Archiv der Kategorie: Tee richtig zubereiten

Zum Thema Tee Lagerung I

Nachmittags gab es eine Diskussion über Thema Lagerung.

Für mich ist diese Frag, „wie muss ich meinen Tee lagern“, nicht mit paar Sätze zu beantworten. Hinter dieser Frage verbirgt die Haltung zum Leben.

Warum? Was hat die Frage nach der Lagerung mit der Haltung im Leben zu tun?

Wie wichtig ist die Lagerung? Ist der Tee, der gelagert wird wichtiger oder die Lagerung? Handelt es sich hier um die Lagerung an sich oder um die Lagerung als kokettierende Gehabe?

Wenn man mich in Shui Tang fragt, wie sollte man seinen Tee lagern. Sofern man den Tee gewöhnlich trinken möchte, reicht vollkommen die Tüte von Shui Tang gut zu verschliessen. Ich scherze immer mit meinem Besuchern, „Ich verkaufe Ihnen gerne etwas. Möchten Sie es?“ Für mich geht es um die Haltung, unnötige Dinge nicht zu pflegen. Unsere Energie können frei gesetzt werden, um mit uns selbst auseinanderzusetzen anstatt als Beschäftigungstherapie oder alles richtig machen zu wollen – als Zwang! Aber wenn ich einen grossartigen Tee habe, dann mache ich mir Gedanke, wie ich ihn gut aufbewahren kann.

Ehrlich, viele Leute wissen die berühmte Müllsäcke Lagerung von Atong. Er lagert seinen wertvollen Tee einfach in Plastik Säcke.

Wo lagere ich meine 8892 Fladen? In einem Karton, wo lagere ich mein 7542 aus dem 70er Jahren? In Zip Tüte. Weiss Du diese Tüte sind nicht normale Tüte, sie sind mindestens ein Tag lang vor dem Buddha gelegt und ich habe es für sie gebetet. Glaubst Du es? Liebst Du solche Geschichte?

Liebe Teefreunde, pass auf bei solchen Diskussionen! Lass Dich nicht manipulieren und von der Kommerzialisierung des Tees beeinflusst werden. Tee befreit uns. Ein guter Teelehrer befreit uns vor Meinungen, vor Zwang und vor „Müssen“, anstatt uns mit „Müssen“, „Sollen“, und „man macht es so“ vereinnahmen! Viele Menschen geniessen bei solchen Diskussion gerne das Machtgefühl wie ein Guru. Das ist eine Abhängigkeit, nicht Befreiung. Tee ist keine Religion!

In chinesisch gibt es einen Ausdruck , Wan Wu Sang Zhi 玩物喪志. Was bedeutet es? Wenn man sich zu „Fetisch“ auf eine Tätigkeit konzentriert, verliert man die aufrichtige Wille zum Leben. Man kann es auch einfacher sagen, „wenn man sich zu sehr auf das Äusserliche fokussiert, verliert man das Wesentliche aus den Augen“.

Der Tee ist das Wichtigste.

Wer sich mehr leisten, Ton Gefässe sind sehr gut. Holzdosen sind exzellent. Aber nicht alle Holzarten bieten für die Lagerung des Tees gutes Milieu an. Oder baue einen klimatisierten Raum mit richtigen Feuchtigkeitsmesser – das macht Yu. Ansonsten hat er seine wertvolle Lao Man Zhang etc. im Karton – ist eine Illusion zerbrochen?

Wer weniger zur Verfügung hat, kaufe lieber guten Tee, bewahre sie gut in einem Metal Keksedose, oder in Müllsäcke wie mein Lehrer.

Noch besser ist, deinen Keramiker in Deiner Nähe zu besuchen. Frage dem Profi woher er seine Ton hat und bitte ihn eine unglasierte oder nicht zu dicht gebrannte Dose für Dich zu fertigen, ein Profi weiss wie er brennen muss und weiss, ob er Industrie-Ton verwendet oder nicht.

