treffen, was nun geschehen sollte, könnte uns helfen ein Tee-Ritual zu entwickeln. Nur das und nicht anders. Jeder von uns ist gefangen von jeweiligen Zwänge und Denkmuster, es ist fast unmöglich, Zeit zu nehmen, den gewöhnten Ablauf abzubrechen. Das liegt in der Entscheidung des einzelnen. Ist es tatsächlich besser im Hamsterrad zu rennen oder eine „Aus-Zeit“ für sich zu nehmen? Ich könnte es nur für mich selbst beantworten, nicht für andere. Die Antwort liegt jenseits der Moral. Jeder könnte für sich selbst beantworten. Das Wesentliche ist nicht mit Augen zu sehen, somit ist es nicht mit dem gewöhnlichen Denkmuster zu verstehen.

Menschen haben immer Verlustangst. Aus Verlustangst bleibt man lieber bei alter Struktur und bei gewöhnlichem Verhaltensmuster. Meine Teesüchtige Klienten jammern oft in ausverkauften Momenten. 2008 kaufte ich 120 Kgs Bi Luochun ein – von zwei hervorragenden Teebauern aus Sanxia. Heute sind nur noch knapp zwei Kilos verfügbar. Es war eigentlich ausreichend, dachte ich. Vor zwei Wochen rief mich Andy an und wollte zwei Kilos bei sich lagern. Seine Frau möchte ihren Tag nicht ohne den Bi Luochun aufwachen. Bis zur nächsten Ernte sind noch mindestens 7 Monaten. Wie gehen wir mit dem Verlustsgefühl nach dem Sich-Vertaut-Machen?

fuchs

„Ach! Ich werde weinen.“ Sagte der Fuchs im Moment des Abschieds. „Das ist deine Schuld…“ meinte der kleine Prinz. „So hast Du also nichts gewonnen!“

 „Ich habe die Farbe des Weizens gewonnen.“ Der Fuchs schickte ihn noch einmal zu Rosengarten, wo er so traurig war, weil er dachte, seine Rose nichts anders sei als alle anderen. Der Fuchs hatte ein Geheimnis für den kleinen Prinz, wenn er zuerst die Rosen anschauen ging.

Der Prinz ging Rosen anschauen und bemerkte: „Ihr seid schön, aber ihr seid leer. Man kann für euch nicht sterben.“

Man kann ein Verlustgefühl erleben, vielleicht begleitet mit Trauer und Schmerzen, wenn man sich tatsächlich auf etwas einlässt. Um sich vor dem Verlust zu schützen, schreit man oft von der Unabhängigkeit, die zwangsläufig zum Verlust führt. Die Farbe, die Liebe und die schönen Momenten werden oft im Verlustgefühl vergessen. Nicht jeder Schmerz ist entstanden durch eine  Verletzung. Es ist einfach ein Verlust, ein Nicht-erfüllen. Man kann sich entscheiden, es nicht so sein zu lassen, oder sich damit abzufinden, so wie es ist. Für mich ist das Wichtigste, zu wissen, was ich will. Was andere wollen, ist ihre eigene Entscheidung. Das Problem löst von sich dann allein. Entweder muss man den Wünsch aufgeben oder es klappt. Zu mindest habe ich es versucht. Das schafft Klarheit anstatt spätere Reue. Zumindest gehört mir die Erinnerung an den Rausch des Windes…

Vor paar Stunden rief mich jemand am Hauptbahnhof. Es war Claudia, die eine kurze Auszeit für sich und für ihre Beziehung nahm. Auf einer einsamen irischen Insel verbrachte sie ihre Ferien, die frische irische Meeresluft erfrischte sie. Auch der Just-Do-It-Wind weht bis zu Zürich. Sie erzählte mir von dem Oolong, den sie als Halt aus ihrem Leben in Zürich nach Irland mitnahm und dachte, wenn es ihr tatsächlich schlecht gegangen wäre, hätte sie noch meinen Oolong Schneeflocken gehabt. Mit diesem Oolong verführte sie die Iren von dem Whisky und Bier weg. Sie waren so begeistert von dem Oolong. Sie ist so dankbar. Wir umarmten uns.

