Eine „organische“ Beziehung

Im Web erfährt man Kuriosität aus der Welt. Neulich erfuhr ich, dass Freunde in Japan zu mieten gibt. Und es gibt solche visuelle Figuren, die man als „Freund“ oder „Freundin“ einschalten kann. Mit dieser illusorischen Figuren entwickelt man eine emotionale Beziehung ohne tatsächliche konkrete Belastung einer „realen“ Beziehung!

Diese Entwicklung ist eigentlich nicht zu staunen. Wir haben bereits solche „sterile“ Beziehung in unserem Alltag mit meisten Gegenständen entwickelt.

Vor paar Jahren hatten wir in Shui Tang Becher und Schalen aus Bambus, ein traditionelles Gefäß aus dem alten japanischen Handwerk. Eine Kundin kam mit den Becher wütend zurück, weil ihr Tee nicht mehr nach Tee schmeckt, sondern mit Bambus-Geruch! Ich verstand ihre Empörung, weil ihr wurde es nicht bewusst, dass es ein Bambusbecher war! Es schmeckt natürlich nach Bambus. Aber warum will man in Asien solche Gefäßen verwenden? Weil es eine organische Entwicklung stattfindet, dass der Geruch vom Bambus mit Tee arbeitet. Nach einer Zeit, schwindet der Bambusgeruch und es wird eins mit Tee. Natürlich ist der Tee in solchen Gefäßen nicht ganz so „rein“. Aber es ist eben auch ein Spiel, eine ästhetische Erfahrung und ein Erlebnis.

Es kam auch Leute die nach zwei Jahren den Bambus-Schiff wechseln wollen. Weil der Bambus-Schiff ist wegen der Trockenheit gerissen. Warum? Weil man nicht oft verwendet.

Viele Bambus-Gefässen, Teeschiffe, Yixing Kanne und Dai Keramik sind kein einfache Produkte. Diese Wesen brauchen Pflege. Das heißt, eine organische Beziehung aufzubauen. Das ist ähnlich wie bei den Menschen. Wir können mit Geld viele Dinge kaufen, aber leider nicht die wahre Liebe oder die wahre Freundschaft. Die oberflächliche Freundlichkeit und aufgesetzte Großzügigkeit die wir oft durch Medien oder auf der Strasse in unserem Alltag erleben (seit einiger Zeit wird man auf der Strassen in Zürich mit Geschenke überrumpelt – als Werbeaktion, um Kunde anzulocken), gehört zu dem Schein, den wir von Sein nicht mehr einfach voneinander unterscheiden können! Menschen mit Charakter, sagte ein junger Besucher gestern in Shui Tang, hat heute in unserer Gesellschaft schwer. Ich staunte über seine Reife.

Bevor man diese Art von Teatoys verwendet, weiht man sie ein. Meistens wird Reiswasser oder Jasmintee empfohlen. Wenn man diese Art von Teatoys lange im Schrank hat und nicht verwendet, muss man wieder neu einen Kontakt zu ihnen knüpfen. Zuerst mit kühlem Wasser, dann lauwarmes Wasser füllen. Danach erst mit heißem Wasser aufgießen. Woher weiß ich es? Ich weiß es von meinem eigenen Fehler! Viele schöne alte Yixing Kanne von mir haben leider Risse… (ich bin nicht cool, weine auch wenn ich eine Teekanne verletzt habe…)

Schönheit durch die Zeit

Viele Keramik Liebhaber wundern sich in Shui Tang über den guten Preis eines Dai Keramik Gaiwan. Das neue Stück aus Jinghong kam mit viel Arbeit mit Kontakten und Ecken und mit schmerzhaften „Bruch“ in Zürich an. Die schlimme Verpackung konnte die Keramik nicht schützen, so dass wir mit vielen Schaben auspacken mussten.

Dai Keramik kommt aus einer 4500 jährigen Tradition und von der authentischen Erbin dieses Handwerk, die nun in China als eine Art von „Living National Treasure“ gefeiert wird. Aber warum kostet so ein Gaiwan in Shui Tang so „harmlos“ wie ein japanisches Stück von einem Grossmeister?

Frau Yü Meng ist eine bodenständige bescheidene Dame. Sie verlangt nicht viel für ihre Einzigartigkeit. Wenn man ihre Werke nicht kennt und im Internet surft, landet man meistens in sehr kommerziellen Shops und Fotogalerien. Ihre Werke unterscheiden sich so stark von den anderen, warum? Weil sie zu sich selbst steht.

