Bevor man Dai Keramik verwendet!

Bevor man bestimmte Keramik verwendet, vor allem unglasierte oder unglasierte Teile vorhanden sind, unbedingt 30 Minuten lange im Reis-Wasser köcheln.

Reis-Wasser ist das Wasser, das man beim Waschen von Reis bekommt vor dem Kochen. 30 Minuten in schwachen Hitze. Dann anschließend im klaren Wasser wäscht oder noch einmal 30 Minuten lange in schwachen Hitze köchelt.

Bei Dai Keramik sollte man unbedingt es behandelt, bevor man sie verwendet.

Heute behandelte ich mein Gaiwan aus der Yunnan-Reise. Das Gaiwan sang mehr als 5 Minuten als ich es ins Reiswasser legte! Unglaublich spannend!

Euch kann ich noch keine Berichte legen, ob diese Keramik einen guten Tee macht. Also bis später!

Besuch beim Erbin von nationaler unsichtbaren Kulturerbe Chinas

15% Verlust wegen Unwissenheit

Was passiert wenn jemand deine Pu Er Teefladen-Stapel öffnet?

15% Verlust von dem gesamten Wert des Stapels!


Zum Beispiel dieses Stapel in Shui Tang!

Das haben wir diesmal in Yunnan gelernt!

Meine Vorräte in Shui Tang werden vielleicht nach Asien zurückverlangt weil die Käufer dort sind. Aber nun… 

Manchmal ist die Unwissenheit nicht ganz so unschuldig.

章朗 Zhang Lang, ein Bergdorf zwischen den Bergen

Zhang Lang, bedeutet der Ort, wo Elefanten erfroren waren.

1330 Meter über den Meeresspiegel, durchschnittliche Temperatur liegt 21.5 Grad, 1400 Jahre alte Geschichte. Vor 1400 Jahre brachte ein frommer Buddhist vom Bulang Volk 布朗族 grosse Menge von Sutren, die auf den Rücken von Elefanten getragen wurden. Als sie ins Bergdorf eintrafen, wurde Elefanten erfroren und konnte nicht weiter laufen. Dort wo Elefanten blieben, wurde ein Tempel gebaut als Dank an die Oper der Elefanten.

Dort begegneten wir einen ehrwürdigen Meister. Wenn man wollte, wurde man gesegnet. Für viele aus Europa ist es ungewöhnlich, wie man mit einer Hand ganz unauffällig das Geld ins Korb hinlegte und andererseits eigene Hand ausstreckte, um das Segen zu empfangen. Der dunklen ruhigen Meister flüsterte zu mir, „Auch wenn man nichts gibt, kann man Segen empfangen.“ Ich nickte meinen Kopf und sagte genau so leise, „Meister, die Menschen geben gerne. Es ist nur nicht alltäglich.“

Nicht alltäglich, die steilen Treppen aufzusteigen um einen Meister zu begegnen. Nicht alltäglich mit Barfüssen einen Hof zu passieren, um einen Meister zu begegnen. Nicht alltäglich etwas zuerst zu geben, bevor man etwas erhält.

Meine Schwester sah die zwei Ketten voller Knoten, die ich von Meister erhielt, „Oh, das sind sehr schwierig zu bindenden Knoten. Man darf nicht schneiden, nichts tun bis die Knoten von sich alleine vollständig auflösten.“ Ich erinnerte mich an das Segen des Meisters, „Gute Gesundheit.“ Gute Gesundheit anstatt viel Geld. Er hing die Kette in meinem Handgelenke und schloss sie mit einem Ausatmen zusammen. Etwas ist verknüpft, etwas ist eingeschlossen und etwas ist abgemacht.

Abgemacht wurden wir eingeladen von Xiaojiang. Er kam mit zwei seinen Prizessinnen. Pink und hübsch angezogen hüpften die beiden Mädchen um uns. Wir wurden zu seinem Haus geführt, ein Haus noch in traditionellem Pracht, in alter Dunkelheit und Ungewissheit. Wir mussten unseren Kopf senken, als ob wir Demut üben durften um etwas zu erhalten.

Etwas ganz Wertvolles. Ich weinte schon in meinem Herzen. Vor mir stand ein dunkles grossen Raum aus Bambus und Holz, unter uns streiteten Hühner miteinander und die Schweinen schauten sie zu. Die orangefarbige Glühbirne gabuns mit all ihrer Kraft Licht, damit wir das Festmahl wahrnehmen konnten! Das Festmahl für die unbekannten Fremden, die man wohl nie mehr wieder sieht!

