Noch recht müde von dem langen Flug. Die Sonne in Taipei blendete einen und das ständige Gähnen ermüdete noch mehr. Sobald die Augen die schönen Kanne sahen, geschah die Magie. Eine Energie Strömung floss durch den ganzen Körper.
Jie bereitete mir einen Liubao mit Liu Rongs neue Duanni Kanne Qionghua. Der gute gelagerter Liubao aus den 70er Jahren sprach eine klare Sprache. Samtig, intensiv und erdig. Er zeigte mir die neue Kanne von dem teuersten Schülern von Meister Zhang Zhengzhong – ebenfalls der Meister von Liu Rong und erzählte mir eine interessante Geschichte, weshalb er Anfang Mai nach Xi’an gehen muss.
Es war ein Zufall. Eines Tages nach dem Neujahr bekam er einen Anruf von einem befreundeten Teebauer aus Südtaiwan. Ein Chinese, der seinen Tee aus Taiwan importiert und in Xi’an verkauft. Er wollte auch hochwertige Yixing Kanne kaufen und besuchte in Yixing auch die Künstlern, dessen Werke er gerne verkaufen würde. Leider konnte keiner Künstler Werke an ihn verkaufen, weil sie bereits ihre Sammler und Agenten haben. Jeder Yixing Künstler haben im Monat durchschnittlich nur 6-8 Kannen in der Produktion. Die Kanne die ich in letztem Jahr bereits versprochen habe, bekam ich bis heute nicht, zum Beispiel die Kanne von Polar Star von Sun Chao. Er schuldet mir immer noch eine Kanne. Es gibt verschiedene Abnehmer die auf die Kannen warten. Der Geschäftmann in Xi’an bekam keinen Zugang zu gewünschten hochwertigen Kanne, bleibt aber unberührt von den vollen Angeboten im Internet und Weixin. Er gab nicht auf und rief dem Teebauer in Taiwan, ob er ihm Taiwaner Galerie vermitteln kann. Dann fand er den Weg zu Jie.
Jie sagte mir, wenn der Geschäftsmann den Meister Wu Dongyuan anfragen würde, ob er seine Kannen verkaufen darf, hätte er ein klares Nein erhalten. Aber über Jie bekam er eine Chance, ein wenig von den tollen ehrlichen Kannen zu erwerben und Meister Wu geht sogar nach Xi’an zum Besuch. Das ist wegen dem „Gesicht“ von langjähriger vertrauensvollen Beziehung.
Diese Geschichte erinnerte mich an meine spezielle Erfahrung vor paar Wochen. Eine langjährige Freundin brachte mir Besucher. Ein Chinese aus Nordchina, der sich stets als Taiwaner angibt. An seiner Akzent erkannte ich seine Herkunft und fragte ihn, woher er herkommt. Er sagte mir dass er zwar aus China kommt, aber lange in Amerika lebte und jetzt in Taiwan lebt. Er wollte mir seiner eigenen Tasse auf Teetisch in Shui Tang trinken. Ich sagte ihm auf eine chinesische Ausdruck „ Ke Sui Zhu Bian 客隨主便, Lassen Sie sich bedienen und geschehen lassen.“ Auf eine konsequente Weise lehnte er meinen Tee auf den Teetisch ab. Dann wollte er seinen Tee auf den Teetisch in Shui Tang trinken. Da ich nur mit einem höflichen Lächeln reagierte, weil ich nicht verstand worum es eigentlich ging. Anschließend packte er seinen Pendel aus und sagte, dass alles vor ihm stand auf dem Tisch ihm nicht gut tat. Meine Freundin lächelte dabei und blieb höflich. Ich verstand allmählich, dass der Besucher mir zeigen möchte, was er für richtig hält. In jenem Moment fand ich peinlich. Auch peinlich für den Vermittler, der ihn gebracht hat. Er hat ihr gar kein Gesicht geschenkt.
Ich fragte meiner Chinesischen Freundin, ob es inzwischen so normal ist in China. Dass die menschliche Beziehung nicht mehr in einem großen Kontext gepflegt wird, sondern nur in eigenem Interesse. Sie sagte mir, dieses rücksichtslose Verhalten sei auch nicht normal. In chinesischen Kontext würde man Rücksicht nehmen auf die Vermittler und dem Gastgebern. Ke Sui Zhu Bian – Lass Dich bedienen und geschehen lassen, ist die Orientierung von Besuch.
Ich erzählte Jie diese Geschichte und hoffe, seine Rolle als Vermittler nicht seine Beziehung zum Meister Wu beeinträchtigt. Jie sagte mir, ja, er hat dem Geschäftsmann paar Male gesprochen und geprüft. Eine Geschäftsbeziehung würde er nur pflegen, wenn das Menschliche – Respekt und Verständnis stimmt. Nach diesem Prinzip sucht er auch die Künstler aus. Ein aufrichtiger Künstler, der treu ist zu sich selbst und zu anderen, könnte der Versuchung des schnellen Geldes ablehnen. Solche Menschen können nachhaltig an seinen Werken arbeiten und das ist die Garantie für eine nachhaltige Geschäftsbeziehung und Kultur Übermittlung.
Wenn wir stets von Nachhaltigkeit des Planeten sprechen, wie viele Menschen verstehen eigentlich davon? Wie pflegen wir Nachhaltigkeit bei unserem Verhalten, in unserem Denken und in uns überhaupt?
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Qiong Hua Hulu Kanne von Liu Rong – II

