Der Jahresrückblick-Tee

Die Hausmischung Bodman bezeichnet Detlef den Tee, den er die Reste von jeder Zusammenkunft zusammen wirft. Es beinhaltet einen Teil jeder Zusammenkunft und somit schlussendlich ein Rückblick des Jahres. Jahresrückblick-Tee ist die Hausmischung Bodman.

Wir trafen noch im 2. Advent zum Tee, als wir dachten, dass wir uns vor 2008 noch einmal zum Tee versammelten. Der Tag wurde sehr schnell dunkel. Als ich mit dem Koicha Tee beendete, war das Tageslicht bereits vorbei. Kalt, feucht und dunkel. Ich wurde aufgefordert, den poetischen Name des Teelöffels mitzuteilen in einem gewöhnten geregelten Frage- und Antwortwechsel der Koicha-Zeremonie. Ich sollte eigentlich wie erwartet einen intelligenten Zen-Spruch oder irgendeinen chinesischen poetischen Metapher angeben, was diesem Tee einen Rahmen verleihen würde. Ich zögerte. Ich spürte die Spannung. Ich zögerte noch paar Sekunden. „Das Warten auf dem Schnee.“ Schweigen herrschte unerwartet ein paar Sekunden. Die Gäste bedankten sich. Der Teeraum wurde wieder leer.

Schnee kam nicht und wir trafen uns 2007 auch nicht wieder. Ich wartete auf das Schnee, das trotz der Sehnsüchte nicht kam.

Vor einem Jahr beschloss ich endlich nach Zürich anzusiedeln. Die Vorbereitungszeit war über die Jahre, aber ich konnte den Zeitpunkt nicht richtig spüren. Ich konnte mich von meinem akademischen Karma nicht richtig befreien und der Erwartung meines Vaters nicht enttäuschen. Diesen Schritt bedeutete mir wie das Springen ins kalte Wasser. Aber in meinem Herz hegt ein Plan. Nach Zürich zu gehen, damit ein Herzensprojekt endlich vorangetrieben werden kann.

Ich habe einen Traum, ein Teehaus in Zürich zu öffnen. Ein Ort, wo der Tee und Menschen im Mittelpunkt steht, ein Ort, wo Kulturen sich berühren, ein Ort, wo Menschen sich begegnen. Ein Haus, wo authentische Teesorten in ihrer Originalität verkostet und kennen gelernt werden könnten, wo Teeliebhaber ihre Leidenschaft dem Tee widmen könnten und sich weiter bilden könnten, wo das Wissen und Freude an Tee ausgetauscht werden könnten!

Nach Zürich bin ich gekommen und aber nicht angekommen. Das Spiel mit der Bewilligung und der neue doch bekannte Prozess der Anpassung prägten meinen Alltag. Tiefere Ängste und Enttäuschungen brachten mich zur unsichtbaren Depression, die mir wiederum half, meinen eigenen Abgrund zu erfahren. Bitter, schmerzhaft jedoch heilsam. Als Menschen, die grenzüberschreitend leben müssen oder wollen, wird von einer Einsamkeit begleitet – das Gefühl an einem falschen Ort zu sein. Das Weiterziehen zu beenden ist leider noch nicht im Aussicht. Die Zerrissenheit und Inkohärenz der Selbstbilder könnte man nicht selbstverständlich mit anderen teilen. Wie ein Wanderer lebe ich auf der Erde, nur im Tee bin ich angekommen. Dort ist meine Heimat. Vielleicht ist es auch eine Heimat von vielen Unbekannten.

Vor der Verwirklichung dieses Projektes brauche ich sehr viel Mut. Mut, über meine eigene Grenze zu überschreiten; Mut, sich auf etwas Risikoreiches einzulassen; Mut, sich vor anderen Menschen zu stellen, prüfen zu lassen. Ich habe Angst.