Wir wurden mehrmals von Teebauern eingeladen. Ich habe mich immer wieder gefragt, wird der Gegenteil passieren? Werden diese Teebauer eines Tages wenn sie in die Schweiz oder nach Deutschland kamen, auch so bewirtet, in so einer Intimität?

Die Intimität zu zeigen verbirgt eine leichte Verletzlichkeit. Wir sahen das Leben einer Teebauer Familie vorgeführt vor unseren Augen. Ein wahnsinniges Geschenk. Weshalb seid Ihr so großzügig? Was können wir Euch erwidern?

Auf einmal schämte ich mich. So winziges melancholisches Gefühl trieb mich auf die Terrasse. Philipp stand auch dort. Wir bewunderten den blauen und weiten Himmel.

Der Tee war würzig. So würzig wie das Dorf. Der Unterschied zwischen den abgeköpften Gushu und den natürlich wachsenden Gushu ist markant! Der würzige Geschmack wirkte gesprächig auf meine Zunge, während meine Finger von den heißen Gaiwan verbrannten.

„Was ist das?“ fragte Miguel, als wir bei einem Bergweg vorbei spazierten. Ich fühlte einen kalten Wind, mein Rücken zog zusammen. Dunkler kalter Wind. „Wir beerdigen unsere Verwandte dort.“ er deutete den Hang, wo mit bunten Fahne geschmückt ist. Ich sah die Särge neben dem Speicher hängen. „Achso.“

In jener Nacht schlief ich unruhig. Gegen zwei Uhr reiste mich ein Geräusch aus dem Schlaf. Auf einmal wurde ich hellwach. Dunkel und kalt. Schwere Gefühle überwältigten mich als ob ich die Seele gewesen wäre, die dort im Berghang zurückgelassen wurden. Bin ich mit dem „Ich“ begegnet, das „Ich“, das sich zurückgelassen und verlassen fühlt? Und das „Ich“, das das irdische Dasein nicht loslassen kann? Ich dachte an das dunkle ruhige Gesicht des Meisters und berührte die Knoten, die an meiner Hand hingen. Auf der Reise passieren die Dinge, die manchmal zurückgedrängt sind und verharmlost wurde. In jedem Menschen verbirgt eine Seite, die Trost und Segen sucht.

Manchmal muss man allein mit der Dunkelheit fertig werden. Oft muss man alleine den langen ungewissen Weg gehen. Die Verbindung zwischen Menschen bleibt, auch wenn der Körper hinfällig ist. Das Segen liegt in der Luft. Gute Gesundheit, ich umarmte das „Ich“.

(Zhang Lang strebt im Moment nach einem touristischen Erfolg. Man kann das Dorf problemlos erreichen. Möge das Dorf reich und glücklich wird und die Gushu unberührt von der Menge der Besucher bleiben.)

Der Weg zum alten Meister, der Weg zum Elefanten-Berg.


Würzig und charaktervoll, ein Tee von Zhang Lang


Freundliche Gastgeberin und die Prinzessinnen


Das Festmahl


Ein alter Baum, ein heiliger Baum beim Dorfeingang

Wo bin ich? III 

So lief ich ihm hinterher. Bald landete ich in einem kleinen Hof, wo eine recht alte Dame aus dem Wasser, das über Holzfeuer erhitzt wurde, einen Tee machte. So wie meine Kindheit bei der Grossmutter bei Tainan. Das ist wohl die alte Hausherrin? Sie kümmerte sich nicht um meine Anwesenheit. Hu weiste mir einen Platz hin. Ich folgte. Ich nickte meinen Kopf zu den Menschen, die ich grüssen sollte, auch wenn sie mir unbekannt sind oder unbekannt bleiben. So ist die Höflichkeitsform der traditionellen chinesischen Gesellschaft. So wurde ich erzogen, so werde ich weiter bleiben. Wie man sich als ein Gast verhält gehört zu der wichtigsten Beziehung in solcher Kultur.

