Archiv der Kategorie: Gongfu Cha (Kungfu Cha) 工夫茶

Gewöhnliche Bewegung vs Tee-Bewegung 

Eine Teeübung sieht gewöhnlich aus – nur Tee zuzubereiten! Was ist daran so speziell? Gar nicht. Eine ganz kleine Besonderheit im Vergleich mit Wasser aus der Flasche zu trinken ist, man merkt wie die Blockade unsere Bewegung stört. Durch diese Störung entsteht viele negative Emotionen die uns mit einem Nachdenken und neue Ansicht bereichern!

Das war freudige Erkenntnisse von einem Feldenkrais Stunde!

Neue Gongfu Cha Kurs Daten

Die nächsten Üebungen sind:

23.07 Samstag in Shui Tang ab 17 Uhr

27.08 Samstag in Shui Tang ab 17 Uhr 

Diese Stunde sind für Praktizierende die mindestens Gongfu Cha I besucht haben. Wir vertiefen uns in Bewegungen und Variationen!

Anmeldung erforderlich:

http://www.shuitang.ch

Oder info@shuitang.ch

Der Meister in Shui Tang 

Atong sagte er sei ein Ochse und ich bin der Hirt. Ich beute sein Wissen aus!

Nun, es hat schon angefangen:

Er packte seinen privaten Tee aus und muss 20 verschiedenen frischen Ernte mit und degustieren und viele Fragen beantworten!

Shui Tang, der Ort des schönen Wassers, ist im Moment voll in Rosenpracht!

Reise nach Bo He Tang

Ich gebe zu, ich bin zu faul.

Wenn man per Fotos und Postkarte einen Eindruck über einen Ort erhalten kann, wozu dorthin reisen? Ausserdem wozu etwas riskieren?

Yu tickt ganz anders. Er sagte, man könnte jetzt auch mit Motorrad nach Bo He Tang fahren, aber das letzte Stück muss man trotzdem laufen!


Wie lange muss man noch laufen?

Er sagt, hinweg etwa 40 Minuten, Rückweg mehr als 1 Stunde.


Am Ende stand er ganz stolz auf einem Baum.


Bo He Tang sei ein kleines Gebiet und nur von einer Familieclan verwaltet. Dies Jahr klettert sein Preis weiter nach oben. Ein einsamer Tee für einsame Menschen, weil wenige Menschen die sich es leisten können. Diejenige die sich leisten können, müssen lernen mit anderen Menschen zu teilen. So wird die Einsamkeit wohl zu einer Fest, ein Fest des Teilens!

Es ist vielleicht die Lösung unserer Gesellschaft auf den Weg von Klimawandel und Flüchtlingskrise!

Bo He Tang 2016

Endlich kam ich mit den neusten Pu Er Muster in Zürich an. Man muss nur Teefreunde warten, um gemeinsam eine Tasse zu teilen. Manchmal ist es besser allein zu geniessen, oft ist es schöner, miteinander zu teilen.

Ich schätze Bo He Tang. Vor allem wenn ich mich nicht verstanden fühle, wenn es draussen regnet, wenn es kalt und grau ist. Dann habe ich eine Tasse mit kräftigen zugleich süssen Tau aus den hohen Himmel. 

So hoch sehen die Teebäumen von Bo He Tang aus!


Es sind Gao Gan Cha Shu, hochstämmige Teebäumen.

So hoch hinauf und so breit – wie lang muss ein Baum wachsen bis er so einen Umfang bekommt? Ich betrachte die Fotos von Yu mit Respekt.


Auf dem blauen Schild steht die Warnung: Bo He Tang heissen Sie willkommen. Ohne Führung ist der Eintritt verboten!


Auf diesem Schild steht die rote Warnung: Klettern verboten!

Scheinbar ist der Tee immer bekannter und Bo He Tang ist aus einem unbekannten geheimen Ort ein gerne besuchtes touristisches Ziel geworden!

Wie ist der Bo He Tang 2016? Noch besser als 2015?

Muss die Strategie des Wachstums von Kapitalismus auch bei Pu Er angewendet sein? Muss der 2016 besser sein? 

Ich lachte den Tee an und der Tee mich. In Shui Tang wird er so geschätzt wie er ist. Das Süsse ist präsent, während die Kraft und Herbe des Tees genau so deutlich wirkt. Es ist Bo He Tang, einzigartig und unverwechselbar!

唐草紋 Tang Cao, ein Muster das Kulturen verbindet 

Im Gongfu Cha lernen wir nicht nur Tee zuzubereiten, sondern auch vieles über das Spielzeug um Tee. Eins davon ist das Muster an Keramik oder auf Textilien.

Ich weiss nicht mehr wo ich es gelesen habe, dass das Muster in Keramik Geschichte erzählen. Sie hatten einen Ursprung von kollektivem Gedächtnis, damit die Identität eines Volkes nicht verloren geht. Oft fragte ich mich, wissen wir überhaupt, was das Teatoys uns erzählen wollen? Können wir ewig auf der Ebene bleiben, nur aus Schönheit sie zu bewundern?

