Teeübung – Füllhorn

Diese Uebung des Gongfu Chas ist entstanden, als die Serafino und Noan üben wollten. Ich wollte den beiden interessierten 13 jährigen etwas von dem Teegeist vermitteln – Leben ohne Spuren zum Hinterlassen. Ich wollte beiden etwas vermitteln, dass es eine Yin und eine Yang Seite im allen Wesen beinhaltet. Auf einmal kam die Idee, den Tee mit einem schwarzen Tablett zuzubereiten. Ein Tablett zum Umdrehen.

Wir reden oft genug von beiden Seite des Medaille und stets von Entwicklung. Aber wie geht es konkret? Wie schaffen wir aus den schmerzhaften Erfahrungen einen Nährboden für unsere Zukunft?

Ich dachte an die Mythos Füllhorn. Herakles besiegte den Flussgott Acheloos, der seinen Gestalt verändern konnte. Er veränderte sich zu einem Stier, dessen aggressiven Horn von Herakles abgebrochen wurde. Acheloos zeigte sich besiegte und Herakles gab ihm das Horn zurück. Acheloos erkannte in dieser Tat die Großzügigkeit und erwiderte ihm ein reichlich gefülltes Horn.

Ein Horn gleichzeitig verletzend und beschützend sein kann, ein Horn der Kraft von Yang-Energie. Wenn es umgedreht werden kann, verschwanden der Sieger und der Besiegten, sie werden eins. Eine aktivierende Yang Energie wird zu empfänglichen und anders-leben-lassenden Yin-Energie.

Die beiden jungen spielten recht gut und hatte eine Menge Spaß. So mache ich weiter mit Erwachsenen in Gongfu Cha II. Wir üben es zwei Male. Bei ersten Mal erzähle ich meistens nicht viel. Bei zweiten Mal tauschen wir uns mehr aus. Es kommt immer darauf an, wie eine Gruppe reagiert.

Ich sage zu der Gruppe, als sie sich vorbereiten, wie sie diese Uebung verwirklichen: „Überlege gut, was Du tragen willst. Mit dem was Du trägst, muss Du einen Tee machen.“

2 Gedanken zu „Teeübung – Füllhorn

  1. Sebi

    Super interessant und toller Beitrag. Oftmals trifft man die Entscheidung Kaffee oder Tee. Bei mir ist keine Entscheidung gefallen, weil ich genieße beides und das auch jeden Tag. 🙂
    Wie man sehr gut in diesem Artikel erkennen kann trägt Tee eine doch weitreichendere Tradition.
    Würde gerne mehr erfahren, beim nächsten Beitrag bitte eine Mail damit ich mehr dazu lesen kann. 🙂

    LG
    Sebi

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