Die Menschen grüssten zurück oder nicht. Hu stellte mich als eine gute Freundin von Yu vor. Durch Yu und ihn darf ich dort sein, mitessen und mitsitzen. Eine junge Dame aus Sichuan gab mir einen Bambussprossen, „Probiere Mal, bittere Bambus. Es gibt nur in diesem Saison, nach Qingming vor Gu Yu.“ Ich nahm ihre Freundlichkeit gerne an. „Hm, richtig bitter. Aber mir schmeckt es.“ „Ja, das ist so frisch, nicht wahr?“

Niemand fragte mich, weshalb ich dort mitessen konnte. Menschen kamen, sassen, assen und wieder gingen. Als ob alles so selbstverständlich wäre, dass ein Fremder einfach dazu gehört, weil diese Person zu einem Freund gehört. „Woher sollte der Koch wissen, wie viel er kochen sollte?“ Hu lachte, „So viel wie er denkt.“ „Hat er keine Angst dass das Essen als Rest bleibt?“

„Weshalb?“ fragte er zurück.

Weshalb? Ich weiß nicht. Ich dachte an meine Mutter, die immer schimpft, wenn der Kühlschrank voll war. Und ich dachte an die Einladung im Europa, wo jeder Gast ein Stück Fleisch zugewiesen bekam und ich immer bei der höflichen Nachfrage des Gastgebers für einen Nachschlag ablehnen musste. Vielleicht weil das Essen eine andere Funktion hat? Als Sozialwissenschaftlerin wurde ich sehr neugierig. Aber meine Rolle als Gast ermöglichte mir nicht so viele Frage zu stellen. Teilnehmende Beobachtung kann man auch nur unternehmen, wenn man bereits verschiedene Rolle vereinen kann!

„Man isst hier, schläft hier und trinkt hier. Der Hausherr ist so großzügig!“ sagte ich später zu Yu. Er lächelte und sagte mir, „Weiß Du, Du muss wissen, wie oft, wie viel und wie lange.“ Wow! Meine Augen leuchteten, ein Feld für eine Ethnographie! Wie kann man das Zusammenleben in einem Balance leben, so dass Geben und Nehmen als energetische Akte ausgeglichen bleiben? Es muss sehr viel Fingerspitzengefühl geben!

Die Dame aus Sichuan schenkte mir zwei per Hand gemalte Verpackungspapier von Pu Er Fladen. Ich bewunderte die Schönheit und Ihren Einsatz für Ihren Tee. Hu lächelte mit einem Vorbehalt, „Eigentlich sollte man die Energie besser für Teeproduktion und Tee-Urteilsvermögen aufwenden.“ Was will er mir sagen?

„Hast Du ihr nicht geholfen Tee auszusuchen oder Ratschläge zu geben?“

„Wenn man bewusst ist, dass man wenig weiß, würde man andere Menschen fragen.“ er rauchte eine Zigi, „Eine selbstbewusste Frau will nicht immer Ratschläge von einem alten Mann hören.“ Bewusst oder selbstbewusst? Und ich selbst?

„Was für Tee willst Du jetzt trinken?“

„So wie Du es wünscht. Ich kann nur von Dir lernen.“ Ich meine es aus meinem Herzen.

Bei Nachmittagstee wurde die Dame aus Menghai gesprächiger. Von ihr erfuhr ich, wie Yiwu Tee und gelagerter Tee von Fachmenschen in Menghai wahrgenommen werden. Die Menschen aus Menghai hätten früher nie Tee aus Yiwu getrunken. Und gelagerter Tee gehört nur zur Literatur. Sie hat es von Hu gelernt, Tee aus Yiwu zu schätzen und zu kennen. Und von Lin Cang? Sie rauchte eine Zigi und sagte, es sei nicht interessant. Der Lin Cang Tee sei nur für Business und für die eigene Bildung. (Der Grund schreibe ich später in anderem Beitag.) Diese Dame führt ein Manufaktur, das Sheng Pu Er zu Shou Pu Er verarbeitet und Teefladen presst.

In Yiwu wird der Fladen anders gepresst. Während man in Yiwu oft nur mit Stein arbeitet, wird der Tee in Menghai oft zuerst in einem manuellen Maschine geformt und dann mit Stein gefestigt. Sie sagte mir, so würde die Fladen regelmäßig aussehen anstatt eine Fladen zu hoch, die andere zu flach.

Ich wollte ihr nichts widersprechen. Einerseits hat sie recht. So wollen auch viele Handwerker ihre Arbeit zur Perfektion bringen. Die per Hand gemachte Sache sollen so perfekt wie aus einer Maschine. Andererseits schätze ich die Unregelmäßigkeit der Menschlichkeit. Wozu soll ich meine Menschlichkeit verraten? Das Streben nach Gleichmut macht einen Sinn, weil wir eben Menschen sind.

