Archiv für den Monat März 2007

Ein Link für das kulinarische Japan in der Schweiz

Itoen Modernes Teegetränke von Itoen, Japan

Jesse schickte mir ein Link für das kulinarische Japan in der Schweiz: www.jafoo.ch

In diesem Online-Shop werden nicht nur japanische Gewürze, Sake und Lebensmittel verkauft, sondern auch das moderne Tee-getränke – Instant Tee – Flasche. Für 3 Franken bekommt man eine Flasche fertige Tee PET-Flasche von Grüntee, Hojicha (gerösteter Grüntee) und geröstetem Weizentee.

Gerösteter Weizentee ist im chinesischem Kulturraum ebenfalls sehr geliebt. Gerösteter Weizen – Getränk wirkt nach der chinesischen Medizin Sommer-Hitze vertreibend und erfrischen den Körper nach einer Anstrengung. Natürlich ist dieses Getränk ein Produkt der nördlichen Kulturräume wie Nordchina, Korea und Japan. Denn die Trennlinien zwischen Reisanbau und Weizenkultur bei Huai-He (ein bedeutender Fluss in China. Er trennt den Nord und Süd chinesischen Kulturraum) stattfindet. Wir kennen diesen Tee in Taiwan durch die Chiang Keishek Einzug auf die Insel. Seine Soldaten aus Nordchina brachten ihre Esskultur und Lebensgewöhnheiten mit. Insel Formosa war somit ein Einwanderungsland und ein Beispiel des Pluralismus!

Diese Seite jafoo.ch ist mit drei Sprachen ausgestattet. Pluralismus pur.

 

Gesellige Teegesellschaft

Gesellige Teegesellschaft

Ich kannte Suzanne aus dem Blog. Obwohl wir uns nur einmal getroffen haben, war sie mir nah. Obwohl wir uns monaten nicht gesehen haben, befand keine Zeitverschiebung zwischen uns. Wir brauchten small Talk nicht.

Den Thomas kannte ich gar nicht. Als er am jenen Samstagabend verspätet in den Lotus Garden hinein spazierte, sah ich zum ersten den großen Gestalt aus dem Emmental. Sein Teeladen – der schwer auszusprechende „Teegärtli“ war mir ein Fremdwort.

Anjte ist meine Schicksalsschwester. Sie ist blond und sportlich – ich bin dunkel und ein Stubenhocker. Wir sind auf irgendeine Art verbunden – wegen Tee?

Es gibt keinen Zufall, weshalb Menschen zueinander finden. Woher sollte der Thomas wissen, dass er sein Auto ausgerechnet in der Nähe meiner Wohnung parkte? Wie konnte er wissen, als er seinen Zug verpasste und sein Auto nahm, was auf ihm zukommt?

Meine kleine Wohnung beschenkte die vier Tee-Menschen eine geruhsame Nacht. Zum Frühstück wurde bereits diskutiert, was für Degustationsrunde aufgegossen wurde. Suzanne war gut vorbereitet und brachte mir verschiedene Teeproben. Wir fingen mit Tie Guanyin an.

Tie Guanyin aus Fujian – geneue Ortangabe fehlt; Tie Guanyin aus Anxi, Fujian; Tie Guanyin Hochland aus Taizhong (Taiwan).

Der Fujian Tie Guanyin ist sehr grün. Er duftete sofort. Bezaubernd und belebend! Der Anxi-Tie Guanyin ist im Vergleich wie brauner. Er hat goldene Farbe im Aufguss. Seine Duft war dezent, aromatisch und anhaltend. Der Hochland Tie Guanyin hat eine ganz spezielle Note – Hochlandsqi. Die aufgegossenen Blätter von Suzanne aus Strassbourg mitgebrachten Tie Guanyin waren klumpig. Warum? Ich versuchte es zu verdeutlichen: das ist ein Fehler aus dem Prozess von Formen. Wenn man bereits erhitzten Oolongblätter formt, muss man ständig die Blätter zu einem Kugel zubinden und wieder öffnen und lockern. Wenn dieser Prozess fehlerhaft und unaufmerksam durchgezogen wird, entsteht solche Klumpen, die im Aufguss erst langsam aufgeht und den Geschmack beeinflüssen könnten.

