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回紋 Hui Wen Muster und 功夫茶 Gongfu Cha

Anschließend zu gestrigem Beitrag.

Nach dem Besuch von der Mei Yin Tang Ausstellung bekam ich eine Idee mit einem Besuch dieser Ausstellung unseren Gongfu Cha III zu starten.

Wir haben in den zwei Gongfu Cha Kurse Schritt für Schritt ein Fundament aufgebaut, viele Teatoys zu verwenden und Brücke von einer Handlung zu einer anderen aufgebaut. Wir lernen immer mehr von der Bedeutung des Muster und die Verbundenheit zwischen Tee und Universum. Ein Fenster zu einer Teewelt ist geöffnet. Mit Gongfu Cha III möchte ich einen Garten des Tees visuell mit Teefreunde gestalten. Ein Garten, der zur einer Landschaft ausstrahlt.

In diesem Garten gestalten wir die Wiese vielleicht mit Stoff, vielleicht mit Holzbrett oder vielleicht mit NICHTS. Die Blumen holen wir mit Teatoys in den Garten, den Wind symbolisieren wir mit Geräusch des Wassers und unsere Aussage überlassen wir dem Muster. Es wird abstrakter, spannender und richtig kreativ. Das heißt nicht, dass everything goes, sondern genau überlegen, was wir tun. Denn genau das, was wir tun, widerspiegelt unser Wesen. Dort brauchen wir eine starke Verbindung zu unserem Wurzel und Besinnung mit dem Ursprung des Tees.

Tee kann nur konkret werden, durch Einreichen von Gefäßen. Gongfu Cha besteht aus von Gefäßen zu Gefäßen. Diese Gefäße – sei es schön, sei es gewöhnlich, werden verbunden durch Wasser von Teeblätter. Einen guten Brücke zwischen das Einreichen aufzubauen und zu erlernen, verwandelt sich zur Eleganz und Ausdruckskraft der Handlung. Die äußerliche Handlung gleich eine äußerliche Reise ins Reich des Tees durch Gefäße, wird aber eine Umkehrung stattfinden ins inneren Leben. Aus dem Erkenntnis des Innenschau schreiten wir wieder in die Realität.

Genau dieser Prozess wird abgebildet in dem Muster 回 Hui, das auch auch Donner Muster 雷紋 eingeordnet wird und ursprünglich Zentrum des Wasserwellen 漩渦 darstellt. Sie sind abgebildet in uralten 青銅器 Bronzen Gefäßen, die von höchst heiliger Bedeutung sind, auch in dem Porzellan und Keramik 陶瓷 des Tees.

Ein Muster oder ein Symbol, des uns stets auf etwas aufmerksam macht. Zurück, zurück ins Zentrum – ins Herzen? In den Tee zurück?

Teeleute, die den Hang zum Minimalisieren des Tees auf das Wissen um zu sprechen, auf den Geschmack, um zu diskutieren, auf die Teatoys um zu kokettieren, können in diesem Symbol als eine Warnung erkennen: Zurück, zurück zu Dir selbst 回家. Sei Du selbst.

Natürlich ist es ein Genuss durch die besten Beispiele von Teatoys in der Ausstellung zu spazieren, von Ding Yao bis zu Jingdezhen, von Jun-Glasur zu Tian Mu. Zum Schluss können wir bei der chinesischen Malerei ahnen, was wir dann bei Gongfu Cha III erkennen und lernen können.

Das Seelenleben durch eine Schale Tee, der symbolisiert durch einem Kreis, der nach Innen kreist und wieder nach Aussen führt. Endlos.


  

回紋 Hui-Muster und 饕餮 Tao-Tie

Diese Reise entstanden aus einer Meditation am vergangenen Mittwoch. Ich bildete mir ein, ein merkwürdiges Symbol vor mir wahrzunehmen, das scheinbar aus Antik-Griechenland oder China stammt.

Ich verstehe die menschliche Seelenreise wie die Darstellung von christlichen Labyrinth, das uns zurück zum Gott führt. Man geht auf einem Kreis, der sich in ersten Moment an das Zentrum nährt und dem Herz erfreut. In nächsten Moment entfernt man sich wieder kreisend von Zentrum und das Herz schmerzt. So kreisen wir paar Male hin und her bis wir tatsächlich das Zentrum nähren und doch müssen wir es verlassen. Ein Labyrinth behält den Angekommenden nie. Es führt einem wieder hinaus in die Welt!

