Archiv für den Tag 10/12/2007

Teeseminar in München

Am 26.01.2008 (Samstag) von 10 -16 Uhr findet ein Teeseminar Sprache des Tees I mit Menglin in München statt.

Dank dem Engagement von Florian könnte dieses Seminar stattfinden.

Im Sommer besuchten mich Florian mit seiner Frau Daiyu in Zürich. Als wir zusammen den Nostalgie Dongding Oolong probierten, war er sehr überrascht, was man anhand der Degustation alles von Tee erfahren kann! Der Tee, den er so schätzte, wurde herausgestellt, dass er eigentlich nicht der Tee, der verkauft und deklariert wurde. Er war sprachlos in ersten Moment und dann wollte unbedingt ein Teeseminar organisieren.

Da er viele Teeliebhaber in München kennt, ist die Organisation gar kein Problem. Dank der freundlichen Unterstützung von Teehaus in München findet der Kurs jedenfalls statt. Teilnehmerzahl sind begrenzt – ich nehme nicht mehr als 10 Personen. Nun ist dieser Kurs bereits halb voll.

Diese Art von Kurs ist etwas Neues und Unbekanntest in Europa. Die Anforderung von mir ist ziemlich hart – glaube ich. Man probiert nicht nur 10 verschiedene Sorten Tee, sondern…. eher 40 Sorten… Nach dem Teekurs in Zürich haben viele mir gesagt, wie antrengend es war. Es ist wohl klar, die Teilnehmer müssen selbt arbeiten und mit Tee kommunizieren anstatt von mir mit Power Point erklärt bekommen. Schliesslich muss jeder sich um seine eigene Erleuchtung kümmern.

Viele Teefreunde in Zürich fragen mich nach einem Fortsetzungskurs zu machen: Teekurs II und den Teekurs I noch einmal zu wiederholen. Der Zeitraum sollte im Februar sein. Ich werde in nächsten Tage bekannt geben, wann es stattfindet. Im März fliege ich wieder auf Formosa – um unseren eigenständigen Präsident zu wählen!

Das Programm von Teeseminar in München wird so sein:

1. Einblick in die chinesische Teewelt:

Weißer Tee, Gelber Tee, grüner Tee, Oolong, roter Tee, schwarzer Tee (gelagerter Tee),  Blumentee. Z. B. Teilnehmer muss mir sagen anstatt ich sage EUCH, was für einen Tee ein weißer Tee ist.

2. Der Faktor Teebaum, Anbauort und Produktion. Wie manifestiert der Faktor im Tee? Kann ein OEM Produkt genau so gut schmecken wie ein Original?

 

3. Der Faktor Herstellungsmethode: Aus unterschiedlicher Herstellungsmethode und unterschiedliche Erntezeit enstehen unterschiedliche Tees, die aus dem gleichen Teepflanzen und Anbauort stammen.

Wir werden anhand verschiedenen Teemuster die Unterschiede zwischen Erntezeit und Herstellungsmethode herausfinden.

4. Fehler der Produktion:

wie manifestiert sich der Fehler? Ist Herbheit / Bitterkeit einfach nur herb oder gibt es verschiedene Lesart und Bedeutung? Muss grüner Tee grasig sein? Bedeutet die grasige Note das Frische vom Tee?

Anhand von unterschiedlichen Proben versuchen wir den Geschmack, der aus dem Fehler entstanden ist, zu erkennen!

5. Der Faktor Lagerung:

wie manifestieren unterschiedliche Teesorte durch die Lagerung? Ein Tee, der fermentiert wurde, verändert sich anders als ein grüner Tee wie Pu Er, der gelagert wird! Ein Tee, der stärker geröstet wurde, verändert sich unterschiedlich durch die Lagerung.

Anhand unterschiedlichen gesammelten Beispielen könnten wir die faszinierende Veränderung der Nuance am Tee durch die Lagerung feststellen. Ein Pu Er, der durch lange Zeit gelagert wird ist einfach ein Gegensatz zu dem Pu Er, der im Reformhaus verkauft wird und aufgrund der steigenden Nachfrage könstlich fermentiert wird.

6. Der Faktor Welken, Fermentation und Röstungen: wie manifestieren sich diese Faktoren durch den Tee?

Was bedeutet Welken, Fermentation und Röstung in der Produktion von Tee? Diese Frage könnten wir mit den Vergleich zwischen den Teesorten, die unterschiedlich fermentiert und geröstet wird beantworten.

7. Geographische Faktoren: Anbaugebiet, Höhe der Teegarten

Man kann die Höhe eines Teegarten schmecken! Glaubst Du nicht? Probiere es selber aus!

8. Äußere Faktoren: klimatische Bedingung, Insekten- Befall in einem Teegarten sind äußere Bedingungen, die den Geschmack des Tees prägen. Ein Oriental Beauty kann wirklich nach einem Oriental Beauty schmecken, wenn die Blätter tatsächlich befallen wurden. Diese Nuance kann man schmecken und durchaus feststellen!

Das ist ein Seminar, wo Teilnehmer selbst arbeiten muss anstatt einfach nur theoretische Auseinandersetzungen vorgelesen zu bekommen. Tee lügt nicht, man muss ihn aber verstehen. Der beste Weg, Tee zu verstehen ist mit unserer eigenen Nase, Gaumen und Augen! Also ich freue mich auf Menschen, die Abentuer-Geist besitzen und sich gerne auf etwas Unbekanntes einlassen wollen! Dem Zauber des Anfangs vertrauen!