Yixing Künstler Kanne von Zhang Feng. Lü Ni (Duanni) aus Huanglong Shan. 470 ml.
„Im Herbst tanzen die Schmetterlinge, weil sie wissen im Hier und Jetzt zu leben!“ Herbst Kanne in Vergänglichkeit-Serie. Mit dieser Serie möchte er die Jahreszeit erzählen. Hier – der Herbst!
Der Name von dieser Kanne heisst 六方宮燈壺 Liufang Gongdeng Hu. Liufang, sechseckig, oder sechsseitig. Gongdeng ist eine bestimme Lampion aus dem Kaiserhof. Es wurde erzählt, dass der 光武帝 Kaiser Guangwu die dunkle kriegerische Zeit von 漢 Han Dynastie (ca. 27 nach Christus) beendete. Er liess spezielle Lampion produzieren, die Lichter in den dunklen Nächten bringen sollten. Somit hat solche Kannenform eine verborgene spirituelle Bedeutung. Weshalb sechseckig?
Liufang, 六 Liu – sechs. 方 Fang – Himmelsrichtung. 6 Himmelsrichtungen? Ja, das heisst, Nord, West, Süd, Ost, Himmel (oben) und Erde (unten). Tatsächlich wird der Raum mit diesem Begriff dreidimensional anstatt nur zweidimensional. Ein Gefäss, das den Raum von Universum ganzheitlich beinhaltet, bringt den von Krieg geplagten verzweifelten Menschen Licht!
Diese Form lebt seit tausenden Jahren im Bewusstsein von chinesischen Volk und irgendwann wurde es als Motiv von einem Gefäss des Tees aufgegriffen. Zufall oder eine logische Entwicklung.
Und das Gefäss, das sowohl Licht bringt als auch einen Getränk trägt, was Menschen in einem fremden Kontinent und Insel klärt, verzaubert und verwöhnt, führt uns auf die Spuren von Begegnung der Kulturen. Es bringt die Vergangenheit ins Licht. Es lässt uns ins Licht blicken, dass der Tee weiter zwischen uns lebt!
方 Fang – eckig, Richtung aufweisend, Symbol von dem Raum auf der Erde. Ein Werkzeug, Menschen zu helfen sich zu verorten. 圓 Yuan (Kries, rund) – Symbol von Charakter des Himmels und Universums. Eine Brille (Teleskop), die Menschen zu helfen, die Zeit durch die Beziehung zwischen bewegenden Sternen und ab- und zunehmenden Mond zu beobachten. Die beiden Begriff bilden die Grundformen der Teekannen und verraten uns die chinesische Vorstellung von Gefässen, wie sie in der chinesischen Kultur verstanden werden. Ein Gefäss, um Raum des Universum darzustellen und gleichzeitig den Charakter des Kosmos zu vermitteln. So ein Gefäss zu „besitzen“, ist eine Möglichkeit, das Wissen zwischen Raum und Zeit zu erforschen – durch das, was das Gefäss trägt – Tee.
Dank Yixing-Kanne bekam ich eine kleine Tür-Spalte, die alte Seele und alte Kultur chinesischer Tradition zu „ahnen“ und zu lernen. Lichtvolle Stütze in einer rasch verändernden Welt, in der das Leben oft seinen Pfad verliert. Durch Tee wird diese Spalte hoffentlich immer breiter.
Der feine Unterschied macht es aus, was ein Werk zu einem persönlichen charaktervollen Werk macht. Yixing Kannenmeister sucht einen Weg zwischen der Tradition und der Modernität. Das ist wohl auch der Grund, weshalb Yixing Kunst bis heute allen Teeliebhaber begeistert!
Yin Min wagt sich einem Klassiker so darstellen, das ihr Klassiker werden kann. Sie gehört zur traditionellen Yixing Kannenmeister Schule „Wu Dongyuan“, die Tradition als Chance und Vorbild versteht, um die Yixing Kunst im modernen Leben Wurzel zu schlagen. Die Schüler müssen die Formen beherrschen und sie mit Herzen zu interpretieren.
Sangbian Hu, eine traditionellen Kannen-Form aus der Ming Dynastie. Bekannt für seine eher maskulinen Linien, die eine Harmonie von Kraft und Spannung ausdruckt. Yin Min gestaltet ihre Sangbian Hu allerdings mit einer Prise Humor und femininen Geschmeidigkeit, so dass ihre Kanne trotz der kraftvollen Linien ein Hauch von Anmut und Dynamik ausstrahlt. Durch die leicht nach oben schauenden Schnabel und ein breites Körper von vorderen Teil wirkt sie vorwärts orientierend und nicht aufgebend. Lustiger Widerstandskämpfer und zugleich ein Optimist.
Somit hat die Sangbian Hu von Yin Min ein neues Gesicht von der sehr traditionellen Form. Ihre Gestaltung verleiht dem alten Gefäß neues Leben und Modernität.
Traditionelle Sangbian Hu Sangbian Hu von Yin MinModellierte Sangbian Hu von Zhao Jie.
„Wenn Blumen blühen, freue ich mich auf die Nacht, am besten im Vollmond. Dann kann ich das Mondlicht zum Wasser verwandeln, in meine Kanne füllen. “ So schreibt Künstler Jing Yuan (Liu Qingzhong) zu seiner Teekanne „Wenn Blumen blühen“.
Oft vergessen wir Gedichte zu schreiben und haben unsere Poesie im Schrank aufgehoben. Mit der schnell vergehenden Zeit wird alles vergessen. Vergessen war auch unsere Liebe zum LEBEN.
Manche Erleuchtung im Leben erscheinen wie Blümchen am Wegrand. Wenn alles reibungslos verläuft, sind sie unauffällig. Nur wenn die Dunkelheit näht, das Lärm abklingelt, entfalten sie sich erst richtig im Herzen und werden Wegweiser im Leben. Im Mondlicht, in der Einsamkeit, verkosten wir (Ich und der Mond) einen wilden Hongcha aus hohen Nanling in Guangdong. Da blühen die Ruhe und Gelassenheit in der Kanne auf und führen uns ins fernen Osten. Oder ein Pu Er aus Da Hei Sen Lin (grosser dunkler Wald) aus Yibang, klärend, tröstend und erhellend wie eine Göttin im Mondlicht in der Nacht!
Liu Qingzhong nennt sich Jing Yuan – der Geist des Spiegels. Er spiegelt gerne die „erleuchtenden“ Momente im Leben aus dem Alltag in seinem Werk wider. Diese Kanne „spiegelt“ einem alten charaktervollen Baum wider. Wenn ein alter Baum blüht – der Frühling besucht auch einen alten Baum, verkündet die Ankunft von Amor. Liebe, Freude und Glück sind da!
Zini Kanne. Designer Jing Yuan. Ausführung von Qing Cai. 140 ml Fassung. 100% per Hand geklopft.