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Blüte aus Camelia Pflanzen von Lincang

Teeblüte

Teeblüte in Shui Tang anzubieten? Menglin müsste verrückt sein! Sie lehnt die traditionelle Heilkräfte Chrysathemen zu verkaufen, lehnt aber nicht ab, diese wilden Bergblüten anzunehmen.

Purpur Chaya und Blüten

Als ich zum ersten Mal aus Spaß diese Blüte aufgoss, wollte bloß no waste – nichts verschwenden. Der Duft der Blüte klang in meiner Zunge wie ein unübersehbarer Ruf aus der Natur und der Geschmack verbindet mich mit dem Unfassbaren, was nur in der dunklen Ahnung verborgen bleibt, „ Göttliches“ oder einfacher gesagt die Mutter Natur! Erfrischend, floral, harzig und Blütenpollen.

Die herkömmliche Camelia Sinesis Blüten schmecken gar nicht wild wie diese „wilde ungezähmte“ Verwandten!

Selten gehe ich auf der Suche, weder Künstler, Tee oder Freunde. Die Verbindung wird hergestellt, wenn die Zeit reif ist. Ich kann diese Verbindung weder gut oder schlecht heißen, sondern nur abwarten, bis die Dinge sich manifestieren.

Camelia Bäume in Yunnan Lincang

Ich war belebt von der Kraft von den Blüten. Um diese Freude zu antworten, wollte ich wissen, woher sie kommen und wie sehen sie in der Natur aus. Die Bilder erzählen mir Geschichte aus der Vergangenheit und Möglichkeit für heute. Das bringt mich diese Blüte in Shui Tang anzubieten, für Leute, die gerne Gongfucha spielen, weil sie wie ich von dem „Göttlichen“ des Tees berührt sind, aber aus verschiedenen Gründe die Blätter von Camelia Sinesis sich distanzieren müssen.

Täglich trinke ich europäische Kräuter Infusion, sie blieben für mich als Getränk. Die Funken, die ich bei diese wilden Teeblüten sah und bei den Kräuter von Lijiao, bewegen mich mit anderen Menschen zu teilen. Vielleicht die göttliche Funken überspringen von meinen Zungen zu den unbekannten, die den Ruf der Natur auch hören um sie zu begegnen!

Für Taiwaner und besonders für die Teebauer existiert das Göttliche in allen Wesen des Universums. Diese Haltung dient als die Brücke zwischen den Generationen und den Kulturen. In dem kurzen Augenblick, wo das Göttliche sich offenbaren, ist ein geschenkter Schlüssel für den weiteren Weg.

Afrikanische Tulpenbaum auf den Teetisch

Die Schale von Samen des Afrikanischen Tulpenbaums

Ich sah ein wunderschönes Spielzeug bei Yu, er bekam es von Meister Feng.

Teelöffel
Ein Raumschiff, parkiert bei von Awayi gewobenen Teetuch

Ich war so begeistert und sah einige auf dem Blumenmarkt in Taipei. Yu sagte mir dass ich selbst putzen und behandeln muss bevor ich es als Teatoy verwenden kann. Ich war so entmutigt weil ich meine Unfähigkeit mit Handwerk kenne.

Meister schenkte mir welche die ich Teefreunde in Shui Tang weiter schenken können wenn sie eine Yixing Künstler Kanne mitnehmen. Ein kleines ästhetisches Kunstwerk für den Teetisch und ein Stück der Taiwaner Natur für den Weg des Tees!

Die Blumen von afrikanischen Tulpenbaum

Meister Feng holte sie aus dem Park. Er sagte es gibt überall in Taiwan! Heute entdeckte ich auch einen Künstler Herr Hong der versucht alles aus der Natur Taiwans Farben und Papier für seine Malerei selbst zu produzieren! Feng sagte wie der Künstler Hong, unsere Generation hat Verpflichtung für die Übermittlung des Wissens für die nächste Generation, wie wir wieder eine Beziehung zur Natur aufbauen und sie als Geschenke in unserem Alltag integrieren!

