唱一段思想起 唱一段唐山謠
Archiv der Kategorie: Teehaus Shui Tang Zürich水美堂
Tee-Entertainment
Ich wußte nicht, dass Tee eine Art von Entertainment ist.
Ich wußte auch nicht, dass man mich als Entertainmenterin betrachtet, wenn ich ein Event veranstalte oder ich eine Tee-Zusammenkunft tätige.
Führer hat Detlef immer gescherzt über die „Well-ness“ und „Softies-Zen“. Heute verstehe ich sein Seufz, wenn ich das Yoga als ein zeitgenössisches Phänomen betrachte. Well-ness! Ich will, dass es mir gut geht.
Aber, warum geht es Dir schlecht?
Es war ein Auftrag von einer berühmten Kosmetik-Wellness-Firma, die etwas zurückgeben möchte an die Gesellschaft. Somit wurden paar Frauen in „sozialenbedüftigem“ Millieu zum Shui Tang eingeladen, zu einer Teezusammenkunft.
Ich möchte niemanden beurteilen, wie man unter Tee versteht und praktiziert. Ich habe einfach mein Verständnis und meinen eigenen Zugang, und bemühe mich, das was ich verstand, weiter zu geben, wenn der Gegenüber es möchte. Niemanden möchte ich missionieren. Mir geht so wie so nichts an, was die anderen tun – so lange sie von mir nicht ein Statement verlangen möchten.
Einige von diesen jungen Frauen, die wohl „gezwungenerweise“ zu Shui Tang kamen, konnten nicht sehr viel mit Tee anfangen. Ich habe meine Linie, die ich in Shui Tang behalte. Ich lasse beispielsweise nicht zu, wenn sie unter einander schatzen wollten, während ich redete. Wenn jemand sein desinteressiertes Gesicht zeigte und seinen Kopf am Tisch hing, fragte ich sie sofort, ob sie nicht lieber zum Opiumbett liegen möchte. Sicher sind keine gegangen, aber ich spürte die Spannungen, die sie aushalten mussten.
Ich schwerzte mit ihnen, dass sie ihren Kopf so hängen konnten, weil sie einen Stuhl bekamen. Wenn man auf der japanische Art auf Knie sitzen muss, dann ist man konzentirert und aufrichtig, weil es überall an Körper schmerzt!
Hat der Tee nur die angeneme und wellness Seite? Hat der Tee nur die spirituelle und strenge Seite? Tee hat beides und ich versuche die beiden Seite zu vereinen. Das ist genau so wie im Leben, zuckersüss und bitterhart zugleich.
Die Frage ist, warum diese jungen Menschen sich nicht konzentrieren können und wollen? Ist es eine richtige Art, ihnen gegenüber nur das Verständnis zu zeigen und nur ihr Ego zu streichen? wenn sie die Grenze nicht erkennen, wie können sie selbst respektieren und dem anderen respektieren?
Ich erinnere mich an dem Film von Thomas Grube „Rythm is it!“ Ein Projekt zwischen Berliner Philharmoniker mit Kinder von sozialbedürftigen Schichten. Dort wird dokumentiert, wie Kinder, die Null-Bock haben, den Sinn und Disziplin fürs Leben lernen konnten und mussten, durch den harten Prozess an einem Tanz teilzunehmen.
Sicher hatte ich nicht den Auftrag so ein Experiment wie Herr Grube zu unternehmen. Es wurde mir eins klar, dass viele Veranstalter den Tee als Wellness betrachtet. Es sollte nett und am besten lustig sein. Viel Exotik und viele Kuriosität. Tee als Entertainment. Es ist schon in Ordnung Tee zu intrumentalisieren, um zu unterhalten. Aber Entertainment lediglich als Ziel ist es zu langweilig für mich.
Manchmal denke ich, wenn Menschen bei mir Tee lernen will oder zu mir kommen, nur weil ich Schlitzaugen haben, nett aussehe und entsprechend gekleidet bin, dann werde ich irgendwann wie ein Blase platzen! Eine Blase der exotischen Projektionsfläche und eine Blase der schönen Exotin. Ich werde nicht mehr ganz auf dem Boden bleiben und selbst in Augen des anderen verlieren. Als Projektionsfigur weiter Erfolg zu ernten muss den anderen gefallen…
Ich bin nicht exotisch. Ich bin genau wie Du, mit all Problemen und Schmerzen durch das Leben. Nicht besser und nicht schlechter, und nur einer von vielen. Ich liebe halt Tee.
