Shin Cha – der neuste Tee aus Japan

IppodoIppodo

Heute erhalte ich Newsletter von dem renomierten Teeladen Ippodo in Kyoto, Japan. Shin Cha ist da! Frischer Sencha im Jahr 2006 ist auf dem Markt. Für den Teeanbaugebiet Uji ist die Ernte für Frühlingstee erst im Mai. Nun stehen überall Plakate von Shin Cha auf der kyotoer Strasse.

Letztes Jahr war ich mit meiner Schwester, Teefreund Gerhard und seinem Sohn in Kyoto. Es war ein regnerischer Tee. Trotzdem genossen wir die aussergewöhnlichen Gastfreundlichkeit (manchmal eine zu geformte Gastfreundlichkeit), frischen feinen Tee und seine Süssigkeiten. Wir waren in Ippodo. Dort haben wir zuerst Matcha getrunken und Süssigkeit genommen. Gerhard führt ebenfalls einen renomierten Teeladen in der Schweizer Hauptstadt. Er bewunderten die Zeit, die man in einem asiatischen Geschäft für seine Gäste nimmt. Wir sollten einen sehr guten Gyokuro kaufen (ca. 8o€ /100g) und wollte vorher probieren. Die Verkäuferin bittete uns für einen kleinen Geduld. Sie zog eine „Duschhaube“ an und bereitete uns eine Tasse Gyokuro zu. In 5 Minuten bekam jeder von uns eine sensationelle Tasse von einem leuchtenden grünen Gyokuro! Der Laden hat viele Mitarbeiter, alle waren konzentriert auf ihre Arbeit, trotzdem freundlich und aufmerksam, wenn eine neue Kunde in den Laden eintratt! Ganz anders als hier in Deutschland oder in der Schweiz, dass man zuerst warten muss, bis man überhaupt begrüsst und registriert wird. Gerhard fragte mich, wie könnte der Laden sich leisten, so viele Personal zu bezahlen? Das ist wohl das Hauptproblem in Europa. „Menschen sind Kosten auf vier Beine! – Viel zu teuer!“

In früherer japanischen Zeit lagerte man den Tee, der im Mai geschnitten wurde, in Bergen. Im November wurde eine grosse Fest gefeiert, wenn der Tee „frisch“ geöffnet wurde! Tee wurde zuerst gelagert, so dass ihr Charakter stabiler und der Geschmack harmonisch werden könnten. Darum benutzen wir in der Teezeremonei für Usucha und Koicha mit leicht abgekühltem Wasser. Im Winter, wenn der Tee frisch ist (wird erst im Nov. geöffnet) könnte man mit kochendem Wasser aufgiessen. Im Sommer ist der Tee normalerweise alt, giesst man das mit kaltem Wasser gemische Wasser. 

Heute gibt es keine Sehnsucht mehr nach dem neuen Tee! Man könnte rund ums Jahr Long Jing, Gyokuro und Matcha kaufen. Moderne Kühltechnik hilft, das Gier, den Tee für jeder Zeit greifbar zu machen. Shincha ist ein neuer Produkt dieser Zeit. Weil man immer etwas neues braucht, um das reine Begehren zu stilen. Ist der frische Tee in der Gattung Sencha wirklich sensationell? Warum hat man früher den Tee absichtigt gelagert? Ich fragte einmal meine jap. Teelehrerin. Sie sagte mir, dass Sincha eigentlich in dieser Form nicht sein kann. Ganz frischer Tee schmeckt nicht harmonisch und sehr aufdringlich.

Aehnlich bei Tie Guanyin, Buddha Hand und Yan Cha. Diese Oolong Tee muss auch gelagert werden, damit sich ihre Aroma und Geschmack entfalten können.

Viele gute Dinge brauchen Zeit. Nicht alles Neues und Schnelles sind gut. Aber „Zeit ist das geknappste Gut, das wir haben.“ (Ernest Hemingway)

Shin Cha Shin Cha von Ippodo

6 Gedanken zu „Shin Cha – der neuste Tee aus Japan

  1. Suzanne

    Liebe Menglin,
    jetzt hast Du mich sehr neugierig auf Shin Cha gemacht. Ich kenne japanischen Tee noch überhaupt nicht. Aber ich werde auf jeden Fall mal probieren. Auch mein Teebuch von Okakura Kakuzo hat mich da schon sehr „hellhörig“ gemacht!
    Gestern habe ich hier einen neuen chinesischen Teeladen entdeckt – noch dazu einen sehr schönen. Man konnte den Tee dort auch probieren, und das habe ich natürlich gleich getan, neugierig wie ich bin. Zwei Tees haben mir besonders gefallen – diese kannte ich auch noch nicht. Ein Qi Men (über diesen hast Du schon einmal geschrieben) und ein grüner Tee, Wu Zi Xian Hao. Darüber habe ich noch nichts gefunden. Er schmeckt sehr fein, ein bisschen nussig, und gar nicht bitter! Mit grünem Tee kenne ich mich noch gar nicht aus – dies ist mein erster „reiner“ Grüntee. Sonst habe ich nur grünen Jasmintee – wie Du ja weisst 🙂