„Wie lernt Ihr Euch kennen? Hier?“ Ich möchte gerne wissen, wie sie zueinander finden, oder wie sie zu Yu finden. Sie sagten, Teehändler treffen sich immer dort, wo Informationen ausgetauscht sind. Mit der Zeit weiß man mit wem man austauschen soll, mit wem man nur Spaß machen sollte. Oder man weiß wen man meidet. „Yu redet nicht mit dir, wenn er dich unsympathisch findet.“ Hu rauchte seine Zigi und atmete aus, „Ich verschwende auch nie meine Zeit.“ Die Dame nickte ihren Kopf. So ist es doch eine Ehre für mich, mit ihnen Tee zu trinken. Sie stimmte meine Aussage zu. Es war ihnen nicht einmal verlegen. „Du verstehst Tee. Das macht Freude.“ sagte er, „Wir hockten oft um Tee miteinander zu trinken, aber eigentlich wollen wir nur weiter kommen mit Tee. Wenn man dadurch inspiriert wird, ist es großartig.“

Teehändler wissen, wo sie richtige Informationen finden und mit wem sie ihre Ideen verwirklichen können. Allein sind sie meistens zu klein, um gegen die Kapitalisten an guten Tee zu kommen. So schließen paar Teehändler zusammen, teilen Wissen und Informationen aus und führen gemeinsame Projekte aus. Somit können die kleinen Produzenten guten Tee mit tollen Ideen produzieren. Sie achten jeden Schritt, von Ernte, Produktion (die richtige Person für das Erhitzen, die richtigen Schritte für das Trocknen und Rollen etc.) bis zum Fladenpressen. Gerne helfen sie sich gegenseitig aus, betreuen gegenseitig Freunde (wie mich) und teilen die schwer zu ergatternden Teeblätter wie von Bo He Tang oder Mao Er Duo, miteinander. (Ich kann in diesem Jahr Pasha Varietät aus Lao Ban Zhang in Shui Tang anbieten ist auch auf diese Zusammenarbeit zurückzuführen.)  Wenn das Wohlwollend zwischen Menschen vor allem bei Händler im Vordergrund steht, können so wunderbare Geschichte entstehen! Wir machen guten Tee!

Da braucht man viel Vertrauen in Menschen und in der Vorstellung, dass jeder einen Platz verdient in dieser Welt und wir haben alle genug zu essen!

Als ein Gast streckte ich meine Ohren und Augen. Lernen, lernen und Lernen. Als die Geräusch von der Gruppe im Hof laut hoch steigerte, wusste ich, dass ich nun wieder eine andere Funktion einnehmen musste. Hu sagte zu mir, „Oh, Du muss Dich fertigmachen. Die Teestunde sind vorbei.“

Als meine Teefreunde mich wiedersahen, sagte jemand zu mir, „Du sieht erholt aus!“

Ja, zum ersten Mal fühlte ich mich in Yunnan angekommen. Ich war in Yunnan, anstatt die Reiseführerin in Yunnan. Ich konnte mein Dasein einfach als ein Teeliebhaber in Yunnan geniessen, atmen und trinken. Es war meine Sternstunde, meine Ferien und meine Teatime.

Wo bin ich? II

Wie schmeckt dieser berühmten König des Pu Ers?

Ich roch an dem Aufguss klaren fruchtigen Nuancen gepaart mit einem Hauch Kampfer! Zurückhaltend, er ist nicht aufdringlich und gibt dem Teeliebhaber einen Raum, um ihn wahrzunehmen. Anders als die schreiende florale und markante fruchtige Süße ist er in seiner Art selbstbewusst und solide.

Wie kann man einen Tee beschreiben? Es lässt sich immer streiten. Ich versuche hier mit Metapher zu arbeiten. Einen Lao Ban Zhang Gushu in dieser Klasse zu begegnen gleicht wie ein Besuch eines ehrwürdigen Bronzegerät für die heiligen Zeremonie in Antik China. Er ist prächtig im Mund, weil man die Tiefe und Breite des Geschmacks an der Zunge und im Gaumen spürt. Er ist elegant weil seine Textur klar und geschmeidig durch die Kehle fließt. Er ist voller Würde, weil mein Körper gleich meinen Rücken richtet und ich fühle mich gestärkt. Meine letzte Aussage lässt sich schwer nachvollziehen. Das macht nichts. Es ist eine kommunikative Art, wie Tee sich mit unserem Körper und Seelen unterhält. Man kann es nicht mit Intellekt kontrollieren. Man kann diese Aussage als Anekdoten betrachten.

