Archiv der Kategorie: Shui Tang

Teegespräch über Kulturvermittlung

https://www.shuitang.ch/blogs/pu-er-und-gelagerter-tee/teegespraech-nr-47-kulturvermittlung-tee-und-keramik

Als „Möbelgleiter“ – Übersetzer für interkunturelle Veranstaltungen bekam ich viel zum Nachdenken im diesen Winter. Während alle den Künstler oder Meister jubeln, während die meisten den direkten Kontakt und Zugang zum Ihm wollen, wo bleibt der Raum für mich? Die Funktion und Position eines Vermittlers ist integrativ und werden gerne übersehen und übersprungen. Trotzdem unglaublich wichtig diese Arbeit gut zu machen und es ist eine spirituelle Aufgabe in vielen Situationen nicht aus den eigenen Schatten zu reagieren, sondern einen Raum zu schaffen damit Dinge sich geschehen lassen können.

Für mich ist eine große Chance mit diesen Aufgaben persönlich zu entwickeln und wachsen!

Blüte aus Camelia Pflanzen von Lincang

Teeblüte

Teeblüte in Shui Tang anzubieten? Menglin müsste verrückt sein! Sie lehnt die traditionelle Heilkräfte Chrysathemen zu verkaufen, lehnt aber nicht ab, diese wilden Bergblüten anzunehmen.

Purpur Chaya und Blüten

Als ich zum ersten Mal aus Spaß diese Blüte aufgoss, wollte bloß no waste – nichts verschwenden. Der Duft der Blüte klang in meiner Zunge wie ein unübersehbarer Ruf aus der Natur und der Geschmack verbindet mich mit dem Unfassbaren, was nur in der dunklen Ahnung verborgen bleibt, „ Göttliches“ oder einfacher gesagt die Mutter Natur! Erfrischend, floral, harzig und Blütenpollen.

Die herkömmliche Camelia Sinesis Blüten schmecken gar nicht wild wie diese „wilde ungezähmte“ Verwandten!

Selten gehe ich auf der Suche, weder Künstler, Tee oder Freunde. Die Verbindung wird hergestellt, wenn die Zeit reif ist. Ich kann diese Verbindung weder gut oder schlecht heißen, sondern nur abwarten, bis die Dinge sich manifestieren.

Camelia Bäume in Yunnan Lincang

Ich war belebt von der Kraft von den Blüten. Um diese Freude zu antworten, wollte ich wissen, woher sie kommen und wie sehen sie in der Natur aus. Die Bilder erzählen mir Geschichte aus der Vergangenheit und Möglichkeit für heute. Das bringt mich diese Blüte in Shui Tang anzubieten, für Leute, die gerne Gongfucha spielen, weil sie wie ich von dem „Göttlichen“ des Tees berührt sind, aber aus verschiedenen Gründe die Blätter von Camelia Sinesis sich distanzieren müssen.

Täglich trinke ich europäische Kräuter Infusion, sie blieben für mich als Getränk. Die Funken, die ich bei diese wilden Teeblüten sah und bei den Kräuter von Lijiao, bewegen mich mit anderen Menschen zu teilen. Vielleicht die göttliche Funken überspringen von meinen Zungen zu den unbekannten, die den Ruf der Natur auch hören um sie zu begegnen!

Für Taiwaner und besonders für die Teebauer existiert das Göttliche in allen Wesen des Universums. Diese Haltung dient als die Brücke zwischen den Generationen und den Kulturen. In dem kurzen Augenblick, wo das Göttliche sich offenbaren, ist ein geschenkter Schlüssel für den weiteren Weg.