Eigentlich war es die Claudia, die den Schneeflocken zähmt, eigentlich war es die Claudia, die anderen Menschen mit ihrer Begeisterung ansteckte. Eigentlich war es die Claudia, die den Schneeflocken einzigartig macht. Schneeflocken tat nichts.

„Die Zeit, die Du für Deine Rosen verloren hast, sie macht die Rosen so wichtig. (…) Die Menschen haben die Wahrheit vergessen. Aber Du darf sie nicht vergessen. Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was Du Dir vertraut gemacht hast. Du bist für Deine Rose verantwortlich…“ sagte Fuchs zu dem kleinen Prinz.

Alle Menschen sind interessant, aber wir machen manche für uns einzig (nicht umgekehrt) und dann unentbehrbar. Alle gut gemachten Tees sind gut, aber wir verwandeln manchen mit Liebe und Aufwand zu unserem Tee.

Lieber Tom, entschuldige für viele unwesentliche Sätze, die eigentlich nicht direkt mit Deiner Frage zu tun hat. Eigentlich hätte ich Dir paar Sätze schreiben können, was Du kaufen und trinken sollst. Wenn ich tatsächlich eine Ahnung vom Tee hätte, würde ich immer weniger wagen, einfach so zu beantworten. Deine Zeit, die Du für Deine Auswahl verlierst, macht Deinen ausgewählten Tee so wichtig und einzigartig. Im Pinrzip könnten alle gute Oolongs intensiven Aromen und mehrere Aufgüsse anbieten. Und wenn Du keine Zeit hast, wäre Darjeeling, oder Formosa Oolong Dong Ding (oder Tung Ti) oder Tie Guanyin, den man überall in Deutschland problemlos kaufen kann, auch nicht schlecht.

„Adieu“, sagte der Fuchs. „Hier mein Geheimnis. Es ist ganz einfach. Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“

Drei Fragen…

Ni hao,

da Sie offensichtlich wirklich Ahnung von Tee haben, drei Fragen:

1. Welchen Ihrer Oolongs würden Sie empfehlen, wenn man einen intensiven Tee, der viele Aufgüsse erlaubt, möchte? Ich war mal kurz auf Taiwan und habe dort einige tolle Tees probiert, kann aber in Deutschland fast nur Oolongs finden, die eher zart und blumig sind.

2. Können Sie einen Konacha in guter Qualität anbieten? Ich liebe den grünen Tee, den die besseren Sushi-Restaurants in Japan servieren, und finde bisher in Deutschland nichts adäquates.

3. Mein kurzer Taiwanaufenthalt hat mich gelehrt, dass man dort ohne Chinesischkenntnisse nicht sehr weit kommt. Kennen Sie einen Veranstalter, der Taiwanreisen organisiert, bei denen Tee und gute Restaurants im Mittelpunkt stehen (ein paar Museen dürfen auch dabei sein)?

Vielen Dank im voraus,
Tom

 

Nur die 1. Frage könnte ich vielleicht antworten, ansonsten habe eigentlich keine Ahnung davon haben, um den Teefreund T. weiter zu helfen. Ich würde morgen eine ausfürhliche Antwort schreiben.  

Das Wesentlichs ist für die Augen unsichbar

Mein junger Schauspieler Freund Dirk hat es nicht einfach als ein deutscher Schauspieler in der Schweiz. Er sollte nach Berlin gehen, rate ich ihm. Er kämpfte noch in dieser von Bergen umkreisenden Insel, betrachte es als eine Auszeit der Reflexion und hoffte auf sein Glück. In dieser Transformationszeit braucht er Menschen, die ihm zuhören, anstoßen und manchmal nur bekochen. Er meinte, dass er von Hexen umgebend ist, in positiven Sinne. Seine Chefin sei eine gute Hexe, in der ähnlichen Qualität wie meine. Diese Hexen lehren ihn viele Lebensweisheit aus der weiblichen Sentimentalität, die er sonst nie erfahren würde, wenn er sich dieser Auszeit nicht gönnen würde.

