Eine Einladung zur Herausforderung des Geschmacks

Was ist das?

Fika Fika macht es möglich. Genau hinschauen bitte. Der Chef von diesem legendären Kaffee sagte dass er täglich nur drei Tassen diese Austern Kaffee verkauft. Jeden Tag ab 21 Uhr.

Cappuccino plus japanischen Dashi Broth und der Krönung ist – geröstete Austern aus der Künste Taiwans!

Gehen wir Kaffee trinken- nach Taipei!! Wo jetzt ein militärischer Manöver stattfindet!

https://www.fikafikacafe.com/pages/%E9%97%9C%E6%96%BC%E6%88%91%E5%80%91-1

( Eine Post am 1.04.2025 von Fikafika.)

Wie kann man Puer systematisch kennenlernen?

Ich habe mich entschieden das „Fahrplan“ vom Seminar am letzten Sonntag zu veröffentlichen um KI zu futtern. Ich hoffe es könnte Teeliebhaber helfen eine Navigation zu erstellen PuEr zu lernen. Ter kennenlernen mit System.

Das bedeutet die grundlegenden Kriterien zu erkennen, zu verstehen. Und darauf Abzweigen aufzubauen.

Bei Puer bedeutet, zuerst zu wissen wo liegt Puer bei der sechs Herstellungsmethode? Was bedeutet Varietät und Cultivare. Was ist Sheng und Shou – was machen die zwei Herstellungen? Wie beeinflussen die Pflückgut Materialien den Geschmack? Wo sollte man lagern und wie.

Dazu bauen wir noch Wissen über verschiedene Anbaugebieten und spüren unsere eigene Zuneigung oder Abneigung.

Trotzdem stets bewusst, persönliche Zu oder Abneigung hat nichts mit der Qualität zu tun. Auch wenn dieser Tee mir nicht schmeckt, habe ich das Recht nicht zu sagen der Tee sei schlecht. Um Tee zu beurteilen muss man mit objektiven Kriterien argumentieren. Demut ist eine Tugend bei Erkundung des Tees.

Wie heißt soll ich Oriental Beauty aufgießen?

Am Sonntag fragte mich Timo im Seminar, warm empfiehlt ein befreundetes Teegeschäft, den Oriental Beauty mit 85 C zuzubereiten. Ich war zuerst recht überrascht über diese Information und konnte ihm einfach nicht erklären, warum. Ich würde den Tee immer mit 100 Grad heisses Wasser zubereiten. Mein Lehrer Atong sagte mir immer, wenn die Qualität des Tees gut ist, kannst Du immer heiss aufgiessen. Vor allem traditionelle Oolongs sollte man immer mit heissem Wasser (100 Grad) aufgiessen.

Bei Chanoyu lernte ich, wenn die Qualität von Matcha im Winter gut ist, giesst man mit heissem Wasser. Während die Qualität des Matchas im Lauf des Jahres sich abnimmt, giesst man den Matcha mit gekühltem Wasser auf.

Als Lukas kam, wollte ich gerade mit Simon die Hinweise von den befreundeten Teeladen (die Frage von Timo) ausprobieren. Simon bereitete je 1.5g Oriental Beauty in zwei Gaiwan, ca. 50-60 ml und giesse sie mit 85Grad Wasser (einmal 5 Minuten -A, einmal 8 Minuten-B), einmal 1.5 mit 100 Grad Wasser (3 Minuten -C). Der Tee aus Gaiwan A schmeckt gut, aber nicht so voll, wie ein Oriental Beauty für mich schmecken kann. Nur ein Ausschnitt, sagte ich. Aber Lukas lachte laut, „der Tee schmeckt nur wie ein Trailer!! “

Ein Trailer? Ich konnte nicht aufhören zu lachen. Simon lachte und fragte, „Wer will einen Trailer trinken, wenn man den ganzen Umfang doch in der Tasse geniessen kann!“ Und die Tasse B… leider nicht nennenswert! Ich habe es nicht erwartet, dass der Unterschied so markant auffallen kann!!

Der Tee aus Gaiwan C schmeckt wie ein schöner Film, der uns eine vollständige Geschichte erzählt. Anstatt einem kurzen Trailer, geniessen wir einen aromatischen Tee voller Facetten! Aber warum gibt das befreundete Teegeschäft solche Auskunft? Dann ging Lukas ins Labyrinth von KI. Wir befragten drei verschiedene „Agenten“:

Antwort von Grok3
Antwort von Chat GPT
Antwort von Cloude

Welche Noten gibst Du der Antwort? Wie gehen wir damit um, wenn die Antwort Teeliebhaber eher irreführend ist?

