Archiv der Kategorie: Gongfu Cha (Kungfu Cha) 工夫茶

墨玉蓋碗 Gaiwan aus dunklem Jade von Huanglien Taiwan 

Gaiwan aus dunkeln Jade nimmt einen langen Weg von Ostküste Taiwans bis an die Spiegelgasse in Zürich!

Nach den Anekdoten sollte dieses Material den Energiefluss fördern, ausgleichen und reinigen. 

Aber nicht das Aspekt der Gesundheit macht das Material so teuer, sondern seiner besonderen Herkunft und rares Vorkommen. 

Ich liebe es nicht weil es meine Gesundheit verbessern kann. Sondern wegen seiner Schönheit!

Das Schöne macht mein Leben schön.

回紋 Hui Wen Muster und 功夫茶 Gongfu Cha

Anschließend zu gestrigem Beitrag.

Nach dem Besuch von der Mei Yin Tang Ausstellung bekam ich eine Idee mit einem Besuch dieser Ausstellung unseren Gongfu Cha III zu starten.

Wir haben in den zwei Gongfu Cha Kurse Schritt für Schritt ein Fundament aufgebaut, viele Teatoys zu verwenden und Brücke von einer Handlung zu einer anderen aufgebaut. Wir lernen immer mehr von der Bedeutung des Muster und die Verbundenheit zwischen Tee und Universum. Ein Fenster zu einer Teewelt ist geöffnet. Mit Gongfu Cha III möchte ich einen Garten des Tees visuell mit Teefreunde gestalten. Ein Garten, der zur einer Landschaft ausstrahlt.

In diesem Garten gestalten wir die Wiese vielleicht mit Stoff, vielleicht mit Holzbrett oder vielleicht mit NICHTS. Die Blumen holen wir mit Teatoys in den Garten, den Wind symbolisieren wir mit Geräusch des Wassers und unsere Aussage überlassen wir dem Muster. Es wird abstrakter, spannender und richtig kreativ. Das heißt nicht, dass everything goes, sondern genau überlegen, was wir tun. Denn genau das, was wir tun, widerspiegelt unser Wesen. Dort brauchen wir eine starke Verbindung zu unserem Wurzel und Besinnung mit dem Ursprung des Tees.

Tee kann nur konkret werden, durch Einreichen von Gefäßen. Gongfu Cha besteht aus von Gefäßen zu Gefäßen. Diese Gefäße – sei es schön, sei es gewöhnlich, werden verbunden durch Wasser von Teeblätter. Einen guten Brücke zwischen das Einreichen aufzubauen und zu erlernen, verwandelt sich zur Eleganz und Ausdruckskraft der Handlung. Die äußerliche Handlung gleich eine äußerliche Reise ins Reich des Tees durch Gefäße, wird aber eine Umkehrung stattfinden ins inneren Leben. Aus dem Erkenntnis des Innenschau schreiten wir wieder in die Realität.

Genau dieser Prozess wird abgebildet in dem Muster 回 Hui, das auch auch Donner Muster 雷紋 eingeordnet wird und ursprünglich Zentrum des Wasserwellen 漩渦 darstellt. Sie sind abgebildet in uralten 青銅器 Bronzen Gefäßen, die von höchst heiliger Bedeutung sind, auch in dem Porzellan und Keramik 陶瓷 des Tees.

Ein Muster oder ein Symbol, des uns stets auf etwas aufmerksam macht. Zurück, zurück ins Zentrum – ins Herzen? In den Tee zurück?

Teeleute, die den Hang zum Minimalisieren des Tees auf das Wissen um zu sprechen, auf den Geschmack, um zu diskutieren, auf die Teatoys um zu kokettieren, können in diesem Symbol als eine Warnung erkennen: Zurück, zurück zu Dir selbst 回家. Sei Du selbst.

Natürlich ist es ein Genuss durch die besten Beispiele von Teatoys in der Ausstellung zu spazieren, von Ding Yao bis zu Jingdezhen, von Jun-Glasur zu Tian Mu. Zum Schluss können wir bei der chinesischen Malerei ahnen, was wir dann bei Gongfu Cha III erkennen und lernen können.