Obwohl dieser grüne Fujian Tie Guanyin sehr grün ist, war der grasige Geschmack erst bei zweitem Aufguss zu merken. Sein Duft ist wirklich hervorragend. Leider nicht anhaltend. Trotzdem findet dieser Tee bestimmt viele Teeliebhaber. Der Anxi-Tie Guanyin ist dagegen sehr solide. Ein feiner Oolong, aromatisch, stabil und beglückend.

Wir sprachen nicht nur von Tee, auch vom Geist des Tees. Wir philosophierten und klatschten. Autorität? Brauchen wir im Tee auch Autorität, die uns sagte, was ein guter Tee ist? Thomas seufzte, „Nein. Die wirkliche Autorität steht vor uns.“ Er deutet auf die degustierten Teeaufgussen. Die Sprache des Tees zu verstehen, zu erlernen und zu erleben kann man nicht mit Intellekt, sondern mit Körper. Den Geschmack, den Duft werden in unserem Körper und im Großhirn gespeichert – anstatt im Denken…

Nach vier Degustationsrunde – inzwischen waren Jadeoolong, Dongding Original, Paochung, Buddha Hand, Fenghuang Dancong, Sencha Unsui etc. aufgegossen. “Mir kommt es vor, als ob ich Anfänger wäre…“ sagte Thomas friedlich. Er führte seinen Teegärtli seit zehn Jahren. „Ich habe das Gefühl, dass ich eigentlich gar nichts wisse.“ Vor 4 Jahren hat mir ein angesehender Teeexpert in der Schweiz das gleiche gesagt. Diese Äußerung erweckte in mir ein großes Respekt vor diesen Menschen. Menschen, die sich wirklich mit Tee beschäftigen, ehrlich und offen, sind in der Lage, die Welt des Tees - so wie sie ist, zu erfahren. Das erfordert eine mentale Größe. Thomas war glücklich, als er diese Äußerung gab. Er spürte keinen Mangel, sondern eine Entdeckung einer neuen unbekannten Welt!

„Und Du?“ ich fragte mich selbst, wie oft bis Du ins Reinfall gefallen? Wie oft hast Du Dich geirrt? Ich liebe Tee zuzubereiten, sei es japanische Art in Urasenke-Stil oder Kungfu-Art. Jedesmal, wenn ich den Tee aufgiesse, weiß ich, was für Fehler ich wieder gemacht habe. Der Lernprozeß geht nie zu Ende und es gibt keine Freeway dort hin…

Der Abend des Mondfinsternis am 3. 3. 2007

Der Abend des Mondfinsternis am 3. 3. 2007

Am den Tag, als das Mondfinsternis stattfand, war die Feier des Latenenfestes vom Teeclub Suisse. Ursprünglich waren nur 35 Teilnehmer zulässig, es wurde allerdings 45 Anwesend.

Der Impuls kam vom Dr. Wang Shi-Rong, der taiwanesische Botschafter aus Taiwan für die Schweiz. Er möchte die Teekultur in der Schweiz fördern. Er möchte den Freude des Tees aus der taiwanesischen Tradition in der Schweiz verbreiten und die Teekultur in ihrer Vielfalt zum Ausdruck kommen lassen. Dieser Abend war nur die Eröffnung dieser Vision. Wir freuen uns auf die weiteren Veranstaltungen und Programmen!

Die schweizer Pünktlichkeit funktionierte. Vor 19 Uhr stand eine ganze Menge Damen und Herrn vor der Tür. Mehr als angemeldete Gäste trafen ein. Der taiwanesisch gastfreundliche Wirt vom Lotus Garden an der Waffenplatz-Strasse beschenkte uns chinesische Samosa – Jiali Jiao! Alle standen und warten, wann fängt es eigentlich an?

Ich würde eingeladen einen Vortrag über die Entwicklung des Formosa Oolongs zu halten – siehe den Beitrag von gestern. Die Geschichte des Formosa Oolongs widerspiegelt zugleich der kolonialen Geschichte Formosas. Ohne politische Färbung und sentimentale Nuance bemühte ich mich, die Etappe der Entwicklung dieses weltberühmten Tees darzustellen, wie eng die Weltgeschichte, der Tee und die Menschen miteinander verknüpft sind! Die Rolle des Tee als das Medium, Menschen miteinander zu verbinden war der Zauber dieses Abends! Nach dem Vortrag war es stil. Das hat mich ein wenig irritiert. Keine Frage tauchte auf. Alle waren wie in Trance. Eine seltene und aufregende Atmosphäre…

