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Atemwende

Atemwende von Paul Celan

IN DEN FLÜSSEN nördlich der Zukunft werf ich das Netz aus,

das du zögernd beschwerst mit

von Steinen geschriebenen

Schatten

.

In der Begegnung mit dem Fremden werden wir uns immer näher. In dem zögernden Sich-herantasten sah ich seine Angst in Augen vor möglcher Bindung. Eine fremde Nähe war zu spüren ohne auszusprechen…

In dieser gepflegten fremden Nähe vergessen wir, dass Du mich zur mir führst und ich Dich zu Dir… an einem Ort in Worte, in Tee oder im Schmerz.

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Peijen, tüchtig lebenslusitg und intelligent, wollte in ihrem Leben endlich für sich selbst etwas schönes tun. Für sich selbst einen Raum zu ermöglichen, um das Ich einen Raum zu geben. So einen Raum wäre ein Haus plus Tee mit vielen vielen Schnick Schnack – sagt sie. Sie kam für zwei Wochen nach Shui Tang um Erfahrungen zu sammeln. Heute sagte sie, sie fühlt sich so als ob sie bereits ein Jahr hier wäre. Wenn Ihr Mann sie nicht jeden Tag angerufen hätte, hätte sie ihn samt ihren lieben Hund vergessen…

Sie hat viele Begegnungen in Shui Tang erlebt und trugt eine Liste von ihren Lieblingsliste. Ba. ist No. 1 auf diese Liste, also er wurde eingeladen für den Abschiedstee.

Er hatte es schön, er bekam ein Hocker. Da er ein Hocker bekam, bestand er auf den Tatami noch eine zweite Tasse zu trinken, während wir auf unser Knie und Füssen schmerzhaft sassen. Bei seiner zweiten Tasse zitierte er ein Gedicht – „Atemwende“.

Atemwende ist auch eine Atempause. Eben so wichtig wie das Wort ist das Schweigen. Eben so wichtig wie das Atem ist die Atempause. Eine Wende führt irgendwo zur Heimkehr, während die Heimkehr irgendwann zur Wende wird…

Peijen geht morgen nach Hause, zu ihrem Nest, zu ihrem geliebten Mann. Ich wünsche ihr hier ihr glückliches Heimkehr. Eine Wende für ihr neues Leben, eine Wende, die zur ihrem Traum, ihrem Teehaus führt! Ein Traum Teehaus mit Schnick-Schnack in München!

Ein unsichtbarer Faden

Ein unsichtbarer Faden

Man muss irgendwie interessant sein. So interessant, dass jemand seinen Laden in der Hauptstadt Schweiz ihn frei zur Verfügung steht. Er muss einfach dort etwas machen, was ihm gefällt und dann die Öffentlichkeit zeigen. Nichts muss er für den Raum der Möglichkeit bezahlen, er muss nur etwas tun.

Ba. erzählte uns, dass er einen Raum so bekommt und seine „Kunstwerke“ dort ausstellt – ausstellen muss. Quitten gehören einfach auch Mal dazu. Peijen und ich machten unsere Augen riesig und wollten unbedingt diese Quitten sehen! Wie kann ein Quitten ein Kunstwerk sein! Und Ba. behauptet, dass es eine Affinität zwischen Pu Er und seinem Quitten besteht….

Er kam tatsächlich wieder und war sehr nervös, behauptete er. Er sei nervös, weil er nicht weiss, ob es uns gefällt, diese Quitten anzuschauen. Darum brachte er zuerst Quitten-Speck, die nicht mit Zucker betäubt waren. Ich kenne diese Dessert gut und schnappte mir gleich eins. Peijen wirkte wie ein unbeschriebenes Blatt und probierte naiv mit ihren Augen. Es schmeckt richtig gut. Sauer, süss, feucht und glatt. Wir waren begeistert.

