Teeseminar München Kugelpanorama

Teeseminar München Kugelpanorama

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Hallo Meng-Lin,

noch am Sontagmorgen hatte ich den Geschmack der Qingxin Tees aus der 7.
Runde auf der Zuge. Das ein Geschmack so lange hält, kannte ich bisher
nur von kalt aufgegossenen japanischen Schattentees und vom Lagavulin
Double Matured (Scotisch Single Malt, wie ich finde, noch eine Idee
rauchiger als der Laphroaig 🙂

Du fragst, wann es die Biler der „Profi-Kammera“ gibt? Oh, diese
Vorschußlorbeeren machen mich mächtig nervös …

Das zweite Kugelpanorama habe ich nicht richtig zusammensetzten können.
Die Bilder werden ja aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt und dabei
macht es immer Probleme, wenn bewegte Objekte über mehrere Aufnahmen
verteilt sind. Es blieb zu letzt eine „schwebende Teekanne“ übrig, die
niemand festhielt 🙂

Aber das erste Kugelpanorama ist zusammen. Bei den Kugelpanoramen
handelt es sich allerdings nicht um einfache Fotos, sondern z.B. um ein
Quicktime-Movie. Und ich fürchte, dass es nicht so einfach ist, so etwas
auf einem Blog zu posten.

Diese Mail enthält als Attachment eine Datei mit der Endung *.mov. Das
ist das Kugelpanorama. Darüberhinaus gibts ein *_thumb.jpg. Das ist ein
einfaches Bild, das aber nur als Vorschaubild gedacht ist. Es ist sehr
verzerrt 🙂 Als Beispiel für die Einbindung in eine Webseite gibts ein
*.html.

Zu kompliziert? Geht nicht? Nun gut. Gibts auch unter
Hier
(ohne www!). Dieser Srever ist allerdings extrem l_a_n_g_s_a_m …

Viel Spass
till

Hightech-ManPorträit von unserem Hightech-Man in Münchener Seminar Till, Foto von Christian.

Dieses Panorama-Fotos ist wirklich eine Spielerei, die ich noch nie erlebt habe! Die fliegende Hand, die Esra die Kanne zum schmecken reichte, ist eine echte Zauberei. (siehe Foto zwei auf der Homepage von Tillmann) Also viel Spass für die Technik-Begeisterten!

Heute fragte ich mich selbst, wozu Teeseminar? Wozu überhaupt Tee? Wozu überhaupt solche schöne Spielzeuge, die ich mit mir bei jedem Umzug herum schleppe und mich ärgern? Die Frage „Wozu“ spiegelt wohl meiner Kondition und meiner Erziehung wider. Etwas Unnötiges und Unnützliches zu pflegen, spricht eigentlich gegen die Vernunft. Die Vernunft sagt mir, dass es Zeit Verschwendung sei, eine Tasse Tee zu machen, nur um Lärm der Welt zu vergessen. Das System packt uns an, indem wir keine Zeit mehr finden und wir nur vernunftig denken müssen. Eine Tasse Tee ist deplaziert in einer verplanten Welt, in der Menschen entfremdet werden, anstatt selbst zu werden. Die Schwere des Lebens lässt uns nicht mehr zu atmen, wenn wir nicht mehr unseres Ich leben könnten. Aber wie denn? Wie könnten wir überhaupt noch uns selbst leben, wenn wir in der Erwartung des Anderen und Zwänge des Systems leben. Insofern ist wohl eine Tasse Tee etwas Rebellisches, etwas Unangepasstes und etwas Utopisches.

Eine Teezusammenkunft enthält wohl bereits einen Protest-Charakter gegen das System, das noch mehr aus uns aussaugt und uns mit Anerkennung und Bestätigung fordert.

3 Gedanken zu „Teeseminar München Kugelpanorama

  1. Ulrike

    Hallo Menglin, heute möchte ich dir dann doch einmal ein wenig widersprechen. 🙂
    Ich denke, dass gerade eine Tasse Tee (und alles was dazu gehört) uns an das wesentliche im Leben erinnert. Sie erinnert uns daran die schönen Momente im Leben zu genießen, die gemeinsame Zeit mit guten und lieben Menschen zu schätzen, wie z.b. auf einem Teeseminar. Denn woran werden wir uns am Ende des Tages erinnern, nicht an die Termine zu denen wir gehetzt sind, sondern an die ruhigen und schönen Momente.
    Aber wahrscheinlich meinen wir doch das gleiche, nur das bei mir das Glas halbvoll und bei dir zur Zeit halbleer ist 🙂

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  2. Menglin

    Liebe Ulricke, es ist nur eine Moment-Aufnahme meines Gedankes. Ich wollte nicht das Sentimentale schreiben, was Tee uns überhaupt schöne Lebensgefühle vermittelt. Dieser Teil des Textes entstand aus einem Email-Wechsel mit Cenk, der mir seine Gedanke schrieb, als er sein Spielzeug – Teekanne säuberte. Er fragte sich nach dem Wert einer Teekanne, die wohl wertlos ist, weil sie ihm zu wertvoll erscheint. Der Wert einer Dinge richtet immer nach dem Menschen, wie viel er der Dinge einen Raum zulässt.
    Außerdem wollte ich nur sagen, dass Tee nicht nur auf der trivialenweise als das so genannte SeelenBalsam dient, sondern schon immer in der Geschichte einen Protest Charakter unter den Intellektuellen (sei es chinesisch oder europäisch) besitzt. Es ist nur eine kleine Reflexion über mich selbst.

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  3. "Meine gute Menglin"

    Im grunde fürchte ich schon lange, von publikumswegen, dass Autorinnen wie Maushamster, Steinkreistänzerin oder gar nur Kata, aber dann auch irgendwo etwa eine Tastifix wieder das Ganze zum schwanken bringen würden.
    Deshalb muss ich dir diesen Beitrag danken. Der war richtig schlecht und hat seine Wirkung nicht verfehlt.
    Mich also bestätigt es in der Differenz meiner Sinnlichkeit und den da in einer Abhängigkeit stehenden Interessen von mir.

    machs soweit *richtig gut und
    immer weiter so
    toi toi toi

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