Neue Veranstaltung in Shui Tang 2026

Nach meinem Rückkehr aus Taiwan, auch wenn ich immer noch sehr müde bin und viel administrative Arbeit um die Ohren habe (! ), möchte ich meine kreative Arbeit widmen. Ich habe zwei Degustationen mit Puer geplant! Jeder interessierte Teefreund kann sich anmelden! Mit Yu bin ich auch in einem Gespräch ein Puer Seminar Ende Juni zu planen!

https://www.shuitang.ch/blogs/news/zwei-tee-degustation-puer-im-februar-2026

Und für die Oolong Freunde habe ich auch zwei Veranstaltungen geplant!

https://www.shuitang.ch/blogs/news/2026-oolong-seminar-am-15-03-sonntag

Und Gongfucha I kommt auch im Mai!

Gerne möchte ich einen anderen Zugang schaffen, für Teefreunde die sich für Tee und seine Tiefe interessieren! 2026 möchte ich mehr offene Runde von Degustation planen und auch Themen ansprechen die uns weiter in die Teelandschaft führen!

Ich freue mich auf Euch!

Schwarzer Tee Taliensis aus Daxueshan Yunnan China

An dem Tag der Attacke

Gestern war wieder ein Tag der militärischen Übung Chinas Rings um Taiwan. Diesmal war es mit einer großer Spannung beobachtet.

Ich ging Atong besuchen. Mit vielen Hausaufgabe aus Zürich. Jedesmal bringe ich gesammelten Teemuster zu ihm und degustiere ich mit ihm, um weiter zu lernen und mein Wissen zu überprüfen. Oft erlebe ich Rheinfall und habe großen Zweifel an mir selbst.

Bevor wir anfangen, sagte er dass wir zuerst einen guten Tee trinken müssen. Er zeigte mir mit großer Freude einen neuen oolong von einem geschmuggelten cultivar aus Wuyishan. Dangui kann ein Osamanthus Sorte sein, kommt nur in den Bergen Taiwans vor. Er duftet besonders elegant, süß und entspannend. Dangui 丹桂, den wir trinken ist eine Kreuzung von Dahongpao und Rougui. Eine Arbeit von Tee Research Institut von Fujian in China. Er hat eine ausgeprägte Duftnote von Osmanthus und der Felsentee Prägung macht ihn edel und eigenwillig. Nicht nur schön, sondern charakterstark.

Dieser Tee ist seit 2009 unter dem Schutz von kultureller Erbe Fujian Provinz in China.

Manche Produzenten wollten den Tee noch blumiger machen indem sie ihn mit echten Osmanthus Blüte beduften. Manche Verkäufer verwenden den guten Namen dieses Oolongs und verkaufen aromatisierten Oolong mit Osmanthus mit dem selben Namen. Der Markt ist chaotisch und man muss sich gut orientieren wenn man diesen neuen Oolong probieren möchte.

In dieser gespaltenen Welt ist der Tee vielleicht der beste Brücke zwischen Menschen um Konflikten beiseite zu legen und den Zugang zueinander nicht zu verlieren.

Nach zwei Stunde hatten Degustation mit dem Muster, wollte Atong mir einen Tee zeigen. Ein von ihm selbst produzierten Lishan Oolong aus 1987. Damals ging er nach Fushoushan um Oolong zu produzieren. Zu jener Zeit gehört Fushoushan noch nicht zu kommerziellen Tee Anbau und die Pflanzen sah aus der heutigen Sicht verwildert. Der Tee wurde nicht behandelt. Der erste Aufguss war säuerlich wie Pflaumen Saft und anderseits süß blumig duftend wie ein Sirup! Ab dem zweiten Aufguss schmeckt er nicht mehr säuerlich sondern nur duftend und aromatisch! Ein gesprächiger Tee, der in einem schneienden Tag passt; der in einem spannungsgeladene Zeit passt; der einer dunklen Nacht passt! Man kann allein trinken, mit verschlossenen Menschen oder mit vertrauter Umgebung weil Worte überflüssig werden und ein Raum voller Sinnlichkeit.

