

Im Flugzeug über Zürich. Die Färbung vom Sonnenuntergang erinnert mich an die Glasur von Jun! Ich wünsche ich hätte einen Hongyu oder einen Mengku Yesheng. So kann ich die Schönheit in meiner Schale auffangen und in die Farbe des Tees eintauchen!



Im Flugzeug über Zürich. Die Färbung vom Sonnenuntergang erinnert mich an die Glasur von Jun! Ich wünsche ich hätte einen Hongyu oder einen Mengku Yesheng. So kann ich die Schönheit in meiner Schale auffangen und in die Farbe des Tees eintauchen!

Wir hatten in Shui Tang einen Bügeleisen Tee. Bügeleisen für die Seele, zerknitterte Seele. Es war ein Huang Jin Gui. Vor einem Jahr wurde der Tee schon ausverkauft. Danach gab es nur einen Maoxie, der ebenfalls die zerknitterte Seele auch glätten kann. Vor paar Tagen als der neue Huang Jin Gui aus Anxi vom Jahrgang 2015 Winter kam, blinkten meine Augen und wusste, der Bügeleisen-Tee ist wieder da! Feine leichte Maiglöckchen gehüllt mit aromatischen getrockneten Pflaumen oder Aprikose. Der Aufguss sanft und geschmeidig. Eine multidimensionale Köstlichkeit – Duft, Geschmack und Wirkung! Ich schrieb sofort verschiedene Teefreunde und rate sie zu kaufen. Wer weiß, wie schnell der Tee wieder vergriffen wird – wie der Baozhong aus Wuyi!
Manchmal fühle ich wie ein Frosch. Nein, ich bin ein „Frosch“ von dem Frosch-Prinzip. Er verlor das Gespür um die Umstände wahrzunehmen und verpasst den Zeitpunkt die Lage zu wenden. Der Frosch sitzt im Hals.
Kim hat Shui Tang zu eine Ozean gemalt, wo Delphine und Seepferdchen zu Besuch kommen. Shui Tang, der Ort des schönen Wassers, ist oft wie ein Teich. Und ich steht bei der Kasse wie ein Frosch. Die Prinzessinnen kommen und verlangen nach dem verlorenen Goldball. Das Goldball ist wie der Tee, der sie wieder glücklich und lebendig macht. Ich spring ins Wasser oder gehe in den Keller und hole etwas. Den Goldball.
Der Goldball kann auch als Symbol von dem Unbewussten. Und der Frosch?
Ach, der Frosch ist oft verkannt. Jeder denkt etwas über ihn.
Der Frosch trinkt den Huang Jin Gui, wenn die Prinzessinnen glücklich mit ihren Tee ausgehen.
Gerade während des Zazens kämpfte ich zuerst gegen die Müdigkeit. Vielleicht war es eine Illusion. Ich nahm viel milchigen Lichtstrahl war. Er strahlt über meinen Körper und es manifestierte sich ein Teich. Auf diesen Teich sass ein Frosch auf Lotus Blättern. Friedlich und Zufrieden.
Heute Abend muss ich keinen Huang Jin Gui trinken. Der Frosch ist gelassen und friedlich.