In Deutschland gibt es einen tollen Keramiker Thomas Henle. Er lagert und verarbeitet seine Ton selbst und brennt es in Holzofen. Als ich bei ihm war, wollte ich gleich testen, wie das pure Wasser in seinem Gefäss schmeckte. Ich möchte wissen, was ich verkaufe. Das pure einfache Wasser schmeckte im Vergleich im Glas so lebendig und süss in seinen Gefässe! Das ist auch der Grund, warum seine Werke in Shui Tang zu verkaufen sind! Besuche die Webseite von Herrn Henle, falls Du keinen Keramiker in Deiner Nähe findest!

Lagerung as ein Spiel ist berechtigt. Dann pflegen wir das Bewusstsein, dass es ein Spiel ist und rede nicht so wie ein Guru! Und wenn wir den Anderen nicht als absolut idealisieren würden, wirkt der Andere nicht absolut auf uns. Es ist wechselseitig. Wenn keine Projektion gepflegt wird, hat ein Guru ebenfalls keine Chance absolut zu sein!

Wer sich das leisten kann, ist es toll eine Stapel zu kaufen und den Tee im Bambus zu lagern.

Für mich ist dieses Korb eher eine Dekoration als ein Gefäss zur Lagerung.

Warten auf trockene Reisstroh

Teefreund aus Bayern schickte mir ein Foto von seinem 10 Male verwendeten Dai Gaiwan.

Wann gibt es wieder?

Es gibt die Dai Keramik wieder, wenn das Wetter in Jinghong wieder sonnig wird. Die Reisstroh, was man für das Brennen braucht, lässt sich warten! Ein bisschen Geduld müssen noch die Teeliebhaber im Europa haben.

Dai Keramik von Meisterin Yümeng ist eben nicht ein Industrieprodukt.

Eine „organische“ Beziehung

Im Web erfährt man Kuriosität aus der Welt. Neulich erfuhr ich, dass Freunde in Japan zu mieten gibt. Und es gibt solche visuelle Figuren, die man als „Freund“ oder „Freundin“ einschalten kann. Mit dieser illusorischen Figuren entwickelt man eine emotionale Beziehung ohne tatsächliche konkrete Belastung einer „realen“ Beziehung!

Diese Entwicklung ist eigentlich nicht zu staunen. Wir haben bereits solche „sterile“ Beziehung in unserem Alltag mit meisten Gegenständen entwickelt.

Vor paar Jahren hatten wir in Shui Tang Becher und Schalen aus Bambus, ein traditionelles Gefäß aus dem alten japanischen Handwerk. Eine Kundin kam mit den Becher wütend zurück, weil ihr Tee nicht mehr nach Tee schmeckt, sondern mit Bambus-Geruch! Ich verstand ihre Empörung, weil ihr wurde es nicht bewusst, dass es ein Bambusbecher war! Es schmeckt natürlich nach Bambus. Aber warum will man in Asien solche Gefäßen verwenden? Weil es eine organische Entwicklung stattfindet, dass der Geruch vom Bambus mit Tee arbeitet. Nach einer Zeit, schwindet der Bambusgeruch und es wird eins mit Tee. Natürlich ist der Tee in solchen Gefäßen nicht ganz so „rein“. Aber es ist eben auch ein Spiel, eine ästhetische Erfahrung und ein Erlebnis.

Es kam auch Leute die nach zwei Jahren den Bambus-Schiff wechseln wollen. Weil der Bambus-Schiff ist wegen der Trockenheit gerissen. Warum? Weil man nicht oft verwendet.

Viele Bambus-Gefässen, Teeschiffe, Yixing Kanne und Dai Keramik sind kein einfache Produkte. Diese Wesen brauchen Pflege. Das heißt, eine organische Beziehung aufzubauen. Das ist ähnlich wie bei den Menschen. Wir können mit Geld viele Dinge kaufen, aber leider nicht die wahre Liebe oder die wahre Freundschaft. Die oberflächliche Freundlichkeit und aufgesetzte Großzügigkeit die wir oft durch Medien oder auf der Strasse in unserem Alltag erleben (seit einiger Zeit wird man auf der Strassen in Zürich mit Geschenke überrumpelt – als Werbeaktion, um Kunde anzulocken), gehört zu dem Schein, den wir von Sein nicht mehr einfach voneinander unterscheiden können! Menschen mit Charakter, sagte ein junger Besucher gestern in Shui Tang, hat heute in unserer Gesellschaft schwer. Ich staunte über seine Reife.

