Kim, fast acht Jahre alt. Ihr Stillleben aus den Teatoys in Shui Tang!
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Teesprösslinge in Shui Tang
Traurige Teepflanzen in Tropen II
Anschließende Diskusion von dem letzten Beitrag.
Der Anstieg des Teepreis staunt und schreckt viele Teetrinker der Welt. Der Anstieg des Pu Er Teepreis verursacht viel Geschrei und bringt einen zu sparen. Einerseits ist es auf Spekulation des Investoren zurückzuführen. Andererseits ist es eindeutig zu beobachten, dass der Teebauer in Yunnan wie viele andere Teebauer in Taiwan oder Japan direkt davon profitieren. Fairtrade ist in Yunnan, Taiwan oder Japan eine lächerliche Frage. Es geht den Bauern gut.
Wir sahen neu gebaute Strasse, glänzende neue Dächer des neuen Hauses und gute Fahrzeuge. Ich freue mich sehr darüber. Viele Bauer sagten auch klar, sie wissen ihre alte Teepflanzen zu beschützen, weil sie ihnen Wohlstand garantieren. Dass man noch vor paar Jahren Gushu abgeholzt hat, um Häuser zu bauen und Schnaps zu aromatisieren ist heute nicht mehr die Rede. Gushu ist goldwert.
Auch viele Teebauer wissen, dass ein Natur-belassener Taidi Cha einen guten Preis macht. Somit gibt es neben dem fast unerträglichen Gushu-Preis auch immer mehr anständigen Taidi Cha wie der Gua Feng Zhai Xiaoshu oder Zhang Jia San Dui.
Trotzdem hatten wir eine heftige Diskussion zwischen Yu, mir und meiner Freundin aus Taiwan im Bus während unserer Fahrt von Lao Ban Zhang nach Menghai.
Für meine Freundin, eine Professorin an der Universität Taiwans, Philosophin, Teeliebhaberin und Wissenschafterin. Sie fragte sich, ob die Menschen endlich begreifen, dass die Natur durch ihr Handel für immer zerstört werden kann und der Wohlstand nur auf kurze Dauer ist. Für sie sollen die Teebauer aufhören, die Teepflanzen auszubeuten und die Natur nicht angreifen. Sie hat Recht.
Ich war eine andere Meinung. Das Problem von Zerstörung der Natur ist nicht das Problem des Teebauers in Yunnan, sondern ein Problem der Teegemeinschaft und somit das Problem der Menschheit. Man darf das Problem auf den Schulter des Teebauers in Yunnan schieben. Den Wohlstand will jeder. Auch die Intellektuelle wie sie fliegt um die Welt und dort oder dort ihr Refugium. Ihr Refugium in der Natur ist der Wohnraum. Hingegen ist die Natur der Ort, wo die Bauer ihren Wert ausschöpfen. Dass die intellektuelle städtische Bürgertum von einer Natur und von einer reinen Tee aus der Natur träumt, ist manchmal eine ironische Vorstellung – fast eine „Heuchelei“. Menschen die von Urbanisierung profitieren, kritisieren die Menschen die ihre Existenz aus der Natur sichern. Warum sollten die Teebauer in Bergen Yunnans keinen Wohlstand genießen? Warum sollten sie keinen Sportwagen fahren oder Iphone besitzen? Warum sollen nur wir die Vorteile der Zivilisation genießen, während die Bergbevölkerung arm bleiben und die Natur nicht antasten sollen?
Ich freue mich, dass die Teebauer in Bergen Yunnans einen Wohlstand erarbeitet haben! Dafür zahle ich gerne einen guten Preis. Dafür freue ich mich, dass niemand an diese Handlungs-kette leidet.
Trotzdem leiden die alten Teebäume in Bergen Yunnans. Sie leiden, weil sie zu oft gepflückt sind, sie leiden weil die Menschen, die sie pflücken, sie falsch anfassen. Sie leiden, weil das Klima der Erde sich verändert!