Ich fragte Yu, wie er seinen Tee lagert.
„Ich beabsichtige nicht, mit speziellen Gefässen Tee zu lagern. Jüngere Pu Er lagere ich gerne in Zisha Gefässe (aus Yixing Ton). Ältere Pu Er lagere ich gerne in glasierten Gefässen – damit der Tee sich nicht weiter stark verändert. Eigentlich muss nur saubere geruchsfreie luftige trockene Räume sein. Mit dem Bambus Korb im Bild sollte man aufpassen wegen Schimmel. Anstatt solchen Körbe zu nehmen wäre es besser den Tee einfach im originalen Bambusblätter zu lassen. Bambus verschimmelt schnell.“
Das stimmt. Ich erinnere mich: Bambus für Chasen, für Teeschiff oder für Teelöffel sollte immer aus paar Jahre gelagerten Bambus aus Bergen sein. Die meisten Teeliebhaber lassen sogar diese Bambus räuchern. Die Cha Gao aus 2015 war mit Bambusblätter gewickelt, weil die Bambusrohr im Sommer oft von Insekten befallen werden können.
“ In Taiwan wird solch Bambuskorb nicht verwendet. Früher hat man die Fladen im Kartonschachtel gelagert.“ Darum hat er seinen Tee im Kartonschachtel!
Ich erzählte ihm, dass es viele Teeexperte im Netz tätig sind und sie haben zu jeder Dinge immer eine Meinung. „Es gibt Flut an Information und jeder kann ein Meister sein.“ Sagte er.
„Habt Ihr Kühlschrank für Euren Tee?“ „Kühlschrank?“
„Ja! “ „Nö. Wir haben nur Luft Entfeuchter in Taiwan. In Kühlschrank Tee zu lagern ist heikel. Es kommt danach in dem Tee Feuchtigkeit. Das tut Tee nicht gut.“
Das stimmt. Ich erinnere mich an meine Cha No Yu Zeit, vor jeder Übung muss mein Teevater Detlef seinen Usucha und Koicha aus dem Kühlschrank nehmen und mindestens eine Nacht stehen lassen. Damit der Tee keine Feuchtigkeit hat und locker fällt. Wenn der Tee zu viel Feuchtigkeit hat, merkt man als Gast auf jeden Fall bei Betrachtung und bei der Zubereitung, das war immer peinliche Momente als Gastgeber, wenn es enttarnt wurde. Im Tee kann man nichts verbergen!
„Weiss Du, die meisten Leute wollen Geschichte hören, Anekdote erzählen. Wahrheit will nur wenige Menschen hören.“ Er schickte mir einen Aufschnitt von seinem Gespräch mit dem Inhaber von Bo He Tang. Es handelte sich um Fakenews unter den Teehändlern. Die beiden seufzten im Weixin, dass die Wahrheit Menschen am wenigsten interessieren.
So viel zu der Einstellung von Lagerung von Yu als ein Teeliebhaber und Teehändler von edleren Pu Er Tee!

In Karton gelagerter 8892 von Wang, Man Yuan!
Nachmittags gab es eine Diskussion über Thema Lagerung.
Für mich ist diese Frag, „wie muss ich meinen Tee lagern“, nicht mit paar Sätze zu beantworten. Hinter dieser Frage verbirgt die Haltung zum Leben.
Warum? Was hat die Frage nach der Lagerung mit der Haltung im Leben zu tun?
Wie wichtig ist die Lagerung? Ist der Tee, der gelagert wird wichtiger oder die Lagerung? Handelt es sich hier um die Lagerung an sich oder um die Lagerung als kokettierende Gehabe?
Wenn man mich in Shui Tang fragt, wie sollte man seinen Tee lagern. Sofern man den Tee gewöhnlich trinken möchte, reicht vollkommen die Tüte von Shui Tang gut zu verschliessen. Ich scherze immer mit meinem Besuchern, „Ich verkaufe Ihnen gerne etwas. Möchten Sie es?“ Für mich geht es um die Haltung, unnötige Dinge nicht zu pflegen. Unsere Energie können frei gesetzt werden, um mit uns selbst auseinanderzusetzen anstatt als Beschäftigungstherapie oder alles richtig machen zu wollen – als Zwang! Aber wenn ich einen grossartigen Tee habe, dann mache ich mir Gedanke, wie ich ihn gut aufbewahren kann.
Ehrlich, viele Leute wissen die berühmte Müllsäcke Lagerung von Atong. Er lagert seinen wertvollen Tee einfach in Plastik Säcke.
Wo lagere ich meine 8892 Fladen? In einem Karton, wo lagere ich mein 7542 aus dem 70er Jahren? In Zip Tüte. Weiss Du diese Tüte sind nicht normale Tüte, sie sind mindestens ein Tag lang vor dem Buddha gelegt und ich habe es für sie gebetet. Glaubst Du es? Liebst Du solche Geschichte?
Liebe Teefreunde, pass auf bei solchen Diskussionen! Lass Dich nicht manipulieren und von der Kommerzialisierung des Tees beeinflusst werden. Tee befreit uns. Ein guter Teelehrer befreit uns vor Meinungen, vor Zwang und vor „Müssen“, anstatt uns mit „Müssen“, „Sollen“, und „man macht es so“ vereinnahmen! Viele Menschen geniessen bei solchen Diskussion gerne das Machtgefühl wie ein Guru. Das ist eine Abhängigkeit, nicht Befreiung. Tee ist keine Religion!
In chinesisch gibt es einen Ausdruck , Wan Wu Sang Zhi 玩物喪志. Was bedeutet es? Wenn man sich zu „Fetisch“ auf eine Tätigkeit konzentriert, verliert man die aufrichtige Wille zum Leben. Man kann es auch einfacher sagen, „wenn man sich zu sehr auf das Äusserliche fokussiert, verliert man das Wesentliche aus den Augen“.
Der Tee ist das Wichtigste.
Wer sich mehr leisten, Ton Gefässe sind sehr gut. Holzdosen sind exzellent. Aber nicht alle Holzarten bieten für die Lagerung des Tees gutes Milieu an. Oder baue einen klimatisierten Raum mit richtigen Feuchtigkeitsmesser – das macht Yu. Ansonsten hat er seine wertvolle Lao Man Zhang etc. im Karton – ist eine Illusion zerbrochen?
Wer weniger zur Verfügung hat, kaufe lieber guten Tee, bewahre sie gut in einem Metal Keksedose, oder in Müllsäcke wie mein Lehrer.
Noch besser ist, deinen Keramiker in Deiner Nähe zu besuchen. Frage dem Profi woher er seine Ton hat und bitte ihn eine unglasierte oder nicht zu dicht gebrannte Dose für Dich zu fertigen, ein Profi weiss wie er brennen muss und weiss, ob er Industrie-Ton verwendet oder nicht.
In Deutschland gibt es einen tollen Keramiker Thomas Henle. Er lagert und verarbeitet seine Ton selbst und brennt es in Holzofen. Als ich bei ihm war, wollte ich gleich testen, wie das pure Wasser in seinem Gefäss schmeckte. Ich möchte wissen, was ich verkaufe. Das pure einfache Wasser schmeckte im Vergleich im Glas so lebendig und süss in seinen Gefässe! Das ist auch der Grund, warum seine Werke in Shui Tang zu verkaufen sind! Besuche die Webseite von Herrn Henle, falls Du keinen Keramiker in Deiner Nähe findest!
Lagerung as ein Spiel ist berechtigt. Dann pflegen wir das Bewusstsein, dass es ein Spiel ist und rede nicht so wie ein Guru! Und wenn wir den Anderen nicht als absolut idealisieren würden, wirkt der Andere nicht absolut auf uns. Es ist wechselseitig. Wenn keine Projektion gepflegt wird, hat ein Guru ebenfalls keine Chance absolut zu sein!