Ich brauche sehr viele Unterstützungen, die mir jegliche Hinweise bedeuten, wo, wann und was sich eine geeignete Lokalität befindet. Ich freue mich über jegliche Meldung und HInweise!

Mit Ambivalenz und Entschlossenheit gehe ich langsam auf das Jahr 2008 zu. Die Energie sich gegen das Unbekannte zu wehren und sich zurück in das Gewöhnte fallen zu lassen kostet uns genau so viel wie die Energie unbeirrt auf dem eigenen, vielleicht steinigen Weg weiter zu schreiten. Ich wünsche allen Teefreunden und Blogfreunden zum 2008 viel Mut auf das Neue und viel Kraft für das Durchsetzen unserer Leidenschaft!

Es wäre schön, Euch irgendwann im Jahr 2008 in meinem Teehaus einzuladen, zum Tee, zum Klatsch oder zum Nichtstun.

13 Gedanken zu „Der Jahresrückblick-Tee

  1. Menglin

    Nachtrag: natürlich möchte ich mich bedanken bei lieben Teefreunden, die mir sehr schönen Briefwechsel beschenkten, wunderbare Kommentare bereicherten und mich teilweise auch tadelten.
    Der Teeblog Tee Erleben ist zwei Jahrealt und hat nun 700 Besucher pro Tag. Ich freue mich sehr, diese kleine Leidenschaft, eine Resonanz stossen kann!

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  2. Claudia

    Liebe Menglin, ich wünsche dir von ganzen Herzen, dass das Jahr 2008 dir die Erfüllung deiner Wünsche und Sehnsüchte bringt, die das Jahr 2007 dir noch vorenthalten hat.

    Alles, alles Gute im Neuen Jahr!

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  3. Andreas

    Auch ich wünsche Dir und allen Mitlesern/schreibern(innen) ein gutes (und hoffentlich besseres) Jahr 2008!!!
    Und dass immer genug Tee in der Schale ist ;o)

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  4. Steffi

    Liebe Menglin,
    ich wünsche dir auch vom Herzen her, dass das Jahr 2008 für dich ein Glückliches Jahr sein wird. Wir, mein mann und ich haben vor im Jahr 2008 ( zuur 2 Jahres Hälfte ) nach Zürich oder Basel zu gehen, mein Mann hat dort 2 Angebote, und im Jan. entscheidet sich wohihn. Wenn ich das mit deiner Einsamkeit lese, macht mich das etwas traurig, und verunsichert mich, denn auch wir sind gut vorbrreitet und fest entschlossen.
    ich wünsceh dir Alles Glück der Welt
    Liebe Grüße Steffi
    PS: bin über Claudia gekommen .

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  5. Menglin

    Liebe Steffi, jeder Mensch ist anders.
    Entschuldigung für meine Wörter, die Euch verunsichern.
    Einsamkeit ist immer nur ein Zustand, der immer wieder vorbei geht und zurückkehrt. Das Problem für mich liegt nicht an der Einsamkeit, sondern an der Art, wie wir damit umgehen.
    Man kann sich überall einfam fühlen, auch wenn man in dem eigenen Land bleibt. Man findet überall Freunde, auch wenn man auf der Erde immer weiter wandert. Freunde oder Partner könnten allerdings unsere Einsamkeit NICHT von uns befreien. Denn zwischen uns und unserer Einsamkeit gibt es nur eine Identität. Ich bin die Einsamkeit selbst. Und es ist nicht armselig. Es ist ein selbstverständlicher Zustand, wenn man merkt, dass man anders ist.
    Ich denke, dass das Gefühl allein zu sein das schwerere Problem ist.
    Wenn Ihr nach Zürich zieht, würde ich mich sehr freuen, Euch kennenzulernen! Allein wird es Dir bestimmt nicht sein!
    Sei umarmt und ich freue mich nun schon darauf!

