Archiv der Kategorie: Der Teeweg

Teeernte in Yiwu

https://youtu.be/0YRzisSDM2g

Dank der Empfehlung von Teefreund Harald habe ich einen einfühlsamen Dokumentarfilm über die Ernte von Yiwu angeschaut. Ich möchte hier nur über die Situation von dem Taidi Cha – Xiaoshu und die sogenannten Forest Tea – Gushu oder Dashu sprechen, anstatt über die Perspektive des Films.

Teeproduzent BaopuXuan

Das Haus BaopuXuan ist ein Produzent in Yiwu und produziert Tee aus Luoshuidong und Mahei. Was für Sorte von Pu Er wird hier produziert? Wir sehen weitere Bilder an.

Sogenannter Taidi Cha

Hier wird Taidi Cha gepflückt. Heute nennt man ihn Xiaoshu. Xiaoshu kann zwischen 20-40 Jahre alt sein. Sie werden immer im Winter geschnitten und klein gehalten, damit das Pflücken erleichtert wird.

Nicht genügende Reife Blätter

So wie das Bild von der Taidi Cha zeigt, sehen wir viele karge Zweige und spärliche junge Blätter. Das Bild erzählt mir, dass man noch auf das Pflücken warten sollte. Weshalb pflückt man den Tee schon? Um eine frühe Ernte auf den Markt zu sichern? Einen gute Preis zu erzielen? Das kann gut sein. Aber es ist eine stressige Aktion für die Teepflanzen. Und es deutet auf die Überpflückung hin.

Die Art des Pflückens

Als ich das Bild mit dem Untertitel sah, stach mein Herz. Forest Tea Must be picked very carefully – oh yes! Wie kann man den Zweige mit Fuß treten?

Über diese Szene habe ich mit Yu telefoniert. Wir waren überrascht über diesen Untertitel. Diese Szene war früher normal. Heute gibt es nicht mehr, weil die Teebauer und Pflücker mehr Bewusstsein erhalten über Nachhaltigkeit! Viele Gebiete von Xishuangbanna erlauben erst Produzenten in den Wald zu treten, wenn sie mit vertrauten Pflückern kommen. Pflücker, die kein Bewusstsein und Wissen von Pflücken haben, werden nicht zugelassen. In Lao Banzhang trainieren sie sogar ihre eigene Pflücker! Es ist eine sehr gute Entwicklung, dass Teebauer und Produzenten wissen, wie wichtig ein guter Pflücker ist! Somit wird diese Arbeitskraft gut bezahlt, die harte Arbeit geschätzt und die Teepflanzen geschont! Ein guter Kreislauf! Anders als Indien und Sri Lanka werden die Pflücker und Teemaker in Xishuangbanna geschätzt.

Dieses Bild, auch wenn der Filmmacher gutes Gedanke und romantische Vorstellung pflegen, zeigt uns eher Gegenteil von vorsichtiges Behandeln von Teebäumen.

Gushu?
Intakte Natur?

Die beiden Bilder von den sogenannten Forest Tea brachten mich zum tiefen Einatmen. Ich hoffe sehr, dass die Zuschauer es nicht daran glauben. Die Bilder erzählen mir von einer zerstörten Landschaft und von Erosion und Abholzung – auch bei den Teebäumen.

Dass Mahei und Luo Shui Dong heute nicht mehr die gute TeeQualität liefern, erzählen uns bereits die Bilder über den Hintergrund. Das Überpflückung und die zerstörte Natur geben den Teepflanzen – sei es Taidi Cha, sei es Gushu, nicht mehr die richtige Biosphäre um guten Tee zu ermöglichen.

Die gute Absicht und schöne Vorstellung können den Zuschauer nicht helfen, den richtigen Hintergrund über die Grundlage von Pu Er zu vermitteln, sondern ein fundiertes Hintergrundwissen über Teepflanzen, über die Biosphäre und Herstellung sind von großer Bedeutung!

Ich nehme es als eine Chance meine Faulheit zu überwinden, ein Blog über Pu Er zu schreiben. Ich danke Harald für seine Empfehlung! Auch einen Dank an die Filmmacherin uns eine schöne Geschichte über den PuEr zu erzählen!

Das Buch von der Filmmacherin ist in Amazon erhältlich!

Jinghong Zhang (2014) /Puer Tea: Ancient Caravans and Urban Chic, University of Washington Press

Oolong rösten

Atong röstet gerade einen Alishan Qingxin!

Oolong von Holzkohle Röstung rühmt bei Teeliebhabern! Es war „kalt“ in Taipei – unter 20 grad. Er packte die Utensilien aus und röstet nach meiner Bitte einen Alishan Qingxin!

Ich freue mich auf die Köstlichkeit!

Eigentlich war aller Tee immer von Holzkohle geröstet. Heutzutage ist es eine Rarität geworden. Einmal fragte ich Atong ob man die Röstung von Holzkohle oder Elektro-Ofen schmecken kann? Er sagte eigentlich nein. Aber warum bevorzugt man den von Holzkohle gerösteten Oolong? Vielleicht wegen der Romantik?