Eine Quiz-Show wurde veranstaltet. Jürg, der amtierte Präsident des Clubs moderierte und war in bester Stimmung. Er und Herr Botschafter waren bereits von den rötlichen spanischen Edeltropfen in den siebten Himmel verführt. Herr Botschafter zog seine Krawatte aus, während Jürg mit seinem goldenen Drachen-Anzug zwischen allen Tischen tanzten! Auf dem irdischen Boden schwankte er fröhlich und vergaß, wie er aus dem Paradies verbannt wurde. Alle lachten, genossen den Lishan-Hochland und Oriental Beauty aus Xinzhu, bekamen Geschenke, wenn sie richtige Antwort tippten!

Der so genannte Papst der internationalen Glücksforschung Mihaly Csikszentmihalyi, hat als das Wesen des Glücks so definiert:

ein herrliches Gefühl des Fließens und Strömens, das sich einstellt, wenn der Mensch konzentriert, im Einklang mit sich selbst und in Harmonie mit anderen und der Umwelt erfolgreich eine Aufgabe bewältigt und völlig in dieser Tätigkeit aufgeht.

Das Glück strömte im Raum auf dem Lotus Garden. Ein herrliches Gefühl, das durch das einfache harmonischen Zusammenseins entstand. Keine Kalkulation, keine inszenierte Selbstdarstellung und keine Profit-Denken. Alle arbeiteten für die paar schönen Stunden des Zusammenseins, damit alle Teilnehmer etwas von Tee nach Hause mitnehmen könnten!

 

Es war so schön, dass der Wirt uns nicht rausschmeißen wollte und mir eine gute Tasse KAFFEE anbot. Jürg und andere Teefreunden tranken Bier und diskutierten über die Welt um den Tee. Es wurde so spät und wir waren so glücklich.

 

3.3.2007

Das Foto: der Festabend am 3.3.2007 auf dem Lotus Garden. Fotografiert von Claudia Meier.

Das andere Foto vom Mond ist von Suzanne. Sie reiste extra aus Strassbourg nach Zürich. Eine Offebarung von „Tee verbindet Menschen!“

1869 wurde der Formosa Oolong weltbrühmt

1869 wurde der Formosa Oolong weltberühmt. Seitdem ist der Formosa Oolong ein Symbol für hoch qualitativen Tee und eine traditionsreiche Teekultur. Was ist eigentlich Formosa? Heute ist Formosa ein historischer Begriff für eine kleine Insel im Pazifik. Bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Formosa der Name dieser Insel. Als 1545 die müden portugiesischen Seefahrer an dieser Insel vorbei fuhren, entzückte sie die Schönheit dieser Insel. “ Ilha Formosa!“. In der europäischen Geschichte wurde Formosa von Portugiesen entdeckt, obwohl Piraten und Ureinwohner mit polynesischer Herkunft diese Insel schon längst bewohnten. Sie hatten allerdings keine Ambition, diese Insel ganz zu erobern und zu besetzen. 1624 beanspruchten Holländer die Insel für sich. Zwei Jahre später versuchten Spanier ebenfalls ihr Glück auf dieser Insel. Beide fremden Herrscher bekämpften sich gegenseitig auf dieser Insel. China war damals nicht interessiert für diesen wilden barbarischen Ort. Nach 16 Jahren Kampf gegen die Holländer verloren die Spanier ihre Machtstellung auf Taiwan. Es wurde gesagt, dass Holländer den Tee von wilden Teebäumen von Formosa nach Europa exportierten.

Aber der Mann, der Formosa Tea auf den Weltmarkt brachte, war ein Engländer! John Dodd erkannte den Weltstar in einem unbekannten und im OEM Produkt verschwundenen Formosa Tee. Er brachte Teesetzlinge aus Anxi, verteilte sie an Teebauenr und gab ihnen Kredit. Für die Ernte holte er Teemaker aus Anxi und ließ den geernteten rohen Tee zum ersten Mal in Taiwan zu Ende produzieren. 1869 war es so weit. Er exportierte den Tee in die USA und vermarktete ihn als „Formosa Oolong Tea“! Es war ein glanzvoller Auftritt für diese Neulinge! Zu dieser Zeit war der China Tea immer mehr in Verruf geraten. Schlechte Qualität, gefärbter Tee und Unzuverlässigkeit gefährden den Ruf des chinesischen Tees. Formosa Oolong Tea ergriff diese Chance und wurde zum Weltstar.