Dann packte er ganz vorsichtig ein Schachtel aus. Gold bemalt! „WOW!“ wir riefen! Ba. erklärte, dass er extra dafür ein Schachtel kaufte und ihn bemalt. Gold plus nachtblau… Dann ein Phönix-Sticker auf dem Schachtel. Wir, zwei Frauen, fühlten uns richtig ernst genommen! Dann deckte er ab, noch ein Schicht Alu-Flolie. Die Folie abgedeckt, sahen wir die Quitten!

Der dunklen Körper, geschrumft, trocken und hässlich. Ich roch an den Körper des einstigen Quittens, ich roh Tod. Sie sagten, es sei muffig. Muffig ist eine Bezeichnung von fremden Gerüche, unsauberer stagnierte Luft – alt… Aber hier roch ich toten Körper. In dem Moment tranken wir gerade ein Pu Er 1950! Ba. sagte, „Siehst Du das Parallele?“ Ich schüttelte meinen Kopf. Die Quitten sind vergangen, aber der Pu Er nicht. Er ist immer noch präsent, nur alt, aber verwandelbar…

„Meine Lebensgefährte kann nicht glauben, dass ich hier mit Euch 3 Stunden lang Tee trinke!“ er grinste. „Drei Stunde!? Ist das überhaupt ein Geschäft???“ sie schrie, sagte er.

Ja, wie kann man in einem Geschäft drei Stunde lang Tee trinken? Wie kann ein Geschäft die Menschen drei Stunde lang Tee trinken lassen? Ist das überhaupt ein Geschäft in einem Geschäft? Was für ein Geschäft ist es denn überhaupt?

Ist Shui Tang ein Geschäft? JA! Ich freue mich auf die klingende Kasse und Besucher!

Was assozieren wir mit einem Geschäft? Ein Geschäft möchte seine Kunde binden, nicht wahr? Was bindet Shui Tang denn all die Menschen? Mit Comulus-Karte wird es hier nicht funktionieren… Es ist ein unsichtbarer Faden, der uns mit Shui Tang bindet.

Ein sehr langer Heimweg

Es gab einfach kein Ticket mehr waehrend den Festtagen nach Hause zu fliegen. Dann kam ich auf die Idee ein Freiflug zu nehmen und warum nicht ueber Beijing?

Irgendwann war ich leicht bereut, ich dachte, es waere doch besser ueber Tokyo. Natuerlich waere der Flug aus Tokyo viel teuer, aber ich koennte ja dort shoppng-tour machen.

In der Tat braucht Shuitang tatsaechlich Nachschub und Verstaerkung. Die vielen schoenen interessanten Dingen wurden einfach leer gekauft. Die Klienten warten nun gespannt auf neuen Impuls und Nachschub.

Nachdem ich ganz entspannt in Frankfurt gegessen habe, war ich bei Einchecken ganz erstaunt, dass mir jemand auf Chinesisch ansprach und ich habe ihn einfach nicht gut verstanden. Irgendwann realisierte ich, dass Lufthansa wegen strengen China extra Leute anstellt, die Chinesisch sprechen koennen und das Einreise-Visum kontrollieren!

Ich hatte kein Einreise-Visum fuer Transit in Beijing. Ich wusste nicht, dass ich fuer das Transit in Beijing ein Einreise-Visum gebraucht haette. In Zurich gaben sie mir ein Papier, dass Reisende innerhalb 24 Stunde duerfen ohne Visum in Beijing Transit bleiben und weiter reisen. Der Deutsche sagte mir ganz klar, dass mein Pass von der chinesischen Regierung nicht als Pass anerkannt wird. Als Nationlose brauche ich ein Zertifikat, die von China ausgestellt wird, um meine Identitaet zu bestaetigen. Aber irgendwo muss China doch meine Identitaet von irgendeinem Dokument entnehmen, was sie nicht anerkennen.

