Unser privates Glück ist schön. Nur die Strebung danach und nur das Augenmerk davon, kann ignorant sein.
Was können wir als Teeliebhaber für den Frieden machen? An die Straße gehen, eine Unterschrift für den Druck auf Bundesrat ( https://sanktionen-jetzt.ch/), Akzeptanz von mehr Mühseligkeit und Verzicht wegen Energie ( wie die deutsche Regierung bereits entschieden hat), was noch? Friedlich leben und einen Tee für Freunde anbieten, ein Versuch auf der energetischen Ebene für das Universum.
Hoffnung schimmert in der NachtDas Meer des Gefühls für den FriedenAnfang und Ende einer Auseinandersetzung Vom Chaos zur einen immer wieder wackeligen aber friedlichen WeltFrieden hat verschiedene Gesichter und der Zorn gehört dazu.
Er bezeichnet sich als Sklave der Erde. Er bekam die höchste Auszeichnung der Keramiker Taiwans 2019.
Und er hat den gleichen Name wie mein Teelehrer – Chen Huantang. Er ist auch der gefürchtete und geliebte Lehrer vielen berühmten und jungen Keramiker Taiwans. Viele sagen, sie zittern wenn er neben ihnen steht. Viele sagen, sie haben von ihm gelernt ein grosses Herz für die Gesellschaft und die Natur!
Viel Inspiration wünsche ich Dir, Idee und Vision zu erhalten in so dunkler Zeit im Europa.
Das kurze Leben von Schmetterlingen inspiriert einen Künstler als Motive vom Herbst für seine Kanne-Gestaltung. Wie kommt er dazu?
Als ich diese Kanne vor mir sah, schimmert sie zart und elegant. Leicht grünlich wie die feine Farbe vom echten Anji Baicha. Sanft grünlich und schimmert. Benshan Lüni heisst der Ton, mit dem Zhang Feng bearbeitete. Zartes gelb, schimmernde grüne Stiche. Jenseits von fallenden gelblichen toten Blätter. Mit welchem Tee soll ich ihn einweihen?
Niklas sagte, dass er Lisan lernen wollte. Er ging in den Keller und holte 5 verschiedene Lishan Oolongs: 2020 Frühling, 2019 Dongpian, 2015 Schneeflocken, 2009 Holzkohle und 2001! Er sagte mir nie, welcher vor mir stand. Und es ist oft wie eine Prüfung, die mir immer wieder zeigt, wie hart ich noch lernen muss. Ich nahm Löffel und trank die Schale am äusseren Rand. Klare Eleganz, differenzierte blumige und fruchtige Noten stiegen in die Nase. Nach dem Abgang duftet es immer noch auf meine Zunge, als ob man duftende Blätter auf den Boden, auf meine Zunge zerstreute. Wie Osmanthus oder wie Jasmin. Wie weisse Pfirsich oder wie reife Aprikose. Die Schönheit beflügelte die Phantasie, als ob man sich zwischen dem Tanz der Schmetterlingen befindet. Eine sanfte Brise wehte, auf einem Wiese in einem abgelegenen Tal, die Sonne scheint und die Schmetterlingen sind verliebt in den Blüten.
Gelagerter Tee? Ich erkannte es nicht. Ich dachte, er müsste jung sein, weil er so gesprächich schmeckte.
Ich drehte mich um und betrachtete die Duanni Kanne näher. Der Körper der Kanne wirkte wie tief in die Mutter-Erde verwurzelt. Wenn ich die Oberfläche berührte, dachte ich die von Regen befeuchteten Boden zu treten. Ein Blatt fiel zufällig durch den Wind auf den Boden, ein Baum streckte noch in den letzten warmen Tagen im Herbst seinen Stamm, um Sonne zu erhalten. ich würde leicht an dem Stamm anlehnen und genoss den herrlichen Blick eines Herbstages.
Es gäbe nichts Besseres als dieser Tee für diese Duanni-Kanne. Niklas fragte mich, wie soll man diese Kanne halten? Wie? Wie möchte diese Kanne gehalten werden? Wie möchte er angesprochen werden?