Wer bin ich und was mache ich, sind das Entscheidende für mich auf den Weg. Dies habe ich beim Tee als Weg gelernt. Dies versuche ich zu leben und wenn mein Gegenüber es will, kann er es auch mitnehmen.
Juwelen von Shui Tang
Die Stadt ist gezuckert. Selten erlebt man Zürich so unschuldig und süss… Alles ist langsamer, auch das Auto.
An so einen gezuckerten Tag verläuft es recht ruhig. Auch an einem ruhigen Tag passierte Dinge, die einen zum Nachdenken bringt.
Ich lernte zwei neuen „Spielfreunde“ kennen, David und Bruno. Wir spielten geraden Gongfu Cha mit Oriental Beauty 2009. Ein leichter eleganter Oriental Beauty aus Qingxin Oolong Pinglin. Wir rochen Blüte und hörten Bienensummen…
Ein Herr, ein prächtiges Wesen öffnete die Tür und spazierte hinein. Ich grüsste ihn. Er sagte, „Nur neugierig.“ „Das gefällt mir!“ erwiderte ich.
Er spazierte einmal herum und fragte mich, ob wir nicht gerade vom Oriental Beauty sprachen. Ich nickte den Kopf.
„Dann geben mir einfach den besten Oriental Beauty von Ihnen.“ er war sehr selbst sicher, „Wenn er nicht gut ist, sehen Sie mich nie wieder.“ Er schaute mich an, „es ist ihr Verlust.“
Ich lachte ihn herzig an, „Nein, mein Verlust ist es sicher nicht. Es ist Ihres.“
Ich bin einfach da, nicht weil ich etwas besonders bin. Auch wenn ich eitel bin, muss ich Dir nicht gefallen. Auch wenn ich gerne etwas verkaufe, muss ich das Geld von Dir nicht verdienen. Wenn Du willst, kann ich Dir etwas zeigen, aber es muss nicht sein… inshiala.
Er schaute mich prüfend. Ich lächelte weiter. „Geben Sie doch noch einen anderen Juwel von Ihnen.“
Ich zeigte ihn den Phönix Dancong Milanxiang.
„Sind sie die Juwelen von Hier?“
„Sie sind zwei von den Juwelen in diesem Haus.“ ich sagte es sehr bestimmt.
„Ich will solche Kategorie wie Oriental Beauty.“
Ich versuchte ihn den Benjamin Button (Alishan 2004) zu empfehlen. Er sei ihm zu dunkel. Ich zeigte ihn Alishan 1999. Er war nicht angetan. Dann lächelte ich noch einmal und sagte, „Bleiben Sie bei dem Oriental Beauty. Bald wird ein Oriental Beauty eintreffen, der über Holzukohle geröstet ist. Die sorgfältige Röstung bringt zwar den Duft und die Leichtigkeit zum Hintergrund, aber der Geschmack wird vielschichtiger und tiefgründiger.“
„Also, Sie sehen mich wieder.“
„Glauben Sie es?“
„Nachdem Sie mir einen Vortrag gehalten haben, ich glaube, dass ich Sie wiedersehen will.“
„Ich will niemandem einen Vortrag halten.“
„Vielleicht, besser ausgedrückt, Sie haben mir ein Gedicht vorgelesen.“ Er öffnete die Tür.
Ich bin einfach hier, nicht weil ich nutzlich oder wichtig bin. Wenn Du willst, kannst Du gerne kommen. Und wenn das Karma es erlaubt… inshiala…, werde ich nicht nein sagen.
Eine schlechte Verkäuferin

Ich bin bestimmt eine sehr schlechte Verkäuferin! Und eine schlechte Geschäftsfrau.
In den zwei Wochen in Taiwan und in Tokyo musste ich schöne Dinge für Shui Tang aussuchen und einkaufen. Einerseits weil die Zeit knapp war, andererseits weil ich kein Geduld habe, verwirklichte sich mein Einkaufsstil richtig. Ich hasse Überlegungen bei Einkaufen. Ich weiß, wenn mich etwas nicht ganz überzeugt, dann muss ich mir überlegen. Wenn ich mir überlege, dann lass ich lieber mein Finger weg. Take it or leave it! Ich praktiziere diese Einstellung nicht nur bei Einkaufen, sondern auch bei menschlichen Beziehungen und bei der Liebe. Das kann oft zu Dessaster führen.