Diese endlosen Kreisen erlebe ich selbst in meinem Leben mit Tee.

Man sucht Lösung für das Leben und zieht sich zurück ins Innenschau. Man transformiert es in einem Akt von Umkehrung, wie wir im Gongfu Cha „Füllhorn“ üben. Die äußerlichen Schmerzen und Aggression werden zu inneren Kräfte und Erkenntnisse. Mit diesen Erkenntnisse kehrt man wieder zurück zum Leben.

Es war ein sonniger Morgen. Tim hat seine Matura bestanden und feierte. Ich kam aus dieser fröhlichen Gesellschaft und bekam eine Idee, Rietberg-Museum zu besuchen. Ungestört von vielen Besucher an so einem schönen Sonntag lief ich ahnungslos zur Meiyintang Ausstellung.

Genau beim Eingang stach ein Gefäß in meinen Augen.

Es war Gefäße aus Bronzen von heiligen Bedeutung vor 5 Jahrtausenden.

Es sind rituelle Gerätschaft 禮器, um Opfergabe zuzubereiten. Auf den uralten Gerätschaften vor paar Tausendjahren fand ich das Muster von der Endlosigkeit, was Donner und das Herz von Wellen symbolisieren sollen. Sie zeigen alle auf das Zentrum und sind endlos dargestellt. Dieses Donnermuster 雷紋 heißt ebenfalls 回 Hui-Muster. Hui bedeutet auf Chinesisch zurück, ursprünglich bedeutete das Zentrum von Wasserwellen.

Zurück. Wohin zurück?

Dieses Muster begleiten einem magischen Tierkopf, dessen Hörner genauso aussehen wie das Symbol in meiner Vision. In diesem Tier «饕餮 Tao Tie» sollte ein mythisches Wesen 神農 dargestellt werden, der Tee angeblich entdeckte. Es wurde beschrieben, dass er unter einem Baum Wasser kochte und in jenem Moment fielen paar Teeblätter hinein. So wurde Tee entdeckt.

Man kann sich so vorstellen: Vor paar Tausendjahren wurde ein heiliges Gefäss, dessen mystische Kraft durch den Kopf von Tao Tie ausgedruckt wird, über Feuer gekocht. In jenem Moment donnerte es, so wie das Ritual für Fruchtbarkeit im Frühling wünscht. Der Ostwind wehte unabsichtlich, während paar Blätter aus einem Busch fielen. Sie fielen absichtlich in das kochende heilige (schöne) Wasser.

Das war wohl, der erste Gongfu Cha in der Menschheit.

Tao Tie und Hui Wen

 

Ankunft von 6 TeeBerg Edition 2016

Es kam tatsächlich am Freitag! Unser erste Pu Er in Shui Tang an!

Pu Er von sechs Bergen und aus reinen Gushu ( alten Bäumen)!

Von Menghai Region 勐海:Bulang 布朗- Hekai 賀開、Mengwang勐往- Mannuo 曼糯、 Bada巴達- Zhanglang 章朗。

Von Mengla Region 勐腊:Yiwu 易武- Gaoshan 高山、Yibang 倚邦- Mangong 曼拱、Gedeng 革登- Zhibang 直蚌

Dieses Set von 6 Berge Stapel wird in Shui Tang und von Webshop verkauft. Wir arbeiten noch an das Gestalten von Info-Blatt. Wer es eilig hat, kann schon vorbei kommen. Wir reichen die Infos später nach.

Teedose stehen bereit!

Neue Daten für Teeseminar und Kurse

Ich merke, dass ich ganz fleißig bin. Einerseits beobachte ich die steigende Nachfrage für Gongfu Cha, andererseits muss ich schauen, wie ich mit meiner Kapazität klar kommen.

Ich lerne auch sehr viel von Menschen, die Tee in Shui Tang lernen. Das Geben und das Nehmen fließen oft ineinander. Das ist der Grund, warum ich noch in Zürich bin.