Tanz von Schmetterlingen von Zhang Feng
Der jetztige Raku Meister antwortete Journalisten, als man wissen wollte, wie man seine nicht sehr benutzerfreundliche Schale zum Teetrinken verwenden sollte, dass es eine Kommunikation oder eine Einladung sei – zwischen der Schale und dem Teeliebhaber. Er ist ein Meister und seine Antwort ist mit einem Geschmack vom Zen. Er würde bestimmt damit testen wollen, wer würde diese Schale verstehen und wo das Zuhause von dieser Schale sein kann.
Bin ich der Ort, wo die Kanne sich wohl fühlt?
Das Leben von Schmetterlingen ist so kurz, dass sie sich nie um die Dinge nach paar Monaten kümmern müssen. Sie konzentrieren nur im Hier und Jetzt. Lebe! Lebe schön! Das Leben ist schön! Es sind die Kraft des Lebens, die mich berührte, als ich die Kanne in der Hand hielt. Ich spürte den Puls des Universums. Meister Zhang Feng hat die Energie der Muttererde durch die einfachen Linien und schirmende Oberfläche lebendig zum Ausdruck gebracht. Ich fühlte die aufwärtsstrebende Lebenswille des Baums und realisierte, dass die fallenden Blätter zur Erde verwandelt werden und die Lebewesen weiter nähren. Es gäbe weder Verlust noch Gewinn. Es lebe weder Leben noch Tod. (Sätze von Herz-Sutra: Oh Shariputra, alle Daseinsfaktoren [12] sind durch Leerheit gekennzeichnet: sie sind nicht entstanden, sind nicht anhaltbar, nicht verunreinigt, nicht geläutert, nicht mangelhaft und nicht vervollständigt worden.) In der Ewigkeit existiert keine Vergänglichkeit.
Schmetterlinge durchleben verschiedene Stadium. Die Umwandlung von Metamorphose inspiriert viele Poeten. Wenn die Schmetterlinge endlich ausfliegen, tanzen sie unter dem Sonnenschein zwischen den Blumen. Wenn der Herbst kommt, müssen sie alle Kraft sammeln, um zu tanzen, um zu paaren, um fortzusetzen.
Herbst ist die Jahreszeit, in der die Schmetterlinge alle Lebewesen winken. Sie rufen: „Tanze, Lebe, Du!“
Yixing Künstler Kanne von Zhang Feng. Lü Ni (Duanni) aus Huanglong Shan. 470 ml.
„Im Herbst tanzen die Schmetterlinge, weil sie wissen im Hier und Jetzt zu leben!“ Herbst Kanne in Vergänglichkeit-Serie. Mit dieser Serie möchte er die Jahreszeit erzählen. Hier – der Herbst!
Der Name von dieser Kanne heisst 六方宮燈壺 Liufang Gongdeng Hu. Liufang, sechseckig, oder sechsseitig. Gongdeng ist eine bestimme Lampion aus dem Kaiserhof. Es wurde erzählt, dass der 光武帝 Kaiser Guangwu die dunkle kriegerische Zeit von 漢 Han Dynastie (ca. 27 nach Christus) beendete. Er liess spezielle Lampion produzieren, die Lichter in den dunklen Nächten bringen sollten. Somit hat solche Kannenform eine verborgene spirituelle Bedeutung. Weshalb sechseckig?
Liufang, 六 Liu – sechs. 方 Fang – Himmelsrichtung. 6 Himmelsrichtungen? Ja, das heisst, Nord, West, Süd, Ost, Himmel (oben) und Erde (unten). Tatsächlich wird der Raum mit diesem Begriff dreidimensional anstatt nur zweidimensional. Ein Gefäss, das den Raum von Universum ganzheitlich beinhaltet, bringt den von Krieg geplagten verzweifelten Menschen Licht!
Diese Form lebt seit tausenden Jahren im Bewusstsein von chinesischen Volk und irgendwann wurde es als Motiv von einem Gefäss des Tees aufgegriffen. Zufall oder eine logische Entwicklung.