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  6. Steffi

    Danke für deine lieben Worte Meng Lin
    Jetzt habe ich das auch verstanden 🙂
    Ich würde mich auch sehr freuen dich kennenleren zu dürfen , leider bin ich an den einen Tag wo dein Vortag statt findet im Januar wieder daheim und fleige von Basel aus . Ich werde dadrüber berichten.
    Liebe Herzliche Grüße Steffi

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  7. Jürg

    Liebe Menglin, Das hast Du wunderschön geschrieben. Gratuliere!

    Ich habe mich in letzter Zeit auch mit dem Gedanken beschäftigt, wie stark doch viele Teeliebhaber gegen den Strom schwimmen (müssen), um ihre Ideen und Träume umsetzen zu können. Wir haben es schwerer, schlicht deshalb glaube ich, weil wir nicht Mainstream sind. Auch fehlen vielleicht Vorbilder. „Wir drehen unser eigenes Ding“ hier, wie das der deutsche Volksmund gerne etwas salopp auszudrücken pflegt.

    Ich habe einmal ein Management-Buch gelesen, dass behauptet, sich mit dem Motto „Spass bei der Arbeit“ motivieren zu wollen, sei der grösste Blödsinn. Denn jede Arbeit beinhaltet langweilige oder schwierige Tätigkeiten, oder solche, die man schlicht hasst. Und als Unternehmerin (im Sinne von „etwas unternehmen“) ist man zusätzlich geplagt von Zweifeln, von Ängsten und von Einsamkeit. Wir sind nun einmal soziale Tiere mit Emotionen. Das Buch jedenfalls kommt zum Schluss, dass letzten Endes aber nur eines zählt: die Befriedigung durch Erfolg.

    Ich teile diese Meinung zu einem gewissen Teil. Die Befriedigung, die man gewinnt, das Risiko eben genommen, und mit den Ängsten und Zweifeln gelebt zu haben. Soziale Anerkennung, das gute Gefühl etwas Neues vollbracht zu haben, Freude und Freunde und Anerkennung gewonnen, etwas für die Menschen getan zu haben, das gibt Dir diese Welle von guten Emotionen, diese positive Kraft.

    In diesem Sinne hoffe ich auch, Dich am 6. Jänner 08 zu sehen, dieses Mal zur Feier des westlichen Neuen Jahres, im Hotel Eden au Lac beim „Salon Amusant du Thé au jardin Eden“! (www.teeclub.ch/de/events.html). Ich muss Dir sagen, da bin ich auch etwas nervös! Denn ich weiss natürlich, die Acht (8) ist für die Chinesen eine sehr wichtige Zahl, und mir persönlich gefällt sie auch sehr gut! Umso mehr frage ich mich natürlich, inwieweit wir hier einen Stilbruch begehen oder uns sogar weniger Glück einhandeln, wenn wir bei DER Grlückszahl der Chinesen ein *westliches* neues Jahr feiern! Ich habe da auch Zweifel, Menglin. Wenn ich mir vorstelle: wir bestimmen an diesem Nachmittag einen König, dies am Christlichen Tag des Geschenkemachens, der Mensch fühlt sich noch jung im neuen Kalenderjahr, ein Theaterstück namens „Rote Kappe und Familie Wolf“ kommt zur Uraufführung, geschrieben hat es eine russische Teeliebhaberin, und dies alles im Chinesischen Jahr der Glückzahl 8. Das es dazu kommt, verdanken wir einzig dem Geiste des Tees, Menglin. Er verbindet die Menschen, ihre Kulturen. Er hat Dich zu Dir gemacht, und mich zu mir. So hat es sich nun einmal ergeben, so läuft es mit unserem nur teilweise gewollten Schicksal, wir wurden dahin getrieben, unser Leben ist so klein. Wir dürfen Ängste haben, Menglin.

    Aber ich denke, das Wichtigste bleibt: es gibt uns Glück, wenn wir dasjenige, was wir tun, aus Liebe tun.

    In diesem Sinne wünche ich Dir alles Gute, viel Glück und Kraft für das Jahr 2008. Und natürlich, dass Du viel Schönes im Geiste des Tees erleben wirst.