Bevor man diese Art von Teatoys verwendet, weiht man sie ein. Meistens wird Reiswasser oder Jasmintee empfohlen. Wenn man diese Art von Teatoys lange im Schrank hat und nicht verwendet, muss man wieder neu einen Kontakt zu ihnen knüpfen. Zuerst mit kühlem Wasser, dann lauwarmes Wasser füllen. Danach erst mit heißem Wasser aufgießen. Woher weiß ich es? Ich weiß es von meinem eigenen Fehler! Viele schöne alte Yixing Kanne von mir haben leider Risse… (ich bin nicht cool, weine auch wenn ich eine Teekanne verletzt habe…)

Schönheit durch die Zeit

Viele Keramik Liebhaber wundern sich in Shui Tang über den guten Preis eines Dai Keramik Gaiwan. Das neue Stück aus Jinghong kam mit viel Arbeit mit Kontakten und Ecken und mit schmerzhaften „Bruch“ in Zürich an. Die schlimme Verpackung konnte die Keramik nicht schützen, so dass wir mit vielen Schaben auspacken mussten.

Dai Keramik kommt aus einer 4500 jährigen Tradition und von der authentischen Erbin dieses Handwerk, die nun in China als eine Art von „Living National Treasure“ gefeiert wird. Aber warum kostet so ein Gaiwan in Shui Tang so „harmlos“ wie ein japanisches Stück von einem Grossmeister?

Frau Yü Meng ist eine bodenständige bescheidene Dame. Sie verlangt nicht viel für ihre Einzigartigkeit. Wenn man ihre Werke nicht kennt und im Internet surft, landet man meistens in sehr kommerziellen Shops und Fotogalerien. Ihre Werke unterscheiden sich so stark von den anderen, warum? Weil sie zu sich selbst steht.

Zu sich selbst stehen ist heute nicht mehr die Qualitätsmerkmal eines Geschäfts oder einer Person. Was heute in unserem Netz wichtig zu bewerten ist die Freundlichkeit, Zugänglichkeit und Preis. Ein schöner Laden, hübsche Verpackung und freundliches Lächeln zählen.  Nicht die Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Reziprozität (Gegenseitigkeit).

Ich wollte nicht einen „falschen“ Preis machen. Der Geist von Meisterin Yü Meng sollte man in Zürich spüren können. Die Verbundenheit von ihr zu der Erde und zu ihrer Tradition sollte in Shui Tang vermittelt werden können. Das ist der Grund, warum ich Shui Tang gegründet habe. Das ist für mich das Wichtigste an diesem Ort: Authentizität, Aufrichtigkeit und Liebe zu den Dingen um den Tee! Vor allem die Dinge, dessen Schönheit erst sichtbar werden durch die Zeit!

Was für Tee würde ich in so einem Dai Gaiwan zubereiten? Ich bevorzuge gelagerten Pu Er! Der Yiwu Gushu 2002 von Yu, auch der erste Fladen von ihm, schmeckt hervorragend darin: ein Hauch von Wärme, gemischt mit Wald, Blätter und feuchten Luft bei der  Pilzsuche. Erdig, süss und breit…

Mehr von Dai Gaiwan erfahren, bitte hier klicken.

Dai Gaiwan mit Yiwu Gushu 2002-2

Foto von J.C. in Shui Tang an der Spiegelgasse 26 Zürich.

Ein Wasser Test

(Anschließender Beitrag zu dem Thema Yixing Kanne vom letzten Freitag.)

Meistens kaufen wir ein Gefäß weil es günstig für unser Budget ist, oder weil es uns optisch gefällt. Die herrschende ästhetische Empfindung unserer Zeit ist stark von der visuellen Wahrnehmung geprägt. Nicht nur dass wir nur an das glauben, was wir sehen können, sondern auch weil wir nicht mehr gewöhnt sind, mit anderen Sinnen unsere Welt zu entdecken.