Nach 17. Aufgüsse wurde der neutrale doch liebliche Geschmack des Wassers deutlicher. Aber die Präsenz der Teeblätter blieb nach wie vor deutlich im Aufguss.

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Lao Ban Zhang Gushu 2000

Hu sagte, nach diesem Lao Ban Zhang muss man einfach bei Lao Man Zhang bleiben. Ansonsten wäre er nicht der Freund von Yu. Herr Hu ist ein angesehener Teehändler im Kreis von Teeliebhaber. Seine Spezialitäten sind Gushu aus Mansong, aus Lao Ban Zhang und aus Yiwu. Warum nicht aus Lincang?

Gerade in diesem Moment bekam er einen Weixin von Herrn Fang aus Bing Dao. Hu sollte einen Tee per Foto begutachten. Er sagte, es ist ja wohl verrückt, dass man per Foto einen Tee begutachten sollte! Doch, das kann er. Er zeigte mir, die regelmäßig erscheinenden Teeblätter im Foto. „Man kann feststellen, dass diese Partie per Maschine hergestellt ist.“ Ist die Maschine Verarbeitung schlecht?

„Habt Ihr etwas gegen die Maschine?“ Mein Lehrer Atong nicht.

„Gegen die Maschine nicht. Gegen die falsche Einstellung um an Zeit und Geld zu sparen schon!“ Er sagte mir, „Zeit und Geld sparen man nicht, wenn man in unserem Niveau arbeiten will!“ Somit holte er einen neuen Tee aus seinem eigenen Taschen. „Nun, zeige ich Dir einen Wunder! Wer Zeit und Geld sparen will, kann nie Wunder erleben!“

Es ist ein neuer Versuch von Hu. Eine Selektion von Lao Ban Zhang! Vier verschiedene Kreationen, um Teeliebhaber zu helfen, Lao Ban Zhang zu verstehen! Es sind drei Varietäten: Lao Man E, Pascha und Banzhang 13 Chai, plus ein Lao Ban Zhang Gushu aus diesen drei Varietäten. Alles nummeriert, alles bereits verkauft und alles ohne kommerziellen Erfolg zu erwarten.

„Kommerz stets im Auge zu behalten ist ein Stolperstein unserer Kreativität. Diese Selektion gestalte ich nach meiner Liebe zum Tee. Wenn die Resonanz stark genug ist, werde ich vielleicht ab nächsten Jahr ein bisschen Geld verdienen. Aber für 2017 habe ich so viel Arbeit und Aufwand investiert, dass der Verkauf nicht deckt. Trotzdem freue ich mich riesig!“

Kann ich bei ihm eine kaufen? Er weist auf unseren gemeinsamen Freund. Ich sollte Yu fragen, wenn ich überhaupt etwas haben möchte.

Das Vertrauen, was Yu seinen Freunden schenkt, berührt mich. Was mich dabei noch mehr berührt, ist dieses Vertrauen gewürdigt ist. Seine Freunde versuchten mich nicht als einen potentialen Kunde zu überzeugen. Diskret und entschlossen.

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Pasha Varietät von Lao Ban Zhang Gushu 2017

Wie schmeckt ein Lao Ban Zhang aus Pasha Varietät?

Er ist so weich wie der Ostwind. Trinke ich Lao Ban Zhang? Wo ist dieser bergische Pracht? Liegt es an das Wasser? Wegen der Kanne aus Silber?

Später bereitete Yu auch einmal für unsere Gruppe diesen wunderschönen Tee. Dort fand ich nicht mehr diese subtile verschleierte Schönheit wie der anmutigen Pfirsichblüte im Wind tanzt. Was ich noch merkte war der schlanke duftende Körper eines Apfelblüte-Zweigs. Damals sagte Hu neben mir, „Weiß Du, einen wirklichen guten subtilen Tee zu trinken muss man an einem richtigen Ort mit richtiger Person und zu richtiger Zeit. Heute sind einfach zu viele Leute da!“

Nur deswegen?

An jenem freien Tag war ich innerlich berührt von diesem blumigen Pasha! Feine florale Duft wie die Orchideen auf dem Terrasse meiner Großmutter in Songshan. In unserem Hof schien Morgen Sonne. In jedem Morgen wenn ich in die Schule eilte, roch ich an der feuchten Luft diese Blume. Ich dachte oft, Großmutter liebte sie mehr als uns. Ich fühlte mich oft in jenem alten Haus als eine ungeliebte Enkelin. Du kennst bestimmt auch das Gefühl des Ungeliebt-Seins? Lan Hua Xiang, der Duft der Orchideen hat tatsächlich so eine emotionale Note! Der Schmack süßte meinen Mund wie Blütesirup oder Neckar. Der zweite Aufguss merkte ich endlich die bittere Herbe.

