Archiv für den Tag 26/05/2006

Lebensenergie pflegen mit Tee 以茶養生

Nach der alten chinesischen Ernährungslehre ist jeder Geschmack zu einem wichtigen Organ im Körper zugeordnet (im Westen bekannt als 5 Elemente):
Sauer               Leber
Bitter               Herz
Süss                 Milz
Scharf              Lunge
Salzig               Nieren
In der Qing-Dynastie erklärt Mediziner Zhang Muping erneut diese Theorie:
Bei Leber-Krankheit ist der Scharfe Geschmack mit Mass zu geniessen.
Bei Herzkrankheit ist der salzige Geschmack mit Mass zu geniessen.
Bei Milz-Krankheit (Stoffwechsel-Probleme) ist der sauere Geschmack mit Mass zu geniessen.
Nieren-Krankheit ist der süsse Geschmack mit Mass zu geniessen.
Lungen-Krankheit ist der bittere Geschmack mit Mass zu geniessen.

Mancher Tee schmeckt süsslich und fordert die Verdauung und den Stoffwechsel. Z. B. wie Oolongtee und alter gelagerter Pu Er.

Mancher Tee schmeckt leicht bitter und macht wach (Kreislauf simulierend). Z. B. Wie grüner Tee.

Der Meeroolong aus Südtaiwan, wenn er im Winter hergestellt wird, besitzt er eine leichte salzige Note. Für Menschen, die zu stark auf Harn treibenden Effekt des Tees reagieren, wäre dieser Tee vielleicht eine Alternative?

Teetrinken und Lebensenergie Pflegen 養生

Meine Mutter studierte die klassische chinesische Literatur an der Universität. Als ihre Kinder bekommen wir strenge klassische konfuzianische Erziehung. Als wir drei wurden, mussten wir bereits Gedichte und Texte auswendig lernen. Später versuchte ich mich von dieser alten Welt befreien und lass Goethe, Voltaire und Heine. Die Auseinandersetzung mit der Eltern-Kind Erziehung widerspiegelt durch die Auseinandersetzung zwischen den Kulturen. Ich ging nach dem Westen und glaube meinen Weg im Okzident zu finden.

Im Okzident wurde es mir klar, dass ich aus einer anderen Welt komme und eine ganz andere kulturelle Wurzel habe. Plötzlich fing ich an, mich Gedanke zu machen, woran die Verschiedenheit der unterschiedlichen Kulturen zugrunde liegt? Liegt es an der Weltanschauung? Ich wollte mich selbst verstehen – das Ich, was meine Mutter (Über-Ich) mir vermittelt. Ich fing an, mich über Tee und Buddhismus zu interessieren, über Qi zu forschen und Teezeremonie zu lernen. Meine eigene Identität bekomme ich durch meine Fremderfahrungen zwischen den Fremden. Meine deutsche Umwelt und Mitwelt haben mir klar gemacht, wer ich bin – keine Cosmo Girls, kein Weltbürger oder Globalplayer, sondern schlicht und einfach – ein Schlitzauge.

Alte Chinesen betrachten unpassende Ernährung als Wurzel aller Krankheiten. Eine gute Ernährung ist der erste Schritt, Lebensenergie zu pflegen. Lebensenergie pflegen ist das Geheimnis der Vitalität. Eine passende Nahrung ist individuell. Die geographischen Unterschiede, Jahreszeiten und der individuelle Körperbau sind entscheidende Faktoren. Während man im heissen Klima und Sommer Chili scharf und Chilli essen sollte, ist diese Art von Essen im kalten Klima und Jahreszeit nicht passend. Chilli treibt Schweiss und öffnet die Poren. Nach einem scharfen Essen geht man direkt in die Schneelandschaft, kann man gleich zitternden Körper beobachten. Ein Ingwer Tee bringt Lebensenergie in unseren Tag, wenn wir ihn morgens trinken. Am Abend könnte dieser Tee uns zum Träumen und Unruhe in der Nacht treiben. Das Durcheinander der kulinarischen Auswahl bedeutet einerseits die Vielfalt der Genüsse Dank der Globalisierung, andererseits das mangelnde Bewusstsein der Nahrungszufuhr. Nicht alle Essen und Nahrungsmittel passen zu unserem Klima und Körper. Manche Menschen brauchen Wärme und manche brauchen stets Abkühlung. Der erste Schritt, eine richtige Nahrung für sich zu finden, ist sich selbst verstehen. Was brauche ich und was tut mir gut. Dogma bringt nicht viel, weil wir uns ständig verändern durch äussere und innere Einflüssen.

Mit Tee könnte man ebenfalls Lebensenergie pflegen. Einen guten Tee zu trinken, der in dem richtigen Zeitpunkt gepflückt und nach dem allen Schritt richtig hergestellt wird, ist eine Unterstützung unserer Gesundheit. Lu Yu warnte uns bereits vor 1000 Jahren, dass unreifer und falsch hergestellter Tee uns krankt macht. Im warmen Klima und hektischer Zeit hilft uns grüner und weisser Tee, die innere „Hitze“ zu vertreiben und den Kopf kühl zu halten. Am morgen und kalter Jahreszeit wäre ein wärmender Tee, wie Z. B. Pu Er, Dian Hong und Oriental Beauty ideal. Der Oolong ist augrund seinem neutralen Charakter – als ein halb-fermentierter Tee, für viele Menschen geeignet.

Qi MaschineModerne Highway zur Lebensernegie – Qi Maschine

Man muss nicht versuchen, selbst zu verstehen und den Rythmus der Natur zu achten. Einfach die Maschine ans Strom anzuschliessen. Der Weg ins schnellen „Heilway“.  

Der goldenen Regel gilt „der mittlere Weg“. Vergesse nicht das klare Wasser zwischen durch zu trinken. Zu viel Tee überfordert unsere Nieren und wir bekommen trockene Haut durch Flüssigkeitsverlust. Teetrinken könnte ein Genuss sein, wenn wir ihn in richtigen Zeitpunkt und in richtiger Menge trinken.