Archiv für den Tag 24/01/2006

Ist der Grüntee gesund?

Um Arbeit zu sparen, versuchen Menschen diese Welt mit Kategorien zu erfassen und kategorisch zu denken. Statt sich selbst zu fragen, „was tut mir gut, was tut mir nicht gut?“, möchte wir von Experten die Frage beantwortet haben: „Was ist gesund, was ist ungesund?“.
Um diese Frage zu beantworten, sollte man sich zuerst kennenlernen. Sind Sie eine Frau? Wie alt sind Sie? Wann trinken Sie den Tee? In welcher Situation befinden Sie Sich?
Normalerweise bräuchten Frauen mehr Wärme als Männer und ältere Menschen mehr als jüngere. Für Menschen, die Wärme mehr benötigen, wäre der grüne Tee nicht ein ideales Getränk. Aber an einem warmen Nachmittag und nach einem üppigen Mittgasessen wäre es schön, einen frischen Lungjing, einen aromatischen Gyokuro oder für mich am liebsten eine Schale Matcha! Sie kühlen und erfrischt den Geist.
Wenn Sie nach eine Tasse vom Grüntee nicht schlafen und sich nervös fühlen oder sogar frieren, dann wissen Sie, dass der Tee Ihnen nicht gut tut. Ich trinke generell selten Grüntee, weil ich viel Wärme bräuchte. Wenn ich eine Schale Matcha trinken, wäre es meistens Nachmittag.

Vielfalt des Tees

Verschiedene Teesorte für verschiedene Menschen in verschiedener Situationen!

Für Menschen, die gerade an Energieverlust leiden, wäre ein roter Tee oder Pu Er das idealgetränk! Zum Aufwachen, zum wärmen und zum Energieaufbauen in einem kalten nassen Tag wären diese Teesorte wirklich zum Empefhlen! Aber bei Menschen, die oft Hitze im Körper spüren und Entzündungen im Körper beobachten, wäre es vorsichtiger, den Pu Er zu geniessen.
Blumentee tut uns gut, wenn unsere Emotion unstabil ist. Die Energie der Blüte bzw. der natürliche Duft (vorsichtig, nicht künstlich aromatisiert) entpannt uns und öffnet unse Sinne. Sie wirken wie Balsam auf der Seele.
Oolongtee trinkt man am besten nach dem Essen, weil dieser Tee Energie unseren Verdauungsorganen spendiert – nach traditioneller chinesischer Medizin. Durch seine halbe Fermentationschrakter besitzt er weder zu viel Yang noch zu viel Yin. Er wäre ideal für Menschen, die sich nciht richtig verorten kann…
Jeder Mensch ist ein kleines Kosmos, das wiederum in dem ganzen großen Kosmos intergriert ist. Unsere Welt und unser Körper sind unter dem Verwandlungsgesetz der Jahreszeit. Es ist wichtiger, selbst zu beobachten, was uns gut tut als irgendeinem Experten zu glauben, was gut sei!

Chinesischer Blumentee 花茶

Die Geschichte des Blumentees ist auf Sung-Dynastie zurückzuführen. Tsai Xiang 蔡襄 schrieb in seinem Teebuch 茶錄 (1049-1053), dass der kaiserliche Tributstee mit Gewürze verfeinert wurde. In 1440 wurde der Verfahren richtig datiert. Welche Blumen könnten mit Tee vermischt werden? In einem Teebuch (茶譜 Chapu) im Jahr 1541 wurden die Blumen beschrieben, die oft zur Aromatisierung gebraucht wurden. Sie sind: Rosenblüte, Jasminblüte, Osmanthusblüte, Organgenblüte und Pflaumenblüte etc. Die ideale Proportion zum Tee wäre: 1:3 (Blumen: Tee). Wenn die Düfte der Blumen den Geschmack des Tees überragen, wäre es ein gescheitertes Werk. Schließlich spielt der Tee hier die Hauptrolle!
Je nach Blumensorte werden verschiedene Verfahren angewendet. Bei guten Jasmintee z. B. werden Tee und Blumen Schichterweise getrennt in einem geschlossenen Schrank aromatisiert. Es wird immer wieder frische Blüte ausgetauscht, so dass der Tee volle Düfte der Blumen aufgenommen hat. Beim guten Jasmintee ist Jasminblüte nicht sichtbar, weil der Tee bereits den Duft innehat. Dies ist auch ein Merkmal, einen Jasmintee zu beurteilen. Bei der Aromatisierung bräuchte man frische Blüte, die später aussortiert werden. Tee nimmt sehr gut fremden Geruch, so dass man ihn nicht einfach irgendwo stehen lassen kann.
Chinesen trinken gerne Blumentee, weil dieser Tee die Eigenschaften von Blumen und Tee enthalten. Jasminblüte ist in der chinesischen Medizin ein Mittel gegen Kummer, Trauer und Depression. Es ist nur verständlich, warum Jasmintee in Europa so beliebt bleibt!