Wer sich das leisten kann, ist es toll eine Stapel zu kaufen und den Tee im Bambus zu lagern.

Für mich ist dieses Korb eher eine Dekoration als ein Gefäss zur Lagerung.
https://www.shuitang.ch/blogs/news/teegesprach-nummer-2-mit-meng-lin-chou-zum-thema-selektion
Zum Thema Shui Tang Selektion traf ich Miriam am vergangenen Montag im Neumarkt.
Ich wollte mit solchen Gespräche verschiedene Themen ansprechen. Diesmal mit warum Selektion und wie ich eine Selektion auswähle in einem Winter.
Wir habe viele Themen auf der Liste. Ja, Teegespräch in einem Café ist anders als auf einen Teetisch. Doch spielt Tee immer als eine Quelle meines Lebens egal wohin. Eine Quelle die man nur mit einem Einhorn ausschöpfen kann. Außen hart und innen leer. Das Wasser fließt und kann gefüllt werden.
Heute war der verkaufsoffene Sonntag in Zürich. Es kamen immer mehr und mehr Leute. Der Teetisch wurde grösser und grösser. Manche kamen um die frisch eingetroffenen koreanischen Schälen zu bewundern, manche kamen weil sie wohl Durst haben! Durst nach was?
Kim kam ebenfalls mit dem kreativen Teefreak Vater gemeinsam zu Shui Tang. Was macht ein achtjähriges Mädchen dort? Tee trinken?
Kim kam um Shui Tang zu malen. Was hat sie gemalt?
Die Fische schwimmen, Delphine springt, während Seepferdchen am einem Brunnen auf seine zu füllende Tasse wartet.
Shui Tang sei eine Ozean! Mitten in dieser Ozean steht ein Teetisch und auf dem Tisch ein Brunnen! Aus diesem Brunnen sprudelt der Tee hinaus. Es ist grün, ist es vital und frisch?
Delphine eilt zum Teetisch. Die Fischen schwimmen in Schwarm. Richtung Brunnen!
Der Ort des schönen Wassers! Shui Tang.
Wer hat dem Kind von Wasser erzählt! War der Vater das Delphin? Oder das Seepferdchen?
Mich berührt das Bild sehr. Der Teetisch im Auge eines Kindes gleicht wie ein Brunnen für Meereswesen!
Der stolze Vater mit dem Kim!