In meiner jetzigen Taiwanreise reiste ich extra nach Süden um koreanisches Celadon zu entdecken. Nur lediglich durch das Betrachten von der Schönheit würde ich ruhig und spürte einen tiefen Frieden! Es geht tiefer und es ist mehr. Mehr als bloss Schönheit! Ich hoffe, das was ich diesmal lernte und verstand in die nächsten Gongfu Cha Lektionen weiter fliessen lassen kann!


Dieses japanische Muster findet man im Alltag oder im Tee als Teetuch für Teekanne oder als Unterlage. Der Name dieses Muster heisst Karakusa, in Chinesisch geschrieben heisst es Tang Cao, das Blumenmuster aus der Tang Dynastie.


In chinesischen Kulturkreis ist dieses Blumenmuster sehr beliebt. Dort heisst es Juan Cao Muster, wickelnde Pflanzen Muster. Das Muster setzte sich seit fast zwei Tausendjahren durch in Textilien und in Keramik. Nicht nur innerhalb China ist das populär, sondern auch in Korea und Japan! Dort wird es eben als der Blumenmuster aus Tang Dynastie genannt.


Das obere Bild zeigt ein in blau bemaltem Gaiwan aus der Meiji Zeit und genau das Karakusa Muster von einer bestimmten Interpretation von einer bestimmten Blumen, während das untere Bild ein in negative (Yin) Weise gravierte Celadon Schale aus Taiwan Yingge. Beide sind Tang Cao, nur in verschiedener Weisen!

Aber was bedeutet dieses Muster? Kommt es tatsächlich aus China?

Ich studierte weiter. Das Muster existiert bereits seit dritten Jahrhundert in China! Es kam eigentlich aus der Seidenstrasse! Es hiess, es stammt aus Indien. Aber nein, es ist viel älter und viel weiter. Am Ende wusste ich dass es ursprünglich aus Syrien stammte! Syrien! Wiege der Kultur! Dort herrschte Krieg! Dort wird unser kollektives Gedächtnis systematisch zerstört!

Es stach in meinem Herzen als ich es lass. Es ist wahr, dass wir alle viel stärker verbunden sind als wir dachten. Verbunden durch ein Muster!

Juan Cao Muster ( Tang Cao oder Karakusa) bedeutet Wiedergeburt. Das Leben und der Tod sind Themen, die alle Menschen konfrontieren. Es ist eine uralte Erinnerung oder Mahnung eines Gottes durch einen Priester oder eine Priesterin, „Lerne aus der Natur! Werde wie die Acanthus, Lotus oder Wein, sie spriessen aus der Erde voller toten Blättern und nahe am Boden. Unbeirrt setzen Sie sich fort!“ 

Nun weiss ich, dass Juan Cao eine Aufforderung an uns hat. Seine Sprache heisst Lebe!

Welchen Tee sollte ich in diesem Gaiwan oder Teeschale zubereiten, der das Leben zum Singen bringt?

Frage an Yu wegen Pu Er 2016

Anschliessend der letzen Beitrag “ wie lernt man Pu Er Gushu?“

„Warum hast Du solche Gegende ausgesucht, die nicht berühmt sind? Hast Du keine Angst, dass die Lektionsedition sich nicht verkaufen lässt?“

Er antwortete, „Der Tee aus Gushu von 曼糯 山 Man Nuo Berg hat Substanz. Man Nuo Berg ist kannst als der schweigsame alte Teeberg. Er ist nicht bekannt für viele Menschen, weil er weit von den berühmten Anbaugebieten liegt. Aber der Tee wächst dort in intakter Natur und sein Geschmack unterscheidet sich deutlich von den Tee aus anderen Regionen! Das hilft uns zu lernen! 革登 Ge Deng gehört zu den sechs alten Teebergen und ist sehr wichtig für Teeliebhaber, die PuEr kennen lernen wollen.“

„Warum willst Du nicht noch 台地 Tai Di Cha ( Tee von Plantage) als Kontrast aufnehmen?“

„Ich will keine Feindschaft von anderen Teehändler bekommen!“ Er lachte.

„Ich verstehe nicht, weshalb Du nicht Exemplare von sechs bekannten Teebergen ( 六大茶山)Liu Da Cha Shan) produzieren und als Set zu verkaufen!?“ Ich fragte mit leichter Enttäuschung. 

„Natürlich will ich es!“ er betonte, „aber ich bin noch zu klein im Moment! Das Kapital für solches Werk ist zu hoch, wenn man es richtig machen möchte, anstatt nur um etwas zu gestalten! Yu Le Shan hat keinen guten Tee mehr. Wenn dann würde ich eine Serie machen mit den fünf bekannten Teeberge!“ Er pausierte kurz, „Im Moment ist es das, was ich verwirklichen kann! Aber ich habe eine Vision.“

Ich bedankte mich für seine Antwort. Ich weiss nicht, ob unsere Teefreunde aus Europa mit ihm einverstanden sind. Mit Mut schrieb ich ihm, „Schritt für Schritt, wenn wir immer mit unseren Anfängergeist in eins sind, werden wir uns begleiten, Du uns, und wir Dich!“

Wie lernt man Pu Er Gushu kennen?