    Nettee Grüsse,
    Jürg

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  8. Jürg

    Liebe Menglin, Das hast Du wunderschön geschrieben. Gratuliere!

    Ich habe mich in letzter Zeit auch mit dem Gedanken beschäftigt, wie stark doch viele Teeliebhaber gegen den Strom schwimmen (müssen), um ihre Ideen und Träume umsetzen zu können. Wir haben es schwerer, schlicht deshalb glaube ich, weil wir nicht Mainstream sind. Auch fehlen vielleicht Vorbilder. „Wir drehen unser eigenes Ding“ hier, wie das der deutsche Volksmund gerne etwas salopp auszudrücken pflegt.

    Ich habe einmal ein Management-Buch gelesen, dass behauptet, sich mit dem Motto „Spass bei der Arbeit“ motivieren zu wollen, sei der grösste Blödsinn. Denn jede Arbeit beinhaltet langweilige oder schwierige Tätigkeiten, oder solche, die man schlicht hasst. Und als Unternehmerin (im Sinne von „etwas unternehmen“) ist man zusätzlich geplagt von Zweifeln, von Ängsten und von Einsamkeit. Wir sind nun einmal soziale Tiere mit Emotionen. Das Buch jedenfalls kommt zum Schluss, dass letzten Endes aber nur eines zählt: die Befriedigung durch Erfolg.

    Ich teile diese Meinung zu einem gewissen Teil. Die Befriedigung, die man gewinnt, das Risiko eben genommen, und mit den Ängsten und Zweifeln gelebt zu haben. Soziale Anerkennung, das gute Gefühl etwas Neues vollbracht zu haben, Freude und Freunde und Anerkennung gewonnen, etwas für die Menschen getan zu haben, das gibt Dir diese Welle von guten Emotionen, diese positive Kraft.

    In diesem Sinne hoffe ich auch, Dich am 6. Jänner 08 zu sehen, dieses Mal zur Feier des westlichen Neuen Jahres, im Hotel Eden au Lac beim „Salon Amusant du Thé au jardin Eden“! (www.teeclub.ch/de/events.html). Ich muss Dir sagen, da bin ich auch etwas nervös! Denn ich weiss natürlich, die Acht (8) ist für die Chinesen eine sehr wichtige Zahl, und mir persönlich gefällt sie auch sehr gut! Umso mehr frage ich mich natürlich, inwieweit wir hier einen Stilbruch begehen oder uns sogar weniger Glück einhandeln, wenn wir bei DER Grlückszahl der Chinesen ein *westliches* neues Jahr feiern! Ich habe da auch Zweifel, Menglin. Wenn ich mir vorstelle: wir bestimmen an diesem Nachmittag einen König, dies am Christlichen Tag des Geschenkemachens, der Mensch fühlt sich noch jung im neuen Kalenderjahr, ein Theaterstück namens „Rote Kappe und Familie Wolf“ kommt zur Uraufführung, geschrieben hat es eine russische Teeliebhaberin, und dies alles im Chinesischen Jahr der Glückzahl 8. Das es dazu kommt, verdanken wir einzig dem Geiste des Tees, Menglin. Er verbindet die Menschen, ihre Kulturen. Er hat Dich zu Dir gemacht, und mich zu mir. So hat es sich nun einmal ergeben, so läuft es mit unserem nur teilweise gewollten Schicksal, wir wurden dahin getrieben, unser Leben ist so klein. Wir dürfen Ängste haben, Menglin.

    Aber ich denke, das Wichtigste bleibt: es gibt uns Glück, wenn wir dasjenige, was wir tun, aus Liebe tun.

    In diesem Sinne wünche ich Dir alles Gute, viel Glück und Kraft für das Jahr 2008. Und natürlich, dass Du viel Schönes im Geiste des Tees erleben wirst.

    Nettee Grüsse,
    Jürg

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  9. Suzanne

    Liebe Menglin,

    ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Dein Traum vom Teesalon 2008 in Erfüllung geht!