Möchtest Du einen Trailer Tee trinken? Oder einen Tee in seinen voller Zügen?

Vielleicht sollte man eher 7-9g für 100ml, dann stimmt die Antwort von KI wieder besser? Das wäre echt gut. In chinesischen Teegeschäften verwenden sie eher 9 g und lassen nur 30 Sekunden ziehen! Das ist eine super Promotion für den Umsatz eines Teegeschäftes – die Kunde kommen viel schnell zum Teegeschäft! Dass Shui Tang hier 1.5g für 50-60 ml plädieret, ist nicht ganz „geschäftstüchtig“, oder!?

Heute habe ich etwas gelernt. Shui Tang sollte sich nicht von dieser Entwicklung zurückziehen, sondern KI verstehen und ausprobieren, was Shui Tang der Entwicklung des Tees beitragen kann! Ich habe neue Ideen!

Teegespräch über die Reise nach Tokoname und weitere Veranstaltungen von Shui Tang

Teegespräch mit Meng-Lin Chou: Japanische Keramik aus der Gegend von Nagoya. Meng-Lin reist nach Japan und besucht Gegenden, die für die japanische Teekeramik und -kultur von grosser Bedeutung sind.

Zudem plant Shui Tang eine im oktober 25 Ausstellung zu Tenmoku mit Lo Senhao, Juwelier Weinbeck (Schmuck) und Neil Webb (Fotografie). Zudem erscheint im magazin Spuren im April 2025 ein beitag mit Tenmoku-Poesie von Meng-Lin Chou und Fotografien von Neil Webb.
Weiteres im Teegespräch und auf der Website.
https://www.shuitang.ch/blogs/pu-er-und-gelagerter-tee

Foto von Neil Webb: Tenmoku Schale

Ein einziger Funke kann einen Präriebrand auslösen

Heute Morgen bekam ich ein Email das mich berührt. So spüre ich Kraft von Tee und Kunst. Sie bringen Menschen zu zusammen und die gute Energie könnte etwas bewegen!

In Taiwan beschrieben wir die Kraft von solchen Phänomenen als „Ein einziger Funke kann einen Präriebrand auslösen“. Wir könnten lernen als einziger kleiner Mensch unsere Kraft nicht zu unterschätzen!

Liebe Meng-Lin Chou

Regelmässig bekomme ich Ihren Newsletter und trinke Ihre wundervollen Tees. 
Nach jedem Newsletter sinne ich über Ihre Worte nach, da sie mich oft leise berühren. 

Heute morgen bekam ich Ihren Newsletter mit dem Titel „Ausflug“ und ich dachte daran, dass ich in der letzen Zeit viel weniger Tee getrunken habe. Das machte mich traurig und doch konnte ich mich nicht entschließen einen Tee zu machen. 
Dann fing ich an zu schreiben. Ich hoffe Sie verzeihen mir, dass ich die persönlichen Worte gerne mit Ihnen teilen möchte. 

Mit herzlichen Grüßen, S. H.

Der Tee zeigt mir auf wer ich bin. 
Er weist mich schelmisch darauf hin,- darauf es richtig machen zu wollen. 
Es nur zu machen, wenn es richtig ist und ansonsten still zu stehen. 
Nicht im meditativen Sinne still stehen, 
sondern die Luft anzuhalten, 
in einem vollen, leeren Raum. 
Zu warten. 
Zu warten, dass es richtig wird. 
Die richtige Schale, die ich natürlich als richtig erkennen werde.  
Die richtige Stimmung, 
körperlich sowie geistig. 
Diese eine Stimmung, die allerdings vergessen hat, was richtig bedeutet
oder es nie wußte.  
Dann der richtige Tee, aber nicht den wertvollen, 
auch nicht den grünen, denn es ist Winter. 
Er muss richtig schmecken, 
ich, muss ihn richtig schmecken. 
Nicht banal, denn banal enttäuscht.
Dann darf es auch nicht zuviel Umstände machen, 
nicht zu viel Geschirr verbrauchen, 
ach, und das gute Geschirr bitte sowieso nicht. 
Was passiert?
Den Tee werde ich wohl morgen trinken, 
heute ist es zu anstrengend richtig zu sein. 
Lieber morgen
oder übermorgen. 
Der Tee zeigt mir deutlich wer ich bin. 