Meine Einreise als Transit wurde verweigert. Ich sagte ihm, dass ich als Traeger von Taiwan-Pass in China im Flughafen ein Visum beantragen darf und dies habe ich im 2008 bereits in Fuzhou getaetigt. Er schuettelte seinen Kopf und liess mich nicht durch. Wir redeten immer lauter auf Deutsch. Fuer ihn war ein Gewinn fuer Lufthansa, weil man mich rausgefiltert hat. Fuer mich bedeutet ein Anfang eines Odysee…

Lufthansa nahm den Markt Chinas sehr sehr ernst! In diesem Terminal gab es 7 Service-Schalter fuer Reisenden. 2 extra fuer Chinesisch-Sprechende (! Man muss unbedingt seine Kinder zu Chinesisch Unterricht schicken!!), 2 fuer First und Bussiness-Class, 3 fuer economie. Ich staunte ueber diese Extra-Service fuer Chinese und extra Vorsicht gegenueber China-Vorschriften. Am Schalter sagte die Dame, dass sie mich nach Narita schicken konnten, aber ich muss unbedingt ein Ticket fuer 1800 Euros von Narita nach Taipei kaufen. Narita-Taipei 1800 Euros?? Normalerweise kostet es gerade 400 Euros… Ich fragte nach dem Grund von Flugtickets. Sie sagte ganz streng zu mir, weil ich als Taiwan-Pass-Traeger nicht erlaubt wurde nach Japan ohne Visum einzureisen. Das stimmt nicht – das wusste ich. Aber wie konnte ich gegen ein Roboter sprechen? Es war am 25.12. und kein Konsulat war offen! Verzweifelt ging ich vom Schalter weg und telefonierte mit meiner Familie.

Muede, durstig und gedemuetigt fuehlte ich mich verwirrt im chaotischen Flughafen Frankfurt. Meine Familie ist zu weit, um mir zu helfen. Sie machten sich nur noch mehr Sorgen. Ich muss selbst das Problem loesen. Das Geld kann das Problem loesen. Aber ich bin auch nicht mehr die unbesorgte Tochter und weiss sehr gut, was das normale Leben bedeutet. ANA wuerde mir ein Ticket verkaufen fuer 1300 Euros von Narita nach Taipei. Ich zoergerte. Gibt es nirgendwo Netz, mit dem ich ein Flug buchen kann? Ich ging irgendwann zu Sheraton und buchte dort ein Ticket fuer 1000 Euros und liess den Flug nach Narita umbuchen.

Irgendwann machten die Beinen nicht mehr mit und die Augen wurden rot. Irgendwann wurde alles erledigt. Ohne mein Gepaeck musste ich irgendwo uebernachten. Als ich auf dem Weg zum Hotel fuhr, telefonierte ich mit Carola. In diesem Moment kam die S-Bahn-Kontrolle. Dann vergass ich mein Handy in die Tasche zurueckzustecken. Ich habe mein Handy verloren.

Keinen Kontakt mehr hatte ich nach Aussen. Ich hatte ein schoenes Zimmer, ruhig und warm. Ich musste schlafen und alles vergessen.

Das Service von Lufthansa in Narita war im Vergleich mit anderer Richtungen mehr als gut. In Narita Flughafen habe ich bereits angefangen zu shoppen!! Ich weiss, die Leute in Zurich werden schreien. Ich weiss nicht, wie mein Koffer werden sollte, wenn ich am Samstag in Tokyo bleibe und nur shoppe.

Es war doch gut so, wie es ist. Es kostet einfach sehr viel Nerven und viel Geld. In Narita (Tokyo) versicherten sie mir, dass ich auch ohne Visum einreisen darf.

Flohe Weihnachten

Es regnet.

Erika hat einen super Fisch mit Sauerkraut gekocht. Wie immer zu viel und so lecker.

Kerzen brennen immer kürzer, die Nacht wird tiefer. Heute bin ich hier und morgen bald dort.

Ich wünsche allen Teefreunde alles Gute zu Festtagen. Viele viele treue Seele des Shuitangs habe ich umarmt und noch einmal bei einer Tasse das 2009 gemeinsam verabschiedet. Es war super gelaufen und wir sind müde, aber erfüllt. Die Zeit verfliegt wie ein Pfeil…. ich schaute mit Zufriedenheit und ein Lächeln auf die intensiven Zeit zurück…

Vielen Dank an allen, noch einmal vielen Dank!