Um 18 Uhr ist die chinesische Militär Übung fertig. Ich spürte eine Erleichterung in der Luft. Die Krise rücken näher – das weiß jeder auf dieser Insel. Wir sind Friedenstaube aber wissen unsere Demokratie und Freiheit zu schätzen und notfalls dafür zu kämpfen.

By night

Nachts sieht es geheimnisvoll aus

Grossmünster Platz
Wo sind wir?
Ausschnitt von Alchemistischen Ofen?
Schätze
Glühende Erde

Am Donnerstag 18 Uhr!

Ausstellung Verwandlung am Grossmünster Platz 8 8001 Zürich

Bis zum 22.11. können Sie die drei Hütter der Verwandlung begegnen!

Poesie des Feuers

Mein Vater musste im Teefabrik arbeiten, als mein Großvater bankrott wurde. Tee war eine der wichtigsten Wirtschaftszweig Taiwans. Mit seinem Bruder arbeitete in Sanxia Ridong Hongcha Fabrik in 50er Jahren. Er war zu jung und konnte die schwere Arbeit nicht verkraften so dass er nur einen Tag ausgehalten hat.

In diesem ehemaligen Gebäude der Fabrik ist ein edeles Resort entstanden. In jenem Teehaus des Resorts hing vielleicht noch ein Foto meines Vaters als er nach 60 Jahren an den gleichen Ort zurückkehrte.

Dort werden poetische Werke von Lo Senhao ausgestellt. Vom 5.10 bis zum 31.01.2026.

Ausstellung von Lo Senhao in Sanxia Taipei

大板根森林溫泉酒店

https://maps.app.goo.gl/R1m6aW64NYUfb39TA?g_st=ipc

Der Besitzer dieses Resorts ist ein Kunstsammler und Mäzen. Als ich ihn zum erst Mal begegnete, hätte ich in diesem schlichten einfachen sympathischen Gestalt nicht ein Multimillionär „gerochen“. Um so mehr war ich beeindruckt als er mir eine Führung durch seine Sammlung geführt hat.

Lo Senhao kommt bald nach Zürich. Wer Freude und Muße hat, ist herzlich eingeladen zur Ausstellung „Verwandlung“!

Einladungskarte zur Ausstellung Verwandlung in Zürich
Ausstellung von Lo Senhao in Sanxia
Ausstellung Lo Senhao in Sanxia Taipei 2025-2026

Duftkugel gestalten nach einer alten Tradition

Viele Menschen verwenden gern Ätherische Öle um Raum zu beduften. Wie haben die Menschen in fernem Ost in der alten Zeit praktiziert? In „The Pillow Book“ wurde Duft- Erraten Spiel“ lebendig beschrieben wie Düfte zur ästhetischen Bildung der fernöstlichen Tradition gehören.

Die Ming-Dynastie ist ein kultureller Höhpunkt der Geschichte Chinas. In dieser Periode werden nicht nur die schönen Künste zelebriert, sondern auch die ästhetische Abhandlung. Die Beziehung zwischen Mensch und Kunst war ein beliebtes Thema des intellektuellen Gesprächs.

Für Chen Ji Ru (1585-1645) bildet der Duft das erste Element in einer Reihe von Tätigkeiten und bewusstseinsverändernden Einflüssen, die unser Sein bestimmen: »Der Duft bringt den Geist in die Tiefe, der Wein erweitert das Bewusstsein, das Sammeln von Steinen  kultiviert den guten Geschmack, Musizieren konfrontiert uns mit der Einsamkeit, der Tee bringt Freude und hilft uns loszulassen, Bambus vermittelt uns ein Hauch von Kühle, der Mond erhellt unser Alleinsein«. 
Wir treffen uns zu einem Duftkugel-Abend. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung.

Am 21.12.2025, ein Sonntag im Advent findet in Shui Tang ein Duftkugel selbst Herstellungskurs statt. Ich freue mich auf das Spielen mit Euch!

https://www.shuitang.ch/products/raucherwerk-selbst-herstellen

Teegespräch in Shui Tang

Wir sprechen diesmal über das Projekt „Verwandlung“ am 23.10.2025!

