Archiv der Kategorie: Formosa Oolong Tea 台灣烏龍茶

Ein schöner Tag, nur für den Tee!

Wir hatten einen wunderschönen Tag mit Oolongs!

Hier füge ich noch das alte Protokoll von der Teeproduktion von Si Ji Chun in Mingjian im Herbst 2011 ( 2011_10_12_bis_13_Teeherstellung_V1 ). Damit die Teefreunde es selbst ansehen können.

Und noch zwei Fotos von den Zikaden, die Guifei und Oriental Beauty machen! Da sehen wir, wo die Zikaden am liebsten knabbern und wie wir dann die Echtheit von Guifei und Oriental Beauty erkennen können!

DSC_0345

DSC_0340 小綠葉蟬若蟲

Seminar Programm am Sonntag 3.02.2018

Selten bereite ich mich für ein Teeseminar schon so früh vor. Meine Darmgrippe hat meine Aktivitäten reduziert. Plötzlich entsteht eine Ruhe in mir. Ruhe, oder Leerstelle im Alltag? Ich weiss es nicht. Jedenfalls ist es erfreulich.

Nun habe ich tatsächlich vieles vor am Sonntag. Ich möchte lernen, meine Kraft besser zu verteilen, denn ich noch so viele Projekte habe, zu verwirklichen!

Alishans seltener Dongpian!

Der Heimkehrer wurde Fremde.

Ich kehre nach Zürich zurück und merke, dass es viele Veränderungen geben muss.

Enttäuschungen, Aerger und Frust.

Ich habe gesehen, dass viele Bequemigkeiten Probleme verursachen. Diese Probleme habe ich ausgehalten aus Bequemigkeit. Aus Bequemigkeit führt es zu weiteren Konsequenzen.

Was braucht man wenn man im Dunkel ist? Was riecht man wenn man keinen Aussicht sieht? Was schluckt man, wenn man das Geschehen bitter schmeckt? Ich will die Funken der Zukunft sehen.

Wie die Funken aus der Zukunft schmeckt eine Tasse Alishan Dongpian von Shan Zhu.

Shan Zhu, auf Chinesisch Wildschein, hat immer Pech im Leben. Alles, was er berührte, scheiterte. Er scheiterte nur nicht beim Tee-Machen.

Als Shan Zhu eines Tages ein abgeholztes altes Kampferbaum im Wald sah, dachte er Lotto gewonnen zu haben. Er wollte das Holz auf dem Schwarzmarkt gut verkaufen. Die Absicht scheiterte so wie der Gott es will. Er muss dafür ins Gefängnis gehen. Da er kein Geld hat für die Strafe zu bezahlen, entschied er sich länger im Gefängnis zu sitzen. Er rief meinen Lehrer Atong an und erzählte ihm es weinerlich. Atong tröstete ihn, dass es ein gutes Deal ist, wenn er 60000 CHF durch ein Jahr Gefängnis-Aufenthalt verdienen kann. Atong bat ihn einen guten Tee zu produzieren, bevor er gefangen wird.

Am 08.01.2018 kam der Alishan Dongpian nach Taipei. Shan Zhu produzierte ihn sorgfältig, als ob es sein letztes Mal wäre. Er verbrachte doppel so lange Zeit, um den Dongpian zu produzieren.

Er schmeckt leicht flora – ich rieche Neroli und Limettenblüte. Es ist süss, aber so unfassbar – wie die süsse Seite des Lebens – als ob Shan Zhu seine Sehnsucht nach einem leichten Leben in diesem Tee reingewoben hat. Doch schmecke ich ein Hauch von dem grünen Nordlicht am Nordpol. Es tanzte im Horizont wenn es DUNKEL ist. Der Himmel wird so frei, obwohl die Sicht beschränkt ist.

Die seidige Textur gleitet. Samtig und sanfmütig.

Etwas Mystisches kommt aus der Tasse hervor.

Was nährt einen, wenn man Frust schmecken muss? Die Hoffnung!

Hat der Shan Zhu gewusst, dass dieser Tee vor seinem Freiheitsstrafe hoffnungsvoll schmeckt?

Atong wollte nicht, dass ich zu viel bei seinen Schülern von diesem Dongpian erzählte. Er wollte nicht zu viel von dem Dongpian verkaufen. Er sage mir, „wir müssen ihn zwei Jahre aufbewahren, bis Shan Zhu wieder frei ist.“ Er hob eine ganze Sack auf. Er denkt an seinen Freund Shan Zhu? An den Geschmack von Hoffnung.