Dass es eine uralte Tradition der taiwanischen und chinesischen Keramik gehört, selbst Ton zu suchen, zu verarbeiten und zu lagern, wird oft als Anekdoten oder als Mythos betrachtet. Sind solche Gefässe tatsächlich besser?

Wir starteten am Freitag ein Test, ein Experiment mit dem Zürcher Wasser, nicht gekocht, direkt von Wasserhahn, es wird in verschiedenen Gefäßen gefüllt.

Ganz links ist die per Hand geformte Schale von Hsu, Xulun, aus spezieller verarbeiteten Ton.

Links 2, Wasser in Glas.

Rechts 3, Wasser in spezieller verarbeiteter Ton von Li Jiao.

Rechts 2, Moyu Steintasse.

Rechts 1, Steinzeug Gefäß Neumann Deutschland.

Als ein Teegeschäft möchte man ein gutes Produkt an Teeliebhaber vermitteln, das den Genuss des Tees nicht beeinträchtigt. Ich wollte wissen, wie das Wasser in verschiedenen Gefäßen schmeckt.

Interessanterweise schmeckte das Wasser in dem Steinzeugtassen (aus gewöhnlich käuflichem Ton in Deutschland) ähnlich wie Glas. Kein Plus und kein Minus.

Das Wasser in Moyu Tasse schmeckte in den ersten 5-10 Minuten sehr knackig und frisch, danach fielt es ab.

In den beiden speziell verarbeiteten Tontassen aus Taiwan, die aus einer alten Schule stammen, in der Ton von Künstler selbst ausgesucht, verarbeitet und gelagert wird, schmeckt das Wasser geschmeidig und süß!

Ich hätte nicht gedacht, dass das Wasser trinken ein Freude und ein Genuss werden kann! Jetzt verstehe ich auch, warum viele taiwanesischen Keramiker so viel Wert auf Ton legen und wie verrückt die abgelagerten Erde von einem Staudamm in Taoyuan ausgegraben haben, als er saniert wurde!

Am Samstag probierte ich noch einmal mit Tianmu Tasse aus Holzofen. Das Wasser schmeckte hervorragend, frisch, lebendig und knackig!

Manche Leute bevorzugten das Wasser am Samstag in der Tianmu Tassen von Holzofen als die Tontassen von Li Jiao, weil sie das Gefühl haben – das Wasser sei verändert.

Dominique sagte mir, die feine subtile Geschmeidigkeit des Wassers aus der Tassen Li Jiaos kann nur von Menschen verstanden werden, die die Ruhe und Bereitschaft haben. Diese unsichtbare seidige Textur wahrnehmen zu können ist nicht jedermanns Sache! Es brauche Zeit und Reife! – aber man muss es nicht!

Natürlich ist solches Spiel für viele Leute sinnlos, weil der Unterschied nicht existiere!

Ob der Unterschied existiert, ob der wahrgenommene Unterschied wichtig ist, ist eine individuelle Sache. Jeder das Seinem!

Mythos Yixing?

Yixing Kanne 宜興壺 genießt seine Kult-Position in der Teewelt. Wie viele Menschen verstehen sie tatsächlich? Muss man chinesisch sprechen können, um sie zu verstehen?

Ich kann diese Frage nicht beantworten. Eins ist sicher, auch wenn ich Chinesisch spreche, verstehe sie nur partiell. Ich weiss, dass ich sehr wenig weiss!

Heute trafen paar Freunde in Shui Tang um das Thema Yixing zu vertiefen. Bevor wir anfingen hatten wir eine kleine Wasserprobe: Wasser aus einem gekochten Wasserkocher in Moyu Tasse, Ton Tasse von Meisterin Li Jiao, Ton Tasse aus Deutschland Neumann verglichen. Das Bericht kann ich morgen erzählen.