Und das Gefäss, das sowohl Licht bringt als auch einen Getränk trägt, was Menschen in einem fremden Kontinent und Insel klärt, verzaubert und verwöhnt, führt uns auf die Spuren von Begegnung der Kulturen. Es bringt die Vergangenheit ins Licht. Es lässt uns ins Licht blicken, dass der Tee weiter zwischen uns lebt!
方 Fang – eckig, Richtung aufweisend, Symbol von dem Raum auf der Erde. Ein Werkzeug, Menschen zu helfen sich zu verorten. 圓 Yuan (Kries, rund) – Symbol von Charakter des Himmels und Universums. Eine Brille (Teleskop), die Menschen zu helfen, die Zeit durch die Beziehung zwischen bewegenden Sternen und ab- und zunehmenden Mond zu beobachten. Die beiden Begriff bilden die Grundformen der Teekannen und verraten uns die chinesische Vorstellung von Gefässen, wie sie in der chinesischen Kultur verstanden werden. Ein Gefäss, um Raum des Universum darzustellen und gleichzeitig den Charakter des Kosmos zu vermitteln. So ein Gefäss zu „besitzen“, ist eine Möglichkeit, das Wissen zwischen Raum und Zeit zu erforschen – durch das, was das Gefäss trägt – Tee.
Dank Yixing-Kanne bekam ich eine kleine Tür-Spalte, die alte Seele und alte Kultur chinesischer Tradition zu „ahnen“ und zu lernen. Lichtvolle Stütze in einer rasch verändernden Welt, in der das Leben oft seinen Pfad verliert. Durch Tee wird diese Spalte hoffentlich immer breiter.
Wenn die Sonne im Herbst noch scheint, leuchten die farbigen Blätter besonders gold-gelb. Im Moment blühen die Teebäume in Yibang bestimmt ganz lebendig im Wald.
Mansong Gushu ist eine Orientierung des Pu Ers für mich. Blumig, zart, süss und holzig im Mund. Kraftvoll wirkt er im Körper. Ein Raum von breiten und Tiefen entsteht irgendwo im Brustkorb. Ich begegne selten so eine Schönheit, die aromatisch facettenreich schmeckt und Tiefe und Charakter gleichzeitig besitzt. Dieser Tee ist aufgrund von seiner raren Hintergrund schwer zu erwerben.
Yibangs blühende Teebäume. Herbst 2013
2021 bekomme ich aber vier sehr spannende Yibang. Die jeweils einen Teil von Yibang Mansong präsentieren.
Yibang im Jahr 2013 Herbst
Dahei Senlin (der grosse dunkler Wald) lerne ich zum ersten Mal kennen. Der Wald liegt neben Mansong. Einst war er auch kaisierlicher Tribut-Tee und aus Camelia Sinensis. Ich stelle mir weite Wälder mit dunklen Bäume vor. Der Tee ist keineswegs dunkel. Ich rieche zarte Knospe und blühende Blumen. Der dynamische Geschmack tanzte auf der Zunge, während das Licht, das von den Blätter gespeichert wurden, sich durch den Körper strömt. Lebendig und energetisierend. Das ist der obere Teil von dem Tee des Manson-Gushus.
Dahei Senlin (Dahei Shulin)
Wenn wir weiter gehen, kommen wir bei dem Yibang GuoyouLin an. Natürlich weiss ich nicht, ob es graphisch nah aneinander liegen, aber ihre Geschmäcke sind miteinander verbunden. In Yibang Guoyoulin wachsen die hochstämmigen Teebäume, die stets über den Tellerrand hinaus schauen und den Weitblick behalten können. Schmecken Sie so prächtig wie ein Chawangshu? Für mich schmecken sie wie ein See – ein mystischer See – wie in hochalpinen Bergseen. Oft werden sie verschleiert. Wenn die Sonne durchscheint, offenbart die Schönheit einer Perle. Ein weiter Raum, der auf dem Gipfel steht, weitet sich in mir aus. Leise zwarte Knope klingelt auf der Zunge. Liebliche feine Tasse. Für mich verkörpert er den unteren Teil von Mansong Gushu. Friedlich, weit und in sich ruhend. Emotionale Qualität.
