Archiv der Kategorie: Reise bildet

Die Reise nach Shan’in 山陰 – 3

Rofusen 羅浮仙

Was mir am besten gefällt von der Sammlung von dem Adachi Museum of Art ist ein Bild aus Seide von Yokoyama Taikan „Rofusen“ (The Plum Spirit) 1919.

The spirit of plum

Rofusan ist ein japanisches Verständnis von dem taoistischen Legende aus Jin (266-420) Dynastie auf chinesischen Kontinent. Es wurde erzählt, dass in diesem Gebirgen viele Taoisten sich durch ihre meditative und alchemistische Praxis zur Gottheiten verwandelten. Das moderne Computer Spiel Hongkai – Star Rail ist eine gelungene kulturelle Adaption. Rofu ist das reale Gebirge Luofu heute in Guanddong, ein taoistischer Pilgerort. Literarisch bedeutet es ein Übergangsstadium oder ein Refugium von spirituellen Suchenden. 

Das Bild erzählt eine Legende aus 6. Jahrhundert. Dichter Liu Zongyuan (773) verfasst ein Buch 龍城錄 Longchenglu von gesammelten Sagen und Aknedoten aus der Zeit von 6.-8. Jahrhundert). Es wurde von einem Mandarinen Zhao Shixiong erwähnt dass er aus dem Hof verbannt wurde und sich in Luofu Gebirge verweilte. In einem Wintertag während des Sonnenuntergangs traf er eine duftende Dame, die in einer Schlichtheit und Eleganz auftrat. Ihre natürliche Schönheit berührte ihn und lud sie für einen Drink. In grün gekleidete Kinder tanzten zwischen ihnen fröhlich und unbeschwert. Er schlief ein. Als er erwacht wurde, befand er sich unter einem blühenden Pflaumenbaum! Er seufzte und sang, „es war eine Gottin aus Luofu – Rofusen 羅浮仙! Es war ein Traum von Luofu 羅浮夢!“

Dieses Bild von dem Luofu Traum und Göttin des Pflaumenbaums vermittelt ein Symbol von nicht erwünschter und verstandener Aufrichtigkeit zum Leben. Blume als Symbol dient für die Menschheit als ein emotionales Kommunikatives Mittel. Trotz der Verbannung blieb Zhao treu zu seinem Idealismus, der durch eine Begegnung mit der reinen Schönheit belohnt wurde. Diese göttliche Begegnung symbolisiert was zur Endlosigkeit gehört. Es blieb ein Traum und vergänglich. Aber der Pflaumenbaum ist der Augenzeuge der Ewigkeit. 

Die Aufrichtigkeit zum Leben und zum sich selbst ist ein wichtiger Pfad für Kunstschaffenden und Menschen auf der Suche in der fernöstlichen Tradition. Taikan malt die schlichte Schönheit mit einem Pflaumenzweig als Symbol von seiner Sehnsucht. Sie zu begegnen in der Kunst, in der inneren Welt und im Leben muss nicht eine Sehnsucht sein, sondern ein ständiger Wegbegleiter. 

Wie sieht Dein Rogusen aus?

Yokoyama Taikan Memorial Hall

https://maps.app.goo.gl/cxT7fNGarriFxL55A?g_st=ipc

Die Reise nach Shan’in 山陰 – 2

Adachi Musuem vermittelt den Besucher eine breite Sammlung von japanischer Kunst. Die Sammlung ist tief verwurzelt in der Tradition und ganzheitlichen ästhetischen Weltbild. Zum Beispiel eine ganze Halle von Arbeit Kitaoji Rosanjin (1883-1959), der eigentlich ein Kalligraph war, aber eine Offenheit für die kulinarische Vielfalt als kulturelles Aspekt. Er öffnet ein Restaurant, arbeitet mit den Keramiker zusammen, um Möbel, Gefäße, Teller und Vase zu produzieren für sein Restaurant. Er erhielt eine große Resonanz! 