    Von beiden Tees habe ich nur sehr wenig genommen, da sie wirklich sehr teuer waren, und ich shon viel guten Tee habe… Aber nach der Teezeremonie wäre es mir peinlich gewesen, nichts zu kaufen. Und beide Tees haben mir auch sehr gut geschmeckt – ich freu mich schon, sie zu trinken. Ich bringe sie auf jeden Fall mit, damit Du sie auch probieren kannst.

    Ich bin sehr gespannt, was Du mir zum Qi Men und dem Wu Zi Xian Hao sagen kannst.

    Und gerade trinke ich den Jasmin Yinhao, von dem ich noch einen Rest gefunden habe! Ich hatte ihn zu dem anderen Jasmintee gelegt und dann vergessen, dass noch etwas übrig war. Er schmeckt auch ganz wunderbar!

    Viele herzliche Grüße! Suzanne

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  2. Menglin

    Ein sehr guter Qimen kenne ich leider bis her noch nicht. Vielleicht bin ich zu begeistert von Dian Hong und noch nicht auf dem Geschmack des Qimen gekommen bin. Es sind ja sehr verschiedene Teesorten.
    Wu Zi Xian Hao habe ich noch nicht gehört. Beschreibe doch einwenig mehr von der Form?
    Schön, dass Du nach der Teedegustation einwenig eingekauft hast. Du hast sehr gutes Gefühl mit Menschen. Viele Leute würde gar nichts kaufen, obwohl sie reichlich degustiert wurden. Wenn das Geben und Nehmen im Fliessen geht, ist die Welt wunderbar!
    Aber unsere Erziehung ist leider sehr ausgerichtet auf „Nehmen“! Der Standardspruch ist: „Du muss wissen, was Du willst!“ und dann auch nehmen…

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  3. Suzanne

    Liebe Menglin,
    Der Wu Zi ist ein bisschen länglich, sehr grün… und sieht eigentlich ein wenig wie Lung Jing aus. Aber schmeckt schon anders. Ich würde Dir ein Bild schicken, aber ich will den Tee noch nicht aufmachen… Nächste Woche bringe ich ihn aber mit – dann können wir ihn zusammen probieren! Den Qimen bringe ich auch mit – vielleicht gefällt Dir ja dieser!

    Dir einen schönen Tag und bis sehr bald –

    Suzanne

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  4. Menglin

    Liebe Sahara Freunde,
    es tut mir leid, dass man in meinem Blog nicht beliebig werben darf. Dass Ihr letzter Beitrag von mir gelöscht war, war wegen Ihrer Werbungen über Ihr Geschaft.
    Wenn Sie Werbungen für sich machen möchten, könnten Sie Sich bei mir melden, aber nicht einfach durch Ihren Beitrag ihre Absicht durchsetzen.
    Vielen Dank für Ihr Verständnis und Ihr Respekt!
    Chou, Meng-Lin

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  5. Robby

    Liebe Menglin,

    vielen Dank für Deine Interessanten Beiträge.
    Ich bin gerade damit beschäftigt, einen Newsletter
    für Shin Cha zu verfassen und dabei habe ich mich
    auch gefragt, weshalb es diese Faszination dafür gibt.
    Vielleicht liegt es u.a. daran, dass wir Menschen uns
    sehr freuen, wenn die Natur zu neuem Leben erwacht.
    Die Dunkelheit und Kälte im Winter ist doch für viele
    Menschen selbst in unserer modernen Zeit recht hart
    und eine Zeit des Sterbens, dem Ende von einem Zyklus.
    Wenn danach neues Leben erblüht und die müden Geister
    wieder wach werden, sorgt das für Glücksgefühle.
    Kein Wunder, dass viele Menschen den Frühlingsbeginn
    mit Festen feiern und die Produkte der Natur so begehren…
    Und Shin Cha zählt eben zu den Schätzen der Natur,
    auch wenn er geschmacklich gar nicht so „besonders“ ist.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir schöne Frühlingstage
    und viel Freude beim Probieren neuer Tees.

    Liebe Grüße,
    Robby

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