Ein Tee von gutem Handwerk

Meiste Freunde aus Taiwan wissen, dass ich Tee verkaufe. Jedesmal bekomme ich während meines Aufenthalts viele Tipps und Einladungen um neue Teebauer, neue Teehäuser oder neue Teekontakte zu knüpfen. Es ist recht mühsam für mich. Oft weiss ich nicht, wie ich es ablehne ohne Menschen zu verletzen. Aber es ist wirklich mühsam!

Wie kann ich diesen liebevollen Menschen sagen, dass ich nicht mehr auf der Suche bin? Ich bin angekommen. Der Teeweg wird von einem Kompass geführt.

Meiste Freunde von mir sind Teeliebhaber. Sie trinken gerne Tee, kokettieren sich gerne mit Kultur und lieben Vernetzungen. Aber sie wissen nicht viel über Tee, sie wollen auch nicht. Weil sie zufrieden sind damit. Sie wissen nicht, was ich verkaufe.

Letzte Woche wurde ich eingeladen zu einer Räucherzeremonie. Der Gastgeber sagte, dass der Mann, der anhand von Berührung der Hölzer die Herkunft erahnen kann, bloss ein Handwerker ist. Er ist kein Handwerker und interessiert sich nicht für die Herkunft und Produktion des Duftholzes. Er macht es einfach.

Seine Aussage stimmt für ihn, es stimmt nicht für mich. Ich möchte wissen, was ich verkaufe. Ich möchte zuerst ein guter Handwerker sein, der weiss, was er tut.

Also, was für Tee verkaufe ich? Ich möchte gerne Tee verkaufen – wie mein Lehrer Atong sagt – mit Herkunft. Das heisst, ein Oolong ist ein Oolong, nicht ein vergrünter oder ein grüner Tee. Ein Pu Er Gushu ist ein Xiaoshu. Ein schwarzer Tee ist kein Oolong oder Gaba Tee. Ein Tee, der ein traditionelles Vorbild hat, verwurzelt ist in einem Wissen und einer Kunst. Das bedeutet, es ist nicht Bio-Like, nicht Natur-Trend und nicht Lifesytle! Es ist aus einem soliden guten Handwerk.

Es war eine erlebnisreiche Reise und es tat mir sehr gut. Wieder etwas zu lernen, etwas zu entdecken und vieles neu zu orientieren! Das kann nur geschehen, weil das innere Kompass mich führt ohne die Absicht, etwas zu vernetzen!

Wie schmeckt ein Eisblatt Oolong?

Das schöne Bild verbirgt ein grosses Problem.

Wenn die Teeblätter Frost bekommt, wenn der Bauer das Phänomen weiter lässt, wenn die Sonne aufgeht, dann sehen die vereisteN Blätter so aus:

Die Teeblätter sind verletzt und können nicht gepflückt werden.

Was hätte der Bauer tun müssen? Drei Möglichkeiten hätte er. 1. Ventilator einbauen und einschalten. Die Luftzirkulation hilft enteisen. 2. Rauch produzieren, um die Atmosphäre anzuheizen und zu verändern. Aber das verschmutzt die Luft. 3. Wasser spritzen. Die günstigste Methode.

Wenn die Teeblätter doch die Eiszeit überlebt, was passiert dann? Ein wunderbarer Oolong von unverwechselbaren Geschmack, Schneeflocken Oolong! Im Februar, wenn wir Glück haben, gibt es in Shui Tang!

Wasser fließt nach Osten

Ein wunderschöner Tag in Beipu und Emei.

Ein traditionsreiches Haus, bei einem weiß blühenden Pflaumenbaum.

Ein Refugium eines Küstlers am Wasser-Fluss nach Osten (der Ort heißt so).

Ein 80jähriger Meister der frischen Bambus spaltet um Reisnudeln-Trocknungsgestell per Hand herzustellen. (Ich habe seinen Sohn sofort Aufträge für Gongfu Cha Korb veranlasst!)

Bei einem Töpfer Meister, der trotz fehlenden Fingern eindrucksvolle Teekanne herstellt!

Wasser fließt!

Ausflug um verlassene Teegärten zu erinnern

Jedes Mal wenn ich zurück bin, fährt mein Lehrer mich einmal zu einem Teeanbaugebiet.