Ein Gesicht von Zen Meister Ryokan 良寬

Er schrieb sein Ideal in einer Kalligrafie:

「草堂唯壁立 傍人送余生 偶有旧友到 並枕聞虫声」

Mein bescheidenes Reetdachhaus hat nur vier Wände, und andere werden den Rest meines Lebens mit mir verbringen. Gelegentlich kommen alte Freunde, und wir liegen Seite an Seite und lauschen dem Zirpen der Insekten. (Ein Gedicht von Meister Ryokan)

Zufriedenheit und Ruhe in einem einfachen Leben ist der Pfad seiner Arbeit und seines Lebens. 

Aus seiner Sammlung
北大路魯山人

Die Reise nach Shan’in 山陰 -1

Unsere Reise nach San’in verdanken wir dem Mythos um den Tempel Izumo.

Izumo gilt als der mythische Ort, an dem sich alljährlich im Oktober alle japanischen Götter zu einer Feier versammeln. Wir hingegen stießen unerwartet auf ein wahres Paradies.

Das Adachi-Kunstmuseum ist berühmt für seinen Garten und die Gemälde, die hier zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen. Bei unserer Ankunft mit dem Zug wartete bereits ein kostenloser Shuttlebus am Bahnhof! Die Fahrt durch die Hügel und in Meeresbrise dauerte fast eine halbe Stunde.

Es schneite leicht, oder vielleicht nieselte es auch ein wenig? Schnell sprangen wir ins Museum, eröffnete sich uns eine malerische und bezaubernde Landschaft! Keine Zeitreise, nur im Hier und Jetzt! Kein traditioneller japanischer Garten, sondern in jeder Hinsicht zeitgenössisch, und doch schlängelten sich seine jahrtausendealten Wurzeln zwischen dem Moos hindurch.

Hier erlebe ich frühere japanische Kaufleute, die sich nicht mit bloßem Kalkül von Profit zufriedengeben wollten, verwirklichten den großen Traum der kulturellen Vermittler. Die erlesene Schönheit der ausgestellten Stücke und die elegante Gestaltung des Museums ermöglichten es den Besuchern, die Vision und den spirituellen Blick des Besitzers zu genießen.

Meine Schwester und ich saßen am Fenster und ließen den Blick schweifen. Da war das unaufhörliche Fließen des Wassers, dessen Wellen gegen die Felsen schlugen; da waren die Hügel, der Winterschnee und die karge Landschaft. Die Schneeflocken, vom Wind getragen, trieben sanft oder tobten wild, unbeeindruckt von unserer Anwesenheit. Zuerst flüsterten wir oder nippten an unseren Tassen, später blieb nur das Schweigen.

聽雪

讓時間在咖啡中流失

讓流水在石縫間生生不息

讓思緒像宇宙塵埃緩緩落定

讓雪成為空間裡唯一的音符

我 感受到美

在美裡面

雪花是永恆的存在

時間是天目茶碗

亂世是指路人

Dem rieselnden Schnee lauschen

Lass Zeit im Kaffee verstreichen

Lass den Bach immerwährend zwischen den Steinen sprudeln

Lass der Geist wie der Staubkorn im Raum sinkend sitzen 

Der Schnee wird zum einzigen Ton im Raum erklingen

Ich spüre Schönheit

In dieser ästhetischen Welt

Schneeflocken ist die Ewigkeit 

Die Zeit ist wie eine Tianmu Schale 

Das Chaos unserer Welt gleicht die Wegweiser

Die reale Landschaft gehört zum Garten

Adachi Kunstmuseum

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An dem Tag der Attacke

Gestern war wieder ein Tag der militärischen Übung Chinas Rings um Taiwan. Diesmal war es mit einer großer Spannung beobachtet.