Zu sich selbst stehen ist heute nicht mehr die Qualitätsmerkmal eines Geschäfts oder einer Person. Was heute in unserem Netz wichtig zu bewerten ist die Freundlichkeit, Zugänglichkeit und Preis. Ein schöner Laden, hübsche Verpackung und freundliches Lächeln zählen.  Nicht die Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Reziprozität (Gegenseitigkeit).

Ich wollte nicht einen „falschen“ Preis machen. Der Geist von Meisterin Yü Meng sollte man in Zürich spüren können. Die Verbundenheit von ihr zu der Erde und zu ihrer Tradition sollte in Shui Tang vermittelt werden können. Das ist der Grund, warum ich Shui Tang gegründet habe. Das ist für mich das Wichtigste an diesem Ort: Authentizität, Aufrichtigkeit und Liebe zu den Dingen um den Tee! Vor allem die Dinge, dessen Schönheit erst sichtbar werden durch die Zeit!

Was für Tee würde ich in so einem Dai Gaiwan zubereiten? Ich bevorzuge gelagerten Pu Er! Der Yiwu Gushu 2002 von Yu, auch der erste Fladen von ihm, schmeckt hervorragend darin: ein Hauch von Wärme, gemischt mit Wald, Blätter und feuchten Luft bei der  Pilzsuche. Erdig, süss und breit…

Mehr von Dai Gaiwan erfahren, bitte hier klicken.

Dai Gaiwan mit Yiwu Gushu 2002-2

Foto von J.C. in Shui Tang an der Spiegelgasse 26 Zürich.

Das Teegespräch: die Symbolik des Wassers

In der Adventszeit wird oft ein Teegespräch in Shui Tang stattfinden. Ein Raum für den inneren Weg in einer dunklen kalten Zeit, in der überall beleuchtet wird, um Weihnachten zu vermitteln – oder um den Konsum? 2015 war über Dante, 2016 war der Baum.

Am 03.12. Sonntag 15-? ist ein Teegespräch in der Adventzeit geplant. An einem verkaufsoffener Sonntag widmen wir nicht den Konsum sondern den inneren Teeweg. Diesmal mit dem Thema Wasser!

Der Name Shui Tang bedeutet den Ort des schönen Wassers. Wasser, ein Sinnbild von Energie. Fluss, ein Sinnbild von Energiefluss, der Fisch, beziehungsweise unsere Hände, die Tee zubereitet und bewegt, ist das Sinnbild von dem Verteiler der Energie.

Die Schweiz ist ein Land reich an Wasserressourcen. Nur wenige Menschen wissen, dass fast alle Flüsse in der Schweiz sind „genutzt“. Das heisst, gestaut, gelenkt oder geformt. Was passiert mit den Lebewesen im Wasser, wenn das Wasser gestaut, geflutet und geleitet? Was bedeutet dieses Vereinnahmen als ein Spiegelbild unserer Seele reflektieren, wenn wir das Wasser stets in Eigennutz betrachten? 

Wie können wir aus diesem Zwang aussteigen, den natürlichen Lauf des Wasser zurück ins unserem Bewusssein zu holen? Vielleicht bietet der Gongfu Cha ein Weg zu unserer inneren Energiequelle und den äusseren Umgang mit Wasser als Energie des Universum zu verbinden.

Teegespräch mit Brigitte Egger und Menglin Chou 

Am 03.12. Sonntag ab 15 Uhr in Shui Tang

Anmeldung: info@shuitang.ch oder 079-3871130 oder 044-5559161 (di-fr 11-18.30, sa. 11-16 Uhr)

Ähnliche Veranstaltung mit Brigitte Egger und Menglin in Shui Tang siehe auch: https://www.shuitang.ch/blogs/news-und-events/84493063-veranstaltung-wenn-dante-zum-tee-in-zurich

Ein Teegespräch über Dai Keramik傣陶

Viele Leute beschweren sich bei mir, dass unser Online Shop nicht alle Teesorten von Shui Tang anbietet.

Das stimmt. Es gibt verschiedene Gründe, weshalb wir nur einen kleinen Teil von Schätze aus Shui Tang anbieten. Der Hauptgrund ist, dass die visuelle Welt sollte nur ein Teil des Realen bleiben. Man kann mir Emails schreiben, telefonieren oder besuchen! In dieser visuellen Welt hat man andere Möglichkeiten, das Realen zu gestalten und verbreiten. Zum Beispiel mit einem aufgezeichneten Teegespräch!

Miriam hatte die Idee, ein Teegespräch einzuführen. So kann man verschiedene Dinge wie auf den Teetisch an der Spiegelgasse auszutauschen.