Der Tee, der als Formosa Oolong Tea in die neue Welt kam, war der so genannte Fancy Oolong. Die beste Qualität dieses Tees ist der „Oriental Beauty“! Fancy Oolong bedeutet auf Taiwanesisch etwas wie Oolong für Barbaren. Damals gab es in Taiwan gab es zwei verschiedene Vermarktungen: in die USA und nach Europa oder nach Südasien. Die Exporteure für Europa hießen Fanzhuang. Der Oolong heißt Fanzhuang Wulong Cha – der heutige Fancy Oolong.

Die Entstehung von Oriental Beauty ist ein Widerspiegelung der kolonialgeschichte Taiwans. Es handelte sich um ein interkulturelles Missverständnis zwischen einem Teebauern und John Dodd. Es wurde erzählt von einem jungen Teebauer, der sich seinem Schicksal nicht beugen wollte. Er ließ seine von Insekten befallene Teeernte stärker fermentieren. Er hatte vor, diesen Tee zu dem Barbar in Taipei zu bringen, der normalerweise Schwarztee einkaufte. John Dodd war sehr begeistert von diesem Tee. Er kaufte die ganze Ernte von dem jungen Bauern und bezahlte ihm einen sehr guten Preis! Der beglückte junge Bauer ging zurück ins Dorf und erzählte von seinem Glück. Seine Leute glaubten ihn nicht. Sie lachten über ihn und nannten ihn als einen Angeber. Dieser Tee heißt heute immer noch der Angeber Tee. Der Tee ging auf die Weltreise und wurde der englischen Königin bewundert. Sie gab ihm den Namen „Oriental Beauty“! Dieser Tee ist eine Eigenheit des Formosa Oolongs. Er braucht ein spezielles Klima, spezielle Teebäume und spezielle Insekten. Es gibt inzwischen viele Nachahmungen von chinesischen Oolongs, die allerdings nie den Geschmack und die Schönheit erreichen und kopieren könnten!

Ende 19. Jahrhunder waren die Japaner die neuen Herrscher nach Manzhulai. Sie waren nicht begeistert von der Konkurrenz-Fähigkeit des Formosa Oolongs und verwandelten den schwarzen Drachen zum Schwarztee! Aus Formosa Oolong wurde Formosa Black Tea! Der Formosa Black Tea wird bis heute produziert, zählt leider nicht als Spezialität. Er ist zu teuer um exportiert zu werden. Der frühere Black Tea Garden ist heute der Nachbar des Atomkraftwerks und der auf dem Binnenmarkt nicht beliebte Tee wird oft mehrmals geröstet und als Tie Guanyin verkauft…

Die Geschichte des Formosa Oolongs ist eine Geschichte des Kolonialismus. Nicht nur Holländer, Spanier, Franzose oder Japaner waren Herrscher dieser Insel. Chinesische Siedler waren neue Bewohner auf der Insel. Sie brachten ihre Lebensgewohnheit mit in die neue Heimat und pflanzten ihren Tee auf den neuen Boden! Im 18. Jahrhundert klärte Manzhulai Formosa zu seinem Territorium. Das Reich schickte seine Mandarine nach Formosa. Die Mandarinen brachten ihren Unentbehrbahren Tee mit und ihre Gefolgschaft versuchte Tee hier anzubauen. Der südlichste Teegarten in Taiwan ist der Augezeuge dieser Geschichte. In diesen Gärten wachsen Teebäume aus Teesamen anstatt aus Tee-Setzlingen. Seit Generationen baute diese Familie, die einst Berater eines Mandarins war, diesen Tee in Taiwan an. Der spezielle Geschmack dieses Tees liegt an dem mysteriösen Fön, der übers Meer weht. Jedes Jahr im November steigt der Nebel aus dem Meer und der Wind weht. Diese spezielle Bedingung verleiht dem Tee aus dieser Ernte eine unverwechselbare Jod-Note!