Ich ging Atong besuchen. Mit vielen Hausaufgabe aus Zürich. Jedesmal bringe ich gesammelten Teemuster zu ihm und degustiere ich mit ihm, um weiter zu lernen und mein Wissen zu überprüfen. Oft erlebe ich Rheinfall und habe großen Zweifel an mir selbst.

Bevor wir anfangen, sagte er dass wir zuerst einen guten Tee trinken müssen. Er zeigte mir mit großer Freude einen neuen oolong von einem geschmuggelten cultivar aus Wuyishan. Dangui kann ein Osamanthus Sorte sein, kommt nur in den Bergen Taiwans vor. Er duftet besonders elegant, süß und entspannend. Dangui 丹桂, den wir trinken ist eine Kreuzung von Dahongpao und Rougui. Eine Arbeit von Tee Research Institut von Fujian in China. Er hat eine ausgeprägte Duftnote von Osmanthus und der Felsentee Prägung macht ihn edel und eigenwillig. Nicht nur schön, sondern charakterstark.

Dieser Tee ist seit 2009 unter dem Schutz von kultureller Erbe Fujian Provinz in China.

Manche Produzenten wollten den Tee noch blumiger machen indem sie ihn mit echten Osmanthus Blüte beduften. Manche Verkäufer verwenden den guten Namen dieses Oolongs und verkaufen aromatisierten Oolong mit Osmanthus mit dem selben Namen. Der Markt ist chaotisch und man muss sich gut orientieren wenn man diesen neuen Oolong probieren möchte.

In dieser gespaltenen Welt ist der Tee vielleicht der beste Brücke zwischen Menschen um Konflikten beiseite zu legen und den Zugang zueinander nicht zu verlieren.

Nach zwei Stunde hatten Degustation mit dem Muster, wollte Atong mir einen Tee zeigen. Ein von ihm selbst produzierten Lishan Oolong aus 1987. Damals ging er nach Fushoushan um Oolong zu produzieren. Zu jener Zeit gehört Fushoushan noch nicht zu kommerziellen Tee Anbau und die Pflanzen sah aus der heutigen Sicht verwildert. Der Tee wurde nicht behandelt. Der erste Aufguss war säuerlich wie Pflaumen Saft und anderseits süß blumig duftend wie ein Sirup! Ab dem zweiten Aufguss schmeckt er nicht mehr säuerlich sondern nur duftend und aromatisch! Ein gesprächiger Tee, der in einem schneienden Tag passt; der in einem spannungsgeladene Zeit passt; der einer dunklen Nacht passt! Man kann allein trinken, mit verschlossenen Menschen oder mit vertrauter Umgebung weil Worte überflüssig werden und ein Raum voller Sinnlichkeit.

Um 18 Uhr ist die chinesische Militär Übung fertig. Ich spürte eine Erleichterung in der Luft. Die Krise rücken näher – das weiß jeder auf dieser Insel. Wir sind Friedenstaube aber wissen unsere Demokratie und Freiheit zu schätzen und notfalls dafür zu kämpfen.

Mit den Augen nach den Tausendjahren

Hast du schon Mal mit den Augen nach den Tausendjahren Deine Tätigkeit betrachtet?

Es muss ein romantischer Geist sein an solchen Dingen zu denken!

Prof. Lo ist genau so einer.

Er fragte mich gestern bei der Autofahrt: „Was würdest du sagen wenn du nach Tausendjahren unser Workshop neu betrachten wirst?“

Ich musste lange überlegen und mich inspirieren lassen. Was meint er? Ob die Menschen uns noch verstehen, was wir machen? Ich dachte an die beiden Vorbilder die wir nachmachen sollen von Zürcher Schweizer national Museum. Für mich sind sie nach Zweitausendjahren immer noch sehr modern!

Oder meinte er wie ich die Geschichte anfange zu erzählen?