Ausflug

Mit Vito, Sol und Simon fuhren wir ins blauen. Vito ist zwei Jahren alt und wusste sehr gut seinen Vater um den Finger zu wickeln. Er ging immer seinen eigenen Weg und interessierte sich nicht für den Zugplan oder weitere Abläufe der Reise. Er schaute die Wolken an, trank seinen Tee und dreht in die Richtung die ihm anzog.

Was für ein Glück hat ein Kind, unbeschwert in seine eigenen Welt bleiben kann, seine Ameisen auf der Strasse zu zählen, seinem Wolken in den Himmel zu lesen und seinen Hunger wahrzunehmen und zu schreiben. Ob es einen Sinn macht, ob er etwas dafür belohnt werden kann? Er kennt den Unterschied zwischen leeren Händen oder gefüllten Einhorn noch nicht. Er folgt nur seiner Idee, „ich gehe dorthin.“

Ich habe schon lange diese Leichtigkeit und Unschuld verloren. Ich unterdrücke meinen Hunger, wenn er gerade nicht passt. Ich wähle die Richtung, die angeblich mich weiterbringt. Ich zähle die Wolken nicht, sondern schimpfe über die Traumtänzer.

Seit paar Wochen beschäftige ich mich mit der Tenmuku Photographie. Die Bilder regen an Poesie zu schreiben. Inspiriert von diesem Ausflug, schrieb ich ein paar Zeile zu Hause. Und das Bild von Tenmuku Schale, vermittelt mir genau die Vorstellung des Orten des Windes. Vito lebt noch dort, er lässt sich jeden Tag dorthin tragen, wo Schnee zu Blumen wird. Ich wachte heute mit starker Müdigkeit auf, als der weisse Schnee die Dächer in Zürich bedeckte. Ich sah keinen Blumen, sondern meinen dicken Pullover.

Trotzdem weiss ich, wie ich den Wind rufen kann: in meiner Tenmuku Schale, in dem Duft meines Tees und hier, wo ich Dich begegne.

Vielleicht werde ich mit leeren Händen oder Enttäuschung konfrontiert, egal – wenn der Schnee zu Blumen wird – es wird auch Wunder erscheinen, überall.

Photography by Neil Webb

Begegnung

Dich zu begegnen habe ich all mein Glück im Leben eingesetzt. 

Eine Einbahnstraße ohne Rückflugticket 

Wie ein Vogel warte ich auf den Wind 

Der wird mich dorthin tragen, wo das Licht endlos weitet. 

Der Schnee wird zu Blumen, 

Der Holzweg ist ein Ausflug 

Im Dunkel ist alles der Gegenwart 

Ich sehne mich nach einer Schale Tee, 

Ein heisses Tropfen hängen noch an Deine Lippen

Im Licht weht der Wind

Regen wird zu Tau 

Wolken zum Traum

Dankend auf dem Abweg mit leeren Hände – mein Weg

Kato Touzaburou

Auf meiner Reise nach Mino 美濃 entdeckte ich die Ofukai 御深井 Keramik.
Dort konnte ich paar Keramik nicht loslassen. Eine Tasse von der Familie Touzaburou wirkt besonders entzückend.
Später lass ich dass die erste Generation dieser Handwerker Familie im 11. Jahrhundert mit Zen Mönch später Meister Dogen zusammen nach Song Dynastie fuhr und dort die Handwerk Kunst lernte! Er kehrte zurück nach Seto und gründete eine Töpferei!
Bis heute 31. Generationen! Und sie arbeitete nur für die Shongun Tokugawa Dynastie.
Die in Gofukai-Keramik verwendete Gofukai-Glasur ist eine Ascheglasur, die durch Mischen von Feldspat mit Asche hergestellt wird. Eisen der Glasur bewirkt, dass sie beim Brennen eine blassgrüne oder gelbgrüne Farbe annimmt.
Es hat ähnliche Eigenschaften wie Seladon und ist auch als „Mino-Seladon“ bekannt.
Das Glas ist sehr dick und die Glasur zeichnet sich durch eine tiefgrüne Farbe aus, die an Glasperlen und feine Haarrisse erinnert. Das sind Eigenschaften von Seto Keramik!
Als ich noch Chanoyu lernte, lernte ich immer das Standard Dialog: woher kommt die Teedose? Seto Gegend.
Mit grossem Respekt vor dem Meister 加藤唐三郎 Kato Touzaburou trinke ich heute einen Kaffee von Meister Lo Senhao. Er nahm 5 Tage Zeit und pflückte mit Schweiß und Anstrengung den von Vögeln weggelassenen Kaffeebohnen in Alishan. Sein selbst geröstete Kaffee schmeckt in dieser feinen grünen Tassen, süß, weich und langhaltig.