Das Seelenleben durch eine Schale Tee, der symbolisiert durch einem Kreis, der nach Innen kreist und wieder nach Aussen führt. Endlos.


  

回紋 Hui-Muster und 饕餮 Tao-Tie

Diese Reise entstanden aus einer Meditation am vergangenen Mittwoch. Ich bildete mir ein, ein merkwürdiges Symbol vor mir wahrzunehmen, das scheinbar aus Antik-Griechenland oder China stammt.

Ich verstehe die menschliche Seelenreise wie die Darstellung von christlichen Labyrinth, das uns zurück zum Gott führt. Man geht auf einem Kreis, der sich in ersten Moment an das Zentrum nährt und dem Herz erfreut. In nächsten Moment entfernt man sich wieder kreisend von Zentrum und das Herz schmerzt. So kreisen wir paar Male hin und her bis wir tatsächlich das Zentrum nähren und doch müssen wir es verlassen. Ein Labyrinth behält den Angekommenden nie. Es führt einem wieder hinaus in die Welt!

Diese endlosen Kreisen erlebe ich selbst in meinem Leben mit Tee.

Man sucht Lösung für das Leben und zieht sich zurück ins Innenschau. Man transformiert es in einem Akt von Umkehrung, wie wir im Gongfu Cha „Füllhorn“ üben. Die äußerlichen Schmerzen und Aggression werden zu inneren Kräfte und Erkenntnisse. Mit diesen Erkenntnisse kehrt man wieder zurück zum Leben.

Es war ein sonniger Morgen. Tim hat seine Matura bestanden und feierte. Ich kam aus dieser fröhlichen Gesellschaft und bekam eine Idee, Rietberg-Museum zu besuchen. Ungestört von vielen Besucher an so einem schönen Sonntag lief ich ahnungslos zur Meiyintang Ausstellung.

Genau beim Eingang stach ein Gefäß in meinen Augen.

Es war Gefäße aus Bronzen von heiligen Bedeutung vor 5 Jahrtausenden.

Es sind rituelle Gerätschaft 禮器, um Opfergabe zuzubereiten. Auf den uralten Gerätschaften vor paar Tausendjahren fand ich das Muster von der Endlosigkeit, was Donner und das Herz von Wellen symbolisieren sollen. Sie zeigen alle auf das Zentrum und sind endlos dargestellt. Dieses Donnermuster 雷紋 heißt ebenfalls 回 Hui-Muster. Hui bedeutet auf Chinesisch zurück, ursprünglich bedeutete das Zentrum von Wasserwellen.

Zurück. Wohin zurück?

Dieses Muster begleiten einem magischen Tierkopf, dessen Hörner genauso aussehen wie das Symbol in meiner Vision. In diesem Tier «饕餮 Tao Tie» sollte ein mythisches Wesen 神農 dargestellt werden, der Tee angeblich entdeckte. Es wurde beschrieben, dass er unter einem Baum Wasser kochte und in jenem Moment fielen paar Teeblätter hinein. So wurde Tee entdeckt.

Man kann sich so vorstellen: Vor paar Tausendjahren wurde ein heiliges Gefäss, dessen mystische Kraft durch den Kopf von Tao Tie ausgedruckt wird, über Feuer gekocht. In jenem Moment donnerte es, so wie das Ritual für Fruchtbarkeit im Frühling wünscht. Der Ostwind wehte unabsichtlich, während paar Blätter aus einem Busch fielen. Sie fielen absichtlich in das kochende heilige (schöne) Wasser.

Das war wohl, der erste Gongfu Cha in der Menschheit.

Tao Tie und Hui Wen

 

Neue Daten für Teeseminar und Kurse

Ich merke, dass ich ganz fleißig bin. Einerseits beobachte ich die steigende Nachfrage für Gongfu Cha, andererseits muss ich schauen, wie ich mit meiner Kapazität klar kommen.

Ich lerne auch sehr viel von Menschen, die Tee in Shui Tang lernen. Das Geben und das Nehmen fließen oft ineinander. Das ist der Grund, warum ich noch in Zürich bin.