Manche finden solche Röstung gar nicht gut für den Umweltschutz! Genau die gleiche Argumente gegen die Holzofen Keramik! Ich finde trotzdem das traditionelle Handwerk einen Platz haben sollte in unserer modernen Gesellschaft! Überhaupt sollen wir trotzdem aller Ideologie immer noch gut mit der Tradition und Boden verbunden werden, damit unser Idealismus nicht einseitig werden!

Coronavirus und der Tee

Der Wind windet im Moment besonders stark und es hagelte heute sogar!

Der Wind wütet im Europa, während der andere Wind von Carona in fernen Osten herrscht.

Wer sich Gedanke über den Zusammenhang zwischen der Krankheit und dem Herkunftsland des Tees – China macht, kann sich hier informieren.

Manche Besucher in Shui Tang bewundern die chinesische Effizienz innerhalb zehn Tagen ein Spital zu bauen.

Für mich dient die Effizienz oft als ein Tarnmantel von Wahrheit. Das Tarnen von Wahrheit schadet oft sich selbst. Diese Epidemie und ihre Entwicklung ist die Offenbarung dieser Wahrheit.

Fahrplan für das Puer Seminar am 2.2.2020

Viel zu arbeiten!

Eine Korrektur: die Anbaugebiete von den PuEr sind drei Regionen: Lincang, Pu Er (Simao) und Xishuangbana (Menghai, Mengla -Yiwu, Yibang etc). Meine Notiz war nicht klar genug. Dank Hinweise von Serverin.

Yibang GuoyouLin, eine schöne Überraschung!

Happy Chinese New Year

Happy Chinese New Year! Heute isst man etwas klebriges- um Geld zu kleben. Man isst einen Fisch, um den Überfluss zu symbolisieren. Und es gibt jedenfalls ein Poulet- Gericht auf den Tisch, um gute Entwicklung zu wünschen!

Alles Gute wünsche ich allen Teefreunden! Viel Geld, gute Gesundheit und einen guten Neuanfang!

Sangbian Hu 桑扁壺 – II

陌上柔桑破嫩芽,東鄰蠶種已生些。平岡細草鳴黃犢,斜日寒林點暮鴉。
山遠近,路橫斜,青旗沽酒有人家。城中桃李愁風雨,春在溪頭薺菜花。

辛棄疾 (1181)

Der Maulbeerbaum am Strassenrand bekommt bereits jungen Blätter. Manche Seidenraupen sind bereits ausgebrütet und geschlüpft. Die Abendsonne strahlt auf den Wald und zwischen den Bäumen pausiert ein Raben.

Manche Bergen liegen näher, mache ferner. Manche Wege sind gerade, während manche schräger. Wir können aber von der Weinstube eine Flasche Wein holen. Die Pfirsichblüte und Aprikoseblüte betrachten das Gewitter in der wechselhaften Jahreszeit als Qual, aber der entzückende Frühling entfaltet sich gerade in den wilden Kräuter am Bachufern.

Sangbian Hu ist eine traditionelle Kane-Form. Aus Ende Ming-Dynastie ist diese Form entstanden und seitdem bekannt. Eine traditionelle Form kann die Zeit überdauern, weil sie auf der praktische Ebene funktioniert und auf der ästhetische Ebene stets erneuert, bewährt und weiter getragen werden kann. Am 21.12.2018 wurde die Sangbian Hu von Meister Gu, Jingzhou (Grossmeister von Wu, Dongyuan – Meister von Sun, Chao) in Jiangsu HeXin Herbst Auktion 江蘇和信秋季拍賣 für 6200000 Rmb (809602 €) verkauft.

Was bedeutet Sangbian?

Sang – heisst Maulbeerbaum. Ein Pflanzen für eine sehr wichtige Aktivität im Bauern-Leben Chinas – Seidenraupen-Zucht! Die Form von Bianhu – flache Kanne, ist entstanden aus dem Nomadenvolk Nordchinas. Ursprünglich war es ein Gefäß aus Leder, um Wasser oder Alkohol zu transportieren und lagern. Mansheng, ein Qing-Dynastie Intellektuell, hat 18 verschiedene Forme von Teekannen entworfen. Für Bian-Hu ließ er gerne das Gedicht auf der Kanne eingravieren: „Halte das fließende Wasser auf, um das Herz zu erfrischen“. Die andere bekante Form von Bian-Hu ist Xubian-Hu. Ich finde leider keine genaue Erklärung von Sang-Bian. Möglicherweise bedeutet es eine Bian-Hu (flache Kanne Form) für ein Symbol für das ideale Bauern-Leben.