Liu Rong, Yixing Kannenmeisterin
National handcraft master
Qiong Hua Kannen mit zwei Tassen
220ml
Original Yixing Zhuni Ton
Künstler Kanne, reine Handarbeit





Lü Yao, ein junger Zhuni Kannemeister
Lü Yaos Kanne sah ich zum ersten Mal im Jahr 2019. Fabio hat diese Kanne sofort erworben. Es war ein erstes Werk.

Geboren im Jahr 1998. 2016 wurde er Schüler von Sun Chao. Drei Jahre später dufte er erst seine erste Zhuni Kanne seinem Publikum zeigen. Seitdem sah ich immer wieder seine neue Werke und gab mir immer wieder etwas zum Staunen. Die Fortschritte die er macht bemerkt auch Yu. Er verkauft auch seine Kanne in seinem Atelier. Als junger Künstler hat seine Kanne Preisvorteil und ein großes Potential für jungen Sammler und Neuen Teeliebhaber. Die gemeinsame Begleitung zwischen Künstler und seinem Sammler ist eine Verbindung durch Verständnis von Schönheit und den Wunsch nach der Entwicklung.




Es ist mir große Freude Augenzeuge dieser Entwicklung von Künstler zu sein und gleichzeitig der Vermittler zwischen den Werken und seinen Liebhaber! Jeder von uns ist ein Akteur der Kultur, nicht ein einfacher Konsument! Kunst und Kultur weiter zu geben braucht unsere gemeinsame Arbeit und Entschlossenheit!
Besuch bei Zisha Kunst
Nach einer langen Zeit besuche ich wieder Jie in seiner Galerie. Letztes Jahr warteten Zisha Liebhaber lange Zeit um die neuen Werke von Sun Chao. Die Zhuni Kanne Polar Star gewann große Resonanz, aber wir warteten vergeblich schon länger als drei Monaten.
Jie erklärte mir dass es Krankheitswelle in China rollte. Sun Chaos Familie blieb nicht verschont. Seine beiden Söhnen sind nacheinander krank und hatte langen Krankenhaus Aufenthalt. Danach kamen seine Frau und er dran. Erst vor drei Wochen fing er wieder an zu arbeiten. Er sagte dass er nicht einfach so an seine Werke arbeitet. Ohne guten geistigen und physischen Zustand würde er nicht arbeiten wollen. Einfach nur aus Zeitdruck zu arbeiten ist ihm nicht verantwortungsbewusst.
Auch seine Schwägerin An Demin leidet unter Depression nach ihrer Geburt von beiden Töchtern. Ich sehe ihre Werke nicht mehr.
Bei diesem Besuch habe ich schöne Fortschritte von Lü Yao beobachtet! Ich freue mich sehr für ihn. Auch Yu verwendet gerne seine Zhuni Kanne und empfiehlt seinen Teeliebhaber als ein guter Einstieg in die Zisha Welt!

石兮壺 Ein Loblied von Stein – Kanne von Liu Rong – II
Liu Rong erzählte in ihrer Notiz zu der Kanne Shixi Hu (Ein Loblied von Stein) dass sie von dem Gedicht Shan Gui – Das Liebeslied von einer Berg-Göttin inspiriert wurde. Sie verzichtet auf das weibliche Vorbild von alten China, wie Li Gonglin, Maler aus 11. Jh. entwarf. Vielmehr orientiert sie sich an das moderne Vorbild von Maler Fu Baoshi.