Hier die neuen Daten:

  1. Gongfu Cha III! Was spielen wir nun? Kommen noch die Faktoren von Zeit und Raum hinzu – wie drücken wir sie aus? Bekommen wir ein bisschen Gefühl von Leichtigkeit durch das Spielen? Oder sind wir immer noch in dem Zustand von Zweifel – bin ich richtig oder falsch?http://www.shuitang.ch/blogs/news/gongfu-cha-iii
  2. Wegen der starken Nachfrage… Ich opfere meine Sonntage! Für Gongfu Cha Ihttp://www.shuitang.ch/blogs/news-und-events/gongfu-cha-i-sonderkurs

Dann noch ein Teeseminar Schwerpunkt Oolong und sein Produktionsprozess, damit wir noch vom letzten Seminar mit Atong lernen können, bevor wir es vergessen…

http://www.shuitang.ch/blogs/news-und-events/teeseminar-ii-schwerpunkt-oolong-und-sein-produktionsprozess

Ich freue mich auf Euch!

Füllhorn, eine Stoßkraft auf dem Teeweg

Ich unterhalte gerne mit Menschen über die Dinge, die mich gerade beschäftigen. Oft suche ich keine Antwort, sondern mache meine Sensoren ganz breit auf. Mein Zen-Lehrer Michel sagte mir oft, dass das Kosmos (das Tao) immer eine Antwort auf unsere Frage hat. Er lächelte dann immer nach diesem Satz, „das Problem ist, wie weiß Du es?“

Eben nicht zu viel Denken, nicht interpretieren, sondern Sensoren aufmachen.

Meistens werden immer Schlüsselpersonen geschickt. Andreas kam zum Tee, nachdem wir eine gelungene Performanz mit Poesie und Musik über das Thema Fremde gezeigt haben. Ich erzähle ihm über diese Uebung, die wir gerade praktizieren und das, was mich so berührt. Etwas zu verwandeln und wertneutral zu bleiben ist ein Verständnis des Taoismus, der sich so gut über Tee manifestiert. Das Tao oder das Göttliche im Christentum manifestiert durch die Vielfalt in dieser Welt. Ich bezeichne diese Uebung mit einem griechischen Mythos. Im Grunde genommen ist es anthropologisch!

Das stimmt, dass eine Uebung mit griechischem Mythos zu bezeichnen einen guten Brücke für die Menschen in Abendland sein kann. Er fügte noch hinzu,

„Das Horn als Schöpfgefäss ist von eigenartiger Doppelnatur. Als Horn ist es phallisch männlich, penetrative Stosskraft, gerichtete Energie; um es als Gefäss zu benützen, muss man es umkehren, d.h. es bedarf der Enantiodromie oder einer „Umkehr“. Als Gefäss ist es dann ein weiblich empfangendes Prinzip… Dieser Einhornbecher, mach alles Gift, das in den Becher getan wird, unschädlich. “

Zitat von Marie-Louise von Franz, Nike und die Gewässer der Styx, in: Archetypische Dimensionen der Seele, S. 308.

„Die Wasser der Styx, das urschöpferische Wasser, kann nur mit Horn einer sagenhaften einhörnigen Eselsart, die in Skythien (Kleinasien) lebt, gefasst werden.“ erzählte Andreas mir weiter.

Wie schön, wenn wir so ein Einhornbecher besitzen würden, mit dem wir Tee (das urschöpferische Wasser) an den Ort des schönen Wassers (Shui Tang) praktizieren können! Dann sind wir ganz nah an der Quelle vom Urschöpfen!

Ich wünsche alle Teefreunde, so ein Einhornbecher kreiieren zu können, das diese innere Quelle stets in unserem Herz sprudeln lässt.

(Die nächste Teeübung am Samstag Pandoras Schatulle)

Teeübung – Füllhorn

Diese Uebung des Gongfu Chas ist entstanden, als die Serafino und Noan üben wollten. Ich wollte den beiden interessierten 13 jährigen etwas von dem Teegeist vermitteln – Leben ohne Spuren zum Hinterlassen. Ich wollte beiden etwas vermitteln, dass es eine Yin und eine Yang Seite im allen Wesen beinhaltet. Auf einmal kam die Idee, den Tee mit einem schwarzen Tablett zuzubereiten. Ein Tablett zum Umdrehen.