Normalerweis gehe ich in einen Laden hinein und sammele zuerst Eindrücke. Normalerweise kaufe ich das, was mich in ersten Augenblick fasziniert. Die Überlegung kommt immer aus Intellekt – dies vertraue ich nicht so viel. Wenn ich mich entscheide, etwas zu kaufen, dann mache ich es schnell und bestimmt. „Dies , dies und dies. “ In Yingge schockte ich meinen Stil eine Verkäuferin. Sie sagte, „Hey, Sie haben echt einen speziellen Stil einzukaufen. Sehr speziell - sehr schnell und sehr glatt.“
Vielleicht weil ich so bin, habe ich häufig diese Art von Klienten. Das gefällt mir am besten und der Kauf / Verkauf wird zum gegenseitigen Freude. Man muss nicht zu viel sprechen. Die Dinge sprechen für sich und Käufer bedankt sich für die schöne Dinge, während der Verkäufer sich für das Vertrauen dankt. Dann wird Verkauf/ Kauf zu einem Freundschaftsakt.
Manchmal kommen Klienten, die sich Minuten lang überlegen. Wenn solche Klienten kamen, die alten Teekanne minutenlang in der Hand nahmen, ob sie mitnehmen sollten, sagte ich häufig, „Wissen Sie, diese Kanne gefällt mir selbst so gut. Eigentlich möchte ich sie am liebsten bei mir behalten.“ Meistens fanden Klienten mich unmöglich.
Ich glaube an den unsichtbaren Faden. Dinge rufen uns, anstatt wir finden sie! Dinge suchen sich aus, wo sie hingehen wollen. Wir, Menschen glauben immer, wir seien der Schöpfer, wir suchen unser Partner aus und wir suchen dies und jenes aus. Nein! Umgekehrt - wir werden gefunden. Der vermeintliche Jägger, Mann, glaubt vielleicht, er habe eine Frau geschnappt. In der Tat wurde er ausgewählt. Wenn die Frau nicht will, hätte er nie eine Chance!
Die wunderschönen alten Teekannen von HP fanden paar schöne neuen Liebhaber! Eine ging nach San Fransisco, eine ging nach Salzburg, eine ging nach München und eine bleibt in der Altstadt Zürichs. Die neuen Liebhaber der Kannen kamen zu Shui Tang überlegten sich nicht lange und nahmen sie heim. Ich freute mich immer dabei, wie dieses Pakt geschah und die Teekanne wieder geliebt und benutzt werden kann! Shui Tang war ein Ort des Finden und Gefundenes. Ich bin der Vermittler. Ein schönes Job.
Nun brachte HP mir wieder welche, die noch interessanterer als die zuvor. Ich würde sie tatsächlich gerne behalten… Aber, ich bleibe lieber treu zu meinem Job. Sehr gespannt auf die Menschen, die von den Kanne gerufen werden!
無量山, Unmessbar

Ruhige Tagen bringen ruhige Musse. Musse zu leben hat nicht wirklich mit Zeit zu tun, sondern mit der Lebenseinstellung. Wenn ich tatsächlich wieder Musse lebe, sehe ich wieder meinen Großvater im seinen Schaukelstuhl in unserem dunklen Nebenzimmer.
Ich habe mir vorgenommen, die Pu Ers von Matsu in diesen Tagen zu degustieren. Mir fehlte in letzten Monaten Musse, um sie zu entdecken. Dann entdeckte ich in diesen Tagen die Fladen aus Wuliangshan – Gebirge der Unmessbarkeit. Im dunklen Kammer meines Gedächtnis glaubte ich an jemanden zu erinnern, der seine Odyssee in Wuliangshan begann…
Es war die harte Zeit vor der Uni-Aufnahmeprüfung. Die einzige Musse, die ich mir gönnte war, das Fernsehen-Serie von Tian Long Ba Bu 天龍八部 anzuschauen. Tian Long Ba Bu, ein Roman von allen chinesischen Leser, ein Muss der chinesischen Volksbildung. Duan Yu 段譽, ein Prinz in dem Königsreich Yunans in der Sung-Dynastie, verlass sein Palast, weil sein Vater ihn zwangte, Gongfu zu lernen. Er begann sein Odysee mit einem Pu Er Teehändler Ma Wude. Auf seinen Irrweg lernte er wunderbare Mädchen kennen, in die er sich jedes Mal liebte, die am Ende sich herausstellte, seine leibliche Schwester waren. Denn sein Vater war ein großer Frauenheld, der stets unehrliche schöne Töchter hinterlass. In Gebirge von Wuliangshan lernte der junge Prinz seine Liebe und sein erstes Liebeskummer, als das schöne Mädchen als seine Schwester entpummpte. Wuliangshan wurde beschrieben als paradiesischen Landschaft, von göttlichem mystischen Atmophäre und unendlicher Kraftort. Duan Yu lernte hier sein Flucht-Gongfu Lingbo Weibu, wie man in Gefahr in einem eleganten schnellen Gang um Schlacht auszuweichen.