Jeden Morgen gießt er den Grüntee auf, den ich ihn schenkte als ich mich entschied, meinen Schrank zu räumen. Die Gusseisen-Teekanne bekam er als Geburtstaggeschenk von einer anderen Hexe, die ihm beruflich so viel hilft. Dieses Ritual gewöhnt er sich nun am jeden Morgen und bekam ein Halt für den ganzen Tag. Anscheinend brauchen Männer weibliche Ohren und erzählen gerne Frauen von seiner unglücklichen Lieben. Ich hörte unterschiedliche Geschichte von ihm zu. Manche Geschichte werden unfreiwillig abgebrochen und gären irgendwo in einem verlassenen Ecke im Körper und warten auf eine Chance um auszubrechen. „Ich sage es Dir einfach wie von Mann zu Mann und hoffe, Du verträgt es. Warum sehen Männer nur hübsche Frauen? Weiß Du, ich habe es so satt mit Prinzessinnen! Ich will nicht mehr komplizierten Geschichte haben!“ „Schöne Frauen sind unsichtbar.“ Das sagte P. Roth. „Warum? Man sehen sie sofort.“ „Das Wesentliche kann man nur mit Augen übersehen.“ So lief oft unser Gespräch.

Als Dankbarkeit für mein Caterinservice für ihn, lud er mich ein zur einen Kultur-Veranstaltung, in der er als Sprecher einen Text liest und gutes essen gibt. Außerdem gäbe es einen ganz tollen Pianist, den ich unbedingt kennen lernen sollte. Der Raum war bereits voller Zuschauer. Es war eigentlich ein Vernissage von einer Malerin, die in Romanshorn lebt, eine musikalische Darbietung und eine Lesung. Dazu noch ein ganz edles Cateringservice. Ich dachte zuerst, ich wäre in einem falschen Film und wollte gleich wieder raus. Doch war es diese besondere Malerin mit dunklen starken Augen, die mich anzog, dort zu bleiben. Es war viele Menschen, die mit ihr sprachen. Als Außenseiter genoss ich einfach das gute Häppchen. Die Musik war ausgezeichnet. Der Pianisten spielte nicht nur Piano, auch Saxofon und Flöte etc. Als man ihn vorstellte, wie viele Instrumente er spielt, zuckte er nur sein Schulter und sagte, er habe kein Diplom. Ein guter Typ.

 

Dann kommt endlich die andere Hexe, von der Dirk immer wieder erzählte. Die Sima, eine schöne vielseitige Schauspielerin, die Balletttänzerin, in verschiedenen TV-Serien und sich sofort für den Montag einen Besuch bei mir zum Tee anmeldete. Dirk sagte mir, dass es so sein muss. Seine Teekultur, die aus meinem Tee und der Kanne von Sima besteht, bringt uns beiden selbstverständlich zusammen! Eben eine karmische (schicksalhaft) Verbindung.

Als Besucher allmählich sich verabschiedeten, kam die Malerin zu mir, sprach mir an, dass sie von meiner Tätigkeit erfuhr. Sie wollte wissen, ob es eine Möglichkeit gäbe, etwas mit Ausstellung und Tee zusammen zu verbinden. Das würde ihr sehr gefallen. „Das Sehen des Bildes und die Teilnahme an einem Tee finden in der Wirklichkeit nicht durch die Augen statt, nicht wahr?“ Sie war berührt. Sie würde sich freuen, mich als Gast am Bodensee zu haben.

 

„Hast Du seine Visitenkarte?“ fragte Dirk mich, als wir zusammen zu Central liefen. Ich zuckte meinen Schulter. „Weiß Du, ich wäre gerne ein Schwuler – wegen ihm!“ Er schlug mit seiner Hand seinen Kopf. Ich versicherte ihn, dass ich auch gerne Schwuler wäre. Männer sind sichtbar kindisch, nicht wahr?

Die Schönheit ist ein Verbrechen

In dem wunderschönen Gyokuro-nachmittag erzählte uns Astuko ihre Beobachtung in ihrer Tee-Galerie. Viele ihre Kunden sind unbeständig. Sie kommen und gehen. Oft jammern sie, dass sie keine Zeit haben. Keine Zeit, den Tee schön zuzubereiten. Keine Zeit, eine schöne Zeit bei ihr zu verbringen. Eigentlich keine Zeit, um sich schön zu pflegen. Sie sagte, solche Kundschaft kocht sich auch nicht schön. Sie essen oft Sandwiches und Take away… Joseph war ehrlich und gab sofort zu, dass er es kennt. Ich guckte tief in die grüne Tasse und gab ganz leise zu, dass mein Leben im Moment von Sandwichs und der Küche von meiner Freundins Restaurant Hot Pot unterstützt wird und mein Frühstück aus zwei schnell erledigten Dianhong Tassen besteht…

Sandwich war einst für mich das Essen für armselige Menschen…

In diesem spiegelnden Zustand betrachte ich meine Lebensweise ganz kritisch. Was bedeutet denn keine Zeit für Tee, keine Zeit für Kochen und schlussendlich keine Zeit für sich selbst? Eine Depression?