Es war wieder die Zeit unsere Pu Er Tee Lagerung zu degustieren. Ich habe bereits verschiedene Berichte zu unserem Lagerungsexperiment in Shui Tang. Paar Teefreunde trafen sich bei dem Lichtfest in Shui Tang, um das Thema Lagerung zu widmen. 2012 hat Tim das Experiment angesetzt. In fünf verschiedenen Materialien hat er Wuliangshan Yesheng Gushu 2012 gefüllt: in Ton ( gemischt mit Vulkangestein aus Taiwan), in Porzellan, in Metal, in Alutüte von Shui Tang, in Kirschbaumrinde.
Tim hat das Experiment sorgfältig vorbereitet. Niemand wusste nicht, wie der Tee in der Schale gelagert war. Dieses Masnahme sollte die Manipulation vermieden werden. Jeder hat zwei Stimme. Am Ende wird es gezählt, welche Schale die meisten Stimme erhält.
Metal hat drei Stimme erhalten. Der Duft von dem Tee aus Metaldose war sehr konzentriert. Der Tee sehr präsent, der Aufguss süss. Sehr wenig gereift.
Holz hat sechs Stimme. Der Duft ist breit, zurückhaltend und präsent. Der Aufguss würzig, die Textur sanft geschmeidig und süss. Er ist spritzig auf der Zunge. Der Tee ist gereift.
Alutüte hat eine Stimme. Der Duft präsent. Der Aufguss süss und intensiv. Der Tee ist wenig gereift.
Porzellan bekommt zwei Stimme. Der Duft ist sauber, klar, aber der Aufguss ist im Vergleich flacher.
Tongefäss von Mischung aus Vuklangestein aus Taiwan, unglasiert. Er bekommt acht Stimme. Der Tee schmeckt mineralischer. Der Duft roch konzentriert und strahlend breit. Vollmundig, süss und geschmeidig.
Wenn man einen Tee lagern will, der nicht reifen sollte, würde ich meinem Kunde raten, den Tee in Shui Tangs Verpackung zu lassen oder eine günstige Metaldose zu kaufen.
Wenn man einen grossartigen Tee hat, der reifen und entwickeln sollte, würde ich eine Teedose aus Ton oder Holz empfehlen! Beim einkaufen von Ton wäre interessant den Herstellern nach der Herkunft von Ton nachzufragen. Ton ist nicht gleich Ton!
Nächstes Jahr werden wir uns wieder treffen um Oolong Lagerungsexperiment zu treffen. Vielleicht ergibt es sich verschiedene Ergebnisse!
Liebe Teefreunde, Euch wünsche ich viel Freude bei Lagern! Für das Thema von Tee und seiner Teedose habe ich genau vor einem Jahr etwas geschrieben! Zuerst der Tee und dann seine Dose suchen. Zuerst der Tee und seine Teekanne! So geht unser Teespiel immer weiter.
Teefreund aus Bayern schickte mir ein Foto von seinem 10 Male verwendeten Dai Gaiwan.

Wann gibt es wieder?
Es gibt die Dai Keramik wieder, wenn das Wetter in Jinghong wieder sonnig wird. Die Reisstroh, was man für das Brennen braucht, lässt sich warten! Ein bisschen Geduld müssen noch die Teeliebhaber im Europa haben.
Dai Keramik von Meisterin Yümeng ist eben nicht ein Industrieprodukt.

