Archiv für den Tag 03/05/2006

Der Pioneer des Formosa Hochland Oolngs – Meishan „Bergen der Pflaumen“

Meishan 梅山, 1200 M. ü. M. ist das erste Anbaugebiet von Hochland Oolong 高山茶. In der japanischen Herrschaft wurde Tee bereits angebaut. Es war ähnlich wie der Meeroolong, der mit Samen statt Setzlinge angebaut wurde. Später gerieten diese Teebäume in die Vergessenheit und werden nun ab und zu noch zwischen Bambuswälder entdeckt.
Meishan, wie der Name schon sagt, ist ein Gebiet wo viele Pflaumen wachsen. Nicht nur Pflaumen auch Bambuswälder, die einst Material für den Konstrukt an der Baustelle benötigt lieferten. Nachdem Bambus von Metal ersetzt wurde, wurde das Leben in den Bergen schwieriger. Warum nicht Tee anbauen? 1975 entschied die Dorfgemeinde sich für Umstrukturierung des Wirtschaftzweiges. Sie gingen nach Lugu 鹿谷und schauten und lernten, wie man Tee herstellt. 1978 kam der erste Qingxin Oolong auf den Markt. Ach, der erste frische HochlandsQi! Dieser Tee eroberte den Geschmack der städtischen Teeliebhaber und wurde der begehrteste Tee überhaupt! Die Dörfer vor dem Alishan, z. B. Taihe, Reili, Daxing etc. wurden alles Teedörfer! Mitte der 80er Jahren war Meishan Tee der Hochlandsoolong!
Nun befinden wir anfangs des 21. Jahrhundert. Viele Dinge unterliegen den Vergänglichkeitsgesetzen. Ebenfalls der Geschmack des Konsumenten und der Erfolg des Trendproduktes. Meishan war zwar der erste, der Hochlandoolong anbaute, aber es gibt viele Herausforderer, der noch mehr Meter über den Meeresspiegel anbieten, Z. B. Lishan, Wushe und Alishan! Alle Tees haben den HochlandsQi und kommen noch von höherer Lage! In der Werbung kann der Meishan Tee mit 1300 M. ü. M. nicht mit seinem Konkurrenten mithalten, obwohl er vielleicht in der Wirklichkeit besser schmeckt…
Nach langem Ausbeuten der Erde und die steile hohe Lage in dem regenreichen Klima verliert der Boden sehr schnell die Nährkraft. Teegärten werden oft überdüngt und der Tee wächst zwar schneller, aber nicht unbedingt aromatisch. Meishan ist nicht nur Pioneer des Hochland Oolongs, sondern auch von „Lolita“ Komplex… Die Vorliebe von jungen zarten unreife Blätter und sie zu einer schönen Kugel zu rollen stammen von diesen Gegend! Teebauer bezeichnen ihren Tee als Drachen Perle – klein, lieblich und unschuldig. Der Schein ist blendend, aber der Geschmack könnte enttäuschend. Unreife Blätter vertragen richtige Welkens- und Fermentationsprozesse nicht. Zurückgebliebene Feuchtigkeit in Blättern manifestiert sich in den grasigen und zusammenziehenden Eigenschaften. Wenn man solche Tee mit Gongfu Methode zubereitet, könnte man diesen Mangel sehr gut verbergen. Aber in einem richtigen Aufguss von wenigen Blättern und langer Ziehzeit kann der Tee sich nicht mehr verstecken. Außerdem reizt solcher Tee Magenschleimhaut sehr und diese Art von Oolong macht den Ruf des Formosa Oolongs richtig in den Verruf…

Ich bin nicht gegen diesen erfrischenden grasigen Geschmack des modernen Oolongs. Die japanischen Senchas und Gyokuro fesseln uns wegen dem unverwechselbaren grasigen Geschmack und dies macht diese Teesorten zur Spezialität. Ich mache mir nur Gedanke, was ein Oolong ist. Wenn es immer weniger Unterschiede zwischen einem Oolong und einem Grüntee ist, wozu brauchen wir eigentlich noch Oolong? Wir können das Leben doch einfacher gestalten, indem wir nur Grüntee trinken, oder? Wozu brauchen wir Vielfalt? Wozu sollte Oolong noch Oolong sein?
Welken in Taihe
日光萎凋 Welken ist ein sehr wichtiger Prozess, in dem Blätter mind. 30 % der Feuchtigkeit verlieren muss. Welken unter der Sonne in Taihe 太和, Meishan 梅山