Zeit ist Luxus geworden. Dinge, die zeitaufwendig ist, sind Luxus. Luxus ist müßig, ornamental und überflüssig.  Luxus ist eigentlich nutzlos.  Zeit zu haben ist nutzlos, weil man effektiv leben muss. Denn die leere Stelle der Zeit ist die Leere der Seele. Wie viele Menschen könnten wirklich mit Ruhe und Schweigen neben anderen Menschen umgehen? Wir müssen stets sprechen, sprechen von belanglosen Dingen, damit wir nicht merken, wie leer wir sind. Alles was Zeit erfordert, ist überflüssig. Menschliche Beziehung, die nutzlos ist, ist keine Begierde des Networks.  Schönheit und das Schöne im Leben benötigt Pflege und bewussten Umgang. Einen Tee in seiner Schönheit kennenzulernen, seine Schönheit entfalten zu lassen und seine Schönheit zu kosten, kostet Zeit und Pflege.  Insofern ist es ein Luxus. Es ist überflüssig, ornamental und deswegen schön.

Sobald die Schönheit als Zusatz des Lebens und als Ornament des Alltags betrachtetwird, wird Sandwich zur Hauptmahlzeit und Teatime zur Schaustellung der Muße und die Schönheit zum Hässlichen. Die Schönheit und das Pflegen von Schönheit werden lästig. Das Schöne wird hässlich.

Irgendwann wird unsere nüchterne rationale Wirklichkeit zum Alptraum, von dem man eines Tages ganz böse aufwacht, begleitet mit Burnout, mit Herzanfall oder mit Erschrecken, dass man ganz allein ist ohne Farbe und Schönheit.

Das Sandwich ist eigentlich ein Halt, was uns noch an die sicheren Tage erinnert, dass man ein selbst sicherer gefragter Mensch war. Sobald man an die Macht der Schönheit ausgeliefert ist, Zeit für das Schöne des Lebens nimmt, ist man nicht mehr auf einen sicheren Boden. Man muss sich vor anderen Menschen rechtfertigen, dass man Lücke im Terminkalender hat, dass man für etwas Überflüssiges einsetzt, um nichts zu wollen.

Da Schönheit ein Luxus ist, ist das Begehren der Schönheit irrational. Eine irrationale Handlung hat immer etwas Unanständiges, was das Leben unangenehm macht und die Moral in Frage stellt.  Der Effekt der Schönheit ist unsichtbar und zugleich präsent. Es wirkt wie der Geist, der es genießt, die klare Grenze zwischen Elementen der so genannten Realität dort zu zerstören, wie diese Grenze für logisch und vor allem moralisch gehalten werden. Schönheit ist in diesem Sinne kein Objekt mehr, sondern eine Darstellung einer Beziehung, wie wir mit dem inneren Ich umgehen, wie wir Selbstliebe verstehen, und was wir als Freiheit leben.

Insofern ist die Schönheit ein Verbrechen. Ein unverzeihbares Verbrechen, das uns vor Verlustangst provoziert und uns anstößt, das Stabile und Glaubwürdige an unser Leben zu rütteln. Das Verbrechen verführt uns sogar, uns selbst zu bezwingen, um aufzubrechen.

Gyokuro, Ziehende wolken

Gyokuro, Ziehende wolken

Atsuko ist unscheinbar. In ihrem zierlichen Körper verbirgt eine unglaubliche Energie und Herzlichkeit. Als Teeliebhaberin und Künstlerin pflegt sie eine Galerie und eine ruhige Teeoase in einer Stadt mangelnder Zeit. Ich war unverschämt, brachte ein Gyokuro zu ihr und möchte gerne ihren Kommentar hören. Joseph war gerne dabei, bevor er für paar Wochen Abschied von Gyokuro nehmen muss wegen seiner Reise nach Laos.