Wir haben uns entschieden Material zu produzieren, um Teeliebhaber zu helfen, die sich für den wahren Geschmack von Pu Er Gushu interessieren.

Es gibt viele Angebote von Pu Er aus alten Bäumen. Wie kann man unabhängig von den Etiketten und Werbung von Verkäufer den richtigen alten Bäumen erkennen? Ganz einfach durch Übung. Übung von alltäglichen Trinken von authentischen Gushu.

Für diesen Zweck ist das Stapel von Gushu 2016 entstanden: es umfasst zwei Regionen. Auswahlkriterium ist der deutliche Unterschied des Geschmacks, reines Gushu, richtige gute Preisleistungsverhältnis!

Aus Menghai: Bu Lang (He Kai),  Ba Da (Zhang Lang),  Meng Wang (Man Nuo).

Aus Mengla: Yiwu(Gaoshan), Yibang ( Man Gong), Deng Ge (Zhi Bang).

Sechs Fladen, je 50g. Preis noch nicht klar wegen Zoll und Porto Kosten. Wer sich dafür interessiert, bitte per Email

Info@shuitang.ch

Das Zuhause von Phönix 

Yu entdeckte neuen Ort und den neuen Tee durch gute Bekanntschaft mit Bauern. Über Bo He Tang lernte er noch sehr unberührten Weiler Feng Huang Wo – das Zuhause von Phönix!

Der Tee schmeckt nach Tabak und Chilli! Ich sehr gespannt! Er versprach mir welchen für Shui Tang zu reservieren!

Ein gewöhnlicher Mensch, ein Teemensch

Mein Lehrer Chen, Huan Tang ist ein Teebauer. Er hat nie sein Bildungsniveau verleugnet. Gerne schimpft er mit groben taiwanischen Worte und manchmal hätte eine Feministin etwas dagegen. Wie komme ich klar mit so einer Person oder so einem Mann?

Ich verehre ihn nicht, aber respektiere. Seine menschliche Züge und seine ehrliche Haltung diese Züge zu leben und zu zeigen gewinnen mein Respekt. Nicht sein Wissen um Tee, sondern seine Haltung zur Welt. Er vermittelt mir einen direkten unverfälschten Zugang zum Tee als ein eigenständiges Wesen,das eine eigene Sprache spricht. Als ich Shui Tang eröffnete, sagte er mir: „Mache aus Tee keine Geheimnisse! Tue die Dinge nicht so verspielt um Tee und Dich zu verschleiern!“ Wenn er Tee zubereitet, bereitet er zu. Ganz einfach und normal.

Mein Weg des Cha No Yu wurde aufgeklärt von der Lehrerin aus Rom Nojiri Sensei. Ich kann mich noch ganz genau erinnern als sie uns den Abschluss Tee in St Ottilien machte. Sie bewegte sich natürlich und ihre Handlung geschmeidig. Hinter diesen scheinbar einfachen Bewegung verbirgt einen tiefen Einblick von Sein! Es handelte sich um eine Schale Tee, nicht mehr.

Eine Schale Tee zuzubereiten sollte nicht länger als 20 Minuten. Aber als Anfänger macht daraus ein riesiges Theater.

Es ist ähnlich wie in Shui Tang zu arbeiten. Es handelt sich um einen guten Tee zu verkaufen. Ganz einfach. Es geht weder um meine Person, noch um das Verkaufen noch um Shui Tang, sondern um Tee.

Als wir am Samstagabend den letzten Kurs abschlossen, bereite ich einen Tee für alle zu. Später sagte Jacob am Tisch: „Es beruhigt mich zu sehen, dass Deine Hände aus zittern können.“ Ich erwiderte ihm ein herzliches Lächeln und sagte, „Manchmal geht es besser, manchmal eben nicht. Es ist nicht schlimm es so wie es ist, zu zeigen. Es ist schlimm, wenn man sich bemüht, es zu verstecken.“

Ich habe wie viele Leute zitternde Hände. Zwischen mir und anderen existiert kein Unterschied. Auch wenn ich paar Schritte mehr gemacht habe auf den Weg, der Tee heißt, pflege ich den Anfänger-Geist. Mit den Kurs von Gongfu Cha lerne ich immer mehr Dinge und bekomme Chance mich zu vertiefen. Neulich entdeckte ich die Schönheit von Textilien Muster auf dem Teetuch und beobachte das Parallele zum Muster im Keramik. Durch Gongfu Cha und in den Teatoys entdecke ich immer mehr die unsichtbare Verbindung zwischen Kulturen und Menschen. Es ist wunderbar ein Teemensch- Cha Ren zu sein!