Vielleicht war der Autor Jin Yong tatächlich einmal in Wuliangshan. Vielleicht hätte ich irgendwann Möglichkeit diesen Gegend zu besuchen. Es war gerade ruhig in Shui Tang. Ich brach ein kleines Stück von dem Pu Er Fladen ab. Der Fladen ist schwarz. Er ist schwarz, weil die Blätter jung und zart sind. You sagte mir, dass die Teebäumen dort von spezieller Sorten sind. Die jungen Trieben werden mit zwarten Blatt (sie nennen es Naipian) beschutzt und gehüllt. Die zwarten schützenden Blätter sind hart im Vergleich mit den jungen Trieben. Gepflückt werden sie zusammen und zusammen zu Fladen gepresst. Aus dem schönen zarten Tee entwickelte der langsam aufsteigender Duft. Voller Leichtigkeit und floralen Charm! Selten in Pu Er, sonderbar in seiner Eleganz. Ich dachte, ich wäre vor einem Wasserfall, auf einem steilen Berghang. Wenn der Vollmond aufs Wasser scheint und mein Schatten auf dem Steinwand wirft…
Mein langes Schatten auf dem glatten Steinwand tanzt mit mir im Vollmondslicht. Das Schatten wird immer länger, wenn der Mond immer tiefer geht. Je heller der Mond scheint, desto klarer wird das Kontur meines Schattens…
Minuten nach dem Aufguss spüre ich immer noch das Parfüm dieses Tees, auch wenn er sich vorher nicht besonders zur Wort meldet. Wer hätte denn gedacht von diesem Tiefe? Der lange Abgang verwöhnt mich immer weiter bei der Arbeit.
Dieser sonderbare Tee kommt aus dem Gebirge der Unmessbarkeit. Ein Nationales Park ist es geworden. Die Eingeborenen, die seit Generationen die Tees dort als Sammler sammelte, wurde gezwungen, ihr Zuhause zu verlassen – seit es National Park wurde. Tee sammeln, auch wenn die Vorfahren schon immer das gleiche machten, ist heute nicht mehr eine ganz legale Tätigkeit. Das moderne Konzept vom System kennt Tradition und Geschichte nicht. You sagte mir, Teebauer betrachten emotional den Ort, wo sie waren, immer noch als „ihres“, während das System es zu demokratischem „Park“ klärte. Es ist schwierig geworden, Dinge zu messen, wo die Grenze von Legalität und Verbrechen liegt. Der Tee ist unschuldig, nicht wahr?
Er hat das Sammelgut trotzdem gesammelt und zum Tee gepresst. Er bezeichnet diesen Tee als der große schwarze Fladen. Rarität der Gebirge der Unmessbarkeit. Er sagte mir, Tee spricht für sich selbst. Er ist unmessbar gut. Unmessbar ist es eigentlich auch – die Moral.
Für Shui Tang hat You selbst aus Jadestein paar Siegel graviert. Ich kannte seine künstlerische Tätigkeit nicht. Dieser Mann hat ein unmessbares Tiefe – das gefällt mir. Die Steinen kamen heute an, unausgesprochen an dem gleichen Tag der Degustation mit diesem unmessbaren Tee. Die Steinen sind kalt, die Schriften sind deutlich rot. Sie zeigen den Charakter dieses Mannes. Siegel sollte in der chinesischen Kultur Glück eines Menschen bringen und das Schicksal in die glückliche Bahn zu lenken. Glück ist unmessbar, ebenfalls wie eine Freundschaft.
Zeitwende
Worauf wartest Du?