Atsuko bereitete uns Gyokuro zu, ruhig, stilvoll und unscheinbar – unauffällig und konzentriert. Wir plauderten ganz allein in der Galerie, redeten von der Religion und Essen. Wo könnte man denn in Zürich gut und einfach essen? Eine brennende Frage für faule und hungrige Menschen wie Joseph und mich. Kronenhalle und Dolder sind sicher gut, aber einfach und gut? Wir tauschten Adresse aus. Ich schwärmte von dem Inder im Seefeld, die beste Ente von ganzem Europa und das spezielle Tofu am Goldbrunnenplatz. Joseph bat mir die Adresse einmal im Blog zu veröffentlichen. Das hörte ich schon öfters von meinen Klienten. Vielleicht.

Inzwischen duftete es bereits nach Gyokuro. Blätter von Gyokuro von Teegarten Nakai, kräftig und stark. „Sehr kräftig.“ Sagte Atsuko ohne eine Nuance auffallen zu lassen. Der Geschmack war drei-schichtig. Leicht brotig auf der Zunge, ein langer eindeutig pflanzlicher erfrischender Körper und ein kurzer präsente typische Gyokuro vom weichen lieblichen Abgang – was oft gerne mit „Nashi (oder Lashi?)“ – japanische Würzsoße verglichen wird. Kein typischer Gyokuro, den man als Gyokuro kennt. Sie hätte den Gyokuro nicht als Gyokuro erkannt, wenn die Tüte nicht als Gyokuro gekennzeichnet wäre. Ich nickte meinen Kopf. Aus Großzügigkeit bereitete sie ihren Top Gyokuro zu. Gyokuro aus Kirishima 50g 40 Sfr. stammt ebenfalls aus Organic Teegarten. Typische leuchtende grüne Farbe, typische trübe Tasse und typische Gyokuro-Geschmack, den man als Gyokuro sofort erkennt. Drei-schichtig. Herbe erfrischende vibrierende Note auf dem Zunge, kurzer pflanzlicher Körper und ein langer nachhaltiger nur Gyokuro eingeweihter weichen lieblichen Abgang. Die Verschiebung der Geschmacksnuance von beiden Gyokuros war nicht zu verkennen und übersehen. Plötzlich war ich nicht mehr in Zürich, sondern irgendwo im Gedanke. Wolken, kommen und gehen. Menschen, kommen und gehen. Wo bleibe ich denn?

Joseph war hungrig. Ich schlug vor, nach Seefeld zum Inder zu laufen. Von der Gemeindestrasse liefen wir unter dem wunderschönen Sonneschein zum Seefeld. Wir plauderten weiter über Filme, über die Literatur und über die Kluft zwischen Verfilmung und Literatur. Ich erzählte ihm von dem „Elegy“ (in der Schweiz läuft er erst ab dem Okt. in Deutschland bereits ab August), eine Verfilmung von P. Roths Roman „Das sterbende Tier.“ Es handelt sich um Tod, Liebe und Angst. Dass der Protagonist Angst hatte, sich tatsächlich vor der wahren Liebe zu stellen und sich farblos alt fühlt, nachdem er die Liebe tatsächlich auch verliert, fühlte er sich sehr angesprochen. „Hast Du Bindungsangst.“ ich war gemein und direkt, so wie ich bin. „Nein, “ meinte der ex Schuleiter, „Meine Unabhängigkeit war mir einfach das Wichtigste.“ Ich lachte und nickte meinen Kopf, sicher, es ist durchaus wichtig. „Weiß Du ML, “ er meinte ernst, „in unserem Alter gibt es nicht mehr vielen Auswahl. Diejenigen, die übrig geblieben sind, haben ein Schaden!“ „Nein.“ Ich bin überzeugt, „Auch wenn man oft Enttäuschungen, Verletzungen und Ablehnungen im Leben erlebt, bedeutet es nicht, dass das Leben so ist und es so weiter geht.“ Nicht in jedem Schmerzen, den wir durch Enttäuschung erleben, hat zwangsläufig eine Opfer-und Täter-Beziehung. Auch wenn die Liebe nicht erwidert wird, könnte man diesen Menschen lieben, weil man ihn so wie er ist, gerne hat und sich einmal aus dem Herzen entschieden hat. Leider muss auch der andere sich entscheiden können, was er will. Enttäuschung ist dafür da, die Täuschung zu klären. Warum sollte man sich verletzt fühlen?

