Archiv für den Tag 29/10/2008

Teehaus Spiegelgasse 26 in Zürich

Ja, es ist wahr.

Heute, kurz vor dem Abflug. Das Telefon klingelt ständig und meine Schritte schreiten ständig. Der Kopf dreht ständig und der Bauch jammert ständig. Nein, eigentlich will ich nicht weg von dieser kalten nassen Stadt, auch wenn ich oft über sie lästere. Es ist nun doch die Stadt, die meine wird.

Jürg erwischte mich gestern nicht und erreichte mich heute im Tram 9. „Ich bin kurz vor Abflug!“ jammerte ich im Telefon. „Ich bin beim Abflug in Kloten! Aber ich will noch wissen, hast Du es oder nicht! Keiner weiß genau, ob Du jetzt wirklich den Laden an der Spiegelgasse hast. Im Blog kann man einfach nicht klar verstehen.“ unser Präsident (von Teeclub Schweiz) wollte unbedingt wissen kurz vor seinem Abflug nach London. Paar Stunde später schrieb Daniel mir ein SMS, „Hast Du es oder nicht? Ist es wahr oder nicht?“

Am letzen Mitwoch rief ich Thomas in Berlin an und sagte ihn, dass seine Bilder von Teefelder in Anxi und Lugu nun einen Raum bekommt, ausgestellt zu werden. Ein Raum für Menschen, für Tee und für anders Denkenden. Menschen, die vorhandene Dinge hinterfragen, die das Leben leben möchten, die sich gerne durch Überraschungen und Begegnungen bereichert werden möchten, sind hier in diesem Raum zu Hause.

Tee ist ein Medium, das alles durcheinander bringt und alles zusammen bringt.

Ich freue mich riesig!

Wie soll das Haus denn heissen?

Gestern rästelten meine Teeeltern mit mir über den Name und heute mittags mit Christoph und später mit Hubert. Es soll nicht esotherisch sein, nicht wellness-like… Ich finde den Name „Teehaus Spiegelgasse“ doch ganz nett. Jeder Europäer könnte ihn aussprechen. Mich schauten die anderen nicht ganz zufrieden an… Naja, es wird schon ein langes Geburt werden… Ich bin dankbar für jeden Tipp und Ratschläger!

Vorhin verabschiedete ich mich von Hubert, der Geburtshelfer des Teehauses. Ich fliege zuerst nach Bangkok und lass mich von Asien inspirieren. Er schmunzelte in voller Schalk, „Ja, lass Dich vorbereiten. Vorbereiten für eine harte Zeit.“ War es Schadenfreude? „Vielleicht. Ein bisschen.“ Er küsste mich ganz sanft auf meinen Backen.