Yin und Yang im Tee

Nach dem Fest und nach dem vielen vielen Parline, Kekse und Braten fragte man sehr schnell nach dem Gleichgewicht des Körpers. Die banalste Frage, wie schafft man die Velo-Reife wieder loszuwerden?

Frau Dr. Erika Haase, Buchautorin von „Heilen mit Tee“ (kurze Werbung: das Buch kann man im Shui Tang erwerben!) hat Shui Tang eingeladen, uns über das Yin und Yang im Tee zu erzählen. Ein Vortrag über Lebensbalance mit Tee. Gibt es nur eine Lesart des Tee außer Teein und Gerbstoffe?

Eine Lesart des Tees aus der traditionellen chinesischen Medizin (nicht TCM!):

Yin und Yang im Tee von Dr. Erika Haase

Samstag am 30. Januar 2010

19 Uhr, Shui Tang, Liquid Delicacies

Vortrag und Degustation

Anmeldungen unbedingt erforderlich – die Liste existiert bereits!

info@shuitang.ch

oder 044-5559161 / 079-3871130

Komplize der Wünsche

Ich bin Komplize von Wünsche. Und Shuitang ist der Ort der Erfüllung der Wünschen.

Verkaufsoffener Sonntag war nicht wirklich willkommen für einen faulen Arbeitnehmer – wie ich, aber eine Chance für Menschen, die nach Wünsche suchen. „Was könnte gut sein für meinen liebsten?“

Kaum ist Shuitang offen kam ein junges Paar und der junge Mann wollte in Shuitang Geschenke einkaufen für seine ganze Familie! Ich lachte und bat ihm, mir mehr von den Familiemitglieder zu erzählen!

Mein Bruder hat viel Kummer im Moment. – Gut, dann hilft ein schöner weisser Tee, der die Beklemmung im Lunge löst. Lunge – ein Ort der Versammlung von Kummer.

Meine Schwester muss lernen loszulassen. – Also, dann ein schöner eleganter Jasmintee, der einen tröstet und von Sackgasse des Denkens ablenkt.

Mein jungerer Bruder ist zu faul. Gibt es etwas ihn zu motivieren hat? -Ein gutmütlige Baimao Hou? Der den Geist erfrischt und klärt?

Meine Mutter braucht im Moment Unterstützung, weil sie in Transformationsprozess steht. Mein Vater noch mehr! – Felsentee!! Da Hongpao Premium 2006 und Qilan Yancha!

Der junge Mann war glücklich und schaute zu seiner sanften anmutigen schönen Freundin: „Und Du?“ Die junge Frau schaute mich vertrauensvoll an. Anji Baicha und Pu Er 1990 empfahl ich einer anmutigen jungen Frau, die vor einer Prüfung steht und das Leben trotzdem geniessen kann!

Wir drei lachten zusammen und waren glücklich über die Mittäterschaft. Eine junge Kundin, die gerade im Opiumbett sass, sagte mit leuchtenden Augen zu mir, dass sie auch ihre Geschenke einkaufen will! „Erzählen Sie mir mehr von ihrem Freund…“

Es war meine schöne Arbeit seit einem Monat. Die schönen koreanischen Schalen waren die Wünschen von vielen Ästheten. Am einem Freitag verkaufte ich drei koreanischen Schalen. Seit einer Woche sind sie komplett ausverkauft. Am einem Freitagmorgen kam Christoph, um eine schöne Schale zu kaufen. Stunde später kam ein Herr und seufzte, „Ach, die Schale meiner Frau ist nicht mehr da!“ So ist es bei Shui Tang, wenn man ein bisschen langsamer ist. „Erzählen Sie mir bitte mehr von Ihrer Frau und wir finden ebstimmt eine schöne Schale für sie!“ Als wir eine gemeinsam gefunden haben, packte ich sorgfältig die wunderbare Schale, die viel Liebe, Aufmerksamkeit und Freude trägt, in einem schlichten Holzschachtel. Möge diese Schale viel Freude weiter tragen bei der geliebten Person!