„Das wahre Glück zu finden fängt von der Veränderung der geistigen Einstellung an.“ schrie ich fast zwischen den Autos und Tram. „Wir finden zu unserem Glück, wenn wir das Konditionieren durchschauen, dass es NICHT nur Enttäuschungen und Schmerzen um uns gibt.“ Das Leben könnte ganz anders sein, wenn wir anfangen, zu vertrauen! Er sagte, um mein Glück zu finden, sollte ich lieber andere Typen treffen als ihn. Das stimmt. Er möchte dann gerne wissen, ob das Glück eingetroffen ist, wenn er wieder kommt. Ich gab ihm ein Schutzpatron, das ihm vor Autounfall, Krankheiten und Diebstahl schützt. Aber ich warnte ihn, dass man in Asien nicht einmal an Ampel glauben darf - noch weniger an Schutzengel.

Die Sonne scheint, die Wolken ziehen durch den blauen Himmel. Keine Wolken halten unbeweglich fest an einem vermeintlichen Ort, den wir als Himmel nennen und warum sollte der Mensch es tun?

Sei Un Do

Teehaus von „Blaue Wolken“

Nächste Ausstellung: Erde und Feuer, Künstler Hugues de Crousaz

Vernissage: do. 28.08, 2008 18-21 Uhr

Grünteeapero Sa. 13.09. 2008 15-17 Uhr

Di-Fr 12-18 Uhr, Sa: 11-16

Gemeindestrasse 19  8032 Zürich

Tram 3 bis Hottingenplatz

044 2518093

Vor seinem Trip to Asia

Vor seinem Trip to Asia traf ich Joseph zu einer Schale Tee in Seiundo, eine ruhige Teeoase integriert mit Galerie abseits von Zürcher Geschehnisse. Das war ein Premier für mich das Teehaus zu besuchen, ebenfalls ein Premier Joseph in einem privaten Rahmen zu treffen. Den Schulerleiter kenne ich von Teeclub und flüchtig, wie die meiste soziale Beziehungen sind.

Eine Tasse Gyokuro wünschte ich mir. Inhaberin Atsuko Ikeda, eine ruhige unscheinbare kleine asiatische Frau. Sie spricht nicht, wenn sie nicht gefragt wird. Sie lässt sich nicht merken, wenn sie nicht gebraucht wird. Aber sie ist da.