Die Berg-Göttin Shangui von Fu aus dem Jahr 1946 steht aufrichtig anstatt reitend auf einem Tiger. Ihr Gesicht ist fein, schön aber distanziert, während die Göttin in der alten Malerei nach hinten anstatt nach vorne guckt und Ihr Gesicht nicht im Vordergrund gestellt wird. Ihr Kleider schwingt in der Luft, das symbolisiert ihre Leichtigkeit des Seins und das Nicht-Irdisches. Der Wind weht, aber ihr Körper steht solide wie ein Felsen. Ihr Augen sind wach und richtet nach Ferne, wo ihr Liebhaber kommen wird. Auch wenn ihre Sehnsucht deutlich zu sehen ist, ist ihr Körper anders gerichtet, als ob sie uns erzählen würde – ja, ich vermisse und zweifele, UND ich bewege mich nicht. Ich bin meine Herrin. Ihre Gefolgschaft sind im Hintergrund zu beobachten. Der Wind und die Wolken sind durch die Tusche lebendig und gewinnen an geheimnisvolle Effekt. Ihre Göttlichkeit offenbart sich durch ihre Standhaftigkeit .
1954 malte Maler Fu noch einmal die Berg-Göttin Shangui. Diesmal steht die Götting allein auf dem Felsen vor einem Kiefer. Der Hintergrund ist mit Tusche so bemalt, als ob alles zwischen Wolken und Wasser fliesst. Das Gesicht von Götting ist entspannter und ruhiger, der Körper so stark wie ein Felsen in dem Brandung. Das dramatische Liebesereignis ist in diesem Bild zu einem neuen Portrait von einer starken Frau, die in sich geruht ist, treu zu ihrer Liebe und schaut gelassen zu all das, was das Universum einem bringt.

Liu Rong nahm diese starke moderne Frau als Vorbild und entwarf die Form für diese Kanne. Frauen sollen nicht geplagt sein von ihrem Äusserlichen. Sie pflegen das innere Herz, lebt ihrer Weiblichen in der Haltung. Liebe ist zu sich selbst stehen. Liebe ist selbst und anderen die Freiheit zu schenken. Liebe hat keine Form.
Möge Menschen, die diese Kanne verwenden, die Stärke des Weiblichen auf ihren Teeweg spüren und leben.
石兮壺 Ein Loblied von Stein – Kanne von Liu Rong – I

Das Liebeslied von einer Berg-Göttin gab Liu Rong Inspiration und diese interessante Kanne ist entstanden.
Diese Kanne ist zwar nicht groß, aber hat eine starke Ausstrahlung. Man spürt die Dimension des Bergen. Die von der Zeit geformte Gesteine stehen souverän an ihren Platz. Wo ist Göttin und die Weiblichkeit zu sehen?
Es erinnert mich an Rigi, der Berg von Göttin Regina. Und die sprudelnde heilende Quelle mitten in Rigi. Und woher kommt diese Göttin von Qu Yuans 屈原 (BC 343-278) Gedicht vor fast 3000 Jahren und was hat sie gesungen in diesem Gesicht?
Auch eine Göttin könnte von der Liebe geplagt sein. Sie sang ihre Sehnsucht für ihren Liebhaber. Sie kleidete sich sorgfältig, schmückte sich mit frischen duftenden Blumen. „Ich pflücke rare Reishi Pilz, glaube an seine Wirkung von Verjüngung. Nur damit ich mit meiner Ausstrahlung Dich erfreuen kann! Aber ich sehe nur die prächtige schweigende Felsen und Steinen. Nur die Kletterpflanzen zeigt ein wenig Lebendigkeit.“ Sie sah ihn nicht. Er vermisst sie bestimmt! Hat er keine Zeit? Aber sie wartete auf ihn aufrichtig. Sie duftete nach dem Kräuter des Berges, und trank nur das reine Wasser aus dem Bach. Sie wollte an ihn glauben, aber hatte auch Zweifel. Auf einmal donnerte und regnete es. Die Tiere suchten Versteck. Sie verstand, dass das Warten die Antwort war und sie keine Antwort auf das Warten hatte. Sie verabschiedete sich von ihrem Gefühl, während das Gewitter seine Spuren hinterlässt. Sie wusste nicht von dem Grund des Wartens, war sicher über ihre eigene Aufrichtigkeit und treue Liebe. Diese Liebe gab ihr Kraft und Glaube an sich selbst.
《九歌・山鬼篇》原文
若有人兮山之阿。被薜荔兮帶女蘿。
既含睇兮又宜笑。子慕予兮善窈窕。
乘赤豹兮從文狸。辛夷車兮結桂旗。
被石蘭兮帶杜衡。折芬馨兮遺所思。
余處幽篁兮終不見天。路險難兮獨後來。
表獨立兮山之上。雲容容兮而在下。
杳冥冥兮羌晝晦。東風飄兮神靈雨。
留靈脩兮憺忘歸。歲既晏兮孰華予。
採三秀兮于山間。石磊磊兮葛蔓蔓。
怨公子兮悵忘歸。君思我兮不得閒。
山中人兮芳杜若。飲石泉兮蔭松柏。
君思我兮然疑作。
雷填填兮雨冥冥。猿啾啾兮狖夜鳴。
風颯颯兮木蕭蕭。思公子兮徒離憂。
Der Maler Li Gonglin aus Song Dynastie hat sich gewagt das Gedicht zu visualisieren. So entstand das Bild von der liebenden Göttin.