Manchmal ist es wie eine Intrige, Ehepaar gegenseitig auszuspielen. Ein guter Freund kam zwei Male und fragte nach dem Objekt, das er einmal verpasste. Er hat es verpasst, weil seine liebe Frau sofort gekommen ist nachdem sie von diesem Wünsch erfuhr. Ich sah zwei Male sein enttäuschtes Gesicht zu und ich sah richtig unschuldig aus. So gerne wäre ich dabei sein – beim Moment der Enthüllung der Wünsche am Tatort der Liebe!

Einmal kam eine junge Frau und wollte nicht gestört werden. Sehr lang suchte sie und überlegte. Zuerst fasste sie die grosse Teetasse an, dann die kleinen und anschliessend Gaiwan. Bei meiner höflichen Anfrage schaute sie mich immer misstraurisch an. Ich liess sie. Irgendwann sagte sie, nun will sie mehr von mir. „Was könnte ich Ihnen helfen?“ „Ich will einem Freund Teeschale kaufen. Er kennt Ihr Geschäft, hat aber noch keine Zeit zu kommen.“ Ach. Was für Tasse? Ich brauche mehr Information. ist dieser Mann gross, klein, zart oder kräftig. Grosse Hände oder kleine Hände. Trinkt er allein oder trinkt er mit anderen. Ist er körperbewusst oder eher zu viel im Kopf…. Die junge Frau verrät mir nur minimal, so dass ich in der Rolle war alles zu erraten. Ich gab meine Meinung und sie staunte und saugte auf, was sie hörte. Am Ende landeten wir bei dem Koreaner! Es gab nur noch zwei Schalen zur Auswahl! Sie fragte, „Was denken Sie, wer würde diese nehmen?“ Die Beratung war wie eine Prüfung. Ich lächelte. Ich nahm die einfache schliche Schale, die wie Reisschale war und sagte „diese ist für jemanden – in meinem Auge, der bescheiden und unkompliziert ist. Während die andere eher intellektuell…“ Sie nahm die andere sofort!! Nachdem sie Shuitang verliess, sagten meine zwei Klienten, die im Opiumbett Tee tranken, „Unglaublich, wie wenig sie uns Information gab und wie bestimmt und gewollt suchte sie nach einem Wünsch. Wie ein Krimi!“

Ja, wie ein Krimi. Und ich bin der Mittäter und Mitwissender!

East Eats West

Teefreund Alex lernte ich in Shuitang kennen. Er sagte mir, dass Shuitang ihm so gut gefällt und am besten würde er in den Laden einziehen und dort schlafen.

Ich denke, Tatami ist zu hart für seinen Rücken.

Dann erfuhr ich, dass er ein Blog schreibe mit diesem spektakulären Titel: East eats West – zum Glück nicht umgekehrt. Ein wahrer „Esser“ und „Geniesser“. Er erzählte mir bei dem Schokolade-Abend, dass man mit Chinesen Stundenlang nur über essen reden kann – es war eine Fremderfahrung. Das stimmt. Nun schreibe er selbst nur über Essen und über die kulinarische Erfahrung in Shuitang.

Interessant für mich, mit dem fremden Auge Shuitang zu sehen.

Ein aufregender Tag

Für meine Eltern führe ich im Europa ein unverständliches Leben.

Die meisten Eltern möchten gerne stolz sein auf ihre Kinder. Die meisten Eltern möchten gerne den anderen von ihren Kindern erzählen können.