„Warum hast Du Mengku Varietät nicht in Deiner Selektion aufgenommen?“

„Mengku Varietät wurde erst ab 80er Jahren angepflanzt. Ich will nur Gushu. Da kommt Mengku Varietät von Lao Ban Zhang nicht in die Frage!“

Dieser Pasha schmeckt nicht so breit und tief wie Ban Zhang 13 Chai. „Aber Dir gefällt es!“ Ja. Eine Saite meiner inneren Violin wurde berührt. „Es ist ein Dokument.“ ich schaute mit Respekt diesen Mann an, „Du gestaltest einen Dokufilm, ein Dokument für die Teewelt.“ „Nein, es ist bloß ein Experiment.“ Ein Experiment für einen, ein Dokument für die Nachwelt.

„Aber, ich fragte mich, was passiert danach?“ Er sah nicht so begeistert aus, „Nach einen möglichen Erfolg will jeder nachahmen und dann gibt es tatsächlich noch einmal so ein Dokument? So perfekt, so viel Liebe und so viel Sorgfalt?“

Mit Yu suchte er gemeinsam den besten Koch, der die wertvollen Teeblätter erhitzt und verarbeitet. In Lao Ban Zhang ist das Wok anders platziert wie in Yiwu und andere Menge von 8 Kgs frische Blätter wie in Yiwu in einem Wok verarbeitet. Solcher Tee darf nicht unter dem Regenschutz getrocknet werden. Das Kreis von Yu beharrte auf das Trocknen unter direkter Sonne – über dem Plastik Dach. „Nur eine Kette von der besten Bedingungen und eine Reihe von Sorgfalt kann man so einen Tee erhalten!“ Ohne das gemeinsame Insistieren mit den Gleichgesinnten kann man allein mit dem finanziellen Mittel den Idealismus nicht verwirklichen! Aber gemeinsam schaffen sie es! Ich lernte den Freundeskreis von Yu kennen, auch der Mann aus Kunming, der gerade aus Tong Jing He zurückkehrte. Er telefonierte ganzer Zeit für unsere Gruppe und habe seine Freunde involviert um uns zu helfen.

Unsere Gruppe mit so vielen Europäer war schon längst im Visier von Polizei. So wurde die Gruppe auf einer Strasse, die auf der Landkarte unsichtbar ist, gestoppt. Nach vielen Verhandlungen scheiterte der Versuch nach Tong Qing He zu wandern.

„Wozu nach Tong Jing He!“ Ist es nicht sehr wichtig nach Tong Jing He zu wandern, um Teebäume von Pu Er besser kennen zu lernen?

„Jein.“ sagte dieser Freund, „Um Gao Gan Gushu (Hochstämmige Teebäume) kennen zu lernen, lohnt sich nach Bo He Tang und Tong Jing He zu wandern, aber es dauert nach dem Fluss-Wanderung mindestens noch zwei Stunde tiefer in die Natur zu laufen. Es verbirgt sich sehr viele Gefahre! Es ist eine Unterfangen, was Yu für Euch macht. Er riskiert aufzufallen und Risiko zu haben, wenn etwas passiert! Wer rettet diese Europäer im tiefen Wald von Volk des Yaos? Weiss Du, vor 10 Jahren wenn wir diese Strasse passierten, um zu Teebäumen zu wandern, mussten wir Straßenzoll bezahlen! Dort herrscht keine Regelung der Zivilisation, sondern nackte Stammgesellschaft.“

„Ihr solltet Euer Plan nach Bo He Tang noch einmal überdenken. Yu trägt zu viel Verantwortung!“

Es wurde mir immer klarer, wie hart das wirkliche Pu Er Geschäft auf diesem hohen Niveau funktioniert. Anstatt in Shenzhen oder in Kunming zu sitzen, geht man bei jedem Schritt der Produktion nach. „Man ist zwischen Mitte März bis zum Mitten Mai in Banna. Anders würde es nicht funktionieren!“

Handy machte Töne. Hu lachte, „Hey, Yu schickte eine Voicemessage. (Ich hörte seine Stimme und fragte nach Menglin) Er fährt mit deinen Leute nach Mahei. Du kennst ja Mahei, Du muss nicht hingehen. Es wäre schöner mit mir Tee trinken.“

Das stimmt. Ich lerne sehr viel hier am diesen Teetisch.