Herr Hong zeigt hier wie man Hühner Knochen verkohlen lassen kann um Farbe für die Malerei herzustellen:

https://youtube.com/shorts/x56bxiedeyI?si=igqHtCUhzVaEDdDd

Neue Veranstaltung in Shui Tang 2026

Nach meinem Rückkehr aus Taiwan, auch wenn ich immer noch sehr müde bin und viel administrative Arbeit um die Ohren habe (! ), möchte ich meine kreative Arbeit widmen. Ich habe zwei Degustationen mit Puer geplant! Jeder interessierte Teefreund kann sich anmelden! Mit Yu bin ich auch in einem Gespräch ein Puer Seminar Ende Juni zu planen!

https://www.shuitang.ch/blogs/news/zwei-tee-degustation-puer-im-februar-2026

Und für die Oolong Freunde habe ich auch zwei Veranstaltungen geplant!

https://www.shuitang.ch/blogs/news/2026-oolong-seminar-am-15-03-sonntag

Und Gongfucha I kommt auch im Mai!

Gerne möchte ich einen anderen Zugang schaffen, für Teefreunde die sich für Tee und seine Tiefe interessieren! 2026 möchte ich mehr offene Runde von Degustation planen und auch Themen ansprechen die uns weiter in die Teelandschaft führen!

Ich freue mich auf Euch!

Schwarzer Tee Taliensis aus Daxueshan Yunnan China

Reise nach Shan’in – 6

4. Generation von Unzengama um 1800
Unzengama heute
Rakusangama alte Sammlung
Rakusangama heute
Tezen Museum
Eine Sammlung von Mitgift

Nachdem ich mich mit Lo Senhao Keramik beschäftige und ein Workshop mit ihm machte, bekomme ich einen anderen Blickwinkel über Keramik.

Manchmal wenn er traurig war über die Entwicklung der Keramik in Taiwan und Japan, konnte ich nicht nachvollziehen. Von dieser Shan’in Reise habe ich auf einmal etwas verstanden, vor allem durch Tezen Musuem! Auch wenn Keramiker von dem gleichen Ausgangspunkt ausgegangen waren, wenn bestimmte Prinzipien und Überzeugungen sich verändern, werden die Wege sich trennen.

Die Reise nach Shan’in- 5

Nachmittags besuchten wir weiter anderen zwei bekannten Töpferei. Unzengama ist geschlossen wegen der unerwarteten starken Erdbeben. Aus dem Fenster versuchte ich zu verstehen, was hier offeriert wird. Aus dem Internet Seite sah ich paar recht kommerzielle mit Industrie Glasur hergestellte Objekte. Vor meinen Augen stehen sie genau so auf den Regal. Mit Enttäuschung fuhren wir weiter zu Yumachi Töpferei.

Aus dem FB von Unzengama auf dem Markt von Shizuoka

Es waren erstaunlich viel Besucher, scheinbar ist es eine bekannte Adresse. In der Mingge Bewegung wurde diese Yumachi vor Hundertjahren miteinbeziehen. Heute ist diese Töpferei voll mit Alltagsgeschirr mit glänzenden leuchtenden Glasuren. Wo ist der Geist von Mingge? Alltagsgeschirr könnte so viel Zufriedenheit und Ruhe vermitteln, damit der Benutzer gut geerdet und mit Gelassenheit den Tag starten. 

Ich versank in meiner eigener Sentimentalität und konnte dort nicht länger verweilen.

Wir fuhren weiter. 

Als wir in Tezen Museum 千錢美術館 eintrat, sah ich sofort die drei großen Keramik Gefäß. Ich dachte es sei Kimchi. Aber es war ein ästhetisches Aquarium! Ich verstand, ich war an dem richtigen Ort.

Tezen Museum
Lackwaren könnte so beruhigend sein! Meine Seele atmet auf!

Die Familie Tezen lebte seit 1686 in der Region Izumo. Sie waren wohlhabende Händler und diente als offizielle Lieferanten der lokalen Herrscher. 1993 wurde das Museum gegründet, um Kunstwerke, Handwerksgegenstände und Dokumente über Generationen hinweg zu bewahren! Die Sammlung zeigt Malerei, Schwerter, Zubehör für Tee und Keramik Objekte. Teilweise wurden sie als Gegenstände gebraucht.

An einer Tafel konnte ich lesen, wie Familie Tezen ein Netz aufbaut, um lokale handwerkliche Tradition zu fördern. Einerseits waren sie der interessierten Käufer, andererseits waren sie der Förderer! Ich sah wie die Töpferei Rakusan und Unzengama gleichzeitig angefangen haben, sie halfen gegenseitig und als Rakusan Familie keine Kinder mehr hatten (1801) und die Tradition beenden musste, gab Unzengama einen Sohn an Rakusan. Somit kann die Tradition von Rakusan weiter fortführen.