Yibang GuoyouLin
Wenn man eine Weile am See gesessen hat, erhält man Kraft weiter auf den Weg zu gehen. Bergauf und Bergrunter kommt man bei einem anmutigen Weiler. Dort müssen die Teepflanzen wegen dem steilen Hang den grossen Unterschied von Wärme und Kälte aushalten, wachsen die Blätter schmal und länglich. Man nennt es „Weiden-Augenbraun“. So nennt man auch schöne Augen einer Schönheit in der alten Literatur. Die entzückenden Blätter eines Yibang Gushu liefert keinen weichen Tee. Der Tee voller Dynamik verführte mich, Anna und Fabio am vergangenen Samstag zu einer heiteren Welt. Er tanzte, mit uns oder solo. Er macht keine kunstvolle Sprünge oder Pirouette, sondern ganz auf den Boden fliessend wie ein archaischer Tänzer, der Anwesende „nach Hause“ begleitet.
Wenn man bald wieder „ans Tal“ ankommt, begegnet man die vor kürzen angepflanzten Xiaoshu (junge Bäume, ca. 10-20 Jahre alt). Sie sind jung, zugänglich und frisch. Unkompliziert und einladend. Ein bekömmlicher Tee, der nicht sehr viel von einem verlangt, aber viel Freude an Trinken schenkt.
Ein visueller Spaziergang. Eine Reise durch den Geschmack des Tees. Äusserlich und innerlich. Kulinarisch und Emotional. Yibang mit vier Gesichtern.
Das Ereignis in Norwegen brachte mich zum Nachdenken. Terroristen werden immer kreativer. Von Selbstmordattentat, Lastwagen und nun Pfeil und Bogenschiessen. Und in meinen unmittelbaren Umgebung sind viele Freunde, die radikalen Positionen in der Pandemie einnehmen. Warum entweder oder?
Gestern unterhielt ich mich mit Brigitte über das, was die Pandemie uns lehren will. (natürlich würde diese Covid-19 Pandemie für eine radikale Position nicht existieren.) Als Jungianer versuchte sie mich auf die Gegenphänomen der Geschichte und der Gesellschaft aufmerksam zu machen. Zum Beispiel Mundschutz-Maske. Sie bezeichnet diese Entstehung und Massnahme vom Mundschutz-Maske-Tragen als ein Spiegel von dem, dass der private und der öffentliche Raum unserer Gesellschaft so verwischt sind, dass die Menschen nicht mehr mit Nähe und Distanz umgehen können, dass die privaten intimen Dingen öffentlich oft zelebriert sind. Und dass die Kommunikation sooo wichtig geworden ist, wir haben überall Handy und können überall Handy aufladen. (Wir sind „Dracula“ geworden). Wir sprechen und sprechen das private im öffentlichen Raum, egal ob die anderen wollen. Es gibt keinen Zwischenraum mehr, wo uns das Gefühl geben, etwas gestalten können, selbst bestimmen können.
Im Aussen verwandeln zum Beispiel viele junge Familie in Zürich die städtischen Brunnen zu ihrem Schwimmenpool. Manche lassen sogar ihre Hunde darin baden. Der Öffentliche Ort ist privat geworden. Der Sinn für die Gemeinschaft ist rar. Im Innen verkennen wir, was uns wichtig ist, zum Beispiel unsere Werte. Anstatt einer klaren Grenze zu setzen, leben viele Menschen stets im Auge des anderen. Man wird radikal, weil man das Gefühl hat, keinen Raum mehr zu bekommen. Man fühlt sich beobachtet und verurteilt.
Wo bleibt dieser Zwischenraum?
Ich erinnere mich an das Gongfu Cha. Viele neue Anfänger verstehen oft nicht, wozu der Vermittler sein sollte, und was dieser Zwischenraum zwischen Aussen und Innen bedeutet. Der Vermittler zwischen den Gästen-Tassen und Gastgeber -Teekanne (Gaiwan) ist der Teekrug, der zubereitete Tee in die Tasse ausschenkt. Und der Zwischenraum ist zwischen den Gästen und Gastgeber. Diesen Zwischenraum zu gestalten, wo Teelöffel, Teesieb, vielleicht sogar eine Vase oder Symbole, schafft eine Atmosphäre aus unserem Herzen und Geist.