Ab den Tag von Maria Lichmess wird unser Tag immer mehr lichtvoller. Auch genau an 2. 2. findet eine Wende statt, so dass das Bauerkalender mit diesem Tag das Jahr beginnt.
Es war tatsächlich lichtvoll. Die Sonne schien und der Schnee verschwand. War eine Wende da, als das Licht erschien, oder war die Wende bereits im Dunkelheit verborgen?
1860 war auch eine Wende auf Formosa. 1860 verlor Manchu den Krieg gegen Engländer und Französe. Ein Vertrag über das Schicksal Formosas wurde unterschrieben. Die Insel war für die Festlandschinese bis dahin unbedeutend und uninteressant, sie lag einfach irgendwo im Pazifik und wurde besiedelt von vermutlichen Polynesier und Piraten. Denn das Weltbild der damaligen Chinese orientierte sich an das breite endlose Land, anstatt an das unberechenbare Meer. Das Meer trägt die Insel Formosa und bekam internationale Aufmerksamkeit von den sich an Ozean orientierten Engländer und Französen! 1860 wurden vier Hafen auf Formosa für Engländer und Französen geöffnet: Keelung, Kaoshiung (damals Dagou), Tainan (damals Anping) und Dashui.
Meine Mutter brachten uns gerne nach Dashui, als wir klein waren. Für sie war diese kleine Hafen-Stadt voller Geschichte. Sie erzählte uns, dass Französe ein Jahr lang Taiwan besass und viele junge Männer ihr Leben auf unsere Insel verloren. Einmal lass sie uns ein Brief von einem jungen Mann, der einen fast Abschiedbrief an seine Mutter schrieb. „Mama, ich glaube, dass ich es nicht schaffe…“ Ich weinte heftig, als ich diese Geschichte hörte und hätte wohl nie gedacht, dass ich selbst heute unter den Fremden lebe. Und freiwillig.
Die Taiwanese brachten die verstorbenen Französen zusammen in einem Tempel. Auch die Fremden sollten gebetet und gesegnet werden – dachten die mitgefühlsvollen Inselbewohner. Dieses französischen Tempel wird bis heute gepflegt.
1860 wurde Taiwan offen für Handel nach Europa. 1861 kam John Dodd nach Danshui und brachte die Idee, Teepflanzen aus Anxi an die Einheimischen zu geben, sie zu beauftragen, Tee anzubauen. 1964 wurden chinesischen Teemaker aus Anxi nach Taiwan per Schiff gebracht, da die Taiwanstrasse heftig und gefährlich war, beteten die Fremdlinge aus Anxi die Meeresgöttin Masu! So wurde Masu die Göttin des Tees auf Formosa. 1869 kam das erste Schiff nach Amerika mit Formosa Oolong. Seitdem wurde ein Weltstar geboren. Formosa Oolong schreibt die Geschichte des Tees.
Es ist die Zeit, zu wenden. Es ist die Zeit, etwas zu machen, was wir schon immer wollen, aber nie getrauen. Denn es wird nicht besser, unsere Wirtschaft wird nicht besser, unser Leben wird nicht glücklicher und unsere Zeit wird nicht mehr. Wozu warten? Worauf warten wir? Warten wir auf eine Wende, die auf uns wartet?
Ich freue mich auf den Besuch von Teefreunde am 13.02 in Shui Tang. Wir werden gemeinsam eine Zeitwende erleben zwischen Ochsen und Tiger. Wir werden auch eine Geschichte voller Wende mit erleben, wie ein Getränk die Welt verändert!
Gruezi, Tiger! Das Neujahresfest in Shui Tang
am 13.02.2010, Sa. 19 Uhr – 21 Uhr
Shui Tang. Liquid Delicacies.
Spiegelgasse 26, 8001 Zürich
Formosa Oolong Abend –
Geschichte eines Tee-Legende, begleitet mit Formosa Volkslieder aus den vergangenen Jahrhunderten und Teedegustation
Sängerin: Teresa Chen
Geschichte : Menglin Chou
Eintrittsfrei, Anmeldung erforderlich.
+41-44-5559161
oder info@shuitang.ch
Worauf wartest Du noch eigentlich??
Gruezi, Tiger
Sechs Monate sind schnell vergangen. Shui Tang freut sich auf das Neujahr! Das harte Ochsenjahr verabschiedet sich langsam im riesenden Schnee, während sich der Tiger mit leisen Schritte uns immer nähert .