Tafel von Verbindung lokaler Handwerkfamilie

Aber heute sind die Keramik von Rakusangama und Unzengama zwei verschiedene Dinge. 

Rakusangama ist ihrer Schlichtheit und Philosophie treu geblieben. Selbst bearbeitete Tonerde, im Holzofen gebrannt, Glasur aus der Natur entnommen. Ihre Objekte vermitteln den Menschen Ruhe, Stabilität und Zuversicht. 

Bei Unzengama sah ich knackige Farbe wie blau und braun. Immerhin verwenden sie nur selbst gedrehte Rohbrand. Viele japanische Töpfer und in Taiwan ebenfalls importieren Rohbrand aus Jingdezhen. Sie müssen nur glasieren und brennen. 

Tezen Familie sah in dem Erfolg ihrer Familie nicht nur als eigenes Verdienst. Sie verstand dass Ihr Erfolg mit der Gesellschaft zusammenhängt, und nimmt die Rolle als kulturelle Akteure wahr. Sie nahmen ihre Einflüsse ernst und schenkt die Nachkommen einen guten Überblick über ihre Tradition und somit die Richtung der Zukunft.   

Tee zubereiten

Was habe ich bei dem Besuch von Lo Senhao gelernt? Vieles. Aber eins wird mich eine Zeit lang begleiten.

Ich hörte oft Jean Sebastien mir von seinen Benediktiner Regel erzählen: Zuhören und du wirst ankommen. Verstanden im Kopf, aber nicht im Körper verstanden.

Normalerweise würde man in der Schweiz eine Liste machen und Leute mobilisieren einzukaufen oder zu besorgen. Wir waren bei Jean Sebastien und Beatrix zuerst. Ich frage ihn ob wir dieses ausleihen oder jenes kaufen? Er sagte nein. Wir nehmen das was vorhanden ist.

Wir gingen zu Migros und kaufte zwei Sprüher für Garten und Blumen, bevor wir glasierten. Sonst nichts. Dann gingen wir noch vietnamesisch essen. Er aß hier Poulet und Fisch – er sagte selbstauferlegte Regel kann man nur selbst brechen und ab und zu muss man es.

Am nächsten Tag im Workshop mussten wir „schwitzen“ wegen den verstopften Sprüher und die Ingenieur haben sich getroffen zu reparieren und zu studieren. Es war eine gemeinsame Aufgabe. Ich war erstaunlich entspannt. Es gab viele wertvolle Fotos und Szene. Später musste man rasch einkaufen gehen. Aber Lilly hat aus Not vieles gezaubert und Lösung gefunden. Am Ende war alles wunderbar gelaufen. Diese Schlamm Glasur beschert uns Tausende Freude und bester Genuss für den Tee! ( gestern fragte mich eine Besucherin warum findet man in Shui Tang keine Infos über das Workshop- weil es rasch mehr als ausgebucht war. Miriam veröffentlicht bald ein Podcast darüber und man kann mehr darüber erfahren.)

Lo sagte mir nicht zu viele Menschen involvieren, nicht unnötige Frage stellen und kümmere uns um das worum es geht. Die einfache Schönheit der Erde zu vermitteln.

Getrocknete Schlamm lösen sich im Wasser – ohne Mühe

Wenn man mich heute fragt, weil wir am Sonntag ein Teekonzert hat, was ist das Wichtigste? Ich weiß meine lieben Leute üben ganz fleißig um das Beste zu machen! ( wir werden bestimmt gut ankommen!) Ich glaube ich würde sagen, mit der Energie gehen. Wenn das Wasser schlecht schmeckt dann kümmere ich mich um Tee machen. Wenn man keine Vorraussetzungen hat, um Tee richtig ziehen zu lassen, dann konzentriere ich mich auf das nächste Schritt. Der Tee kümmert sich nicht um mich. Ich kümmere mich nicht ausschließlich um das gute Ergebnis. Ich praktiziere Tee um geschmeidig und frei zu sein. Achte auf die Atmung und bleibe im Körper – ich höre meine innere Stimme zu und werde ankommen.