Im Web erfährt man Kuriosität aus der Welt. Neulich erfuhr ich, dass Freunde in Japan zu mieten gibt. Und es gibt solche visuelle Figuren, die man als „Freund“ oder „Freundin“ einschalten kann. Mit dieser illusorischen Figuren entwickelt man eine emotionale Beziehung ohne tatsächliche konkrete Belastung einer „realen“ Beziehung!
Diese Entwicklung ist eigentlich nicht zu staunen. Wir haben bereits solche „sterile“ Beziehung in unserem Alltag mit meisten Gegenständen entwickelt.
Vor paar Jahren hatten wir in Shui Tang Becher und Schalen aus Bambus, ein traditionelles Gefäß aus dem alten japanischen Handwerk. Eine Kundin kam mit den Becher wütend zurück, weil ihr Tee nicht mehr nach Tee schmeckt, sondern mit Bambus-Geruch! Ich verstand ihre Empörung, weil ihr wurde es nicht bewusst, dass es ein Bambusbecher war! Es schmeckt natürlich nach Bambus. Aber warum will man in Asien solche Gefäßen verwenden? Weil es eine organische Entwicklung stattfindet, dass der Geruch vom Bambus mit Tee arbeitet. Nach einer Zeit, schwindet der Bambusgeruch und es wird eins mit Tee. Natürlich ist der Tee in solchen Gefäßen nicht ganz so „rein“. Aber es ist eben auch ein Spiel, eine ästhetische Erfahrung und ein Erlebnis.
Es kam auch Leute die nach zwei Jahren den Bambus-Schiff wechseln wollen. Weil der Bambus-Schiff ist wegen der Trockenheit gerissen. Warum? Weil man nicht oft verwendet.
Viele Bambus-Gefässen, Teeschiffe, Yixing Kanne und Dai Keramik sind kein einfache Produkte. Diese Wesen brauchen Pflege. Das heißt, eine organische Beziehung aufzubauen. Das ist ähnlich wie bei den Menschen. Wir können mit Geld viele Dinge kaufen, aber leider nicht die wahre Liebe oder die wahre Freundschaft. Die oberflächliche Freundlichkeit und aufgesetzte Großzügigkeit die wir oft durch Medien oder auf der Strasse in unserem Alltag erleben (seit einiger Zeit wird man auf der Strassen in Zürich mit Geschenke überrumpelt – als Werbeaktion, um Kunde anzulocken), gehört zu dem Schein, den wir von Sein nicht mehr einfach voneinander unterscheiden können! Menschen mit Charakter, sagte ein junger Besucher gestern in Shui Tang, hat heute in unserer Gesellschaft schwer. Ich staunte über seine Reife.
Bevor man diese Art von Teatoys verwendet, weiht man sie ein. Meistens wird Reiswasser oder Jasmintee empfohlen. Wenn man diese Art von Teatoys lange im Schrank hat und nicht verwendet, muss man wieder neu einen Kontakt zu ihnen knüpfen. Zuerst mit kühlem Wasser, dann lauwarmes Wasser füllen. Danach erst mit heißem Wasser aufgießen. Woher weiß ich es? Ich weiß es von meinem eigenen Fehler! Viele schöne alte Yixing Kanne von mir haben leider Risse… (ich bin nicht cool, weine auch wenn ich eine Teekanne verletzt habe…)
Viele Keramik Liebhaber wundern sich in Shui Tang über den guten Preis eines Dai Keramik Gaiwan. Das neue Stück aus Jinghong kam mit viel Arbeit mit Kontakten und Ecken und mit schmerzhaften „Bruch“ in Zürich an. Die schlimme Verpackung konnte die Keramik nicht schützen, so dass wir mit vielen Schaben auspacken mussten.
Dai Keramik kommt aus einer 4500 jährigen Tradition und von der authentischen Erbin dieses Handwerk, die nun in China als eine Art von „Living National Treasure“ gefeiert wird. Aber warum kostet so ein Gaiwan in Shui Tang so „harmlos“ wie ein japanisches Stück von einem Grossmeister?
Frau Yü Meng ist eine bodenständige bescheidene Dame. Sie verlangt nicht viel für ihre Einzigartigkeit. Wenn man ihre Werke nicht kennt und im Internet surft, landet man meistens in sehr kommerziellen Shops und Fotogalerien. Ihre Werke unterscheiden sich so stark von den anderen, warum? Weil sie zu sich selbst steht.
Zu sich selbst stehen ist heute nicht mehr die Qualitätsmerkmal eines Geschäfts oder einer Person. Was heute in unserem Netz wichtig zu bewerten ist die Freundlichkeit, Zugänglichkeit und Preis. Ein schöner Laden, hübsche Verpackung und freundliches Lächeln zählen. Nicht die Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Reziprozität (Gegenseitigkeit).
Ich wollte nicht einen „falschen“ Preis machen. Der Geist von Meisterin Yü Meng sollte man in Zürich spüren können. Die Verbundenheit von ihr zu der Erde und zu ihrer Tradition sollte in Shui Tang vermittelt werden können. Das ist der Grund, warum ich Shui Tang gegründet habe. Das ist für mich das Wichtigste an diesem Ort: Authentizität, Aufrichtigkeit und Liebe zu den Dingen um den Tee! Vor allem die Dinge, dessen Schönheit erst sichtbar werden durch die Zeit!
Was für Tee würde ich in so einem Dai Gaiwan zubereiten? Ich bevorzuge gelagerten Pu Er! Der Yiwu Gushu 2002 von Yu, auch der erste Fladen von ihm, schmeckt hervorragend darin: ein Hauch von Wärme, gemischt mit Wald, Blätter und feuchten Luft bei der Pilzsuche. Erdig, süss und breit…
Mehr von Dai Gaiwan erfahren, bitte hier klicken.

Foto von J.C. in Shui Tang an der Spiegelgasse 26 Zürich.