Die Geschichte würde so anfangen…

Es war einmal ein Mönch. Er lebte im Kloster Einsiedeln und lernte bei einem Teehaus eine fremde Frau kennen. Sie brachte einen Keramiker aus Taiwan, der Sternhimmel erforschte und den Weg dorthin suchte.

Sie haben zusammen ein Workshop organisiert. Eine ehrwürdige Dame am Rhein lud sie ein die Werke bei ihr zu brennen. 19 Personen haben sich versammelt, aus der Welt zurückgezogen und der Erde und dem Fluss gewidmet…

Keiner wusste was geschehen werden konnte. Alle haben es geschehen lassen.

(Cellistin sagte gestern dass man solche Workshop bei Musik nicht organisieren kann. Man kann nicht Dinge einfach geschehen lassen. )

Ja… es gab viele Dinge im Hintergrund zu organisieren. Jemand muss seinen Kopf und Körper nur zur Verfügung stellen, um zu übersetzen. Seine Identität und Verständnis wurden stets überfordert. Denn der Meister ist kreativ und sprunghaft. Wie kann man seine Sätze in eine andere Kultur integrieren und wiedergeben?

Jeder hat verschiedene Lektionen mitnehmen können. Das Wissen von Brennen und Glasur, die Erfahrungen mit Unsicherheit und die Kapazität von Geschehenlassen. Es wird allen noch eine lange Weile beschäftigen und begleiten bis die Erfahrungen wie die Brocken auf den Bergen von Naturgewalt zum Steinen und Steinpulver werden. Bis sie als Schlamm am Ufern ablagern um Nahrung für Lebewesen verwandeln zu werden, sind noch Stationen durchzulaufen.

Natur kann durch die neuen Erkenntnisse anders umgegangen werden, dadurch eine Heilung entsteht. So wie im Herzen von allen. Heilung geschieht wenn die Herzen wieder sehen und hören können. Wir werden ankommen.

Der Mönch und seine Freunde kehrten zurück in ihrem Alltag. Er fragte, wann das nächste Mal?

Glasur widerspiegelt der Landschaft!

Wir haben Zeit genommen, sich von der Welt zurückgezogen und der Erde am Rhein gewidmet.

Prof Lo fragte mich was ist Kultur? Wie entsteht eine Kultur? Oft einem Fluss entlang. Dort wo Wasser gibt, wird geackert, Erde zum Gefäß gebrannt und Häuser gebaut.

Wir nahmen drei Stunden Zeit während das Brennofen sich abkühlte, den Rhein zu erkunden. Von Rhein Paradies haben wir Schlamm genommen für unsere Glasur zu arbeiten.

Sparziergang
Rhein fließt – seit wann? Über wieviele Länder? Und wie viele Kulturen entstehen?
Nachdenken über die Welt
Prof Lo erklärt wie ein Keramiker einen Fluss erkunden kann und wie die Steinen am Ufer für die Keramiken zu erklären sind

Prof Lo sagte der Weg ist bereits unter viele fremden Einflüssen und die Ufern sind nicht immer sehr naturgemäß. Man muss beobachten und schauen damit man noch das ursprüngliche Gesicht des Flusses und Gebieten erkennen kann und erforschen kann. Beim Spaziergang hat er festgestellt, die Veränderung der Zusammensetzung von Steinen sich bereits nach paar Hunderten Meter stattfindet.

Der Weg führt zur Öffnung
Herbstliche Landschaft (Danke der Aufnahme von M. A)

Die herbstliche Landschaft begleitet uns. Und diese Landschaft finden wir wieder in unserem Rhein- Paradies Glasur und Experiment mit verschiedenen Aschen!

Lo sagte zu allem: „ Die glücklichen Schweizer! Hier gibt unendliche Schätze und Möglichkeiten! Warum wollen wir noch Industrie bezahlen damit wir nur noch produzieren? Lass uns unser Heimat kennenlernen, experimentieren und mit Erde arbeiten!“

Er fragte mich gestern beim Autofahren, „ was würdest du sagen wenn Du nach Tausendjahren später Deine Werke betrachtest?“

Tausendjahren später? Mit dem Augen von Tausenden Jahren später?