Wir reden oft genug von beiden Seite des Medaille und stets von Entwicklung. Aber wie geht es konkret? Wie schaffen wir aus den schmerzhaften Erfahrungen einen Nährboden für unsere Zukunft?

Ich dachte an die Mythos Füllhorn. Herakles besiegte den Flussgott Acheloos, der seinen Gestalt verändern konnte. Er veränderte sich zu einem Stier, dessen aggressiven Horn von Herakles abgebrochen wurde. Acheloos zeigte sich besiegte und Herakles gab ihm das Horn zurück. Acheloos erkannte in dieser Tat die Großzügigkeit und erwiderte ihm ein reichlich gefülltes Horn.

Ein Horn gleichzeitig verletzend und beschützend sein kann, ein Horn der Kraft von Yang-Energie. Wenn es umgedreht werden kann, verschwanden der Sieger und der Besiegten, sie werden eins. Eine aktivierende Yang Energie wird zu empfänglichen und anders-leben-lassenden Yin-Energie.

Die beiden jungen spielten recht gut und hatte eine Menge Spaß. So mache ich weiter mit Erwachsenen in Gongfu Cha II. Wir üben es zwei Male. Bei ersten Mal erzähle ich meistens nicht viel. Bei zweiten Mal tauschen wir uns mehr aus. Es kommt immer darauf an, wie eine Gruppe reagiert.

Ich sage zu der Gruppe, als sie sich vorbereiten, wie sie diese Uebung verwirklichen: „Überlege gut, was Du tragen willst. Mit dem was Du trägst, muss Du einen Tee machen.“

Gewöhnliche Bewegung vs Tee-Bewegung 

Eine Teeübung sieht gewöhnlich aus – nur Tee zuzubereiten! Was ist daran so speziell? Gar nicht. Eine ganz kleine Besonderheit im Vergleich mit Wasser aus der Flasche zu trinken ist, man merkt wie die Blockade unsere Bewegung stört. Durch diese Störung entsteht viele negative Emotionen die uns mit einem Nachdenken und neue Ansicht bereichern!

Das war freudige Erkenntnisse von einem Feldenkrais Stunde!

Neue Gongfu Cha Kurs Daten

Die nächsten Üebungen sind:

23.07 Samstag in Shui Tang ab 17 Uhr

27.08 Samstag in Shui Tang ab 17 Uhr 

Diese Stunde sind für Praktizierende die mindestens Gongfu Cha I besucht haben. Wir vertiefen uns in Bewegungen und Variationen!

Anmeldung erforderlich:

http://www.shuitang.ch

Oder info@shuitang.ch

Der Meister in Shui Tang 

Atong sagte er sei ein Ochse und ich bin der Hirt. Ich beute sein Wissen aus!

Nun, es hat schon angefangen:

Er packte seinen privaten Tee aus und muss 20 verschiedenen frischen Ernte mit und degustieren und viele Fragen beantworten!

Shui Tang, der Ort des schönen Wassers, ist im Moment voll in Rosenpracht!

Reise nach Bo He Tang

Ich gebe zu, ich bin zu faul.

Wenn man per Fotos und Postkarte einen Eindruck über einen Ort erhalten kann, wozu dorthin reisen? Ausserdem wozu etwas riskieren?

Yu tickt ganz anders. Er sagte, man könnte jetzt auch mit Motorrad nach Bo He Tang fahren, aber das letzte Stück muss man trotzdem laufen!


Wie lange muss man noch laufen?

Er sagt, hinweg etwa 40 Minuten, Rückweg mehr als 1 Stunde.


Am Ende stand er ganz stolz auf einem Baum.


Bo He Tang sei ein kleines Gebiet und nur von einer Familieclan verwaltet. Dies Jahr klettert sein Preis weiter nach oben. Ein einsamer Tee für einsame Menschen, weil wenige Menschen die sich es leisten können. Diejenige die sich leisten können, müssen lernen mit anderen Menschen zu teilen. So wird die Einsamkeit wohl zu einer Fest, ein Fest des Teilens!

Es ist vielleicht die Lösung unserer Gesellschaft auf den Weg von Klimawandel und Flüchtlingskrise!