Er erzählte mir, dass er eine Auszeit nimmt. Seinen Job schmiss er hin. Ein Alpha-Tier will er nicht mehr sein. Ins blau flog er in die fernen Landschaft, in der seine Andersartigkeit alltäglich sein kann und veralltäglicht werden kann. Als ein Asiat verstehe ich selbstverständlich nicht, wie man allein reisen kann. „Hast Du keine Angst?“ „Doch!“ „Ist es nicht einsam, allein zu reisen?“ „Doch! Man weint manchmal auf dem Kopfkissen und dann irgendwann ist man froh, dass man keine Kompromisse machen muss.“ Er war schon viel unterwegs, in Indien, in Kamboscha, in Japan, in Burma…, immer allein, immer unabhängig und immer abseits der Zivilisation. „Unabhängigkeit ist mir sehr wichtig.“ Er versuchte mir klar zu machen, dass unser Tee ein freundschaftlicher Tee war. Mein Kopf nickte, mein Mund schmunzelte und meine Augen schauten ihn sanft an. „Du kannst das Buch von Menschen sehr gut lesen.“ Seufzte er. Ich kenne ihn schon lange. Wir sind ähnlich. Wir wollen nicht fremd bestimmt leben und keinen Fremden bestimmen wollen. Es geht nicht nur darum, was wir wollen. Die anderen müssen auch wissen, was sie wollen. Ein Alpha-Tier sucht Untertan, für sie er schauen muss, entscheiden muss und beschützen muss. Es ist eine Abhängigkeitsbeziehung. Der vermeintliche schwache Untertan schiebt die Verantwortung dem vermeintlichen starken Alpha-Tier zu und machte ihn Vorwürfe – das erleben wir alltäglich in der Politik, in der Arbeitstelle und in der eigenen Familie. Das arme Alphatier verpulvert seine Energie für die vermeintliche Stärke, aber was will er wirklich für sich selbst? So ein Leben will Joseph nicht mehr führen. Er geht. „Hast Du keine Angst?“ „Doch, ich muss immer bei anderen Menschen rechtfertigen, warum ich es so mache. Aber Menglin, weiß Du, ich bin gut, ich bin gut in meinem Beruf. Ich muss keine Angst haben. Ich werde wieder einen guten Job bekommen. Ich bin gut.“ Großen Respekt habe ich vor diesem Teefreund. Seine Augen leuchteten voller Vertrauen. Auch wenn Angst unser Leben bestimmt, erkennt er die Angst, die sein Leben nicht mehr bestimmen sollte. „Ich muss weg.“ Er ist sicher. Es ist nicht nur ein Wünsch, es ist nun Realität. Vertrauen schenkt uns Kraft, auf eigenen Weg zu gehen. Ein Quantensprung, den Wünschen nicht mehr als verwünscht gelten zu lassen. Das Zusehen, dass Wünsche nur als Wünsche bleiben können, tut weh. Aber richtig schmerzhaft, ist es zuzusehen, dass das Bild von diesem Wünschen Tag für Tag blasser wird und für immer verschwindet. Die ewige Fragerei nach warum bloss, ist letzendlich das letzte Halt, um das Bild noch vergegenwärtigen zu wollen.

Eine leicht getrübte grüne Tasse von feinem Gyokuro stand vor uns. Bitter, süß und geschmeidig. Der Tropfen ist wie Tautropfen. Der Geschmack voller Aromen. Aromen von Wünschen werden bitter und schwermutig, wenn die Wünsche in unseren inneren Garten alt werden. Joseph macht es richtig. Er geht, um seinen Wünsch zu erfüllen. Er bat mir, für ihn anzumelden. Er wollte unbedingt bei unserem Teatrip to Asia dabei sein. Er sagte, dieser Trip ist so wichtig, dass er noch einmal sein Job hinschmeißen würde.

 

Vor seinem Trip to Asia, ein Trip in die blaue Ungewissheit, bat ich ihn, unbedingt Handy mitzunehmen. Mich sollte er anrufen, wenn ein Tiger über seinen Weg läuft. Er lachte. Er müsste doch wissen, dass es Menschen gibt – ihnen ist es nicht egal, wie es ihm geht.

Ein einfacher und guter Longjing 龙井

China boomt. Der Preis steigt. Das Resultat des Wirschaftbooms bedeutet steigenden Teepreis, der mit der realen Qualität nichts mehr gemeinsam hat. Unter dieser Bedingung einen guten einfachen originellen Longjing zu finden ist tatsächlich eine Herausforderung. Seit März suchte ich nach einem guten bezahlbaren Longjing. Die Ergebnisse waren stets enttäuschend. Enttäuschend war auch die Suche nach einem guten Phönix Dancong. Die Longjings, die ich zur Verkostung bekam, war überwiegend von Kastanien-Noten geprägt. Eine Note, die zwar einen hochwertigen chinesischen Grüntee begleiten soll, aber nicht dominant wirken darf – meiner Meinung nach. Wenn ein Longjing hauptsächlich eine Kastatnien-Note hat, bedeutet er für mich, langweilig, eintönig und durchschnittlich, obwohl der Preis mir zuerst ein anders Bild vermittelte. Zickig beschwerte ich mich immer wieder bei meinen „Teespionen“ in China, dass sie ihre Arbeit nicht gut leisteten. Wahrscheinlich finden sie diese Frau unmöglich. Aber dieses Daran-Bleiben, hartnäckig zu bleiben, zeigt jedoch ein bisschen Fortschritt. Ich bekam einen Meijiawu (weil die andere Shifeng- Longjings etc. viel zu teuer sind und die Herkunft ist leider nicht zu garantieren.), der süß, fruchtig, leicht blumig schmeckt, klar im Aufguss und begleitet mit einer dezenten Kastanien-Note!