Nachdem Formosa zu einer Industrie-Nation aufgestiegen ist, ist Formosa Oolong eine Exklusivität geworden. Er ist zu teuer im Vergleich zum Indien Tee, Ceylon Tee oder China Tea. Der Tee war ein Export-Schlager in den letzten hundertfünfzig Jahren. Heute ist er ein begehrtes Inlandprodukt. Ein neues Status-Symbol in Taiwan, womit man sich zur Schaustellen kann. Einen teuren Tee zu trinken bedeutet heute in Taiwan einen sozialen Erfolg zu haben. Für diesen Zweck ist Hochland Oolong entstanden. Hochland Oolong war kein Produkt der Kolonialisierung, aber ein Phänomen der wirtschaftlichen Entwicklung. Er ist eine Antwort auf die Sehnsucht der taiwanesischen Selbstbehauptung. Früher war Tee reserviert für den Weltmarkt, für den Export. Tee war ein Luxusgut für die Einheimischen. Nun dürfen die Taiwanesen endlich auch in den Genuss des Tees kommen. Nach 120 Jahren als Tee-Produzent können Taiwanesen selbst den besten eigenen Tee trinken!

Hochland Oolong hat verschiedene Gesichter. Er ist ein hervorragender Tee, wenn er bei gutem Wetter geerntet und verarbeitet wird. Er ist eine wahre Köstlichkeit, wenn er richtig gepflückt und erzeugt wird. Er erinnert uns an die frische Luft des Berges, wenn er wirklich vom Hochland kommt! Das Hochlandsqi – die Energie des Hochlands ist das, was wir an diesem Tee begehren! Diese Bedingungen verraten uns ebenfalls die Schwierigkeit, einen wirklich guten Hochland Oolong zu finden! Er wird oft zu jung gepflückt und deswegen lässt man ihn zu kurz welken und fermentieren. Er wird oft im Nebel und an Regentagen gepflückt, weil die Wetterbedingungen im Gebirge nicht ideal für die Tee-Produktion sind. Er wird oft gefälscht, weil die kleine Menge von Hochland Oolong nicht die Nachfrage deckt!

 Seit mehr als 130 Jahren gehört der Formosa Oolong Tea zu den schönen Momenten im Leben vieler Menschen auf der ganzen Welt. Seine Entwicklung ist ein Teil der Weltgeschichte. Tee bereichert unseren Erfahrungshorizont nicht nur mit seinem Geschmack und Duft, sondern auch unser Wahrnehmungsvermögen. Formosa Oolong überquert den Ozean, um uns hier zu erreichen. Viele von uns überschreiten ebenfalls verschiedene räumliche und kulturelle Grenzen, um diesen gemeinsamen Abend miteinander zu verbringen. In diesem Sinne spielt der Formosa Oolong nicht nur eine Rolle als Genussmittel. Er ist viel mehr ein Ferment des kulturellen Austausches. Er ist ein Medium, verschiedene Menschen zu verbinden!

Ps. Nun verbindet Kaywa uns zum TEE! Kaywa hilft uns unsere räumlichen Grenze zu überschreiten, im Hier und Jetzt TEE zu widmen…

Laterne-Fest mit Tee!

Laterne-Fest mit Tee!

Am 3. 3. fand einen wunderschönen Abend in Zürich auf dem Lotus Garden (ein Restaurant geführt von einem Taiwanesern He) am Waffenplatzstrasse 1 statt. Viele bekannte und unbekannte Teefreunde waren beisammen! Sogar weit bereist aus Strassburg! Roger und Miriam waren ebenfalls anwesend! Ein Kaffee-Blog von Kaywa wurde am diesen Abend geboren!

Der Abend war so schön, dass viele Teefreunde nicht nach Hause gehen wollte. Drei sind noch bei mir zur Übernachtung geblieben! Heute haben wir nur Tees getrunken… Der Grund für diesen späten Bericht.

Gerne berichte ich mehr über diesen Abend. Zuerst möchte ich gerne den Vortrag mit allen Teefreunde teilen, die nicht anwesend waren! Siehe den nächsten Beitrag.

Das Foto: Herr Dr. Wang Shi-Rong, Taiwanesischer Botschafter für die Schweiz und ich am den Abend! Dieser Abend wurde von der taiwanesischen Botschaft freundlich unterstützt! 

Matcha Degustation

Matcha Degustation

Heute ist Carmen abgereist. Sie besuchte mich in letzten Tagen. Durch ihren Besuch bekomme ich wieder das Lebensgefühl in Spanien: bunt, sonnig und Lebenshunger. Ich würde so gerne wieder in die sonnige Küste hinfliegen und in die laut sprechende Masse hineinstürzen! Ihr Zug fuhr weg, ich saß im Tram. Hinter mir sassen  zwei um 9 Uhr bereits halb betrunkene ältere Männlein, die laut Spanisch sprachen. Oh, Carmen, oh Malaga! Eine Welle von Traurigkeit und Vermissen füllte meine Herzen. Um nicht so sehr daran zu denken, goss ich daheim zwei Matcha, die wir gestern bei Rietberg-Museum einkauften.