„Mit einer Schale Tee holt man die Luft aus der Natur, in einer Sangbian Hu entdeckt man die Landschaft!“

Diese ebenfalls auch sehr berühmte Zhuni Sangbian Hu aus der Qing Dynastie von einer Teekannenmeisterin Feng, Caixia kann man heute in Hongkong Museum of Art betrachten.

Was muss man bei einer Sangbian Hu aufpassen? Oder was macht eine Sangbian Hu zu einer Sangbian Hu?

Wo kann man Seladon in Zürich kaufen?

Jemand in der Ausstellung hat heute auch diese Frage gestellt: „wo kann man in Zürich Seladon kaufen?“

Marie und ich haben gelacht.

Eigentlich überall. Bei Supermarkt. Es gibt Massenwaren Seladon!

Man kann jetzt in Völkerkundemuseum welche erwerben!

Wo kann man die alten schönen Seladon anschauen? Die Meiyintang Ausstellung im Rietberg Museum!

Zärtlich wie Seladon

Der Name „Seladon“ stammt von Helden des Romans L’Astr’ee im Jahr 1610. Das mattgrüne Gewand des Schäfers „Celadon“ war der Anfang des Namen dieses grünlich schimmernde Porzellan. Das wirkliche Seladon-Keramik war wesentlich älter. Vor 3000 Jahren gab es bereits Seladon. Ab 3. Jahrhundert nach dem Christus entwickelten sich zwei verschiedene Stilrichtungen des Seladons: Nord und Süd. Im Süden entwickelte sich das Seladon zu grünlich leuchtendem Porzellan (hart), das uns an Jade erinnert. Im Norden entwickelte sich das Seladon zu einem matten gelblich grünlich schimmernden Stil, was uns eher an Perlen aus dem tiefen Meer erinnert.

Das, was im Moment in Völkerkunde Museum ausgestellten Seladon ist ein schönes Augenmerk auf den südlichen Stil des SeladonsLongquan.

Seladon kenne ich aus Taiwan und vor allem Werke von Meister Hsu, Chao-Tsung. Als ich gegen mittags in die Ausstellung kam, sah ich die Landschaftsbilder Longquans wie Reisfeldern, Bambuswäldern und Teefeldern am Wand und die sich ruhenden Meisterwerke in friedlichen klaren Grün. In jenem Moment dachte ich, eine frische Brise zu spüren und vielleicht den Wasserspiegel zu berühren. Die aufgenommenen Klänge bei der Eröffnung des Brennofens von Seladon hörte ich im Hintergrund. Die tanzenden Klänge im Ohr und den himmlischen blau-grün in Augen fließen ineinander zu einem breiten Fluss, der uns zur Vergangenheit führt?

Ein Besucher fragte, „können die Chinesen heute noch Seladon schätzen?“ Diese Frage ist berechtigt, wenn ein Museumsbesucher die Objekte in einem Museum bewundert und den Bezug zur Realität nicht herstellen kann. Seladon lebt im gewöhnlichen chinesischen Alltag. Im Tee, in Mahlzeiten und in Blumenstecken. So lange der Tee noch getrunken wird, wird Seladon leben! Aber woher sollte ein hiesiger Museumbesucher wissen, dass Tee und Seladon eine enge Beziehung hat? Und überhaupt dass das Seladon einer der vielen wichtigen Bausteinen des ästhetische Lebens der chinesischen Kultur bedeutet? Wenn man hier aus Glas Tee trinkt, woher sollte man wissen, was Seladon bedeutet?

Das Glas hat seine Bedeutung und Funktion. Das Seladon hat seinen Hintergrund und Geschichte. Das Glas ist zugänglich. Seladon ist im Vergleich schwieriger zu verstehen. Vielleicht ist es gerade eine Aufgabe für Shui Tang hier eine Brücke zu bauen, dass die Objekte von Seladon das alltägliche Leben ästhetisch gestalten können und nicht ein statischer Teil eines Museums gehören. Das Museum hat uns in Zürich gezeigt, was für einen Ausmass und Schönheit Seladon heute in China gelebt und sein kann. Die schönen Seladon im unseren Leben zu leben und diese Kunst zu beleben gehören zu unseren Aufgaben. Sich bilden zu wollen und mit ästhetischen Objekten das Leben ästhetisch gestalten zu wollen sind die beste Sicherung von einer schönen alten Tradition!

Ich habe einen unglaublichen schönen Augenblick im Völkerkundemuseum erlebt! Dankbar und glücklich ging ich weiter in die Stadt.

Dank dem Völkerkundemuseum Zürichs!

Ps. In Korea, Japan, Vietnam und Thailand haben unter dem chinesischen Einfluss ihre eigene Interpretation von Seladon. Die meisten Seladon von Meisterwerke werden bis heute in Korea und Japan noch im Holzofen gebrannt. Aber die koreanische Seladon hat in der Song-Zeit einen umgekehrten Einfluss auf die chinesische Entwicklung. Das ist das Interessante von Kulturaustausch!

Ich persönlich bevorzuge Seladon nördlicher Ry-Stil.