Ich übersetze kurz einen Dokufilm über die Entwicklung von Yixing Kanne heute. Es gibt Quelleinsteiger, der einst bloss Teeliebhaber war und heute eine Teekannemeister! Er entdeckte sogar wie man mit dem Sauerstoffmangel die Hong Ni zu schwarzen Yixing verwandeln kann! Ein anderer Meister, der das traditionelle Handwerk von der Familie lernt, wie man eigene Werkzeuge herstellen muss, um das Basis des Teekanne-Machens zu beherrschen. Und selbst Ton verarbeitet, einlagert und aussucht. Ein  Teekanne-Meister ohne das Kenntnis zum Material kann keinen individuellen TON angeben!

Wir verglichen verschiedene Yixing Kanne, die ich aus verschiedenen Perioden gesammelt habe. Interessanterweise weisen sie eine bestimmte Richtung, auch wenn sie von verschiedenen Quellen kommen! Mit Hände die Oberfläche berühren, spüren wie fein oder wie körnig der Ton ist. Mit Augen zu vergleichen, wie die Farbe sich in verschiedenen Perioden verändert! Dann mit den Informationen aus verschiedenen Büchern und Dokufilmen zu vergleichen kommen wir ein Stück weiter. Das Wichtigste ist, Referenzen zu haben! So lernten wir über die Teekannen in Shui Tang kennen und über die Entwicklung des Yixings.

Zum Schluss wollte ich unbedingt einen vergleichenden Degustation machen! Vier Möglichkeiten: Porzellan weiss; Yixing doppelt verarbeitete Kanne, modelliert; Moyu Jade Kanne; Alter Yixing Hong Ni aus 80er Jahren, handgeklopfte.

Jeder hat zwei Tassen: Tassen von Li Jiao, und Porzellan weiss.

Aufgegossen wurde Lao Man E Gushu.

In der Porzellan Kanne: die frische und blumige Note des neuen Pu Ers sind im Vordergrund. Das Bittere eindeutig. Eigentlich sehr schön. Ein tolles Material, einfach zu verstehen!

In der 墨玉 Moyu Kanne: die frische und blumige Note des neuen Pu Ers sind nicht eindeutig. Wie eingedämmt. Aber um so deutlicher spürt man die feinen seidigen Textur im Mund. Ich nahm etwas prickelnde Kraft in meinem Gaumen wahr und fühlte mich dabei wie gestärkt – das kann natürlich eine Täuschung sein! Dieser Tee schmeckt mehr in der Moyu Kanne als in der Porzellan Kanne, aber – nicht alle Leute würden die gleiche Meinung wie wir am Teetisch sein! Es ist nicht zugänglich für alle.

In der modellierten Yixing Kanne: diese Kanne ist halb per Hand verarbeitet. Man will eine Kanne schneller fertigstellen, weil eine Hand geklopfte Hand eine Woche Arbeit beansprucht. Aber der Ton ist speziell! Dieser Ton ist zuerst aus gebackenen Ton, der noch einmal zermahlt, fermentiert und gelagert wird. Diese gemahlenen Körner oder Pulver werden mit dem frischen Ton gemischt und zur Kanne verarbeitet. Weshalb so aufwendig? Der Aufguss lüftet das Rätsel. Der Aufguss schmeckte süß! Frisch, süß und knackig! Wir waren alle hell begeistert!

In der per Hand geklopfte Yixing Kanne Hong Ni: subtile blumige und frische Note, nicht so knackig wie bei der anderen Yixing Kanne. Der Aufguss ist ruhiger, aber auch eleganter. Die Textur differenziert, fein und seidig! Ich lachte in meinem Herzen: zum Glück wurde diese Kanne in Shui Tang nie verkauft! Ich werde sie natürlich auch nie wieder verkaufen! Der Lao Man E Gushu aus dieser Hong Ni Yixing Kanne gefällt mir am meisten!

Der Unterschied zwischen den beiden Tassen? Leider kann diese weiße Porzellan Tasse nicht mithalten. Der Tee in der Tassen von Li Jiao ist immer eine Spur feiner und samtiger. So wie in der Wasser Degustation!

Hier kann man noch die Notizen lesen von der letzten vergleichenden Degustation von Steinkannen!