Wo bin ich? I

Ich bin ein Stubenhocker. Zumal noch eine Angsthase.

Wie kann so eine angstvolle Seele sich in Yunnan Bergen bewegen? Dort gibt es nicht gelb markierte Wanderwege. Weder Sicherung noch Seil. In Yiwu mit einem falschen Schuhwerk bin ich zweimal ausgerutscht und bekam eine große blaue Flecken. Zum Glück nichts Schlimmes. Ohne die Ermutigen von Kai und Monika wäre ich nicht auf dem Gruppenfoto im Gaoshan Berg.

Nach Gushu Areal in Tong Jing He muss man entlang im Wasser im einem Fluss laufen und anschliessend noch 2 bis drei Stunden Bergweg wandern. Meine Füsse wären Stundenlang im Wasser. Nach der Morgenmeditation entschloss ich nicht mitzugehen. Mit meinem gestressten labilen Zustand würde ich eine Erkältung damit ernten.

Yu rief einen Geschäftfreund an, mit ihm arbeitet er bereits Jahren. Herr Hu sollte sich um mich kümmern, mich fürs Mittagsessen abholen.

Nachdem die Gruppe losgefahren ist, sass ich gemütlich am Teetisch im Hotel. Die junge Emfangsdame sprach mir neugierig an und wir fingen an miteinander zu unterhalten. Fang, eine junge Frau, die aufgrund der Armut der Familie die Schule abgebrochen hat, erzählte mir ihre Schicksal und von ihrem Traum. Sie sagte zu mir, “ Jiejie (Schwester), Du kommt aus meinem Traum, so einem schönen Traum. Ich weiß nicht, ob ich jemals Dich wieder sehen kann, aber ich weiß, meine Tochter wird mich mitnehmen, um Dich in dem Traumland zu besuchen.“ Ihre spontane fast melancholische Worte brachten mich zu weinen. Ich komme nicht aus einem Traumland. Es ist bloß ihr Traum, der der Realität des vielen Menschenleben in so einem scheinbar reichen China widerspiegelt. Wer sind die Verlierer dieses reichen Traum? Sie schaute mich mit sehnsüchtigen Augen und beobachtete meine Bewegungen mit Tee. „Ich möchte so viel lernen, bis ich irgendwann ein Teegeschäft eröffnen kann!“ „Ich helfe Dir.“ Was kann ich für sie tun? In diesem Moment spazierte Herr Hu ins Hotel und wollte mich abholen.

So früh schon. Es war erst 10 Uhr.

„Yu schickte mich hier her. Ziehe Dich um und wir gehen jetzt.“

Ganz gehorsam zog ich mich um und lief dem Herrn in gelben Tshirt nach.

Yiwu hat sich viel verändert. Sauberer, reicher und grösser.

Er brachte mich in einem Haus, als ob es seinem wäre. „Wenn wir in Yiwu sind, hocken wir oft hier. Wir sind die Kunde und Gäste des Hauses.“

„So kannst Du hier rein und raus gehen? “

„Solang die Beziehung ausgeglichen ist.“ lächelte er, „manchmal näher, manchmal weniger. Manchmal kauft man Tee, manchmal muss man Geschenke mitbringen.“

Er stellte mir einem alten Herr vor, „Gute Freundin von Yu!“ Der alte dunkle Herr nickte seinen Kopf, „Gebe ihr einen guten Tee!“ Er brachte uns eine volle Portion, während der Hu nur lächelte. Als der Hausherr verschwand, fragte er mich, „was hast Du gerne?“

„Gerne etwas gelagert. Keinen Shou Pu Er, bitte.“ Ich hatte jeden Tag leichten Durchfall, einen gelagerten Pu Er wird mir gut tun.

Er schaute mich kurz an und überlegte wohl, was ich verdiene zu trinken. Ich kenne solchen Blick nur zu gut und bleibt in meinem Lächeln wie Mona Lisa.

„Wir trinken Lao Ban Zhang. Das kann ich Yus Freundin schon anbieten. Er wird sich bei mir danken!“ Er holte aus seinem Bauchladen einen glänzenden schön gebrochenen Tee-brocken. Es war 老班章古樹茶2000 年份 Lao Ban Zhang Gushu 2000!