    Einige zukünftige StammkundInnen kennst Du ja bereits 🙂 !

    Alles Liebe und Gute für Dich, und viel Glück und vor allem Gesundheit im neuen Jahr!

    Suzanne

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  10. Jürg

    Liebe Menglin, Das hast Du wunderschön geschrieben. Gratuliere!

    Ich habe mich in letzter Zeit auch mit dem Gedanken beschäftigt, wie stark doch viele Teeliebhaber gegen den Strom schwimmen (müssen), um ihre Ideen und Träume umsetzen zu können. Wir haben es schwerer, schlicht deshalb glaube ich, weil wir nicht Mainstream sind. Auch fehlen vielleicht Vorbilder. „Wir drehen unser eigenes Ding“ hier, wie das der deutsche Volksmund gerne etwas salopp auszudrücken pflegt.

    Ich habe einmal ein Management-Buch gelesen, dass behauptet, sich mit dem Motto „Spass bei der Arbeit“ motivieren zu wollen, sei der grösste Blödsinn. Denn jede Arbeit beinhaltet langweilige oder schwierige Tätigkeiten, oder solche, die man schlicht hasst. Und als Unternehmerin (im Sinne von „etwas unternehmen“) ist man zusätzlich geplagt von Zweifeln, von Ängsten und von Einsamkeit. Wir sind nun einmal soziale Tiere mit Emotionen. Das Buch jedenfalls kommt zum Schluss, dass letzten Endes aber nur eines zählt: die Befriedigung durch Erfolg.

    Ich teile diese Meinung zu einem gewissen Teil. Die Befriedigung, die man gewinnt, das Risiko eben genommen, und mit den Ängsten und Zweifeln gelebt zu haben. Soziale Anerkennung, das gute Gefühl etwas Neues vollbracht zu haben, Freude und Freunde und Anerkennung gewonnen, etwas für die Menschen getan zu haben, das gibt Dir diese Welle von guten Emotionen, diese positive Kraft.

    In diesem Sinne hoffe ich auch, Dich am 6. Jänner 08 zu sehen, dieses Mal zur Feier des westlichen Neuen Jahres, im Hotel Eden au Lac beim „Salon Amusant du Thé au jardin Eden“! (www.teeclub.ch/de/events.html). Ich muss Dir sagen, da bin ich auch etwas nervös! Denn ich weiss natürlich, die Acht (8) ist für die Chinesen eine sehr wichtige Zahl, und mir persönlich gefällt sie auch sehr gut! Umso mehr frage ich mich natürlich, inwieweit wir hier einen Stilbruch begehen oder uns sogar weniger Glück einhandeln, wenn wir bei DER Grlückszahl der Chinesen ein *westliches* neues Jahr feiern! Ich habe da auch Zweifel, Menglin. Wenn ich mir vorstelle: wir bestimmen an diesem Nachmittag einen König, dies am Christlichen Tag des Geschenkemachens, der Mensch fühlt sich noch jung im neuen Kalenderjahr, ein Theaterstück namens „Rote Kappe und Familie Wolf“ kommt zur Uraufführung, geschrieben hat es eine russische Teeliebhaberin, und dies alles im Chinesischen Jahr der Glückzahl 8. Das es dazu kommt, verdanken wir einzig dem Geiste des Tees, Menglin. Er verbindet die Menschen, ihre Kulturen. Er hat Dich zu Dir gemacht, und mich zu mir. So hat es sich nun einmal ergeben, so läuft es mit unserem nur teilweise gewollten Schicksal, wir wurden dahin getrieben, unser Leben ist so klein. Wir dürfen Ängste haben, Menglin.

    Aber ich denke, das Wichtigste bleibt: es gibt uns Glück, wenn wir dasjenige, was wir tun, aus Liebe tun.

    In diesem Sinne wünche ich Dir alles Gute, viel Glück und Kraft für das Jahr 2008. Und natürlich, dass Du viel Schönes im Geiste des Tees erleben wirst.