In der alten Tradtion, in der ich aufgewachsen bin, versammeln sich Menschen vor der Zeitwende. Das Clan versammeln sich um das Alte zu verabschieden, um das Neue gemeinsam zu betreten. Das Clan-Fest erlebte ich als Kind mit großen Freude und Begeisterung. Feste mit mehr als 50 Menschen, die gemeinsam mehr als 5 Tage feierten waren großartig! Im Auge des Kindes gehören Menschen stets zusammen!
Gestern gehört das Clan in Sinne der Blut-Verwandtschaft. Heute lebt das erweiterte Clan als eine geistige Seelenverwandte…
Shui Tang wird getragen von vielen Gönnern, Teeliebhaber und Freunde. Ohne die freundschaftliche Unterstützung und Mithilfe wäre Shui Tang nur ein Traum, nicht eine Wirklichkeit; ohne euch bleibt Shui Tang nur als Luftschloss, nicht als Vision. Ich danke viele Teefreunde, die mir freundschaftlich schreiben und schrieben. Auch wenn ich nicht immer gelinge, Euch zu beantworten und mich zu bedanken, weiss ich es innerhlich sehr zu schätzen, dass es Euch gibt! Vielen Dank, Herzlichen Dank!
Es ist ein bescheidener Erfolg, dass Shui Tang fröhlich ins Tigerjahr startet. Erfolg zu erleben setzt vieles vorraus. Man muss weise sein, muss hart arbeiten und muss viel Glück haben – vor allem Glück. Man erlebt Erfolge, nicht weil man selbst super ist, sondern weil man von vielen wohlwollenden Hände getragen wird!
Shui Tang möchte sich bei diesen Händen bedanken. Vielen Dank, dass Ihr das Neuling in der Teelandschaft Zürichs tragt! Am 13.02 Samstag lädt Shui Tang alle Teefreunde ein, gemeinsam das Ochsenjahr zu verabschieden und das Tigerjahr willkommend zu heissen!
Gruezi, Tiger! Das Neujahresfest in Shui Tang
水美堂的除夕茶會
am 13.02.2010, Sa. 19 Uhr – 21 Uhr
Shui Tang. Liquid Delicacies.
Spiegelgasse 26, 8001 Zürich
Formosa Oolong Abend –
Geschichte eines Tee-Legende, begleitet mit Formosa Volkslieder aus den vergangenen Jahrhunderten und Teedegustation
Sängerin: Teresa Chen
Geschichte : Menglin Chou
Eintrittsfrei, Anmeldung erforderlich.
+41-44-5559161
oder info@shuitang.ch
Gedanke in der ersten Vollmondnacht im Neujahr
Die erste Veranstaltung von Shui Tang im Neujahr ist erfolgreich gelaufen! Erika hat die Tees für Winter und Sommer auf wunderbarer Weise erklärt und wir haben die folgenden Tees degustiert und probiert.
Longjing Meijiawu, Qilan Oolong Mingjian, Da Hongpao Premium, Dianhong Premium und Pu Er Grenztee 1990. Natürlich waren viele Therapeuten und Ärtzte dabei, die sich für das Thema Yin und Yang im Tee interessieren.
Rückblickend war ich recht froh, das so genannte Januar Loch anders zu erleben. Viele fragen mich, „Und?“ Ich dankend glücklich bei dem Kosmos für das angenehme und gute Start ins 2010. Alles ist neu für Shui Tang. Ich bin dankbar.
