


https://www.shuitang.ch/pages/tianmu-tenmuko-teeschale-augen-des-universums



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Wie erkundigt man eine Tianmu Chawan?
Von außen sieht man es an der Oberfläche eines Tinmu Chawan vielleicht Hasenhaar oder Öltropfen. Lo Senhao zeigte mir was und wie man noch alles entdecken kann! Genau unter die Lupe nehmen!
Und wie sieht es eigentlich bei einem Blatt auf der Glasur aus?
Solche elegante Kristall kann man nur sehen bei gut gelungenen natürlich entstandenen Muye Tianmu. Viele vorhandenen Muye Tianmu auf dem Markt können solche schöne Kristall nicht offenbaren. Sie sehen eher so aus:
Mit meiner Handy könnte ich auch die geheimnisvolle Welt von Tianmu Chawan dokumentieren:
In der Ausstellung am Sonntag in Einsiedeln zeigt Lo Senhao einen Teil von seinen besten Werken in einer interaktiven Art. Jeder Besucher sollte die Möglichkeit haben die Schale in die Hand zu nehmen mit seinem eigenen Handy die Welt des Tianmu zu entdecken!

本山Benshan, was ist Benshan? Welche Tonart darf mit Benshan konnotiert werden? Nur aus dem Berg Huanglong abgebaute Tonerde darf diese Bezeichnung tragen. Lüni – grüner Ton ist eine Art von Duanni. Es kommt selten vor. Ein rares Gut. Je nach Temperatur zeigt die Kanne unterschiedliche Farben. Nach dem Brennen verkleinert sich die Form um 12%. Technisch keine einfache Geschichte.
Yu erzählte mir wie er etwas ahnte und einfach losging in Yixing. Plötzlich hat er diese Partie von Ton gefunden. Er kaufte alle und diskutierte mit seinem Künstler. Sie entscheiden sich für die klassische Form Junde – Aufrichtig und Tugendhaft. Die Kanne sollte dem Teeliebhaber diesen Geist des Tees vermitteln und ausstrahlen. Farbe weiß wäre eine wortlose Offenbarung!
Yu verwendet ihn gerne für gelagerten oder gerösteten Dongding Oolong und ebenfalls Puer. Er ist stolz auf sein gemeinsames Projekt mit dem Künstler.
Ich sehe die Fortschritte von Zhang Guliang. Der Unterschied zwischen der letzten Junde die ich erwarb und der Yu heute verwendete, macht mir über seine Entwicklung bewusst! Es ist toll zu sehen wenn ein Künstler sich entwickelt – ein Balsam für seinen Sammler!
Um diese richtige Schattierung von Weiß zu gelangen, hat Zhang fünf Male Kanne geklopft und brennen lassen. Ein langer Prozess von scheitern lassen, wiederauferstanden und weiter daran bleiben! Viel Respekt! Ich freue mich jetzt schon die Kanne einzuweihen!
張谷良 Zhang Guliang
1989 geboren. Assistent Artist Meister (seit 2014)

Liu Rong, Yixing Kannenmeisterin
National handcraft master
Qiong Hua Kannen mit zwei Tassen
220ml
Original Yixing Zhuni Ton
Künstler Kanne, reine Handarbeit





Nach einer langen Zeit besuche ich wieder Jie in seiner Galerie. Letztes Jahr warteten Zisha Liebhaber lange Zeit um die neuen Werke von Sun Chao. Die Zhuni Kanne Polar Star gewann große Resonanz, aber wir warteten vergeblich schon länger als drei Monaten.
Jie erklärte mir dass es Krankheitswelle in China rollte. Sun Chaos Familie blieb nicht verschont. Seine beiden Söhnen sind nacheinander krank und hatte langen Krankenhaus Aufenthalt. Danach kamen seine Frau und er dran. Erst vor drei Wochen fing er wieder an zu arbeiten. Er sagte dass er nicht einfach so an seine Werke arbeitet. Ohne guten geistigen und physischen Zustand würde er nicht arbeiten wollen. Einfach nur aus Zeitdruck zu arbeiten ist ihm nicht verantwortungsbewusst.
Auch seine Schwägerin An Demin leidet unter Depression nach ihrer Geburt von beiden Töchtern. Ich sehe ihre Werke nicht mehr.
Bei diesem Besuch habe ich schöne Fortschritte von Lü Yao beobachtet! Ich freue mich sehr für ihn. Auch Yu verwendet gerne seine Zhuni Kanne und empfiehlt seinen Teeliebhaber als ein guter Einstieg in die Zisha Welt!

Liu Rong erzählte in ihrer Notiz zu der Kanne Shixi Hu (Ein Loblied von Stein) dass sie von dem Gedicht Shan Gui – Das Liebeslied von einer Berg-Göttin inspiriert wurde. Sie verzichtet auf das weibliche Vorbild von alten China, wie Li Gonglin, Maler aus 11. Jh. entwarf. Vielmehr orientiert sie sich an das moderne Vorbild von Maler Fu Baoshi.