Als das Thema zum 1. Teegespräch habe ich Dai-Keramik ausgewählt. Der Grund ist, dass man diese Art von Keramik nicht einfach so unerklärt über den Ladentisch verkaufen kann (das heisst, dass man ab jetzt in Shui Tang anfragen kann zu erwerben). Warum? Bitte „zuhören“! Nun wünsche ich Euch viel Freude beim Zuhören!

Unser 2. Teegespräch wird vor der Winterselektion und über die Winterselektion geben.

https://shuitang.myshopify.com/blogs/news/teegesprach-nr-1-mit-menglin-chou-dai-keramik

 

Pu Er Seminar am 29.10.2017

Die Degustationsliste von dem morgigen Pu Er Seminar.

柳葉 Liuye, Eine besondere Varietät bei Pu Er Tee!

Wenn man sich immer tiefer in die Welt des Tees eintaucht, entdeckt man die Vielfalt der Varietäten des Teepflanzens! Diese Vielfalt entscheiden mit der Zusammensetzung des Bodens den Geschmack des Tees!

Hier eine spannende Varietät aus dem Region 蠻磚 Manzhuan:

Weidenblatt Form (Liuye Tiao) aus dem Dorf 桃子 Taozi! Der Tee aus Manzhuan ist meistens aus Guo You Lin (staatlicher Wald). Einst bekamen die schlecht situierte Bewohner von Dorfgemeinschaft solche Gebiete, während die soziales Netzwerk besser situierte Bewohner eher das Grundstück näher zum Dorf enthielten.

Der Tee aus Guo You Lin garantiert das natürliche Wachstum des Teepflanzens und ist aus meistens alten Teebäumen! Der Geschmack ist charaktervoll und aromatisch!

天目山與天目碗 Tian Mu Berg und Tian Mu Schale

Woher kommt der Name Tian Mu, die berühmte Keramik Glasur?

Tian Mu, himmlische Augen. In Provinz Zhejiang gibt es ein Tian Mu Berg. Dort tranken Mönche seit langer Zeit Tee zu Ihrem Praxis. Zum Tee verwendeten die Mönche bestimmte Schale aus dem Gegend wo eisenhaltige Erde gab. Gemischt mit Aschen und dieser Erde ist eine dunkle Glasur entstanden. Man nennt sie Tian Mu weil es aus diesem Kloster vom Tian Mu Berg berühmt wurde. Von Dort wurde die Tian Mu Schale durch buddhistische Mönche nach Japan vermittelt.

Tian Mu Berg war ursprünglich ein Vulkan und hat deswegen zwei Seen. Von oben gesehen sind die beiden Seen wie himmlische Augen. Darum Tian Mu.

Heute war ich in der Nähe von Melfi und besuchte ein Benediktinerkloster. Aus dem Kloster sah ich die himmlischen Augen – zwei Seen, war berührt von diesem Parallel! 

Wertschätzung zwischen Menschen

Sehr oft bekomme ich Anfrage von Printmedien und auch von Unbekannten. Die meisten wollen einen gratis oder möglichst Gratis Text und  gratis Antwort.

Es ist in Ordnung, dass man von meiner geschäftlichen Tüchtigkeit ausgeht und ich meine potentiele Kundschaft mit Fleiss bedient. Aber es ist Ihre Vorstellung. Geld ist gut, aber nicht alles. Für mich ist es wichtiger, Wertsschätzung zu erleben. Gegenseitig. Gegenseitige Wertschätzung.

Einen Dank bekomme ich selten. Meistens auch verspätet.

Warum?

Ich frage mich oft, was habe ich falsch gemacht?

Gebe ich zu schnell mein Wissen weiter? Sollte ich besser selbst lernen, mein Wissen zu wertschätzen?

P.Z. , ein bekannter Journalist sagte mir, er habe es aufgehört, solche Dienst zu machen. Die Leute lesen nicht und sie finden es normal, wenn du etwas von dir weitergebest. 

Inzwischen schreibe ich nicht bei jedem Email zurück oder frage nach Details. Wenn es da nicht einmal Antwort zurückkommt, ist meine Antwort für die Anfragende auch nicht wert. 

Solche ähnliche Situation erlebe ich oft in Shui Tang mit Verkauf von Tee. Viele sagen, ist der Tee der beste Tee? Geben Sie mir Ihren besten Tee. Natürlich verdiene ich mit jedem Verkauf Geld. Aber ist der Entgelt von Geld alles? Möchte ich den Tee einfach so verkaufen? Sicher habe ich das Recht nicht zu verurteilen, wen was bekommen darf. Dies muss ich mit sehr viel Respekt tätigen. 

Eins ist mir sehr klar: mein Respekt vor dem Teewissen und vor dem Tee ist ansteckend. Ansteckend für Menschen auf den Teeweg, auf den ich Sie begleite.