    Nettee Grüsse,
    Jürg

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  11. Jürg

    Liebe Menglin, Das hast Du wunderschön geschrieben. Gratuliere!

    Ich habe mich in letzter Zeit auch mit dem Gedanken beschäftigt, wie stark doch viele Teeliebhaber gegen den Strom schwimmen (müssen), um ihre Ideen und Träume umsetzen zu können. Wir haben es schwerer, schlicht deshalb glaube ich, weil wir nicht Mainstream sind. Auch fehlen vielleicht Vorbilder. „Wir drehen unser eigenes Ding“ hier, wie das der deutsche Volksmund gerne etwas salopp auszudrücken pflegt.

    Ich habe einmal ein Management-Buch gelesen, dass behauptet, sich mit dem Motto „Spass bei der Arbeit“ motivieren zu wollen, sei der grösste Blödsinn. Denn jede Arbeit beinhaltet langweilige oder schwierige Tätigkeiten, oder solche, die man schlicht hasst. Und als Unternehmerin (im Sinne von „etwas unternehmen“) ist man zusätzlich geplagt von Zweifeln, von Ängsten und von Einsamkeit. Wir sind nun einmal soziale Tiere mit Emotionen. Das Buch jedenfalls kommt zum Schluss, dass letzten Endes aber nur eines zählt: die Befriedigung durch Erfolg.

    Ich teile diese Meinung zu einem gewissen Teil. Die Befriedigung, die man gewinnt, das Risiko eben genommen, und mit den Ängsten und Zweifeln gelebt zu haben. Soziale Anerkennung, das gute Gefühl etwas Neues vollbracht zu haben, Freude und Freunde und Anerkennung gewonnen, etwas für die Menschen getan zu haben, das gibt Dir diese Welle von guten Emotionen, diese positive Kraft.

    In diesem Sinne hoffe ich auch, Dich am 6. Jänner 08 zu sehen, dieses Mal zur Feier des westlichen Neuen Jahres, im Hotel Eden au Lac beim „Salon Amusant du Thé au jardin Eden“! (www.teeclub.ch/de/events.html). Ich muss Dir sagen, da bin ich auch etwas nervös! Denn ich weiss natürlich, die Acht (8) ist für die Chinesen eine sehr wichtige Zahl, und mir persönlich gefällt sie auch sehr gut! Umso mehr frage ich mich natürlich, inwieweit wir hier einen Stilbruch begehen oder uns sogar weniger Glück einhandeln, wenn wir bei DER Grlückszahl der Chinesen ein *westliches* neues Jahr feiern! Ich habe da auch Zweifel, Menglin. Wenn ich mir vorstelle: wir bestimmen an diesem Nachmittag einen König, dies am Christlichen Tag des Geschenkemachens, der Mensch fühlt sich noch jung im neuen Kalenderjahr, ein Theaterstück namens „Rote Kappe und Familie Wolf“ kommt zur Uraufführung, geschrieben hat es eine russische Teeliebhaberin, und dies alles im Chinesischen Jahr der Glückzahl 8. Das es dazu kommt, verdanken wir einzig dem Geiste des Tees, Menglin. Er verbindet die Menschen, ihre Kulturen. Er hat Dich zu Dir gemacht, und mich zu mir. So hat es sich nun einmal ergeben, so läuft es mit unserem nur teilweise gewollten Schicksal, wir wurden dahin getrieben, unser Leben ist so klein. Wir dürfen Ängste haben, Menglin.

    Aber ich denke, das Wichtigste bleibt: es gibt uns Glück, wenn wir dasjenige, was wir tun, aus Liebe tun.

    In diesem Sinne wünche ich Dir alles Gute, viel Glück und Kraft für das Jahr 2008. Und natürlich, dass Du viel Schönes im Geiste des Tees erleben wirst.

    Nettee Grüsse,
    Jürg

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