By night

Nachts sieht es geheimnisvoll aus

Grossmünster Platz
Wo sind wir?
Ausschnitt von Alchemistischen Ofen?
Schätze
Glühende Erde

Am Donnerstag 18 Uhr!

Ausstellung Verwandlung am Grossmünster Platz 8 8001 Zürich

Bis zum 22.11. können Sie die drei Hütter der Verwandlung begegnen!

Wir ware preparing

In Arbeit…

Weinbeck am Grossmünster in der Nacht
Ein Kreis
Trio
Wir bereiten etwas vor…
Sonne und Mond
Wie?

Weinbeck am Grossmünster Zürich

Ausstellung „Verwandlung“

https://www.shuitang.ch/pages/ausstellung-verwandlung-2025

https://maps.app.goo.gl/KNFX2zJiVQwVXV6T8?g_st=ipc

Teegespräch in Shui Tang

Wir sprechen diesmal über das Projekt „Verwandlung“ am 23.10.2025!

Viel Freude beim Zuhören wünsche ich Euch!

https://www.shuitang.ch/blogs/pu-er-und-gelagerter-tee/teegespraech-nr-45-keramik-fotografie-und-goldschmiedekunst

Flügelschlag des Summer Vogels

«Flügelschlag des Sommervogels»
– Teekonzert von Shui Tang am 16. November 2025
Eine Zusammenkunft, eine Reise durch die Zeit und eine Erfahrung mit allen Sinnen


Vor 16 Jahren entschied ich mich, ein Teehaus in der grössten Stadt im Herzen Europas zu eröffnen. Mitten in der Altstadt Zürichs zwischen den Gassen. Als fremde Frau an einem fremden Ort, um ein fremdes Getränk – Tee – zu präsentieren. Damals folgte ich einer Vision, einen Ort zu gestalten, wo Menschen Menschen und Herzen Herzen begegnen können.
Sehr ähnlich wie die Frauen in Kleinasien im 7. Jahrhundert, in der Hauptstadt der Han und der Tang in Changan (heutiges Xian), die in einem fremden Land ein fremdes Getränk – Wein – verkauften. Diese Frauen verkörperten die Sinnlichkeit und die begehrliche Exotik, und sie waren die Projektion der Dichters und Literaten. Zahlreiche legendäre Gedichte sind bis heute überliefert und leben sinnbildlich in der Fantasie der heutigen Menschen im chinesischen Kulturkreis.
Was haben damalige Dichter aus den 7. Jahrhundert und der heutigen digitalen Generation zu tun? Was hat ein Dichter aus alten Tang-Zeit mit der heutigen Schweiz gemeinsam? Die Menschen sind mit den gleichen Fragen konfrontiert, egal woher sie kommen: «Wie liebe ich? «Wie verstehe ich die Welt?» Wir beschäftigen uns mit der Frage: «Wie werde ich verstanden? Wie verstehe ich die anderen?» Lieben und Geliebtwerden, Verstehen und Verstandenwerden sind der rote Faden des menschlichen Lebens. Poesie und Musik drücken die gleichen Fragen aus und versuchen, Antworten zu verbildlichen oder zu vertonen.
Der Tee ist vielleicht eine Brücke, die Zeit und Raum überwinden kann. Wir erhalten einen Raum, um die Schönheit der Poesie und der Musik zu erleben. Es könnte sich wie ein kleiner Flügelschlag des Sommervogels auswirken, der uns dazu bewegt, auf eine innere Reise aufzubrechen, um uns versunken in einem Universum in den Nachklängen der Worte und der Töne in innerem Frieden und Glück zu verankern.
Wir freuen uns, uns zusammen mit interessierten Teefreunden und Teefreundinnen am Sonntag, 16. November 2025 bei einer Tasse Tee auf eine Zeitreise zu begeben, durch klingende Poesie aus dem 3. bis 9. Jahrhundert von der Han zur Tang Dynastie.

Dieses Teekonzert ist ein Programmteil der gemeinsamen Ausstellung «Verwandlung» von Lo Senhao, Walter Weinbeck und Neil Webb.


Musik: Pichin Chieh (Cello), Fabian Müller (Komposition und Cello)
Rezitation Gedichte: Menglin Chou
Gastgeber: Javorka Acimovic, Anja Burger, Franco Cavalloni, Lilly Haas, Yilian Mangada, Julian Pfister, Anna Rickenbacher, Simon Trüb, Link Brücker und Tizian Zeltner