Das neue Rietberg Museum ist sehr schön renoviert. Die Besucher staunten nicht nur über die blendende grüne Fassade, sondern auch über die Suche nach Eingang. Ich wollte gleich ins Cafe gehen, nachdem ich nur Cafe ausgeschildert bekam und keinen Eingang. Die neue Gerdarobe ist perfekt designiert, aber nicht funktional. Das teuere Kleiderbügel passt nicht in das schöne Fach, den dafür gedacht war. Die Kannon-Ausstellung kann man nicht ohne Bücher und Führung verstehen. Ich wollte eigentlich gleich wieder gehen, aber Carmen wollte noch mehr sehen. Sie sagte, „Die Eintrittskarte kostet 10 Euros. So schnell gehen wir nicht weg.“

Nun komme ich endlich zur Degustation von zwei Matcha asu Uji:

Einer Matcha aus Teeladen Koyama En (Der Garten des kleinen Berges) – Shoka Mukashi (Preis: im Museum nur 25 Sfr./ 20g! im Deutschland (Chanomiya 22,5 Euros) In seiner englischen Seite kann man leider nicht alle Sortiment erwerben und anschauen. In Chanomiya Deutschland bekommt man wesentlich mehr Angebot und sehr informative Erklärung! Der Preis zahlt man auch dafür – berechtigende Weise.

Einer Matcha aus Teeproduzent Kichoen (Der Garten des langen Holzes) – Ume No ka (in tee-erleben.ch 30 Sfr. / 30g nur auf Anfrage)

Beide Matcha leuchten in wunderschönen Grün! Die Pulver sind sehr fein, samt und locker. Ich habe den beiden Tees gesiebt und zwei Winter-Matcha Schalen zubereitet.

Zuerst Schale erwärmen. Teepulver sieben.

ca. 1g in 70 ml Wasser, knapp kochendes Wasser.

Anschließend mit Matcha-Besen (chasen) schaumig rühren.

Ich schlage den Matcha gerne zu einer schaumigen Tasse. Meister Haas findet es nicht nötig. Man solle nicht an dem „Schaum“ haften. Wie man den Schaum schlägt, oder wie schaumig die Tasse wird, zeigt ebenfalls die Seele des Tee-Menschen, der den Tee zubereitet. Fein, geschmeidig oder stark und schlicht… Jedenfalls ist es wichtig, keine Spuren sollten in der Tasse hinterlassen. Der Tee sollte vollständig in der Tasse auflösen. Es sollte nicht unbedingt große Blasen in der Tasse zu uns gucken – eher fein.

Der Shoko Mukashi schmeckt sehr interessant auf der Zunge. In dem typischen Matcha-Aroma spürt man noch eine spezielle Note, die ein Kick macht. Für manche erinnert diese Nuance leicht nach dem Meer. Ein bisschen herb, aber blumig – wie sein Name: Liefer – Sho; Blüte – Ko. Dieser Geschmack macht Menschen „seit der alten Zeit “ (Mukashi) glücklich… Diesen Name wurde von dem jetzigen Großmeister von Urasenke-Schule Zabosai Iemoto verliehen.

Der Ume no Ka enttäuscht mich nicht. Eine feine, milde und geschmeidige Tasse. Blumig, dezent und angenehm. Ein solider Matcha in seiner Klasse. Ume no Ka – Pflaumenduft. Der Duft des Pflaumens tröstet uns noch in den kalten Tagen und verkündet das Kommen des Frühlings. Unbeirrt und dezent duftet er.

Beide Tees passen hervorragend zu Koicha – dicker Tee. Natürlich für einen Usucha ist er ein Genuss der extra Klasse! Rietberg führt den Koyamaen Tee in einem sehr guten Preis. Leider lagern sie nicht in dem Kühlraum, sondern in geheiztem Raum. Für einen Teeliebhaber ist es jedoch eine gute Gelegenheit, einen schönen Matcha aus einem traditionsreichen Teeshop aus Uji zu erwerben!