Hier die neuen Daten:

  1. Gongfu Cha III! Was spielen wir nun? Kommen noch die Faktoren von Zeit und Raum hinzu – wie drücken wir sie aus? Bekommen wir ein bisschen Gefühl von Leichtigkeit durch das Spielen? Oder sind wir immer noch in dem Zustand von Zweifel – bin ich richtig oder falsch?http://www.shuitang.ch/blogs/news/gongfu-cha-iii
  2. Wegen der starken Nachfrage… Ich opfere meine Sonntage! Für Gongfu Cha Ihttp://www.shuitang.ch/blogs/news-und-events/gongfu-cha-i-sonderkurs

Dann noch ein Teeseminar Schwerpunkt Oolong und sein Produktionsprozess, damit wir noch vom letzten Seminar mit Atong lernen können, bevor wir es vergessen…

http://www.shuitang.ch/blogs/news-und-events/teeseminar-ii-schwerpunkt-oolong-und-sein-produktionsprozess

Ich freue mich auf Euch!

Ein Tee für Mami

Joas ist ein Schatzjäger. Er jag gute Tees. Gute Tees, die verborgen sind. Verborgen im Speicher. Emotionale Speicher, die manchmal physikalisch zu verorten ist.

Als er nach meinem Rückkehr wieder auf solchen Jagd war, lief ich wieder in dem Keller und machte etwas auf. Dann sah ich diesen Tee.

Es war kurz vor Muttertag. Zwei hübsche Mädels waren am Teetisch bei Atong. Sie stellten immer Fragen. Auf einmal fragten sie, was für einen Oolong die Spezialität von ihm ist.

Er sagte Gu Dian Mei Ren, die klassische Schönheit.

„Warum klassische Schönheit? Willst Du gegen den berühmten Oriental Beauty konkurieren?“

„Nein. Ich meine meine Mutter. Dieser Tee ist meiner Mutter gewidmet.“

Wie bitte? Das habe ich noch nie gehört. Alle Anwesende drehten plötzlich ihren Kopf, die zuerst in eine andere Richtung schauen.

„Meine Mutter ist eine unauffällige Frau. Wegen der harten Arbeit im Feld hat sie mich mit einer Schnurr am einem Teepflanzen gebunden.“

„Bist du wütend auf sie?“

„Wie bitte?“ Er schüttelte seinen Kopf. Er versteht wohl die moderne Interpretation von Liebe nicht.“Es war normal. Ich war sehr glücklich auf der Erde zu spielen.“

Wir zeigten Verständnis für seine Zeit.

„Sie ist gewöhnlich und anspruchslos. Sie hat das Leben so akzeptiert ohne viel zu jammern. Sie ist wie eine Teepflanzen, die das Beste aus der Erde macht.“

Ich drehte meine Augen. Was für ein Frauenbild? „Lao Shi, unsere Generation ist anders.“

„Ja, für Euch. Für mich gibt es viele Dinge die mit Zeit nichts zu tun hat. Zum Beispiel wie man mit Menschen und mit Tee umgeht.“ Er goss diesen „Klassischen Schönheit“ auf, „Schau, er ist nicht spektakulär, aber sehr solide. Gut gemacht! Ich betone hier keine rein rassische Varietät wie Qingxin oder Tie Guan Yin, sondern es ist ein Blend. Ein Blend von allen Oolongsorten, die auf diesen Boden wachsen.“

„Du wolltest keinen besonderen Tee für Deine Mutter machen?“ fragte eine hübsche Mädel.

„Ich wollte einen Tee wie meinen Oolong machen, um an sie zu denken.“

„Komisch. Jeder will etwas Besonderes machen für die Menschen, die ihm wichtig ist.“

„Ich mache diesen Tee nicht für die anderen, um zu zeigen.“ Er wurde plötzlich sprachlos. Er wusste nicht wie er gegen die wortgewandte Generation sprechen kann.

Innere Bewegung zu zeigen in seiner Generation ist eine persönliche Geschichte. Es gab ja noch kein Facebook und kein Ich-AG.

Ich gab Joas diesen Tee, weil es sich so ergeben hat. Wie lange habe ich diesen vergessenen Tee getrunken? Ich schaute die Tüte an, nichts ist aufgeschrieben. Ja, es ist richtig zeitlos. Der wahre Geschmack der Mutter ist verewigt in einem Tee. Die Beschreibung auf der Tüte ist auf einer bestimmten Ebene überflüssig. Er hat diesen Tee für sich gemacht, für seine Mutter in seinem Herzen. Es geht den anderen Menschen nichts an. Darum ist diese Geschichte nie erzählt.

Meine Mutter ist ebenfalls eine gewöhnliche Frau, die mit mir zusammen den Muttertag gefeiert hat. Für sie hatte ich nichts dabei, weil ich solche aufgesetzte Dinge hässlich finde. Ich schreibe auch sehr selten über sie. Weil sie meiner Speicher im Dunkel gehört.