Unser Bauer von Lao Ban Zhang erkannt das Problem seit langen Zeit. Er bildet selbst ein Team von guten Pflücker! Somit sichert er nach dem guten Materialien bereits den zweiten Schritt seine Qualität! Dass es immer weniger erfahrenen Pflücker gibt, ist weltweites Problem. In Taiwan pflücken die vietnamesischen Ehefrauen und sie wollen eins- das Geld. Das ist moralisch nicht unkorrekt, aber es fehlt eine Verbindung zu Teepflanen. Teepflanzen pflücken braucht das Wissen! Um das Wissen einzueignen, braucht Zeit! Ein guter Pflücker weiss, wie man mit Finger die Teepflanzen anfasst, ohne sie zu verletzen. Er weiss, wie und wo er pflücken darf. Das rechte Pflücken sichert die Lebensdauer des Teepflanzens!
Wir dürfen das Problem der sterbenden Gushu auf den Schulter von Teebauer Yünnans schieben. Das ist die gemeinsame Verantwortung der Teegemeinschaft! Wenn wir billigere Tee-angeboten von Gushu haben, die aus der Ernte von Sommer oder Herbst, so belasten wir die Pflanzen. So beschleunigen wir das Sterben des alten Teebäume, die bereits paar Jahrhunderten vor Dir und mir leben und eigentlich ohne uns noch weiter gelebt hätten!
Die traurige Pflanzen in Tropen bringen uns zum Nachdenken. Nachdenken über uns selbst und über die Zukunft. So eine Diskussion darf nicht in Fehler Zuweisung fallen. Anderen Fehler zuzuweisen, um eigene moralische Position zu stärken, spaltet nur die Welt.
曼松王子山古樹 Mansong Prinzberg Gushu 2017 Frühling
Berichte von unserer Yunnan Reise 21.-29.04.2017
Manche Leute sagten mir dass man nicht unbedingt weißt dass ich mit auf der Yunnan Reise im April 2017 war, wenn man Reiseberichte von anderen Teilnehmern liest.
Aber von Geli liest man dass ich auch dabei war.
http://www.tee-kontor-kiel.de/blog/detail/sCategory/99/blogArticle/281
Euch wünsche ich viel Freude bei Lesen!
Respektvoll? Was ist das?
Als wir als eine exotische Gruppe in Bana unterwegs waren, waren wir das Fokus von Fotograf und Handyfotograf. Es störte mich und viele in meiner Gruppe. Dass wir ein Fotoobjekt war, war teilweise wegen Exotik, aber meistens war wegen kommerziellen Zweck. Mit eine Gruppe ausländischen weißen Gesichter zu schmücken ist ein tolles Werbefoto für Tee-business. Das nützen nicht nur die Chinesen aus, es wird auch gerne von europäischen Teeleute ausgenützt. So werde ich wohl ab und zu im Internet solche Fotos finden und mich fragen, „oh, mit wem war meine Gruppe unterwegs?“ Der arme Yu, der so viel für uns getragen hat, ist total ausgenützt von diesem Phänomen. Es gefiel ihm gar nicht und warnte mir immer wieder, lass sie nicht fotografieren! Aber was kann ich machen? Wenn jemand von meiner Gruppe auf der Strasse oder auf dem Markt gehalten wird für ein Fotoshooting… Für meiste Menschen ist es so wie so nicht wichtig, weil sie die Zusammenhänge nicht als relevant halten.
Im Shui Tang erlebt man auch ganz verrückte Dinge, die man als normaler Konsument sich nicht vorstellen kann:
„May I get some Samples from your shop?“ manchmal spazierte ein amerikanischer Tourist und fragte nach Muster.
„Können Sie mir nicht schnell sagen, wie man Matcha macht?“
„Ich fliege nach Taiwan und Yunnan. Können Sie mir gute Adresse für Tee weiter geben?“
„Wo ist Ihr Lehrer in Taipei?“
Wenn ich manchmal so gefragt werde, bin ich häufig verwirrt. Sind Menschen so respektlos? Oder können Menschen so respektlos sein? Sie wollen so viel von anderen Menschen, ohne sich selbst zu fragen, warum dürfen sie es?
Ich verkaufe Tee, aber nicht mich und mein Wissen. Ich und mein Wissen sind unkäuflich. Ich teile mein Wissen und mein Können aus freier Wille, nicht aus Kommerz. Wenn es eine freundschaftliche Beziehung existiert, wäre man bereit zu teilen. Eine freundschaftliche Beziehung muss man pflegen. Ich und Shui Tang sind kein Automat von Selbstbedienung.