Die Blätter sind nicht ganz edel, das Blattgut nicht so perfekt. Aber die Verarbeitung macht aus diesem Longjing einen außergewöhnlichen Longjing. Er ist nicht langweilig, entspricht nicht die Mainstream-Erwartung und zeigt uns seinen eigenen Charakter. Einen einfachen guten Longjing, der nicht über 30 Sfr. Kostet, einfach und gut.

Vielleicht bin ich leicht versnobt, weil ich mit hochwertigen Teesorten handele. Onkel Jack in Australia warnte mir immer davor, dass ich ihm keine solche versnobte Teesorte schicke. Keinen Lishan, keinen Oriental Beauty und keineswegs Pu Er. Besser als mein Vater, der nur Gratis Teebeutel bevorzugt, hat er noch Raum für einen einfachen guten Jade Oolong, Bi Luochun und Longjing. Er trinkt ihn wegen seinem hohen Blutdruck. Aber Onkel war nicht immer so. Vor 20 Jahren war er ganz anders drauf. Wenn er uns zu Besuch kam, hatten meine Eltern Kopfschmerzen. Sie sprachen nicht vor den Kinder über anderen Menschen, aber das Essen mit dem Onkel Jack war immer ein Problem. Plötzlich wurde er bankrott. Er erzählte mir von diesem Glück seines Lebens, als er mich in Zürich besuchte.

Er klagte in den zwei Tagen ständig über den Preis in Zürich, der teuerste Hamburger seines Lebens ist in Zürich, der teuerste Kaffee der ganzen Welt (das stimmt nicht), das teuerste Hotel (nicht klimatisiert und eng!). Wir waren in Niederdorf und wollten Swiss Folklore-Küche kennen lernen. Für 5 Personen bestellte er 3 Portionen Fondue. Ihm war es egal, wie die Bedingung ihn schief anguckte. „Du bist so geizig wie mein Vater!“ „Dein Vater ist ein guter geiziger Typ!“ lächelte er. Er sagte mir beim Fondue, dass den Bankrott sein Leben rettete. In dieser schlimmsten Lage erkannte er sein Glück, so eine Frau neben ihm zu haben. Ohne seine starke Frau hätte er den Mut verloren, sein Leben zu verändern und anzupacken. Seine Kinder lernten normale Berufe und er fing alles von Null an. Er lernte die Welt anders zu sehen, einfache gute Dinge zu schätzen und ihm selber nicht mehr so wichtig zu nehmen. In der Einfachheit des Daseins verbirgt das höchste Glück, meinte er. Buddhist ist er geworden. Er meditierte, es überraschte mich total! Eine weltliche materialistische Person wie mein Onkel Jack sucht nach seiner spirituellen Entwicklung! Aber er ist wirklich geizig geworden, so geizig, dass er nicht Mal in Schobel Hot Chocolate trinken wollte und ich ihn einladen musste. Nur wenn sein Sangha (sein Orden) aufrief, flogt er nach Taiwan und trug Steinen an der Baustelle, nur um ein Krankenhaus in Huanlien für Armen zu bauen. Das Geld spielt keine Rolle, er schickt, wenn es gebraucht wird.

Onkel Jack ist durch Heu-Handel wieder steinreich geworden. Heu ist ein begehrtes Objekt, begehrter als der Tee. China, Korea, Arabien und Japan wollten Heu von ihm. Er weiß von der Exklusivität des einfachen Heus. Die Verwandtschaft lädt er ein, an die Hochzeit seines Sohnes zu kommen. Da ich bedürftig bin, bekam ich Geld für ein Ticket. Zu den 400 Personen-Eier Tanz habe ich keine Interesse. Auf seiner Insel kann ich nur mit Schaff sprechen. Ich schrieb ihm, dass ich das Geld behalte, weil man das Geschenk nicht zurückgibt, aber habe ehrlich keine Lust diese Dinge als Pflicht zu sehen. Er schrieb mir zurück, „You have a nice life.“ Yes, I do. Vergessen sollte ich nicht, seinen Longjing endlich Mal zuzuschicken. Nicht zu teuer, nicht zu versnobt, einfach und gut, meint er. Sein Hochblutdruck plagt ihn wegen der Hochzeitsvorbereitung und ein guter Longjing ist ein Balsam…