Wow! 12 Gramm! „Ist es nicht zu Schade? So viele Gramms zu nehmen?“ Er sagte, es sei immer so in China. 12 Gramms für einen Gaiwan! Es tat mir schon weh. In diesem Moment kam eine Dame aus Menghai, die mit uns nach Yiwu fuhr. „Was!? Lao Ban Zhang 2000! So ein Glück!“ sagte sie und sass am Tisch nieder. Gleichzeitig zündete sie ihre Zigarette an. „Lao Hu, willst Du auch eine Zigi?“ Der Hu deutete auf mich und schüttelte den Kopf. Die Dame kümmerte sich nicht um sein Signal. Ich schätze ihre Art. Sich wohl zu fühlen will gelernt sein. Man raucht gerne in China. Ich bin ein neuer Gast. Sie ist scheinbar wie Hu ein häufiger bekannter Gast des Hauses. Mich stört sie nicht. Ich schätze Menschen, die mit ihrer Art in der Welt sich bewegen können, auch wenn es mich auf den Nerven gehen kann.

Hu kochte das Wasser. Nur das beste Mineralwasser in China, 農夫山泉 Nong Fu Shan Quan. Nur das beste Teatoys, Hand geschmiedeten Teekanne aus Silber aus Japan. Mit einem einfachen Porzellan Gaiwan anstatt Yixing Kanne bereitete Hu mir einem unbekannten aber vielversprechenden Lao Ban Zhang Gushu 2000!

 

Als VIP Gast bei einem Manufaktur in Yiwu

Zurück zum Alltag in Zürich

Zartgrüne Birkenblätter flattern im Ostwind vor meinem Fenster. Immer noch ein wenig beeinflusst von Jetleg sitze ich bereits um Acht Uhr am Computer. Zwischen dem Wechsel von Beta und Alfa Welle im Hirn kommen immer viele Informationen und Inspirationen. Wenn Iphone ein App kreieren kann, dass man ohne Tippen, diktieren oder schreiben alles speichern kann, was gerade in dem Sinn kommt, wäre ich sofort eine gute Kunde.

Gelandet, verwirrt und sehr müde. Gelandet mit Verspätung von SWISS. Verwirrt durch die verschiedenen Zeitgefühle zwischen „im Fluss des Lebens“ und „im Planen des Alltags“. Manchmal wenn man langsamer wird – im Augen des Anderen, ist man im steilen Aufstieg der Entwicklung. Die Zeit wird unterschiedlich wahrgenommen, weil Menschen Verschiedenes wahrnehmen können. Sehr müde, weil ich meine Kraft überschätzt habe.

Würde ich wieder so eine Reise mit so vielen Mitreisenden unternehmen? Die Antwort ist gewiss. Dinge zu vermeiden war nie die Strategie meines Lebens, nur weil es unangenehm im deren Moment sein kann. Aber etwas anders zu gestalten habe ich vieles gelernt, wenn ich mit meiner Kraft an die Grenze komme.

Diese Reise lief Dank vieler Unterstützung von Teefreunde sehr reibungslos. Ich hatte tolle Schäferhunde die mir halfen, Gruppe zu mobilisieren. Dank Jiri und Helmut! Sie haben sich immer um mich gekümmert, damit ich mich frei fühlen konnte, um mich auf das Wesentliche zu kümmern. Dank Monika wurde ich von allen organisatorischen Arbeit entlastet. Sie hat alles unkompliziert und harmonisch erledigt! Ich war richtig unterstützt. Auch Dank an allen Mitreisenden, durch ihre Präsenz und Freude an Tee ging die Reise harmonisch, fröhlich und sicher zu Ende!

Dank Miguel habe ich tolle Videos erhalten, die mich ermöglichen mit allen Teefreunden zu teilen. Seine fröhliche Präsenz und soziale Fähigkeit hielten unsere Gruppe an guten Laune und bereitete für vielen Teefreunde viele abenteuerliche Erlebnisse!

Viele neue Gesichter, manche unbekannte Teefreunde machen diese Reise neuartig und gleichzeitig auf Probe. Zuerst hatte ich auch Bedenken. Die Realität zeigt mir allerdings die typische Kopf-Sorge, die einfach unbegründet ist. Ich liebe diese Menschen, die mit mir diese unvergesslichen Tage im Bergen Yunnans geteilt haben!

Mehr Vertrauen in allen, mehr Vertrauen in sich selbst, mehr Vertrauen im Universum – diese Haltung ist mein nächster Schritt des Lebens. Und das Funken, was diese Reise mir zeigt!