Meisten frage ich der Person zurück, „wie kommen Sie auf die Ideen?“
Am vergangen Samstag passierte eine kleine Geschichte, die mir viel Freude machte.
Ein deutscher Tourist war entzückt von der Schönheit von Shui Tang, von den Blumen bis zu Teatoys. Er fing an Fotos zu schießen. Ich konnte seine Aktivität als Werbung und Anerkennung für meine Arbeit verharmlosen, aber mein Herz tat weh.
„Es wäre respektvoll, wenn Sie mich um Erlaubnis zu fotografieren bitten würden.“ ich sagte ihm lächelnd.
„Warum denn? Die Schönheit gehört alle.“
„Die Schönheit gehört Ihnen nicht und in diesem Geschäft gehört es mir.“
„Sie wollen sicher mit anderen Menschen teilen, oder?“
Wow! Das Zauberwort, Teilen!
„Nein, ich will nur mit Menschen teilen, die diesen Ort respektieren.“ Ich schaute ihn direkt in die Augen, „Ich entscheide, mit wem ich es teilen. Ist es Ihnen klar?“
Seine Augen wurden leicht rot, „Natürlich haben Sie das Recht zu sagen, dass es Sie stört.“
„Ich weiß es und sage Ihnen es jetzt, dass es mich stört.“
Er ging aus Shui Tang und ich atmete aus. Mein Herz war erleichtert. Ich war froh, dass ich zu mir gestanden bin.
Paar Minute später kam er wieder.
„Ich möchte mich um die Entschuldigung bitten.“ sagte er in Hochdeutsch.
„Achso.“ Ich staunte, „Nehmen Sie es nicht so ernst.“
„Doch. Ich will niemanden verletzen.“
„Nö. Sie können mich nicht so leicht verletzen. Ich will Ihnen nur mitteilen, dass ich es als respektlos empfand.“
„Ja, ich möchte mich entschuldigen. Es war wirklich respektlos.“
„Gerne nehme ich es an.“ Ich lachte, „Und ich danke Ihnen für Ihre Großzügigkeit. Sie sind so großzügig, dass Sie Sich entschuldigen können.“
Wir bedankten uns gegenseitig.
Es war wunderbar.
(Warum ist Shui Tang schön? Warum strahlt dieser Ort so eine kraftvolle Atmosphäre? Weil er geliebt und geschätzt wird – von vielen, weil er auch beschützt wird, von mir.)
Muss man Dai Tao 傣陶behandeln?
Nach drei Male Teedegustieren sieht mein Gaiwan von Dai Keramik so aus.
Muss man diese Keramik behandeln?
Wenn man den Geruch von Brand nicht stört, muss man nicht.
Ich würde ihn behandeln weil Yü Meng Werkstatt so empfahl. Auch wenn wir gestern in der Degustation kaum einen Unterschied merken konnten. Der Tee aus dem unbehandelten Gaiwan schmeckte sogar eine Spur interessanter weil man auf der Zunge verschiedene Nuance wahrnehmen kann.
Ich kann Euch nicht sagen warum die Tradition so empfiehlt, man kann es folgen als eine Ritual von Annäherung betrachten oder sein lassen weil man auf die Fakten verlassen möchte.
Viel Spaß beim Reiswasser sammeln und kochen!
Ein gut gereifter Dongding 老凍頂 ist eine wertvolle Lebensversicherung
Als ein gutes Geschenk für unseren Führer auf der Reise habe ich meinen Kopf fast zerbrochen. Als er mir dann fragte, ob ich für ihn einen gelagerten guten Dongding auftreiben kann, war ich gerettet.
Dieser Dongding ist mindestens 40 Jahre alt. Mein Lehrer hat ihn bei einem alten Kollege gefunden.
Dongding 凍頂烏龍茶 war der Begriff von hochwertigen Formosa Oolong von 80er Jahren – der Tee, denn man trinken muss.
Der Boden von Dongding Berg ist reich an Gestein, somit ist dieser Tee sehr mineralisch. Ich finde ihn immer wieder den Geschmack, den ich gleich mit meinem Heimat assoziiert, etwas Archaisches und spontan. Durch die Lagerung spürt man die Tiefe der Kraft aus der Erde und die Ruhe eines gereiften Tees.