Meine können es nicht, weil sie das Gefühl haben, sich zurückhalten zu müssen. Einmal sagte ich meinem Vater, er sollte bitte nicht stolz sein auf mich, denn ich bin auch nicht stolz auf ihn. Was mein Vater in seinem Leben erreicht, ist nicht meine Leistung. Ausserdem bringt ein bestimmter Wohlstand und Status nicht immer Segen und Glück für einen entwickelnden Menschen. Ich habe meinen eigenen Weg, der vielleicht fremd für meine Eltern ist. Aber sie können mir doch den Raum geben, mein Leben zu leben, auch wenn sie sich vielleicht schämen. Mein Vater muss nicht stolz sein auf mich, denn ich habe meinen eigenen Weg.

Eine Zeitung aus Taiwan bat mir einen Bericht über meine Arbeit im Europa über Tee. Eigentlich hätte ich gewollt, dass sie über die Taten von Atong berichten. Ich fand es gut, wenn die Zeitung în Taiwan über unsere Arbeit im Ausland berichten kann. Denn die Taiwanese sind gerade der Gegensteil von den Schweizern. Taiwanese sind nie stolz auf sich selbst, sie beneiden stets das Ausland. Sie sind nie gut genug… Es wäre doch schön, wenn die Leute auf der Insel wissen, wie ihr Tee im Ausland geschätzt wird und viele Menschen sich Mühe geben, für Ihr Land…

Niemandem habe ich erzählt, nicht einmal meiner Schwester in Zürich. Ich bekam gestern eine Meldung von der Journalistin aus London, dass ein Bericht über Shuitang geschrieben wurde und heute in die Zeitung kam. Ich vergass es sehr schnell, denn es sehr viel Arbeit in Shuitang gibt und der Laden in letzten Tagen gut besucht wurde.

Heute schrieb mein Bruder meiner Schwester ein Mail und meine Mutter rief in Shuitang an. Sie waren mehr als überrascht von dem Bericht und dem Foto. Mein Bruder berichtete, dass mein Onkel morgen früh anrief und meinem Vater sagte, „Hey, Deiner Tocher ist etwas passiert. unsere Zeitung schrieb über sie!“

Diese Zeitung ist „die“ unabhängige Zeitung in Taiwan, alle Freunde von mir, natürlich meine Familie und Atong lesen nur diese Zeitung. Mein Vater war geschockt. Er dachte, „Ach! Sie macht es tatsächlich! Hat sie tatsächlich es getan!“ Er hat immer noch Angst von meiner wilden Studentenzeit. Bis er verstand, dass ich mich diesmal nur mit Tee beschäftige, war er endlich beruhigt…

Ich habe bis jetzt nicht mit meinen Eltern gesprochen. Zu wenig Zeit. Eigentlich schäme ich mich immer über solche Dinge. Die zwei Radio-Interviews in DRS habe ich niemandem erzählt, als sie kamen. Es ist mir mehr als peinlich meinen Fehler im Deutsch zuzuhören!

Jedenfalls war es sicher ein aufregender Tag für die zwei alten Leute, die sich immer nur heimlich in der Ferne Sorgen macht, über ihre Tocher, die ein unverständliches Leben im Ausland führt.

liberty

In diesem Bericht gibt es manche Fehler, die mir sehr unangenehm sind. Ich hatte leider keine Möglichkeit diesen Artikel vorher zu lesen. In diesem Moment verstehe ich, dass es besser ist, im Hintergrund meine Tätigkeit mit Herzen nachgehen als im Vordergrund stehen zu wollen.  Trotzdem war es wichtig, dass die Leute auf der Insel berichtet bekommen, wie ihre Landesleute sich im Ausland bemühen für Taiwan etwas zu tun. In diesen Sinne danke ich die Journalistin in London und diese Zeitung Liberty-Times.

Das Bild mit diesem alten Mann war von meiner letzten Reise in China. Er ist der Lehrer des Lehrers von Atong. Er wurde in diesem Artikel erzählt, dass er stolz auf Formosa Oolong sei. Naja, er ist der „Oolong-Patron“ in China und 100 Jahre alt – was hätte er mit Formosa Oolong zu tun?