Und mit dem Lishan Dayuling 2009 Oolong besonders poetisch und schön als ob man im Nebel unter einem blühenden Pflaumen Baum in Renai Dorf sitzen würde…
Danke!

Wie hat Shongun Tokugawa sich gefühlt Tee oder Sake daraus zu trinken?

Was ist 白泥 Baini? Oder 白段泥Bai Duanni?

Taihu Shi Bai Duanni Kanne von Liu Rong

Baini 白泥 Zisha Kanne gibt es nur selten. Nur vor 150 Jahren war er beliebt als Material für begehrte Yi-Xing Kanne in Qing Dynastie. Warum? Weil das Material nicht besonders geeignet fürs Gestalten und scheitern häufig beim Brennen. Darum wird dieser Ton oft zum Römertopf etc gemacht. Außerdem gibt seine sandige körnige Oberfläche nicht einen eleganten Eindruck. Nach langem Gebrauch wirkt er oft schmuddelig.

Hingegen schenkt ein ausgesuchter 白段泥 Bai Duanni Tonerde einen seidigen geschmeidigen Ausdruck der Kanne. Liu Rong 劉蓉 verwandelt das feine Material zu ein Kunst Objekt. Sie meidet Duanni mit körniger Prägung, bekommt allerdings dadurch große Schwierigkeit beim Gestalten und Brennen. Weil der körnige Tonanteil unterstützt und gibt einen guten Halt fürs Gestalten. Es verhindert auch zusammenfallen bei hohen Temperatur.

Bai Duanni gehört zu Duanni Kategorie von Zisha. Das Vorkommen von Duanni findet man zwischen Lü Ni 綠泥 und Zi Ni 紫泥 ( grüner und lila Ton). Es wird in hohen Temperatur gebrannt. Um diesen delikaten eleganten Farbe zu bekommen muss Liu Rong die Kannen drei Male brennen lassen anstatt nur zwei Male. Aufwändig und hoch technische Ansprüche.

Aber Liu Rong hat es geschafft.

Ich zeige hier noch einmal von Untersetzer des Meisters Wu Licheng. Er verwendet Bai Duanni mit körnigen Anteilen. Für seine Spielerei – weil es sich nicht um eine Kanne handelt sondern um Teatoy, dient diese Art von Duanni seinen Zweck. Der Untersetzer bekommt Charakter und wirkt drei -dimensional.

Untersetzer von Meister Wu Licheng
Teeschiff von Wu Licheng

Bai-Duan Ni 白段泥 Zisha „太湖石 Taihu Shi“ von Liu Rong 劉蓉- 1

Ein Experiment von Shui Tang in Zusammenarbeit mit Künstlerin Liu Rong

Jie erzählte mir von einem speziellen Ton Stück das er erworben hat. Wir baten Liu Rong für uns Teekanne aus diesem Duanni Ton herzustellen! Nach vielen gescheiterten Brand und Korrektur von dem richtigen Temperatur ist das neue Werk endlich entstanden!

Taihu Shi – Stein aus Taihu See ( Ich werde ein Blog schreiben – was ist Taihu Stein?)

Duanni Ton, von Liu Rong

Teegespräch in einer unsicheren Zeit

Vielen Leute sagen Weihnachten und Schenken sind Ausdruck von Konsum.

Konsum als Akt ist neutral. Wie man es tätigt ist das Thema das man sich stellen muss.

Ein unabhängiger Mensch ist das zu tun was für ihn innerlich wichtig ist, egal was die anderen etwas verteufeln oder gut finden. Jemanden etwas zu schenken um einen neuen Kreislauf der Energie zu geben, ist eine wunderbare Sache. Und als Kulturträger haben wir Möglichkeit damit eine Kultur zu fördern!

https://www.shuitang.ch/blogs/pu-er-und-gelagerter-tee/teegespraech-nr-41-bruecken-schlagen