Ein gewöhnlicher Mensch, ein Teemensch

Mein Lehrer Chen, Huan Tang ist ein Teebauer. Er hat nie sein Bildungsniveau verleugnet. Gerne schimpft er mit groben taiwanischen Worte und manchmal hätte eine Feministin etwas dagegen. Wie komme ich klar mit so einer Person oder so einem Mann?

Ich verehre ihn nicht, aber respektiere. Seine menschliche Züge und seine ehrliche Haltung diese Züge zu leben und zu zeigen gewinnen mein Respekt. Nicht sein Wissen um Tee, sondern seine Haltung zur Welt. Er vermittelt mir einen direkten unverfälschten Zugang zum Tee als ein eigenständiges Wesen,das eine eigene Sprache spricht. Als ich Shui Tang eröffnete, sagte er mir: „Mache aus Tee keine Geheimnisse! Tue die Dinge nicht so verspielt um Tee und Dich zu verschleiern!“ Wenn er Tee zubereitet, bereitet er zu. Ganz einfach und normal.

Mein Weg des Cha No Yu wurde aufgeklärt von der Lehrerin aus Rom Nojiri Sensei. Ich kann mich noch ganz genau erinnern als sie uns den Abschluss Tee in St Ottilien machte. Sie bewegte sich natürlich und ihre Handlung geschmeidig. Hinter diesen scheinbar einfachen Bewegung verbirgt einen tiefen Einblick von Sein! Es handelte sich um eine Schale Tee, nicht mehr.

Eine Schale Tee zuzubereiten sollte nicht länger als 20 Minuten. Aber als Anfänger macht daraus ein riesiges Theater.

Es ist ähnlich wie in Shui Tang zu arbeiten. Es handelt sich um einen guten Tee zu verkaufen. Ganz einfach. Es geht weder um meine Person, noch um das Verkaufen noch um Shui Tang, sondern um Tee.

Als wir am Samstagabend den letzten Kurs abschlossen, bereite ich einen Tee für alle zu. Später sagte Jacob am Tisch: „Es beruhigt mich zu sehen, dass Deine Hände aus zittern können.“ Ich erwiderte ihm ein herzliches Lächeln und sagte, „Manchmal geht es besser, manchmal eben nicht. Es ist nicht schlimm es so wie es ist, zu zeigen. Es ist schlimm, wenn man sich bemüht, es zu verstecken.“

Ich habe wie viele Leute zitternde Hände. Zwischen mir und anderen existiert kein Unterschied. Auch wenn ich paar Schritte mehr gemacht habe auf den Weg, der Tee heißt, pflege ich den Anfänger-Geist. Mit den Kurs von Gongfu Cha lerne ich immer mehr Dinge und bekomme Chance mich zu vertiefen. Neulich entdeckte ich die Schönheit von Textilien Muster auf dem Teetuch und beobachte das Parallele zum Muster im Keramik. Durch Gongfu Cha und in den Teatoys entdecke ich immer mehr die unsichtbare Verbindung zwischen Kulturen und Menschen. Es ist wunderbar ein Teemensch- Cha Ren zu sein!

   

Kurze Meldung wegen der frischen Ernte

Endlich ist es so weit, Sanxia Bi Luo Chun zu verkosten! Obwohl es heute in Taipei 28 grad heiss ist, hat der Tee uns warten lassen. Wegen der anhaltenden Kälte ist der zarte freundliche Bi Luo Chun erst gestern versandbereit! Sehr wahrscheinlich kann man in zwei Wochen, wenn das Schweizer Zoll gut arbeitet, in Shui Tang den ganzen frischen Bi Luo Chun aus Sanxia erwerben! Preis bleibt recht stabil.

Eine andere nicht ganz treuliche Meldung kommt aus Yunnan! Der Preis Pu Er ist Tendenz steigend! Yu sagte dass es viele Hobby Händler im Moment einkaufen – um jeden Preis und begünstigen den Käufer. Der Preis von Bo He Tang ist nach Oben geschossen! Auch der Preis in Bu Lang Shan ist nicht fair! Der Preis eindeutig zu spekulativ!

Pu Er Liebhaber sollte jetzt den vergangenen Jahrgang hammstern oder jetzt Geld sparen!

Atong erklärt bei Produktion des Tees. Weil der Ort viele Fenster hat, sollte man den Tee dünn auslegen. 