Modellierte Teekanne Xishi Form aus speziellem Ton.

Hematite Steinkanne. Sie hat die Moyu Steinkanne bei einer Degustation „niedergeschlagen“!

Mo Yu Kanne Xi Shi Form.

Diese alte Zhuni Kanne aus Yixingkanne 80er Jahre macht für mich den besten Lao Man E Gushu.

Wie schmeckt der Tee in Dai Keramik?

Gestern brachte ich mein Gaiwan zu Shui Tang, um mit Teefreunde zu testen, wie Dai Keramik mit Tee zusammen wirkt.

Die mit Reiswasser behandelte Oberfläche von Gaiwan ist fein, glatt und geschmeidig. Wir tranken zusammen den Jin Guan Yin aus Anxi 2016 Winter, der in dem Gaiwan seine blumige süsse Note wunderbar entfaltete! Der Jin Guanyin entwickelte sich in der Dai Keramik zu einem gesprächigen Vögel, singte und tanzte.

Morgen werde ich noch einmal ausprobieren mit einem gelagerten Tee und noch einmal vergleichen mit unbehandeltem Gaiwan von Yümeng.

Euch wünsche ich einen sonnigen Tag!

Unsere Werke bei Yü Mengs Werkstatt in Jinghong

Ein Gruss von einem Freund

Tatsächlich wusste ich genaue Datum von der Veröffentlichung des Artikels. Gegen mittags erhielt ich einen Anruf von dem Hexer hinter den Bergen in der Innerschweiz, Stefan Wiesner! Er hat sich so gefreut und gratulierte mich. Bei NZZ Artikels habe ich nie von ihm gehört, aber von diesen „gewöhnlichen“ „volksnahen“ Zeitschrift.

Viele Leute sagten mir, dass diese Veröffentlichung mir keinen kommerziellen Erfolg bringt, weil das Zielpublikum ein anderes ist.

Ich tue es ohne kommerziellen Interesse. Ich tue es, weil der Tee vielleicht weiter kommen kann. Das Medium ist wie ein Wind, es kann günstig sein, kann auch Dinge wegblasen. Aber der Wind kann vieles tragen. Möge der Wind die Teeblätter ins Fenster der Schweizer Familie auch in den Bergen wehen!

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Das Spiel mit dem Tee

Das Spiel mit dem Tee geht weiter. Bei Gongfu Cha III spielen wir den Tee mit Jahreszeit, mit Farbe und Raum. Wir gestalten den Teetisch mit dem Thema Herbst. Es gibt verschiedene Variation des Herbst zum Ausdruck.

Wie verorte ich mich? Wie plaziere ich mein Gegenüber? Was steht zu was als eine Einheit? Wie sieht der Herbst aus? Blühende Chrysathemenwiese oder verfärbte Blätter? Susanne hat trocknende Rose mit Hagebutten gebracht. Farberot tanzte im grauen Hintergrund. Zisha Kanne steht auf schönen Bambusplatte. Der Herbst, eine Zeit zur Reifung. Natascha suggestierte die blühende Chrysathemenwiese durch ein seidentuch. Die Tassen steht auf den von Blätter gepressten Untersetzen wie in einem Schiff. Sie tragen den Tee in dem blauen Celadon, flanierte auf Tatami wie in der Ozean!

Nächtest Mal üben wir weiter an das gleiche Thema. Aber es wird bestimmt anders. Anders weil man ein neues Bewusstsein gewonnen hat!

墨玉蓋碗 Gaiwan aus dunklem Jade von Huanglien Taiwan 

Gaiwan aus dunkeln Jade nimmt einen langen Weg von Ostküste Taiwans bis an die Spiegelgasse in Zürich!

Nach den Anekdoten sollte dieses Material den Energiefluss fördern, ausgleichen und reinigen. 

Aber nicht das Aspekt der Gesundheit macht das Material so teuer, sondern seiner besonderen Herkunft und rares Vorkommen. 

Ich liebe es nicht weil es meine Gesundheit verbessern kann. Sondern wegen seiner Schönheit!

Das Schöne macht mein Leben schön.