Der berühmte Kalligraph hat den originalen Gedicht Text mit einem alten Stil von Qin Dynastie zu dieser Malerei geschrieben:

In nächsten Beitrag werde ich versuchen Liu Rongs Umsetzung von diesem Gedicht zu erläutern.
Gongchun Hu 供春壺



供春壺 Gongchun Hu, ein Klassiker Teekannenform, die jeder Meister beherrschen muss. Diese besondere Kanne hat den 1. Preise gewonnen und ist von Meister Hu, Xingchen 胡星辰 hergestellt.
300ml, Duanni Kanne.
遺香 Duanni Kanne „Das Echo des Dufts“ von Liu Rong





Liu Rong 劉蓉 hat neue Werke von 鍛泥 Duanni Zisha. Diesmal nimmt sie Kaki als Vorbild. Die Farbe Gelb symbolisiert die Reifung von Kaki Frucht. Da Warten auf das Reifen ist eine Haltung zum Leben. Den richtigen Zeitpunkt wahrzunehmen, das Richtige zu nehmen.
Sie schrieb:
《遺香壺》Das Echo des Dufts
百花香艷四時節,Schöne Blumen entfalten sich zu verschiedenen Jahreszeiten, sie sind vergänglich –
遺留金秋瓜果香。Im Herbst bleiben nur die Früchte, die das Echo des Sommers gesehen werden und weiter duften.
Eine Kanne aus Duanni schenkt den Oolong oder Puer immer eine geschmeidige balsamierende Note, die man sehr schön als Echo beschrieben wird. Ein Nachhall eines feinen Tees, der länger im Mund bleibt. Schönheit ist oft vergänglich. Das Nachhall der Schönheit bringt Früchte hervor, die weitertragenden Samen in sich tragen.
So ist es in der Natur. So ist bei menschlichen Handlungen. Mögen allen Teeliebhaber den Geduld pflegen auf die Reifung von Früchte zu warten und im richtigen Moment rechtzeitig zu handeln! ( zu spät gepflückte Früchte werden leicht vergoren sein…)
桑扁壺 Sang-Bian Hu
Sangbian Hu von Yin MIn 尹旻
Original Yixing Zhuni. 110 ml.