Die Berg-Göttin Shangui von Fu aus dem Jahr 1946 steht aufrichtig anstatt reitend auf einem Tiger. Ihr Gesicht ist fein, schön aber distanziert, während die Göttin in der alten Malerei nach hinten anstatt nach vorne guckt und Ihr Gesicht nicht im Vordergrund gestellt wird. Ihr Kleider schwingt in der Luft, das symbolisiert ihre Leichtigkeit des Seins und das Nicht-Irdisches. Der Wind weht, aber ihr Körper steht solide wie ein Felsen. Ihr Augen sind wach und richtet nach Ferne, wo ihr Liebhaber kommen wird. Auch wenn ihre Sehnsucht deutlich zu sehen ist, ist ihr Körper anders gerichtet, als ob sie uns erzählen würde – ja, ich vermisse und zweifele, UND ich bewege mich nicht. Ich bin meine Herrin. Ihre Gefolgschaft sind im Hintergrund zu beobachten. Der Wind und die Wolken sind durch die Tusche lebendig und gewinnen an geheimnisvolle Effekt. Ihre Göttlichkeit offenbart sich durch ihre Standhaftigkeit .
1954 malte Maler Fu noch einmal die Berg-Göttin Shangui. Diesmal steht die Götting allein auf dem Felsen vor einem Kiefer. Der Hintergrund ist mit Tusche so bemalt, als ob alles zwischen Wolken und Wasser fliesst. Das Gesicht von Götting ist entspannter und ruhiger, der Körper so stark wie ein Felsen in dem Brandung. Das dramatische Liebesereignis ist in diesem Bild zu einem neuen Portrait von einer starken Frau, die in sich geruht ist, treu zu ihrer Liebe und schaut gelassen zu all das, was das Universum einem bringt.

Liu Rong nahm diese starke moderne Frau als Vorbild und entwarf die Form für diese Kanne. Frauen sollen nicht geplagt sein von ihrem Äusserlichen. Sie pflegen das innere Herz, lebt ihrer Weiblichen in der Haltung. Liebe ist zu sich selbst stehen. Liebe ist selbst und anderen die Freiheit zu schenken. Liebe hat keine Form.
Möge Menschen, die diese Kanne verwenden, die Stärke des Weiblichen auf ihren Teeweg spüren und leben.

Das Liebeslied von einer Berg-Göttin gab Liu Rong Inspiration und diese interessante Kanne ist entstanden.
Diese Kanne ist zwar nicht groß, aber hat eine starke Ausstrahlung. Man spürt die Dimension des Bergen. Die von der Zeit geformte Gesteine stehen souverän an ihren Platz. Wo ist Göttin und die Weiblichkeit zu sehen?
Es erinnert mich an Rigi, der Berg von Göttin Regina. Und die sprudelnde heilende Quelle mitten in Rigi. Und woher kommt diese Göttin von Qu Yuans 屈原 (BC 343-278) Gedicht vor fast 3000 Jahren und was hat sie gesungen in diesem Gesicht?
Auch eine Göttin könnte von der Liebe geplagt sein. Sie sang ihre Sehnsucht für ihren Liebhaber. Sie kleidete sich sorgfältig, schmückte sich mit frischen duftenden Blumen. „Ich pflücke rare Reishi Pilz, glaube an seine Wirkung von Verjüngung. Nur damit ich mit meiner Ausstrahlung Dich erfreuen kann! Aber ich sehe nur die prächtige schweigende Felsen und Steinen. Nur die Kletterpflanzen zeigt ein wenig Lebendigkeit.“ Sie sah ihn nicht. Er vermisst sie bestimmt! Hat er keine Zeit? Aber sie wartete auf ihn aufrichtig. Sie duftete nach dem Kräuter des Berges, und trank nur das reine Wasser aus dem Bach. Sie wollte an ihn glauben, aber hatte auch Zweifel. Auf einmal donnerte und regnete es. Die Tiere suchten Versteck. Sie verstand, dass das Warten die Antwort war und sie keine Antwort auf das Warten hatte. Sie verabschiedete sich von ihrem Gefühl, während das Gewitter seine Spuren hinterlässt. Sie wusste nicht von dem Grund des Wartens, war sicher über ihre eigene Aufrichtigkeit und treue Liebe. Diese Liebe gab ihr Kraft und Glaube an sich selbst.
Der Maler Li Gonglin aus Song Dynastie hat sich gewagt das Gedicht zu visualisieren. So entstand das Bild von der liebenden Göttin.

Der berühmte Kalligraph hat den originalen Gedicht Text mit einem alten Stil von Qin Dynastie zu dieser Malerei geschrieben:

In nächsten Beitrag werde ich versuchen Liu Rongs Umsetzung von diesem Gedicht zu erläutern.