Tief versunken im Gedanke. Ich vergaß was zu sagen.

Where to eat in Sanxia Taipei?

Mit Atong gehe ich immer dorthin essen: 樂源仙境土雞城

Auch Vehetariar finde hier etwas Feines. Das einfache Poulet ist super in meiner Erinnerung. „白斬雞“ muss man bestellen!

https://maps.google.com?q=237,%20Taiwan,%20New%20Taipei%20City,%20Sanxia%20District,%2082%E8%99%9F%E6%A8%82%E6%BA%90%E4%BB%99%E5%A2%83%E5%9C%9F%E9%9B%9E%E5%9F%8E&ftid=0x34681a8bdd0b7259:0x4386dc1bb12ad032&entry=gps&lucs=,94284490,94224825,94227247,94227248,94231188,94280564,47071704,94266210,47069508,94218641,94282134,94203019,47084304&g_st=ipc

Übernachtung? Wer Onsen liebt, bleibe bei dem Resort!

https://maps.google.com?ftid=0x34681a8ceb1b2a67:0xd9c0b01c715ef29d&entry=gps&lucs=,94284490,94224825,94227247,94227248,94231188,94280564,47071704,94266210,47069508,94218641,94282134,94203019,47084304&g_st=ipc

Sanxia altes Dorf Zentrum freut sich auf die Touristen! Das Croissant aus Sanxia ist berühmt! Garantiert anders als was du kennst!

https://maps.app.goo.gl/8dZd55QRpZy3E4kA8?g_st=ipc

Unweit von Sanxia liegt Yingge auf der anderen Seite von Fluss.

Gehe doch nach Yingge und besuche Hsu Chaozong! Er hat gerade die höchste Auszeichung von Handkraft Center Taiwans erhalten.

https://maps.app.goo.gl/eG9gphRTW2vaYbMQ7?g_st=ipc

Ein Film über Jingmai

Gerade schaute ich ein Film über den Tee aus Jingmai.

https://youtu.be/rl6CNaHgAKU?feature=shared

Bericht über Jingmai von GEO

2013 war ich in Jingmai mit anderen 15 Personen dort!
Damals hat der Tourismus in Jingmai bereits angefangen. Man spürt dass sie auf Busse warten – weil die großen Bussen damals schon direkt zum Teewald fahren durften wo hunderte Gushu Teebäume wachsen! Büffel pausierten zwischen den Bäume 🌳 und Menschen wirkten sehr klein…

Damals gab es bereits schaulustige Menschen. Heute und nach diesem Film wird der Tee aus Jingmai wohl noch bekannter und eine gewollte Assoziation zwischen gutem Tee und Jingmai. Aber Teeliebhaber wissen was die Welle aus medialer Präsenz hervorrufen kann.

Warum gibt es in Shui Tang nur Jingmai Gushu 2013 und nicht mehr? Warum? Shui Tang als ein kleines Teegeschäft das sich überwiegend auf Yiwu Gushu von Frühling konzentriert, ist eine Entscheidung auf langfristiger Entwicklung des Puers. Tee und Tourismus gleichzeitig zu pflegen ist ein ambitionierter Balance Akt. Tee aus den nicht erschlossenen Wäldern Yiwus zu produzieren unser konsequenter Weg.

Wangong Gushu Yiwu 彎弓古樹

Wie sieht es aus und woher kommen der Tee von Wangong? Yu sucht starke und bekannte Bäume aus in den GuoyouLin von Wangong Berg.