Umgesetzt im Alltag lerne ich einen Zwischenraum zu verwirklichen. Das ist Shui Tang. Ein Ort, wo Dualität eine Pause machen darf. Ein Ort, wo Menschen sich in eine Zeittunnel ( zwischen der Geschichte, Tradition und heute) befinden können. Ein Ort, wo Schönheit und Klänge des Tee zur Sprache kommen können. Ein Zwischenraum für meine Wirklichkeit. Für anderen kann es ein Verein sein, wo sie für Ihre Werte kämpfen, wo sie für ihre Überzeugungen einsetzen. In solchen Prozess lernt man mit den „anderen“ zu kommunizieren. (Natürlich gibt es immer jenen, die eigentlich nur selbst artikulieren wollen. Solche Menschen fühlen sich immer unterdruckt und in Minderheit und wollen immer respektiert werden. Aber Respekt ist gegenseitig. ) Vielleicht kann ein Zwischenraum heilsam sein, wenn unsere Energie einen Ort finden, sich zu entfalten.
Wenn Du im Moment keine Möglichkeit sieht, in dem konkreten Leben einen Zwischenraum zu schaffen, dann mach Dir einen Tee, der Dir viel Raum schenken wird und Du selbst gestalten kannst!
Regnerisch und kühl. Ich wollte mir das Projekt Culinarium Alpinum anschauen. Man hat mir von einem sehr beeindruckenden Gartenprojekt „essbare Landschaft“ erzählt. Das auf dem Menü präsentierte essbare Herbst hat mich enorm begeistert und sofort plante ich die Reise ins Mekka.
Als wir dort ankamen, war der Garten noch im Werden, aber man konnte bereits reife Himbeeren pflückten. Das Essen war hübsch repräsentiert. Die in Quark gesteckten Blüten schmeckten wie die Sonne, die hinter den Wolken versteckte. Das Fleisch war geschmackvoll, Kürsbispüree ist wie es sein kann. Nach dem Essen wollten wir einkaufen und das Projekt unterstützen. Man musste selbst die eingekaufte Waren zusammenzählen und twinten – wie in einem Hofladen.
Wie viel darf man verlangen und wie viel gibt man als Service. Es ist ein immer schwieriges Thema in einem sehr teuren Land, wo Menschen immer mehr zum Kostenfaktor werden. Wie viel darf man sich an das Lokale orientieren, bevor man sich unbewusst eingeengte Denkstruktur aneignet? Dass sich als authentisch und regional angibt, ist eine Versprechung verwurzelt und geerdet zu handeln?
Ich nahm viele Eindrucke und Gedanke nach Hause. Der Regen begleitete uns ununterbrochen. Bevor wir in den Zug sprangen, sassen wir uns kurz in Rosenburg, wo wir beide als schön und heimlich schweizerisch bezeichnen würden.
Als die Sonne wieder aufging, lief ich zu Shui Tang. Mit Franco packte ich die frischen eingetroffenen Stapel aus und tranken gemeinsam den Manlin. Es wird nicht der letzte Tee sein, den wir miteinander teilen. Es wird nicht der letzte Sonnenschein sein, der über Shui Tang strahlt. Aber der herbstliche Stimmung verbreitet sich in der Atmosphäre. Das warme Licht scheint besonders tröstend.
Aus der erste Tasse duftete es nach zarten Blumen, die gerade frisch öffneten. Es waren noch Heu und Grass. Im Mund breitet sich eine warme Hülle, Heu, Holz und Orangenschale. Es wärmte mich so, dass ich schwitzte. Wie fühlte ich mich? Ein Lächeln aus dem Herzen entspannte meine Schulter. Die herbstliche Sonne scheint auf meine Schulter, erfreulich und aufmunternd. Die alten Teebäume stehen Hunderten Jahren dort, wo sie die Sonne mit vielen Lebewesen teilen und verwandeln die Sonne in die Energie, damit sie uns die frischen kraftvollen Blätter liefern – wenn die Sonne auf meine Schulter scheinen, was gebe ich zurück? Wie könnte ich diesen natürlichen Kreislauf durch das Tee-Trinken ohne Dogmen und Versprechung weitergeben?