Archiv für den Tag 05/03/2007

Der Abend des Mondfinsternis am 3. 3. 2007

Der Abend des Mondfinsternis am 3. 3. 2007

Am den Tag, als das Mondfinsternis stattfand, war die Feier des Latenenfestes vom Teeclub Suisse. Ursprünglich waren nur 35 Teilnehmer zulässig, es wurde allerdings 45 Anwesend.

Der Impuls kam vom Dr. Wang Shi-Rong, der taiwanesische Botschafter aus Taiwan für die Schweiz. Er möchte die Teekultur in der Schweiz fördern. Er möchte den Freude des Tees aus der taiwanesischen Tradition in der Schweiz verbreiten und die Teekultur in ihrer Vielfalt zum Ausdruck kommen lassen. Dieser Abend war nur die Eröffnung dieser Vision. Wir freuen uns auf die weiteren Veranstaltungen und Programmen!

Die schweizer Pünktlichkeit funktionierte. Vor 19 Uhr stand eine ganze Menge Damen und Herrn vor der Tür. Mehr als angemeldete Gäste trafen ein. Der taiwanesisch gastfreundliche Wirt vom Lotus Garden an der Waffenplatz-Strasse beschenkte uns chinesische Samosa – Jiali Jiao! Alle standen und warten, wann fängt es eigentlich an?

Ich würde eingeladen einen Vortrag über die Entwicklung des Formosa Oolongs zu halten – siehe den Beitrag von gestern. Die Geschichte des Formosa Oolongs widerspiegelt zugleich der kolonialen Geschichte Formosas. Ohne politische Färbung und sentimentale Nuance bemühte ich mich, die Etappe der Entwicklung dieses weltberühmten Tees darzustellen, wie eng die Weltgeschichte, der Tee und die Menschen miteinander verknüpft sind! Die Rolle des Tee als das Medium, Menschen miteinander zu verbinden war der Zauber dieses Abends! Nach dem Vortrag war es stil. Das hat mich ein wenig irritiert. Keine Frage tauchte auf. Alle waren wie in Trance. Eine seltene und aufregende Atmosphäre…

Eine Quiz-Show wurde veranstaltet. Jürg, der amtierte Präsident des Clubs moderierte und war in bester Stimmung. Er und Herr Botschafter waren bereits von den rötlichen spanischen Edeltropfen in den siebten Himmel verführt. Herr Botschafter zog seine Krawatte aus, während Jürg mit seinem goldenen Drachen-Anzug zwischen allen Tischen tanzten! Auf dem irdischen Boden schwankte er fröhlich und vergaß, wie er aus dem Paradies verbannt wurde. Alle lachten, genossen den Lishan-Hochland und Oriental Beauty aus Xinzhu, bekamen Geschenke, wenn sie richtige Antwort tippten!

Der so genannte Papst der internationalen Glücksforschung Mihaly Csikszentmihalyi, hat als das Wesen des Glücks so definiert:

ein herrliches Gefühl des Fließens und Strömens, das sich einstellt, wenn der Mensch konzentriert, im Einklang mit sich selbst und in Harmonie mit anderen und der Umwelt erfolgreich eine Aufgabe bewältigt und völlig in dieser Tätigkeit aufgeht.

Das Glück strömte im Raum auf dem Lotus Garden. Ein herrliches Gefühl, das durch das einfache harmonischen Zusammenseins entstand. Keine Kalkulation, keine inszenierte Selbstdarstellung und keine Profit-Denken. Alle arbeiteten für die paar schönen Stunden des Zusammenseins, damit alle Teilnehmer etwas von Tee nach Hause mitnehmen könnten!

 

Es war so schön, dass der Wirt uns nicht rausschmeißen wollte und mir eine gute Tasse KAFFEE anbot. Jürg und andere Teefreunden tranken Bier und diskutierten über die Welt um den Tee. Es wurde so spät und wir waren so glücklich.

 

3.3.2007

Das Foto: der Festabend am 3.3.2007 auf dem Lotus Garden. Fotografiert von Claudia Meier.

Das andere Foto vom Mond ist von Suzanne. Sie reiste extra aus Strassbourg nach Zürich. Eine Offebarung von „Tee verbindet Menschen!“