Viel Freude beim Zuhören wünsche ich Euch!

https://www.shuitang.ch/blogs/pu-er-und-gelagerter-tee/teegespraech-nr-45-keramik-fotografie-und-goldschmiedekunst

Flügelschlag des Summer Vogels

«Flügelschlag des Sommervogels»
– Teekonzert von Shui Tang am 16. November 2025
Eine Zusammenkunft, eine Reise durch die Zeit und eine Erfahrung mit allen Sinnen


Vor 16 Jahren entschied ich mich, ein Teehaus in der grössten Stadt im Herzen Europas zu eröffnen. Mitten in der Altstadt Zürichs zwischen den Gassen. Als fremde Frau an einem fremden Ort, um ein fremdes Getränk – Tee – zu präsentieren. Damals folgte ich einer Vision, einen Ort zu gestalten, wo Menschen Menschen und Herzen Herzen begegnen können.
Sehr ähnlich wie die Frauen in Kleinasien im 7. Jahrhundert, in der Hauptstadt der Han und der Tang in Changan (heutiges Xian), die in einem fremden Land ein fremdes Getränk – Wein – verkauften. Diese Frauen verkörperten die Sinnlichkeit und die begehrliche Exotik, und sie waren die Projektion der Dichters und Literaten. Zahlreiche legendäre Gedichte sind bis heute überliefert und leben sinnbildlich in der Fantasie der heutigen Menschen im chinesischen Kulturkreis.
Was haben damalige Dichter aus den 7. Jahrhundert und der heutigen digitalen Generation zu tun? Was hat ein Dichter aus alten Tang-Zeit mit der heutigen Schweiz gemeinsam? Die Menschen sind mit den gleichen Fragen konfrontiert, egal woher sie kommen: «Wie liebe ich? «Wie verstehe ich die Welt?» Wir beschäftigen uns mit der Frage: «Wie werde ich verstanden? Wie verstehe ich die anderen?» Lieben und Geliebtwerden, Verstehen und Verstandenwerden sind der rote Faden des menschlichen Lebens. Poesie und Musik drücken die gleichen Fragen aus und versuchen, Antworten zu verbildlichen oder zu vertonen.
Der Tee ist vielleicht eine Brücke, die Zeit und Raum überwinden kann. Wir erhalten einen Raum, um die Schönheit der Poesie und der Musik zu erleben. Es könnte sich wie ein kleiner Flügelschlag des Sommervogels auswirken, der uns dazu bewegt, auf eine innere Reise aufzubrechen, um uns versunken in einem Universum in den Nachklängen der Worte und der Töne in innerem Frieden und Glück zu verankern.
Wir freuen uns, uns zusammen mit interessierten Teefreunden und Teefreundinnen am Sonntag, 16. November 2025 bei einer Tasse Tee auf eine Zeitreise zu begeben, durch klingende Poesie aus dem 3. bis 9. Jahrhundert von der Han zur Tang Dynastie.

Dieses Teekonzert ist ein Programmteil der gemeinsamen Ausstellung «Verwandlung» von Lo Senhao, Walter Weinbeck und Neil Webb.


Musik: Pichin Chieh (Cello), Fabian Müller (Komposition und Cello)
Rezitation Gedichte: Menglin Chou
Gastgeber: Javorka Acimovic, Anja Burger, Franco Cavalloni, Lilly Haas, Yilian Mangada, Julian Pfister, Anna Rickenbacher, Simon Trüb, Link Brücker und Tizian Zeltner

Teegespräch über Teeschalen Poesie

https://www.shuitang.ch/blogs/pu-er-und-gelagerter-tee/teegespraech-mit-meng-lin-chou-teeschalen-posesie

Viel Freude wünsche ich Euch!

Podcast mit der Cello Musik von Fabian Müller und Pichin Chien.