Degustation von Junshan Maojian

Degustation von Junshan Maojian

Eine Tasse Junshan Maojian, duftend, lieblich und zugleich eine Spur von leichter angenehmer Bitterkeit. Die zwarten Blätter sind wirklich aus one bud and two leaves.

Meister Chen erzählte mir heute nachmittags, weshalb so ein edeler grüner Tee Leber-Qi wieder in den Fluss bringt. Denn ein schöner Grüntee wird nicht von der Bitterkeit dominiert, sondern schmeckt auch lieblich und aromatisch. Er stärk sanft das Herz, das Leber leicht „kontrolliert“, so dass Leber Feuer nicht rodelt. Darum hilft bittere Kräutersud oft gegen Leber Entzündung. Wenn der Tee zu bitter wird, ist ein bestimmtes Element wieder zu dominant und das Balance gerät wieder ausser Gleichgewicht.

Teesorte, die genug lang „Hongpei“ – Röstung vollzogen wird, geht direkt zum Leber-Gallen Meridian. Es ist ein anderer Weg, Leber zu entspannen. – Laut Meister Chen Tie-dao

Die Welt des Tees ist grenzlos. Ich fühle mich so klein in dieser Welt.

Ein Gedanke zu „Degustation von Junshan Maojian

  1. Suzanne

    Ich kenne erst ganz wenig grünen Tee… da mich der „hiesige“ Grüntee (in Strasbourg zu kaufende) immer ziemlich enttäuscht hatte – besonders der sogenannte „Longjing“ und „Bi Lo Chun“ (in Wirklichkeit hatten diese Tees nichts mit dem Original zu tun).

    Diese schönen Tees habe ich jetzt schon kennengelernt:

    Nanyue Maofeng
    Guzhang Maojian
    und den legendären Longjing.

    Der Nanyue und Guzhang sind ganz anders als der Longjing. Sie sind „spritziger“, ein ganz bisschen säuerlicher (aber nur sehr wenig), und auch etwas herber. Ganz toll im Sommer, wenn es sehr heiss ist, und man eine leicht herbe Note schmecken möchte. Bitter sind aber beide nicht, finde ich – und wenn, ist es nur eine ganz leichte, angenehme Bitterkeit. Der Te sieht auch wunderschön aus, im Glas, aber auch trocken (besonders der spiralförmig gedrehte… schon ein Genuß fürs Auge!)

    Der Longjing ist eine völlig andere Richtung! Er schmeckt sehr blumig, mild, fruchtig… und die Blätter sind ziemlich fest, flach und irgendwie sehr „substanzvoll“… ganz anders als die zerbrechlichen, zarten, federartigen Blätter vom Nanyue Maofeng und dem Guzhang Maojian.

    Wie kann ein Grüntee diesen außergewöhnlichen Geschmack bekommen wie der Longjing? Ist es die Röstung? Oder die Longjing-Pflanze selbst? Ein Tee zum Träumen…für Freunde von einer ganz lieblichen, blumenartigen Note! Ich wüsste gern noch mehr über diesen schönen Tee!

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