陌上柔桑破嫩芽,東鄰蠶種已生些。平岡細草鳴黃犢,斜日寒林點暮鴉。
山遠近,路橫斜,青旗沽酒有人家。城中桃李愁風雨,春在溪頭薺菜花。
辛棄疾 (1181)
Der Maulbeerbaum am Strassenrand bekommt bereits jungen Blätter. Manche Seidenraupen sind bereits ausgebrütet und geschlüpft. Die Abendsonne strahlt auf den Wald und zwischen den Bäumen pausiert ein Raben.
Manche Bergen liegen näher, mache ferner. Manche Wege sind gerade, während manche schräger. Wir können aber von der Weinstube eine Flasche Wein holen. Die Pfirsichblüte und Aprikoseblüte betrachten das Gewitter in der wechselhaften Jahreszeit als Qual, aber der entzückende Frühling entfaltet sich gerade in den wilden Kräuter am Bachufern. Gedicht von Xin, Qiji (1181)
Das Gedicht von Xin Qiji beschreibt das bäuerliche Leben im Frühling. Ein Ideal des chinesischen Intellektuellen. Das, was hier beschrieben wird, will die Yixing Kannemeister mit Sangbian Hu darstellen.
Sangbian Hu ist eine traditionelle Kanne-Form. Aus Ende Ming-Dynastie ist diese Form entstanden und seitdem bekannt. Eine traditionelle Form kann die Zeit überdauern, weil sie auf der praktischen Ebene funktioniert und sich auf der ästhetische Ebene stets erneuert, bewährt und weiter entwickelt werden kann. Am 21.12.2018 wurde die Sangbian Hu von Meister Gu, Jingzhou (Grossmeister von Wu, Dongyuan – Meister von Künstler Sun, Chao) in Jiangsu HeXin Herbst Auktion 江蘇和信秋季拍賣 für 6200000 Rmb (809602 €) verkauft.
Was bedeutet Sangbian?
Sang – heisst Maulbeerbaum. Ein Pflanzen für eine sehr wichtige Aktivität im Bauern-Leben Chinas – Seidenraupen-Zucht! Die Form von Bianhu – flache Kanne, ist entstanden aus dem Nomadenvolk Nordchinas. Ursprünglich war es ein Gefäß aus Leder, um Wasser oder Alkohol zu transportieren und lagern. Mansheng, ein Intellektuell aus der Qing Dynastie, hat 18 verschiedene Forme von Teekannen entworfen. Für Bian-Hu ließ er gerne das Gedicht auf der Kanne eingravieren: „Halte das fließende Wasser auf, um das Herz zu erfrischen“. Die andere bekannte Form von Bian-Hu ist Xubian-Hu. Ich finde leider keine genaue Erklärung von Sang-Bian. Möglicherweise bedeutet es eine Bian-Hu (flache Kanne Form) für ein Symbol für das ideale Bauern-Leben.
„Mit einer Schale Tee holt man die Luft aus der Natur, in einer Sangbian Hu entdeckt man die Landschaft!“ Dieses Gedicht beschreibt man oft über die Beziehung von Teeliebhaber zu Sangbian Hu. Diese Form ist ein Ausdruck von Liebe zum bäuerlichen Leben, das sich an den natürlichen Rhythmus richtet, darstellt. Ein Gefühl der chinesischen Intellektuellen, die nach dem Zugang zur Harmonie zwischen Menschen und Universum suchen.
Sangbian Hu, eine traditionellen Kannen-Form aus der Ming Dynastie. Bekannt für seine eher maskulinen Linien, die eine Harmonie von Kraft und Spannung ausdruckt. Yin Min gestaltet ihre Sangbian Hu allerdings mit einer Prise Humor und femininen Geschmeidigkeit, so dass ihre Kanne trotz der kraftvollen Linien ein Hauch von Anmut und Dynamik ausstrahlt. Durch die gerade Schnabel und ein breiter Körper von vorderen Teil wirkt sie spontan, vorwärts orientierend und geradelinig. Ein Nicht-Mitläufer und zugleich ein Optimist.
Somit hat die Sangbian Hu von Yin Min ein neues Gesicht von einer sehr traditionellen Form. Ihre Gestaltung verleiht dem alten Ausdruck neues Leben und Modernität.
Yixing Kannenmeister suchen stets einen Weg zwischen der Tradition und der Modernität. Das ist wohl auch der Grund, weshalb Yixing Kunst bis heute allen Teeliebhaber begeistert! Yin Min gehört zur traditionellen Yixing Kannenmeister Schule „Wu Dongyuan“, die Tradition als Chance und Vorbild versteht, um die Yixing Kunst im modernen Leben Wurzel zu schlagen. Die Schüler müssen die Formen beherrschen und sie mit Herzen zu interpretieren.
Taihu Shi – Kanne – 1



In diesem außerordentlichen warmen Tagen wurde ich oft gefragt, was man dazu trinken sollte.
Ich trinke häufig gelagerten Hochlandsoolong. Sanftmütig, harmonisch und „beflügelnd“ – man fühlt sich in einer üppigen grünen Berglandschaft versetzt.
Neulich bekomme ich einen schönen Xueshan Gaoshan Oolong. Zarte geschmeidige Textur und aromatische Tasse wie das Wasser aus einem malerischen See. Ich fühle mich auf einmal wie ein Stein, der im diesem Wasser schwimmt, von den sanften Wellen spült. Sehr wahrscheinlich entstehen solche interessante Stein und Gestein Formation aus dem Wasser. Dieser Naturwunder – Gestein aus Taihu See berührt poetische Seele und wurde zu einem Kult der chinesischen Ästhetik!