Das Kontrolle Tor zu Wangong

Nicht alle große starke Bäume schmecken gut. Yu muss mit den Bauern austauschen und nach seinen langjährigen Erfahrungen Bäume zusammen suchen. Man muss Bauern mehr bezahlen damit sie diese Mühe machen möchten! ( in Tianmenshan wollten die Bauern nicht mehr und auch mit mehr Bezahlen ist nicht zu machen. Darum haben wir nur 2019 Jubiläumstee)

Aus diesen auserwählten Teebäume werden Fladen für Shui Tang produziert!

Wangong: Grazie von Botticelli

Wagong, ein Bergdorf in den Tiefen Xishuangbanas, war einst der Teegarten für den Kaiser der Qing-Dynastie. Wegen Kriegen und Ausschreitungen geriet der Tee aus Wangong in Vergessenheit. Seit einiger Zeit wurde der Tee aus Wangong wieder entdeckt, aber der Wald des Tees wurde gestört und Gushu Bäume findet man heute nur zerstreut in der Natur.

Der Wald liegt über 1800 Meter über dem Meeresspiegel. Vergessen und verlassen. Die nur in Gruppen übriggebliebenen Teebäume bekamen Raum, sich zu erneuern und zu wachsen.

Aber das Pflücken von auserwählten Gushu Bäumen ist eine grosse Herausforderung, die Geduld und Beharrlichkeit erfordert. Weil die starken, alten Bäume nicht konzentriert im Wald wachsen, müssen die Pflücker oft Kilometer weit von Einem zum Anderen wandern. Die

kräftige Natur verstärkt die schwierige Arbeit, aber schenkt den Teeliebhabern einen unverwechselbaren Tee mit Dichte und Tiefe!

Als ich mit Teefreunden den Wangong Gushu Puer von Yu in meiner speziellen Yixing Kannen von Sun Chao trank, wurde ich von der zarten Textur und vom balsamierenden Abgang beeindruckt. Ach, woher kommst Du? Was für eine Grazie! Anmutig und Elegant – eine Schönheit, tanzend, besuchte uns in Zürich aus den weiten Bergen Yunnans. War es die Kanne, die diese Grazie zum tanzen einlud? Oder einfach der gute Wangong, der die Schönheit in die Spiegelgasse rief.

Sun Chaos Zini Reduktionsbrand Kanne „polar Star“! Nut zum empfehlen!!

Tief berührt. Ich wurde auf einmal in meine Kindheit versetzt. Meine Grossmutter bereitete

immer ein spezielles Dessert, welches sie im Kühlschrank aufbewahrt, aus echten, von Hand hergestellten Reisnudeln und Melasse zu. Im Hochsommer stürmten ich mit meiner Schwester nach der Schule nach Hause. Direkt zum Kühlschrank. Meine Grossmutter lächelte, während wir im Rausch in die Nudeln beissen und die süsse, balsamierende Melasse aus dem Löffeln schlürften. Das Herz tanzte und der Geist wurde ruhig. Erfrischend, tröstend und traulich. Diese Art von Grossmutters Dessert findet man heute nicht mehr. Die Nudeln sind nicht mehr aus reinem Reis und per Maschine gemacht. Die elegante Textur der Reisnudeln und der aromatische Abgang bleiben aber in der Erinnerung erhalten. Alles wurde wach an diesem Samstagnachmittag.

Ich bin nicht mehr das Kind und wie eine Schlange habe ich meine alte Haut abgestreift. Der Wangong ist wie ein Refugium, wo ich die alte Erinnerung mit dem jetzigen Leben verbinden kann. Meine Grossmutter war keine einfache Persönlichkeit, die ich heute mit einer anderen Sicht betrachten kann. Versöhnend und dankend blicke ich zurück in das alte Haus, wo ich aufgewachsen bin. Erfrischt und glücklich schaue ich in die Spiegelgasse – das was kommt, wird jedem helfen, seine neue Haut zu entwickeln und die Alte abzustreifen.

Wangong schenkt uns einen Raum, wo die Handlungen der Grazie von Botticelli; Tanz,Kontemplation und Verwandlung stattfinden können