Archiv für den Tag 16/08/2006

Mending Huangya 蒙嵿黃芽und Bai Juyi 白居易

琴茶 (Tee und Musik)

兀兀寄影群動內

陶陶任性一生歡

自拋官後春多醉

不讀書來老更閑

琴裡知聞唯淥水

茶中故舊是蒙山

窮通休止長相伴

誰道吾今無往還

Als Bai Juyi (Tang Dynastie, 9. Jahrhundert) nach seinem gescheiterten politischen Karriere in Luoyang zurückzog, lebte er im Tempel Xiangshan. Er tröstet seine alte müde Seele mit Wein, Tee und Poesie. Gelegentlich pflegte er Freundschaft mit anderen Poeten und Teefreunden. Meistens lebte er bescheiden und zurückgezogen.

Bai war ein berühmter Dichter des Tang-Dynastie. Er kritisierte die politische Lage und gesellschaftliche Diskrepanzen mit seiner Dichtung. Er war nie wirklich glücklich in der Politik und nie in der Lage seine Vision zu realisieren, weil er immer aus der Machtzentrum verdrängt wurde. Leid, Wut und Enttäuschung lesen wir heute noch zwischen seinen Zeilen. Aber seine Vision, seine Liebe zu seinem Land und Menschen und seine Sentimentalität, die oft durch Gedichte über Tee ausgedrückt wurden, bleibt verewigt bis heute.

Es war ein Abend. Als die Touristen und Gläubigen den Tempel verliessen und es plötzlich alles ruhig und leer wurde, sass Bai allein am Fenster. Die Sonneuntergang färbte den Himmel und er trank allein den  Mending Tee, der frisch aus Sichuan eintraff… Allein, ruhig und vielleicht einsam.

In diesem Moment hörte er musikalische Klänge von chinesischen „Klavier“. Seine Einsamkeit wurde gebrochen und er hörte genau hin. Diese Musik erinerte ihn an seine politische Höhepunkte, seinen Tiefgang und seine Erfahrungen mit Menschen. Alles ist vergänglich, Gefüle, Liebe, Zusammenkunft und Abschied…

Er schrieb das Gedicht nieder….

„Nach meinem Abgang der politischen Karriere, trank ich viel im Frühling.

 Nachdem ich nicht mehr viel studiere, geniesse ich die Musse meines Alters.

In den Känge wusste ich, dass es sich um das Lied Lüshui handelte,

Im Tee ist der Mendging ist mein alter Freund!“

Ich entschuldige mich für meine schlechte Übersetzung!