 

小浪 Xiao Lang – Das Wenden

Wir sehen das erste Video wie sanft mein Lehrer Atong die ruhenden Teeblätter wendet und wie ernsthaft Serafino aus Zürich nachmacht.

Das nennen wir Wissen weitergeben, eine Tradition weitertragen, nicht wahr?

Was bedeutet diese Schritt?

 

  
 

Der Tee und das Kino

Auf der Reise, das was wir häufig bei Teebauer hörten, war „Den Tee, den Du willst (Hier ist Atong gemeint), will niemand!“
Wir waren in Long Yan Lin, dort haben wir wunderschönen Tee gemacht. Teebauer hat uns selbstverständlich zum Tee eingeladen.
Fabio und Chris haben unauffällig den Tee weggekippt.
Ich fragte dem Herrn, ob er etwas anders hat – zum Beispiel wie bei Atong.
Er sagte in einer Freundlichkeit, „Fräulein, niemand würde so einen Tee kaufen!“
Niemand.
Wir waren in Yi-Land bei dem Teebauer, der seit 5 Jahren ununterbrochen den Grandprix von Jury erhalten hat. Er sagte noch direkte zu Atong: „Nur Du suchst so einen Tee. Niemand würde so etwas kaufen! Ich habe immer immer Erfolg bei meinem Tee, verstehst?“
Mein Lehrer blieb ruhig und liess sich nicht bemerken, was er dachte.
Mein Herz tat weh.
Ja, es tut weh. Für wen? Für Menschen, die diesen Tee immer kaufen mit einem hoch Preis? Für meinen Lehrer, der immer wieder solche Kommentare anhören muss? Für die Welt, die nach Jury, nach Trend und nach Massengeschmack rennt?
Gestern wurde in Cannes Preise für beste Filme verliehen. Mein Herz schlug schon seit einer Woche, denn Hou Xiaoxian ist im Spiel.
Ich liebe seine Filmsprache, seine Klarheit im Bild und seine Position im Leben.
Dieser Nie Yin Niang ist ein Kongfu Film, der stark von Kurosawa und Samurai beeinflusst ist, erzählt eine Frau, die täten muss. Sie tat es ohne Wimpel zu zücken, bis sie ihre Gefühle merkte.
Hou sagte, Nie Yin Niang sei einzigartig. Sie ist nichts zugehörig und hat kein ihresgleichen.
Er ebenfalls. Er sagte im Interview, dass die Zuschauer bei dem Prozess der Kreation nicht existiert. Jeder Autor macht sich kein Gedanke in Publikum, verschwendet keine Zeit im Preisgewinne, sondern nur aufrichtig zu sich selbst. Man muss insistieren in das, was man sieht.
Er kann die Bilder entstehen lassen, aber er kann es nicht erklären. Es ist wie etwas in Lauf nehmen lassen und dann packt er das Wesentliche. In solchen Moment existieren kein Publikum, sondern das, was er glaubt.
Hou gilt in Taiwan as ein Filmmacher, der nur für bestimmtes Publikum arbeitet. Für die breiten Massen ist er jemand, der nur Geld verschwendet. Die grösste Schwierigkeit, die er hat, ist Geldgeber zu finden.

Ich verfolgte es mit grossem Interesse. Es war wie eine Prüfung.
Hou fragte in Cannes die Journalisten: “ Hollywood ist überall. Alle Filmmacher wollen Hollywood gerecht werden. Aber was sagen wir zu nächsten Generation? Wollen wir nur das?“
Findet so eine Haltung in dieser Welt noch Zuhörer?
Der Teebauer in Long Yan Lin sagte zu mir, er habe noch nie in seinem Leben so jemanden gesehen, wie Atong Tee macht! Er sah es zu ersten Mal!
So viel Zeit, so viele Mühe, so viel Mut! Ohne Konzept, ohne Gedanke für den Markt, ohne Angst vor scheitern.
Atong steht zu seinen Werte und hat die Fähigkeit sie zu verteidigen. Dank diesem Mut können wir wunderbaren Tee geniessen.
Dank Hous Aufrichtigkeit kann ich wieder träumen auf dem Leinwand.
Jemand fragt mich, „was für Tee kaufen die meisten Taiwanese?“
„Den Tee, der ersten Preis gewinnt.“

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/cannes/hou-hsiao-hsien-zeigt-the-assassin-in-cannes-13605459.html