供春壺 Gongchun Hu, ein Klassiker Teekannenform, die jeder Meister beherrschen muss. Diese besondere Kanne hat den 1. Preise gewonnen und ist von Meister Hu, Xingchen 胡星辰 hergestellt.
300ml, Duanni Kanne.
https://news.tvbs.com.tw/life/1044324
Aufgrund von Klimawandel ist das Thema von Staudamm immer präsenter. Noch mehr bauen? Was macht man mit dem Schlamm, das tief im Grund setzt und die Funktion eines Staudamms kollabiert?
In Taiwan versuchen viele Keramiker aus diesem Schlamm ursprüngliche Keramik von alten China zu reproduzieren. Die Glasur von Keramik war aus Mischung von Schlamm und Aschen.
Mit Lijiao habe ich neulich darüber gesprochen, ob sie mit dem Schlamm arbeitet. Sie sagte sie lagert selbst auch solchen Schlamm von Staudamm Shimen ( bei Taoyuan) und schenkte Yu ein Eimer. Die Glasur mit dem Schlamm erzeugt das Gefühl von Shino Glasur. Das Problem diese umweltfreundliche Materialien zu verwenden ist viel Wissen und Vorarbeit vorausgesetzt. Die Industrie verweigert mit diesen Materialien Auseinandersetzungen weil sie zu viel Eisen enthalten und die Maschinen schnell verrostet werden können.
Auch in Hualien versucht Yihong und seine Frau – Keramiker Paar von Holzofen Arbeit, mit dem Fluss Schlamm von dem Fluss Liwu zu arbeiten. Wenn der Temperatur im Holzofen nicht gleichmäßig stark verteilt, dann werden paar Artikel nicht gut werden für Teegenuss und der Charakter von Tianmu ist nur fürs Augen schön, aber nicht für Teegenuss!

Auch Lo, Senhao hat mit dem Schlamm von Staudamm Shimen seine Tianmu Keramik gearbeitet.

http://jwtruenorth.blogspot.com/2015/09/the-holy-grail-tenmoku-by-professor-lo.html?m=1
Ich würde gerne diesen Kulturaustausch in der Schweiz befördern. Das wäre eine schöne Arbeit mit Schweizer Baumblatt mit dem Schweizer Staudamm Schlamm Tianmu Schale zu kreieren!





Nach paar Monaten besuchte ich wieder Freundin Lijiao – die Keramikerin von Yankuang Schule. Sie wollte mich eigentlich zum japanischen Essen einladen. Ich habe aber die einfache Strassenküche mit Nudelsuppe und kleinen Gerichten bevorzugt. Ganz nah zum Leben der einfachen Menschen zu essen macht mir immer Freude, wenn ich in Taiwan reise. Üppiges Essen macht meinen Körper eher zu schaffen.
Lijiao erzählte mir von ihrer Abhandlung für ihr Studium. Das Thema ist Gneiss. Gneiss ist ein sehr verbreitetes Gestein am Pazifik auf der Insel, wo man leicht zugänglich bekommt. Sie möchte gerne ihre Werke demnächst mit Granitic gneiss widmen. Mit Hand formt sie verschiedene Tässchen aus Porzellan oder Ton und testet verschiedenen Zusammensetzung um Rezepturen zu entwickeln. Ich fragte sie, weshalb sie immer aus den Natursteinen die Werke gestaltet. Ist es nicht zu unkontrollierbar? Warum wollte sie nicht reine Stoffe aus dem Handel kaufen, damit sie das Ergebnis kontrollieren kann? Sie lachte und sagte, „die Unberechenbarkeit ist genau das Interessante für mich.“ Der Weg zu der eigenen Rezeptur ist der Weg.
Sie zeigte mir ihre Versuche und auch neue Werke. Im Moment schätzt sie die Glasur Celadon, die sie mit verschiedenen Gestein und Aschen mischt. Für sie schmeckt der feine duftende Oolong am besten aus Celadon Tassen. Aber nur Celadon allein ist für sie manchmal nicht interessant. So probiert sie die Mischung von Celadon in verschiedener Proportion von Aschen und Mineralien. „Aber das Wichtigste ist der Kern-Ton des Gefässes. Das macht das Fundament von Geschmack.“
Wir hatten sehr viel auszutauschen über den Tee, wie man Gongfucha jetzt in Taiwan immer mehr theatralisch inszeniert und immer mehr luxuriös feminin zelebriert. Sie bat mich ein Buch auf Chinesisch zu verfassen. Denn meine Ansichten fehlen in Taiwan. Auch die Lage Taiwans und die Hoffnung von Frieden in dieser Welt beschäftigten uns am diesen Nachmittag.
Während ich den Text schreibe, fliegen zwei Tauben zu mir. Vor meinem Computer spazieren sie gemütlich. Sie sind vielleicht Symbol von Muße und Kreativität. Vielleicht die ersehnten Friedenstauben!