Für ihn können die meisten Tee-Redner bloss reden und schreiben, haben allerdings keine Ahnung vom Praxis. Ich muss mich immer weiter bilden, denkt er. Ein Lehrer, der seine Schüler weiter bringen will, ist mein Lehrer.

Mein Vater fragte mich einen Abend vorher, ob ich weiss, wohin wir fahren. Ich wusste nicht wohin. Warum soll ich wissen?

Wir führen aus Taipei und über Autobahn Richtung Yilan. Weshalb Yilan? Yilan hat eine grosse Anbaufläche von Wuyi und er wurde einst stark geröstet als Ergänzung zu anderen Anbaugebieten Taiwans.

Natürlich müssten wir ein Stop bei Yuanshan machen, um Fischball Suppe zu nehmen. Einfach und gut. Ich hatte nie so sanften geschmeidigen geräucherten Tisch gegessen. Mit grosser Zufriedenheit fuhren wir weiter.

Dann landeten wir in einer grossen Flächen von verwilderten Teegarten. Atong wollte mich unbedingt dorthin bringen, damit es klar ist, was bedeutet verwilderter Garten, verlassener Garten und gepflegter Garten!

Der Frosch und Huang Jin Gui

Wir hatten in Shui Tang einen Bügeleisen Tee. Bügeleisen für die Seele, zerknitterte Seele. Es war ein Huang Jin Gui. Vor einem Jahr wurde der Tee schon ausverkauft. Danach gab es nur einen Maoxie, der ebenfalls die zerknitterte Seele auch glätten kann. Vor paar Tagen als der neue Huang Jin Gui aus Anxi vom Jahrgang 2015 Winter kam, blinkten meine Augen und wusste, der Bügeleisen-Tee ist wieder da! Feine leichte Maiglöckchen gehüllt mit aromatischen getrockneten Pflaumen oder Aprikose. Der Aufguss sanft und geschmeidig. Eine multidimensionale Köstlichkeit – Duft, Geschmack und Wirkung! Ich schrieb sofort verschiedene Teefreunde und rate sie zu kaufen. Wer weiß, wie schnell der Tee wieder vergriffen wird – wie der Baozhong aus Wuyi!

Manchmal fühle ich wie ein Frosch. Nein, ich bin ein „Frosch“ von dem Frosch-Prinzip. Er verlor das Gespür um die Umstände wahrzunehmen und verpasst den Zeitpunkt die Lage zu wenden. Der Frosch sitzt im Hals.

Kim hat Shui Tang zu eine Ozean gemalt, wo Delphine und Seepferdchen zu Besuch kommen. Shui Tang, der Ort des schönen Wassers, ist oft wie ein Teich. Und ich steht bei der Kasse wie ein Frosch. Die Prinzessinnen kommen und verlangen nach dem verlorenen Goldball. Das Goldball ist wie der Tee, der sie wieder glücklich und lebendig macht. Ich spring ins Wasser oder gehe in den Keller und hole etwas. Den Goldball.

Der Goldball kann auch als Symbol von dem Unbewussten. Und der Frosch?

Ach, der Frosch ist oft verkannt. Jeder denkt etwas über ihn.

Der Frosch trinkt den Huang Jin Gui, wenn die Prinzessinnen glücklich mit ihren Tee ausgehen.

Gerade während des Zazens kämpfte ich zuerst gegen die Müdigkeit. Vielleicht war es eine Illusion. Ich nahm viel milchigen Lichtstrahl war. Er strahlt über meinen Körper und es manifestierte sich ein Teich. Auf diesen Teich sass ein Frosch auf Lotus Blättern. Friedlich und Zufrieden.

Heute Abend muss ich keinen Huang Jin Gui trinken. Der Frosch ist gelassen und friedlich.

2. Teegespräch von Shui Tang

https://www.shuitang.ch/blogs/news/teegesprach-nummer-2-mit-meng-lin-chou-zum-thema-selektion

Zum Thema Shui Tang Selektion traf ich Miriam am vergangenen Montag im Neumarkt.

Ich wollte mit solchen Gespräche verschiedene Themen ansprechen. Diesmal mit warum Selektion und wie ich eine Selektion auswähle in einem Winter.

Wir habe viele Themen auf der Liste. Ja, Teegespräch in einem Café ist anders als auf einen Teetisch. Doch spielt Tee immer als eine Quelle meines Lebens egal wohin. Eine Quelle die man nur mit einem Einhorn ausschöpfen kann. Außen hart und innen leer. Das Wasser fließt und kann gefüllt werden.