Er bekam diesen Tee bei einem Besuch bei einem alten Kollegen. Immer mehr Leute wissen Ihren alten gelagerten Oolong zu schätzen, während viele Teeliehaber auf der Suche nach solchen sind.
Die alten Kollgen meines Lehrers sind auch Teehändler, die selbst viele gelagerte Teesorten aufheben. Sie wissen voneinander, wer von was spezialisiert ist.
Dieser Tee ist bei einem Teehändler geblieben, weil der Auftragsgeber seine Kredit bei Banken verlor und nicht bezahlen konnte. Somit ist dieser Tee bei ihm unfreiwillig geblieben. Es war nicht gewollt. Einst war es eine Verlust, heute eine gute Lebensversicherung. Weil der alte Teehändler wusste von dem Wert des guten alten Dongdings und verkauft ihn sehr sparsam!
Mein Lehrer sagte mir immer wieder, guten Tee zu kaufen und verkaufen – auch wenn der Tee nicht gleich verkauft wird, ist es immer eine gute Anlage. Das stimmt!
Wir haben Freude an guten Tee, und der Tee steigt seinen Wert sogar im Keller!
Wie schmeckt der Tee in Dai Keramik?
Gestern brachte ich mein Gaiwan zu Shui Tang, um mit Teefreunde zu testen, wie Dai Keramik mit Tee zusammen wirkt.
Die mit Reiswasser behandelte Oberfläche von Gaiwan ist fein, glatt und geschmeidig. Wir tranken zusammen den Jin Guan Yin aus Anxi 2016 Winter, der in dem Gaiwan seine blumige süsse Note wunderbar entfaltete! Der Jin Guanyin entwickelte sich in der Dai Keramik zu einem gesprächigen Vögel, singte und tanzte.
Morgen werde ich noch einmal ausprobieren mit einem gelagerten Tee und noch einmal vergleichen mit unbehandeltem Gaiwan von Yümeng.
Euch wünsche ich einen sonnigen Tag!

Unsere Werke bei Yü Mengs Werkstatt in Jinghong
Weitere Filme von Yü Meng 玉勐 und 傣陶 Dai Keramik
http://tv.cntv.cn/video/C15160/90a36869b7624f8181cd0998391bfb4b
版纳古陶_《8分钟纪录》_视频_央视网
Dieser Film über Dai Keramik ist auch von CCTV.
Er erzählte wie die alte Technik der Menschheit aus der neuen Steinzeit immer noch heute praktiziert wird. Ebenfalls wie Yü Meng unabhängig von der Kommerz weiter in ihrer Ueberzeugung ausharrt und weiter praktiziert. Sie erwendet nicht das Man Tou Yao (Gedämpfte Knodel), sondern auf dem Grund ein Ofen ganz angepasst an die Menge baut.
谁是这古老制陶工艺的传人_探索·发现_视频_央视网, Wer ist die Erbin dieser Tradition
http://tv.cntv.cn/video/C14092/46c4470ed1dc43f17f4c55b2436dc7d0
Yü Meng 玉勐 sagte, sie hat zwei Kinder. Ihr Sohn hat eine Erbkrankheit und kann die harte Arbeit nicht alles machen. Die einzige Tochter sagte vor dem Kamera, sie will nicht diese Arbeit von der Mutter fortsetzen. Sie will eine solide Arbeit suchen, am besten bei dem Staat. „Ist die Arbeit mit Dai Keramik nicht soliede?“ fragte die Journalistin.
Die Tochter lächelte, „Es ist so solide. Aber ich bin eine Frau. Ich will nicht die Erde ausgraben, immer nach Reisstroh und Hölzer suchen und nach Hause tragen. Es ist sehr hart, sehr anstrengend. Es ist anders als was sie hier bei uns im Werkstatt sehen. Ich bin eine Frau, wissen Sie.“
Yü Meng hörte und behielt Ihr gültiges Lächeln, „Ich habe eine Enkelin. Sie spielt gerne Erde. Wer weiß, ob sie nicht meine Erbin sein wird?“