Obwohl diese Woche recht ruhig war, gab es paar lehrreiche Erlebnisse für mich. Ein Klient kam zu mir und wollte sich über Grüntee informieren. Ich zeigte ihm drei Grüntees von drei verschiedenen Richtungen. Anji Baicha – subtil und verbindlich; Emei Maofeng – klärend und erfrischend; Bai Maohou – schön und geschmedig. Dann fragte er mich, „Haben Sie keine Rarität?“ „Wie bitte?“ Ich war erstaunt über seine Aussage. Er sagte, „ich will Rarität!“ Rarität… Ist Anji Baicha keine Rarität? Ist Emei Maofeng in dieser Qualität keine Rarität? Für ihn gilt die Rarität nicht als Rarität, er wollte Sensation… Wie kann ich jemandem Rarität zeigen, der die Rarität nicht erkennt? Ich dufte ihn nicht belehren und auch nichts Negatives äussern. Höflich bat ich ihm um Verständnis, dass ich ihm Raritäten zeigte. Er fragte nach dem Preis. Der Preis des Tees hörte sich wie Rarität an und er kaufte die „Rarität“. Dieser Herr hatte kaum Zeit und war in Eile. Dann wollte er von mir wissen, wie ich das berühmte Nachbargeschäft kommentiere. Er beschwerte sich über die unkompetente Beratung. Ich sagte ihm, Raritäten können nicht in paar Minuten beraten werden und für den schnellen Einkauf ist die Beratung von dort gut genug. Wie könnte ich denn über das Geschäft von anderen äussern? Jeder macht sein gutes Job und jeder hat seinen Platz. Zürich ist gross genug! Ich sagte dem Herrn, dass sich die wirkliche Raritäten nicht einfach „manifestieren“. Dafür könnte der Klient auch Zeit nehmen…
Ich machte mir nach diesem Erlebnis richtig Gedanke. Was Menschen unter Raritäten verstehen und wie ich mich hätte anders verhalten können.
Christoph sagte mir, dass man gewisse Mut braucht, die Tür von Shui Tang zu eröffnen. Dann wird man glücklich dabei, am Tisch zu sitzen. Mut haben, um die Schwelle zu überwinden… Manche sagen mir, „Wow, was für ein exklusives Geschäft?“ Ich fragte zurück, was ist an Shui Tang exklusiv? Schöne Aufmachung? Schöne Interio, schöne Design und schöne Waren?
Das Exklusive an Shui Tang ist:
Time is not Money!!
und
jeder, der die Tür öffnet, wird als Mensch so wie er ist, angenommen, anstatt als „Kunde“ gehandelt!
Atong in You Tube
http://www.youtube.com/watch?v=TzQkP8Thbt8&feature=player_embedded
Atong in You-tube. Er erklärt den japanischen Besucher die Oolongs. Wer versteht sein Japanisch?
Atemwende
Atemwende von Paul Celan
IN DEN FLÜSSEN nördlich der Zukunft werf ich das Netz aus,
das du zögernd beschwerst mit
von Steinen geschriebenen
Schatten
.
In der Begegnung mit dem Fremden werden wir uns immer näher. In dem zögernden Sich-herantasten sah ich seine Angst in Augen vor möglcher Bindung. Eine fremde Nähe war zu spüren ohne auszusprechen…
In dieser gepflegten fremden Nähe vergessen wir, dass Du mich zur mir führst und ich Dich zu Dir… an einem Ort in Worte, in Tee oder im Schmerz.
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Peijen, tüchtig lebenslusitg und intelligent, wollte in ihrem Leben endlich für sich selbst etwas schönes tun. Für sich selbst einen Raum zu ermöglichen, um das Ich einen Raum zu geben. So einen Raum wäre ein Haus plus Tee mit vielen vielen Schnick Schnack – sagt sie. Sie kam für zwei Wochen nach Shui Tang um Erfahrungen zu sammeln. Heute sagte sie, sie fühlt sich so als ob sie bereits ein Jahr hier wäre. Wenn Ihr Mann sie nicht jeden Tag angerufen hätte, hätte sie ihn samt ihren lieben Hund vergessen…
Sie hat viele Begegnungen in Shui Tang erlebt und trugt eine Liste von ihren Lieblingsliste. Ba. ist No. 1 auf diese Liste, also er wurde eingeladen für den Abschiedstee.
Er hatte es schön, er bekam ein Hocker. Da er ein Hocker bekam, bestand er auf den Tatami noch eine zweite Tasse zu trinken, während wir auf unser Knie und Füssen schmerzhaft sassen. Bei seiner zweiten Tasse zitierte er ein Gedicht – „Atemwende“.
Atemwende ist auch eine Atempause. Eben so wichtig wie das Wort ist das Schweigen. Eben so wichtig wie das Atem ist die Atempause. Eine Wende führt irgendwo zur Heimkehr, während die Heimkehr irgendwann zur Wende wird…
Peijen geht morgen nach Hause, zu ihrem Nest, zu ihrem geliebten Mann. Ich wünsche ihr hier ihr glückliches Heimkehr. Eine Wende für ihr neues Leben, eine Wende, die zur ihrem Traum, ihrem Teehaus führt! Ein Traum Teehaus mit Schnick-Schnack in München!